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„Was ist überhaupt ein Barcamp, Johannes?“

Jan Rauschning-Vits

Jan Rauschning-Vits

Don't worry, look shabby!
Trägt seit kurzem Schnauzer
Jan Rauschning-Vits

Nils Hitze und Johannes Mairhofer sind Digital Natives. Eigentlich gibt es keinen abgedroscheneren Ausdruck, aber bei ihnen stimmt es einfach. Beide arbeiten mit und im Internet und kommen rüber wie eine Mischung aus Chaos Computer Club, Instagram und Berlin. Sie wollen im März 2017 an einem Wochenende ein Barcamp veranstalten. Wir dachten, es geht ums Saufen und haben Johannes dazu interviewt. Es stellte sich jedoch heraus, dass ein Barcamp etwas ganz anderes ist…

Jan: Was ist überhaupt ein Barcamp?

Johannes: Barcamp ist eine Konferenz, bei der das Programm erst in der Früh entsteht. Jeder der kommt, kann und soll sich einbringen. Jeder kann zum Beispiel einen Vortrag halten. Man kann machen was man will eigentlich. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde werden die Teilnehmer auf verschiedene Vorträge und Workshops aufgeteilt. In der Regel bekommt jeder Vortragende 45 Minuten und einen Raum.

Jan: Es gibt also kein Vorprogramm? Es ist nichts am Anfang geplant?

Johannes: Bei einem richtigen Barcamp ist das so. Bei uns wird sich zu Beginn kurz der Location-Sponsor vorstellen und wir natürlich. Wir erklären dann, wie das Ganze ablaufen wird, für die Leute, die noch nie bei einem Barcamp waren und dann geht es einfach los.

Jeder der will, kann sein Thema vorstellen, der Rest wird dann auf die Sessions verteilt. Je nachdem wie viele Leute sich pro Thema und Session finden, gibt es dann einen großen Raum oder eben einen kleineren.

Jan: Thematisch ist das aber völlig frei?

Johannes: Ja! Es gibt Themencamps, wo bestimmte Vorgaben gemacht werden. Bei uns soll es aber ganz frei sein. Durch das Konzept ist es aber so, dass die Themen tendenziell schon eher technisch orientiert sind. Die meisten Leute kommen aus dem Tech-Bereich oder sind technikaffin.

Jan: Wie lange dauert das Camp?

Johannes: Zwei Tage! Es wird noch eine Warm-Up Party in der Giesinger Brauerei geben, was ich persönlich sehr cool finde.

Jan: Was soll das kosten für die Teilnehmer? Macht ihr das beruflich?

Johannes: Nein, nein! Wir sind eine Non-Profit-Organisation. Unser Ziel ist es, die Kosten pro Person möglichst gering zu halten. Je nachdem wie viele Sponsoren wir finden, peilen wir circa 20-30€ pro Teilnehmer an.

Jan: Doofe Frage: Was kostet daran überhaupt was?

Johannes: Essen zum Beispiel. Wir möchten schon gerne alle rundum versorgen während der zwei Tage. Microsoft nimmt uns als Location-Sponsor eine großen Teil ab, aber wir wollen Frühstück, Mittagessen und wenn es klappt auch ein Abendessen für alle. Da kommt schon was zusammen an Kohle.

Jan: Das ganze erinnert mich so ein bisschen an Hackathons.

Johannes: Stimmt, Barcamps und Hackathons sind ähnlich. Nur dass man bei Letzterem programmiert und ein Barcamp rein dem Austausch dient. Es soll immer möglichst offen sein, damit jeder sich irgendwie einbringen kann.

Jan: Macht ihr das zum ersten Mal?

Johannes: Ich schon. Mein Kollege Nils hat schon zahlreiche Barcamps begleitet und veranstaltet. Ich war bisher immer nur Teilnehmer und Unterstützer vor Ort. So richtig im Orgateam von Anfang an bin ich aber zum ersten Mal. Ein Barcamp lebt aber wie gesagt von der Teilnahme aller und wir freuen uns über jeden, der mitmachen will. Das zu zweit zu stemmen wird schon schwierig.

Jan: Was ist gerade für euch das wichtigste in der Planung, wie weit seid ihr?

Johannes: Die Räume haben wir über Microsoft schon. Nun suchen wir Essenssponsoren. Wir hoffen auf rund 200 Teilnehmer. Die zu versorgen ist eine große Aufgabe! Nebenbei suchen wir natürlich auch Geldsponsoren für die Veranstaltungsversicherungen, oder um vielleicht manchen Teilnehmern, die sich die Anreise nicht leisten können, unter die Arme zu greifen.

Jan: Habe ich dich eben richtig verstanden, ihr braucht noch dringend Leute, die mitmachen?

Johannes: Ja genau! Wenn sich über sich jemand angesprochen fühlt und so eine offene Barcamp-Konferenz mit veranstalten will, dann kann er uns gerne anschreiben. Daneben brauchen wir wie gesagt auch noch eine Reihe Sponsoren.

 

Johannes ist eigentlich Dozent und Berater für WordPress-Fragen. Außerdem bloggt er.

Nach einer halben Stunde quatschen mit Johannes sind wir Fans geworden und haben den beiden daher ein Tagebook geschenkt. Ab bald findet ihr HIER alle Updates von Nils und Johannes zu ihrem Projekt „Barcamp München“


Was: Barcamp München 2017

Wann: 11./12. März 2017

Wo: Microsoft, Walter-Gropius-Straße 5, 80807 München

 

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