woanders is auch schlecht – galeria autonomica the next

23. Juli 2010
Feiern & Kultur, Gute Sache

Werk_base23

Die Galeria Autonomica kommt am Samstag wieder nach München – für 12 Stunden.
Am 24.07 ist die Galeria Autonomica zu Gast in München. Für 12 Stunden wird es im Foyer der Alten Kongresshalle junge Künstler aus München, Berlin, New York und anderen Städten zu sehen geben, die sich mit Urbanität auseinandergesetzt haben.

Die Künstler zeigen in der Gruppenausstellung „Woanders ist auch schlecht!?“ facettenreiche Arbeiten aus den Bereichen Illustration, Malerei, Installation und Mixed Media – inspiriert von urbanem Lebensgefühl.

Kunst auf städtischen Straßen ist vergänglich. Graffitis, Stencils und Paste-Ups sind im Moment ihrer Erschaffung schon damit konfrontiert zerstört zu werden. Nur wenige Werke, wie zum Beipiel eine komplette, herausgerissene Mauer mit einem Stencil von Banksy, schaffen es direkt von der Straße in die Sammlung des British Museum und bekommen somit internationale Anerkennung.

Banksy hat Street-Art Massenkompatibel gemacht. Street-Art hängt in WG-Zimmern, Street-Art funktioniert als wirkungsvoller Publikumsmagnet, und als lukratives Wirtschaftsmodell. Letztendlich gerät in Vergessenheit, was den Wesenskern der Kunst ausmacht, die in urbanen Lebensräumen entsteht und auf den Straßen der Metropolen für Jeden, der empfänglich dafür ist, gezeigt wird.

Steckt hinter dem Begriff Street-Art nicht viel mehr die absolute Bewusstheit eines Künstlers über die Vergänglichkeit seines Werkes? Die Bewusstheit über das Risiko im nächsten Moment schon nicht mehr wahrgenommen zu werden?

Die Galeria Autonomica hat sich mit temporären 48-Stunden Galerien in kurzfristig leerstehenden Räumlichkeiten an dieses Lebensgefühl angenährt und präsentiert bei der Gruppenausstellung „Woanders ist auch schlecht!?“ folgende Künstler:

Pisa73 [Superplan/CTink] // Berlin, Base23 [Superplan] // Berlin, Beastiestylez // München, The Conestruction Inc. [Cone] // Saarbrücken, Veronika C. Dräxler // München, Czarnobyl // Berlin, Emess [ATM] // Berlin, Pabo [Superplan] // Berlin, Eliot [BK/AFM] // Berlin, mK [Südlibanesengang] // Fulda, Hate one [DAT] // Gießen, Preston Spurlock // New York, Mr. Jones // München, Johannes König // München

Ausstellung: „Woanders ist auch Schlecht!?“

Wann: Vernissage am Samstag den 24.07.2010 (Facebook)

Ort: Foyer Alte Kongresshalle
Straße: Teresienhöhe 15
U4/U5 – Schwanthalerhöhe

Vernissage: ab 12:00 Uhr

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Markus Michalek    Dieser Artikel wurde von Markus Michalek geschrieben.
Markus Michalek erlebt als Autor Münchner Tage und Nächte aus vollstem Herzen. Er bloggte einige Jahre unter der Kunstfigur "Kapinski".
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  • 1 Kommentar

    Zitat:
    Banksy hat Street-Art Massenkompatibel gemacht. Street-Art hängt in WG-Zimmern, Street-Art funktioniert als wirkungsvoller Publikumsmagnet, und als lukratives Wirtschaftsmodell.

    1. bezieht sich Banksy auf aktuelle sozialpolitische Themen und hat genau aus diesem Grund erfolg, mit den Künstlern auf dieser Veranstaltung hat das aber leider nichts zutun.
    2. Wenn Street-Art im WG Zimmer hängt, das ist das Zimmer vermutlich unter einer Brücke oder auf der Straße, da wo tatsächlich Street-Art passiert.
    3. Und das was als lukratives Wirtschaftsmodel funktioniert ist inhaltslose inflationär existierende Dekoration oder sind unterhaltende Illustrationen, aber nichts was mit Banksy, Obey, Blu usw. auch nur annähernd etwas zutun hat.

    Schade das auf diese Punkte selten jemand eingeht und somit alles was von Leuten zwischen 16 und 30 produziert wird gleich als Street Art abgetan wird und mit Banksy in einem Atemzug genannt wird.
    Die meisten Künstler die hier mit machen haben noch nicht einmal ein Bild auf der Straße gemalt…
    Daher sollte man eine Person auch nicht gleich als Arzt bezeichnen, nur weil sie einen weißen Kittel trägt, es könnte nämlich auch ein Metzger sein… ;-)

    Von Flo am 31. Juli 2010 um 23:05 Uhr.

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