80 ml / qm

23. Juni 2010
Feiern & Kultur

Das Southside-Festival fiel dieses Jahr glatt ins Wasser – trotz toller Bands.

southside-4721036253_586653dee1

Es war nass dieses Jahr auf dem Southside und Gummistiefel waren dieses Jahr ganz sicher das wichtigste Accessoire. Wer keine dabei hatte, bastelte sich selbst welche aus Plastiktüten. Sauber bleiben fiel schwer. Vom Campingplatz bis zum Festivalgelände: überall nur Matsch.

Für das schlechte Wetter und den Dauerregen wahrlich kann ein Veranstalter wenig. Für das Management hingegen schon. Auf dem Festivalgelände war der Boden teilweise so matschig, dass die Besucher mit ihren Stiefeln immer wieder kurz stecken blieben.

80ml/qm Regeln fiel von Donnerstag- auf Freitagnacht. Angeblich stand das Festival sogar kurz vor der Absage. Von den laut Pressebericht ausgelegten Strohmassen, Eisenplatten und über 500 Kubikmetern Hackschnitzel merkte man als Besucher kaum etwas.

Am Sonntag war selbst die Landebahn aus Asphalt unter dem Matsch nur noch zu erahnen. Auf dem Parkplatz zog der ADAC bereits Sonntagmittag die ersten feststeckenden Autos raus.

Das Schlammwaden kostete die Besucher reichlich Kraft, wo normalerweise das Konzert durchgesprungen und wild gepogt wurde, blieb es ein wenig gemütlicher als sonst.

Die Stimmung lies sich trotz allem keiner vermiesen. Mit 50 000 Besuchern war das Southside ausverkauft.

Das Line-Up war grandios, auf mehr als 80 nationale und internationale Acts durfte sich der Southside-Gänger freuen. Da machte es einem der Zeitplan nicht leicht. Am Freitagnachmittag spielten Bands wie We are Scientists, Faithless, den Donots, Turbostaat und Jack Johnson. Dann musste man sich entscheiden, zwischen The XX und Ash, danach zwischen Ignite und Massive Attack.

Am Samstag wurde es nicht leichter: lieber Madsen oder Phoenix, später The Prodigy auf der Blue Stage und Beatsteaks auf der Green Stage oder die kanadischen Zwillingsschwestern Tegan & Sara. Zum Abschluss konnte ausgelassen mit Deichkind gefeiert werden.

Am Sonntag bei Two Door Cinema Club und Bonaparte war das Zelt, die Red Stage, fast voller als die zwei großen Bühnen – vielleicht lag es an den Bands, vielleicht aber auch daran, dass es draußen so kalt war und im Zelt kuschelig warm. Die beiden Acts waren auf jeden Fall sehenswert. Two Door Cinema Club mit gemächlichem Indierock und Bonaparte mit, wie immer, phänomenaler Bühnenshow – der Sänger mit Pferdekopf, die Tänzerin halbnackt beim Song „Computer in Love“ mit Bildschirm über dem Kopf.

Für alle, die auch noch Sonntagabend noch nicht genug vom Matsch hatten gab es außerdem auch noch Skunk Anansie und die White Lies. Zum Abschluss eines musikalisch durch und durch gelungenen Festivals rockten Mando Diao, La Roux und Billy Talent.

—-

Foto: Flickr

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • TwitThis
  • Facebook
  • MySpace
  • LinkedIn
  • del.icio.us
  • Digg
  • Furl
  • Bloglines
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • MisterWong
  • NewsVine
  • Reddit
  • StumbleUpon
  • YahooMyWeb
  • Y!GG
  • Technorati
  • Live-MSN
Exzellenz    Dieser Artikel wurde von Exzellenz geschrieben.
Ähnliche Artikel:
  • Prost Hardcore!
  • flimmern & rauschen 2012: das Münchner Filmfest der jungen Szene
  • Lesung von Mark Greif im Werkraum
  • Tausend Worte zu tausend Bildern
  • Nachtmuseum bis in den Morgen
  • Keine Kommentare

    Name

    EMail (erforderlich)

    Die Abfrage der Mail dient allein dem Spamschutz.
    Wir speichern und verwenden Nichts davon.

    Website