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Nach(t)kritik

Das Wirken der Langeweile in der Kunst

Christof Mettler

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Eine sehenswerte Ausstellung in der Halle der Lothringerstraße 13 nutzt das von der Langeweile ausgehende Potential. Langeweile wird zum Trägermedium der Aufmerksamkeit für Werke, die mit verschiedenen narrativen Verfahren und Erzählsträngen, Eigenzeitlichkeiten, Temporalitäten, Zeitprozessen und Zeitfenstern arbeiten.

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Foto: Quirin Empl, © Darren Almond aus der Serie Fullmoon, seit 1999 fortlaufend, C-prints

Darren Almond: Geboren 1971 in Wigan, England. Lebt und arbeitet in London.

Die Darren Almonds Oeuvre umfassenden Arbeiten aus den Bereichen: Film, Installation, Skulptur und Fotografie spiegeln das Interesse des Künstlers an den Themen Zeit und Dauer sowie dem persönlichen und kollektiven Gedächtnis wider. So auch die 1999 von Almond als einfaches Experiment begonnene Fullmoon-Serie. Dabei fotografierte er eine Nachtlandschaft, die ausschließlich vom Mondlicht erhellt wurde bei einer Belichtungszeit von 15 Minuten. Das Ergebnis war die Arbeit „Fifteen Minute Moon“, die während einer Frankreichreise nahe des Montagne Sainte-Victoire
entstand und bereits Cézanne zu mehreren Gemälden inspirierte. Almond führte die Arbeit an der Fullmoon-Serie fort, indem er entlegene Orte und Landschaften aufsuchte, die vor ihm bereits Künstler und Schriftsteller wie Turner, Constable, Casper David Friedrich und John Ruskin bereist hatten. Orte von kollektiver Erinnerung und absoluter Einsamkeit. Auf seinen unzähligen Reisen
schafft Almond meditative Landschaften, die in ihrer Ruhe und Langsamkeit dem Betrachter Zugang zu einer Welt eröffnen, in der die Zeit still zu stehen scheint. Indem das geheimnisvolle Mondlicht die eigentlich nächtliche Szene in tagesgleiche Helligkeit taucht, scheint die Grenze zwischen Tag und Nacht endgültig zu verblassen. (SP)

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70×100 cm, Papier, © Jin-Kyoung Huh, edding drawings, 2010, Permanent Marker, Papier, Je 70 x 100 cm (ohne Rahmen)

Jin-Kyoung Huh: Geboren 1968 in Dan-Yang, Südkorea. Lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Im Rahmen der Ausstellung „The Undercurrent of Boredom“ präsentiert die Künstlerin Jin-Kyoung Huh die 2010 entstandene Arbeit „Edding Drawings“. In einer immer gleichen, fast mechanischen Bewegung wurde bei den „Edding Drawings“ ein Permanent Marker unter konstantem Druck und in regelmäßigen Bewegungen von links nach rechts über das Papier geführt. In einem meditativen Zustand völliger Gleichförmigkeit, wurde dieser Vorgang ohne Unterbrechung auf mehreren Seiten Papier fortgeführt, bis die Tinte des Stiftes immer mehr verblasste. Die verblassenden Tintenstriche visualisieren die der Werkproduktion eingeschriebene Temporalität. Anders als ein Text oder Video ermöglicht uns das Bild, die Verzeitlichung auf einen Blick und synchron wahrzunehmen, zugleich wird in jedem Strich der Moment des Schaffensprozesses konserviert. (SP)

Besucherinformation von der L13 Halle:

Vom 21.09. bis zum 11.11.2012 präsentiert die lothringer13_halle die Ausstellung The Undercurrent of Boredom.

Sören Kierkegaards Diktum, die Götter hätten die Welt aus bloßer Langeweile erschaffen, enthält ein schöpferisches Moment, das aus der Langeweile, aus der motivationslosen Erlebnisarmut, Bedeutung entstehen lässt. Auch wenn Kierkegaard diese produktive Ebene der Langeweile nicht zu thematisieren beabsichtigte, so verdeutlicht der schöpferische Aspekt dieses Gefühls eine Ebene, die, wohl vermittelt über Nietzsche, von Heidegger später zu einem zentralen Aspekt seiner Philosophie der Gestimmtheiten erklärt wird. Die Langeweile erscheint, und dies wird auch durch aktuelle Diskussionen sichtbar, als ambivalentes Moment, das einen Nullpunkt des Interesses an der Welt verdeutlicht und zugleich als Ausgangspunkt für ein neues, sensibles Wahrnehmen erfahren werden kann. Neben dem Nichts, das die Langeweile zunächst ausstrahlt, scheint diese immer auch von einer Unterströmung gespeist, die eine welteröffnende Stimmung ermöglicht. Das Projekt The Undercurrent of Boredom versucht, Langeweile nicht als zentralen Begriff zu thematisieren, sondern das reflexive, sich wandelnde Potential der Langeweile als künstlerische Vermittlungsstrategie zu illustrieren. Die ambivalenten Zugänge zur Langeweile, als Erlebnisarmut und als neu sich konstituierende Sensibilität für die Welt, sollen als Aspekte vorgestellt werden, die in der aktuellen künstlerischen Produktion immer wieder zum Einsatz kommen. Langeweile, die hier als visuelle oder narrative Unterforderung und Enttäuschung unserer alltäglichen Wahrnehmungsmuster verstanden wird, soll als Instanz vorgestellt werden, den Betrachter durch die Evokation von Ereignisarmut zu sensibilisieren und durch die Betonung einer spezifischen Eigenzeitlichkeit des Kunstwerks das ästhetische Wahrnehmen selbst zu thematisieren. Im Gegensatz zu unseren zu Automatismen verkrusteten Wahrnehmungsmustern, mit denen wir heute zumeist medial vermittelte Inhalte erfahren, wird innerhalb der ästhetischen Erfahrung die visuelle und narrative Erlebnisarmut, die wir mit dem Begriff der Langeweile assoziieren, als Destabilisierung unserer auf schnelle Lesbarkeit hin ausgerichteten, alltäglichen Wahrnehmungsweise erfahren. Auf vielfältige Art und Weise illustrieren die hier vorgestellten Arbeiten das reflexive Potential der Langeweile im Kontext der Eigenzeitlichkeit der Werkerfahrung und einer der Werkproduktion selbst eingeschriebenen Temporalität.

Wir danken der Sammlung Götz, München, und der Sammlung Haubrok, Berlin, für die freundliche Unterstützung.
Teilnehmende KünstlerInnen:
Darren Almond, Seung-il Chung, David Claerbout, Douglas Gordon, Amy Granat, Teresa Hubbard / Alexander Birchler, Jin-Kyoung Huh
Im Rahmen der Ausstellung werden an folgenden Terminen öffentliche Führungen angeboten:
(Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich, ca. 60 Minuten)
Dienstag, 02. Oktober 2012, 17:00 Uhr
Mittwoch, 17. Oktober 2012, 17:00 Uhr
Mittwoch, 31. Oktober 2012, 17:00 Uhr

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David Claerbout – „Study for a Portrait (Violetta)“, 2001, Videoinstallation als Rückprojektion mit Ventilator, Schwarz-weiß, Loop, ohne Ton
installation shot, photo by L. Paffrath, © haubrokshows 2012

David Claerbout: Geboren 1969 in Kortrijk, Belgien. Lebt und arbeitet in Antwerpen und Berlin.

In der Installation „Study for a Portrait (Violetta)“ wird auf eine Leinwand das schwarz-weiß Porträt einer jungen Frau bei Sonnenschein projiziert. In dem dunklen Ausstellungsraum ist die Frau dem Betrachter, einem Gemälde gleich, bewegungslos zugewandt, lediglich eine leichte Brise bewegt ihr Haar. Während der Betrachtung der Frau wird vom Besucher selbst ein leichter Luftzug im Raum wahrgenommen. Bewegen sich die Haare der Frau nun wirklich oder handelt es sich nur um eine Irritation, hervorgerufen durch eine reale, körperliche Wahrnehmung? Indem sich die Grenzen des realen und imaginierten Momentes auflösen, erzeugt Claerbout einen Erfahrungsraum, in dem der Betrachter fühlt, was er sieht und sieht, was er fühlt. Der Luftzug wird zum verbindenden Element zwischen inner- und außerbildlicher Wirklichkeit, die Grenzen zwischen Bild- und Betrachterraum lösen sich auf. (AK)

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Foto: Quirin Empl, © Teresa Hubbard/Alexander Birchler: Night Shift, 2006, HD Video, 08:24 Minuten (Loop), Ton

Teresa Hubbard: Geboren 1965 in Dublin, Irland.
Alexander Birchler: Geboren 1962 in Baden, Schweiz.

Teresa Hubbard und Alexander Birchler arbeiten seit 1990 gemeinsam an unterschiedlichen Projekten aus den Bereichen Video, Fotografie und Skulptur. Dabei laden die Arbeiten, darunter auch der ausgestellte Kurzfilm „Night Shift“, zu einer suggestiven und offenen Auseinandersetzung über Erinnerung, Zeit und Raum ein. Die Arbeit „Night Shift“ bewegt sich dabei in vier aufeinanderfolgenden Szenen in seiner Erzählung und seinem formalen Verlauf auf der Schwelle zwischen Traum und Wirklichkeit. Alle Szenen spielen in einem amerikanischen Polizeiwagen bei Nacht und beginnen damit, dass ein Polizist, variierend in Geschlecht, Alter und Ethnie, seinem bzw. ihrem Kollegen einen Kaffee bringt und ihn mit den Worten „Two sugars, no cream“ überreicht. Die verschiedenen Charaktere beginnen im Anschluss einen Monolog, währenddessen sie über Zeit, Schlaf und Wirklichkeit philosophieren. Die Erörterungen der Charaktere im Zusammenhang mit dem formalen Verlauf der aneinandergereihten, in Unendlichschleife laufenden Szenen mit seinen Dopplungen und Abweichungen in Erzählung und Charakterauswahl, lässt äußerlich sowie inhaltlich unklar, was sich real und was sich nur in der Vorstellung bzw. im Schlaf des älteren Polizeiangestellten abspielt. „Night Shift“ wurde von Art21 Inc. New York in Auftrag gegeben und 2005 das erste mal auf PBS Television gezeigt. (SP)

„Willst du mich langweilen, oida?“ „Boah ist mir langweilig.“ „Langweil mi net.“ „Des langweilt mi.“ „Du Langweiler“ etc…..
Wie hat die lange Weile nur ihre negative Wertung bekommen? War es die lange Weile, die Bergarbeiter verbrachten, als sie eine Woche lang am Stück unter Tage nächtigten? Dies ist bestimmt nur eine der vielen etymologischen Wurzeln des Begriffs der Langeweile, den es erst seit der Moderne im heutigen Sinne gibt. Langeweile hat etwas mit Zeit zu tun. Die Bedeutung dieses über lange Zeitläufte hinweg übertragenen Begriffs hat sich im Lauf der Zeiträume verschoben.

Reizüberflutung, Werbung, Bilderflut, Datenberge und -meere: ein gigantisches Angebot an Medien aller Art wird jeden Tag angeboten. In dieser Fülle voller Hektik und Raserei bleibt dementsprechend wenig Zeit für die tiegründigere Beschäftigung mit bestimmten Inhalten, Details und Hintergründen. Hierzu setzt die Ausstellung „The Undercurrent of Boredom“ einen deutlichen Kontrast. Die hier präsentierten Werke fordern Aufmerksamkeit und Zeit vom Betrachter ein. Der Langeweile wohnt ein Potential inne, mit dem sie sowohl beruhigen und sensibilisieren als auch per Reizreduktion Platz für neue Erfahrungen schaffen kann („weniger ist mehr“). Die momentan in Halle der Lothringer13 gezeigten Bilder und Filmsequenzen regen dazu an, sich diese Unterströmungen der Langeweile bewußt zu machen. Die Erzählweise der Langeweile rückt ins Blickfeld, Langeweile wird zur Kunstvermittlerin. Langweilige Ästhetik langweilt überhaupt nicht. Hier werden bewußt langweilige Erzählweisen unter die Lupe genommen und ein kunsthistorisch-philosophischer Ãœberbau dazu geliefert. Die Präsentation des neusten Forschungsstands über die Langeweile ist ganz und gar nicht langweilig. Sie bringt neue Erkenntnisse.(CM)

„Sich mit der ästhetischen Erfahrung selber zu befassen, war zuletzt vor 20 Jahren eine beliebte Herangehensweise für Kuratoren. Erst seit kürzerer Zeit ist es wieder populär geworden, eine Ausstellung so zu kuratieren.“ stellt Kurator Felix Ruhöfer fest.

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Amy Granat, Chemical Scratch #1-3, 2003, 16mm Installation, Schwarz-weiß, 01:00 Minute (Loop), Ton
Foto: Quirin Empl, © Amy Granat

Amy Granat: Geboren 1976 in Saint Louis, Missouri, USA. Lebt und arbeitet in New York City und Kalifornien.

In vielen ihrer Arbeiten dienen der Künstlerin 16mm Filme oder belichtete Fotopapiere als Ausgangsmaterial. Durch die Behandlung mit Säure, das Verkratzen oder Punktieren – sowie letztlich auch durch den natürlichen Abrieb durch das Abspielgerät – wird das Material von der Künstlerin und im Prozess des Abspielens individuell verändert. Das reproduzierbare Rohmaterial erlangt auf diese Weise den Status eines Originals. Die Sichtbarmachung des analogen Filmmaterials als Trägermedium und der Prozess seiner Bearbeitung beschreiben eine Art der Desillusionierung, wenngleich Amy Granat durch die atmosphärische Präsentation der auf der Leinwand sichtbar werdenden abstrakten Formen und Linien zugleich eine eigene Interpretation des Illusionsraumes Film schafft. Wie auch die Künstler des Avantgarde-Kinos der 1960er und 1970er Jahre lotet die Künstlerin mit ihren Arbeiten die Ausdrucksmöglichkeiten und Bedeutungsräume dieses Mediums aus. (AK)

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Video Still © Seung-il Chung: Schaue und Höre / Look and Listen, 2010
High-Definition digital Video, 3:14 Min.

Seung-il Chung: Geboren 1979 in Seoul, Südkorea.
 Lebt und arbeitet in München.

Seung-il Chung arbeitet in seinen Filmen „Schaue und Höre / Look and Listen“ sowie „Countdown“ mit von ihm gefilmten, natürlichen Phänomenen, die der Künstler anschließend nachbearbeitet. Der Film „Schaue und Höre“ zeigt uns in slow-motion das Abbrennen eines Streichholzes. Dieser Prozess wurde verlangsamt auf 3:14 Minuten, auf die Länge des Stückes „Träumerei“ von Robert Schumann, welches wir auf akustischer Ebene wahrnehmen. Der poetische Aspekt des romantischen Musikstückes aus dem Zyklus „Kinderszenen“ spiegelt sich in der verlangsamten, meditativen Darstellung des abbrennenden Streichholzes und der dadurch gewonnenen Aufmerksamkeit für diesen vertraut geglaubten Moment wider. In „Countdown“ überlagern sich die Aufnahmen eines Gewitters mit verschiedenen, vom Künstler eingefügten rückwärts laufenden Zahlenreihen zwischen den Blitzen. Dieser übliche Vorgang, die Entfernung des Gewitters durch das Zählen der Sekunden zwischen Blitz und Donner zu messen, offenbart das rein menschliche Bestreben, dem Unerwarteten und nicht Kontrollierbaren Struktur zu geben. (AK)

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Foto: Christof Mettler ((diese Arbeit ist mir persönlich zu gruslig und voyeuristisch. außerdem ist sie winzig klein. zu finden in der großen Halle links im Eck (CM)))
B-Movie 1995, Videoinstallation von Douglas Gordon, Rückprojektion, Schwarz-weiß, 10:40 Minuten (Loop), ohne Ton

Douglas Gordon: Geboren 1966 in Glasgow, Schottland. Lebt und arbeitet in Berlin, Glasgow und New York.

Douglas Gordons intensive Auseinandersetzung mit dem Medium Film und Kino spiegelt sich in zahlreichen Arbeiten wie „24 Hour Psycho“ (1993) oder „Déjà Vu“
(2000) wider, in denen er einen bereits existierenden Film als Ausgangsmaterial nutzt und durch slow-motion, Wiederholungen oder Überblendungen verfremdet. Die Arbeit „B-Movie“ kann wiederum als Verweis auf das Werk „Fly“ (1971) der Künstlerin Yoko Ono verstanden werden. In „Fly“ verfolgt die Kamera in Makrotechnik eine Fliege, welche sich über einen weiblichen, nackten Körper bewegt. In „B-Movie“ von Douglas Gordon muss man genau hinschauen: der Künstler zeigt uns auf einem sehr kleinen und in der Wand eingelassenen Screen das gleiche Insekt. Doch werden wir in der Arbeit von Douglas Gordon zum Beobachter einer, auf dem Rücken liegenden und in Abständen mit Flügeln und Beinen zuckenden Fliege. Wir sehen dem sterbenden Tier zu, bis das Zucken schließlich ein Ende findet und der Film wieder von Neuem beginnt. Der Wechsel zwischen Bewegung und Stillstand, Sinnbild für Leben und Tod, offenbart sich dem Betrachter hier in Endlosschleife. (AK)

Texte zu den in der Ausstellung präsentierten Werken von Anna-Cathérine Koch (AK) und Sabrina Pflüger (SP)
Sonstiger Text: Christof Mettler (CM)

Halle Lothringer 13 | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11-19 Uhr

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