„Die Stadt hat sie nicht im Stich gelassen“

23. Februar 2010
Macht & Geld

Seit gestern steht es fest: Eine Moschee am Gotzinger Platz wird es nicht geben. Das Projekt ist an der Finanzierung gescheitert. Nun meldet sich die Stadt zu Wort. Als einer der stärksten Befürworter des Projekts, spricht Oberbürgermeister Ude sein Bedauern aus.„Diese Entscheidung ist für die Stadt schon sehr befremdlich, nachdem der türkische Ministerpräsident Recep Erdogan persönlich geäußert hatte, er sehe dieses Projekt als so bedeutsam für die in Deutschland lebenden Türken islamischen Glaubens an, dass er selbst zur Grundsteinlegung nach München kommen werde.“

Zugleich weisen die Stadtpolitik und Verwaltung alle Schuld von sich – von der Grundstücksuche bis zu sämtlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen habe die Stadt alles getan, um das Bauvorhaben in Sendling zu unterstützen. Ob Ude: „Dies ist wichtig für das Verhältnis zu den Münchner Türken und der gesamten Bevölkerungsgruppe islamischen Glaubens: Die Stadt hat sie nicht im Stich gelassen.“

So konnte der Münchner Verein DITIM die 15 Millionen für die Sendlinger Moschee nicht aufbringen. Nun kam auch die Absage vom Dachverband DITIB: Da die geplante Moschee in Köln verwirklicht werden soll, gibt es keine Gelder für das Münchner Bauvorhaben.

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Julia Serdarov    Dieser Artikel wurde von Julia Serdarov geschrieben.
Angehende Politikwissenschaftlerin, die sich sonst bei M94.5 herumtreibt, München im Sommer am liebsten mag und sich vor allem von Kinderschokolade ernährt.
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  • 1 Kommentar

    ich finds schade. wäre ein schönes zeichen der toleranz und gegen diese pi fuzzis gewesen.

    Von Kathi am 23. Februar 2010 um 12:21 Uhr.

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