Experiment P1

14. November 2009
Feiern & Kultur

Das P1 wird umgebaut, und will seine Kreativität währenddessen einen Stock höher neu erproben. Am Donnerstagabend fand die Eröffnung statt – mucbook hat sich das mal angeschaut. 

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Das P1 lässt jeden in den Club, musikalisch wird experimentiert und eine kreative Künstlerszene fühlt sich dort zu Hause. Zwar früher nicht und auch nicht an diesem Abend, aber in Zukunft soll dies gelten. Zumindest hat das P1 dies bei der Einweihung seines zehnmonatigen Provisoriums eine Etage höher verkündet, während die alten Räumen im Keller von nun an renoviert werden.

Labyrinthisch führen die auberginen-dunklen Gänge der ehemaligen Theaterkulissen zum Hauptraum, in dessen Mitte die Bar wie eine Insel darauf wartet, angesteuert zu werden.

Das erste Rätsel tut sich schon zur Begrüßung auf: Die schwarze Dose 28, von denen bisher noch niemand gehört hat. Der Inhalt des Getränks schmeckt dann doch bekannt und ähnelt dem von Red Bull. Nach eigenen Angaben konsumiert das In-Getränk die selbsternannte „Creative Class“, zu der Künstler, Musiker und „Kreative jeder Couleur“ zählen. Also auch das Publikum, dass das P1 gerne mit seinem neuen Konzept ansprechen würde. „Lauter bunte Vögel“ nennt es Row Weber, der sich um das Musikkonzept und die auftretenden Künstler und Tänzer kümmert. Am ersten Abend flattern jedoch nur zwei bunte Vögel durch die ansonsten schwarz-uniformierte Menge. Die beiden Clown-Dragqueens „Mica“ und „Bob vor 18 Uhr“. Später werden sie noch von anderen bunten Fabelwesen unterstützt, die sich außerhalb der Menge akrobatisch verrenken. Ansonsten bleibt das Rätsel offen, wer von den üblichen Gästen sich denn nun tatsächlich in ein verrücktes Huhn verwandelt hat.

Und dann passiert es. Der heimliche Grund, weswegen das P1 eine so starke Anziehungskraft auf seine Gäste ausübt. Kommen sie oder kommen sie nicht? Die Promis. Drei Damen in goldenen Glitzerkleidern und mit viel Make-up, begleitet vom ProSieben-Kamerateam werden umringt von Fotografen und Journalisten. Alle rätseln, wer sie wohl sein mögen. Keiner kennt sie, die verzweifelten Hausfrauen aus USA, die anscheinend von dem Magazin „Sam“ als Pseudo-Promis inszeniert wurden. Den erwartungsfreudigen Journalisten müssen nun die drei Unbekannten sowie Davorka und die beiden Ochsenknecht-Kinder herhalten. Und das war es auch schon mit der Prominenz an jenem Abend.

„Die Karten werden neu gemischt“, sagt der Chef Radoslav Pavlov. Ob er auch die Sache mit der Prominenten-Dichte gemeint hat, ist nicht bekannt. Der Clubraum ist jedenfalls viel größer als der alte im Keller, insgesamt erwartet er einen Durchlauf von 1.800 Gästen – etwa doppelt so viele wie zuvor. P1-Besitzer Michael Käfer verspricht aber, dass auch weiterhin die Gäste sehr exklusiv sein werden. Masse und Exklusivität – wie das gehen soll, auch das bleibt ein Rätsel.

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Nadja Mayer    Dieser Artikel wurde von Nadja Mayer geschrieben.
Fünf Jahre München - und Fahrrad Nr.4. Ein gutes ist hier schwer zu finden. Ich liebe es nämlich, durch die Stadt zu radeln. Seit Oktober 2008 bin ich an der Deutschen Journalistenschule.
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  • 1 Kommentar

    was finde ich schon auch noch erwähnt werden sollte: steve aoki war super. die party war für p1 verhältnisse fast exzessiv spaßig und auch das publikum war fürs p1 erfreulich durchmischt, also net nur hemdenträger sondern auch die so viel beschworenen kreativen (wenn man das nach dem outfit beurteilen will).

    Von jana am 14. November 2009 um 19:48 Uhr.

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