Irgendwo zwischen Gut und Böse

28. Juni 2013
Feiern & Kultur,Kunst

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Märchenstunden im alten Botanischen Garten. Beim 12. RischArt Projekt verwandeln phantasievolle Kunstarbeiten zum Thema Märchen den Park in einen verwunschenen Ort zum Lustwandeln und abtauchen.

Märchen waren früher vor allem Unterhaltungsmedium, aber in ihrer Symbolsprache auch Orientierungshilfe. Die teils krasse Gegenüberstellung von Gut und Böse mag in unserer Zeit fast brutal und grausam wirken, doch entspricht sie sehr wohl der naiven kindlichen Rezeption der Umwelt und auch dem tiefsten Innern des erwachsenen Geistes.

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„Kinder nehmen die Grausamkeiten von Märchen gar nicht unbedingt als solche war und auch in jedem von uns ruhen diese Gefühle sowieso“, erläutert Kuratorin Katharina Keller. Märchen würden sich sehr wohl noch als moderner Erziehungsleitfaden eignen, gerieten jedoch in einem System der multimedialen Kommunikation immer mehr in Vergessenheit. Deswegen entschieden Keller und Bäckermeister Gerhard-Müller Rischart sich dafür zum 30. Jubiläum der RischArt Projekte sowie zum 200. Jubiläum der Grimmschen Märchen diese von Künstlern in die Gegenwart holen zu lassen.

Für die kommenden drei Wochen verwandeln acht Künstlerprojekte den ohnehin romantischen Alten Botanischen Garten mit seinen exotischen Baumarten und dem Neptunbrunnen in eine Phantasiewelt, denn auch die Märchenerzählungen erwachten erst durch ihre Illustrationen so richtig zum leben.

Schwerpunkt liegt in den Arbeiten dabei vor allem auf der gesellschaftlichen Identifikation mit den Heldenfiguren- guten wie bösen. Heike Kati Barathis blutrünstiger Hasenkopf, der an einer Eisenkette in einem Glashaus hängt fast dieses wie auch das Häuschen Motiv auf, auch Gabriele Baschs Scherenschnitt, oder in der Audioinstallation von „Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald“ von Felix Burger stehen die krasse dunkle und helle idealisierte fröhliche Seite nah beieinander.

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Die Münchner Bildhauerin Susu Gorth mit ihren knallgelben Skulpturen aus Strängen und Ästen Martin Pfeifle mit seinem kubistischen, modernen Holzpavillon ermuntern Euch wiederrum in ganz eigene Traumwelten einzutauchen und Märchengeschichten zu erzählen.

Fotocredit: Roland Herzog, Hamburg

Bente Lubahn    Dieser Artikel wurde von geschrieben.
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