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Musik fürs Herz – Das waren die Mighty Oaks in der Muffathalle

Mighty Oaks machen Folk-Pop in seiner Ursprünglichkeit – Songs über Heimat, Freundschaft und Liebe, untermalt von Gitarre, Geige und mehrstimmigem Gesang. Emotional und melancholisch – geht leicht ins Ohr und schnell ins Herz.

2014 haben die Mighty Oaks aus Berlin mit ihrem Debütalbum „Howl“ quasi über Nacht den Durchbruch geschafft. Mit ihrem zweiten Album „Dreamers“ bleiben sie ihrem typischen Folk-Sound treu: Harmonische Texte, detailreich auskomponierte Stücke und eingängige Melodien. Ecken und Kanten sucht man hier umsonst. Kratzt man etwas an der Oberfläche, tauchen aber auch hintergründige Themen auf wie zum Beispiel Sinnfragen oder Vergänglichkeit.

Mighty Oaks besingen das Schöne in der Welt

Songwriter und Kopf der Band ist Ian, gebürtiger Amerikaner. Dass das neue Album sehr positiv geworden ist, liegt insgesamt an der positiven Grundstimmung der Band, aber auch hauptsächlich an seinen persönlichen Erfolgen und Erinnerungen. Ian hat 2016 geheiratet und ist Vater geworden. Inspirationen für die neuen Songs hat er vor allem in seiner Heimat Horsehead Bay in Seattle gesammelt. Viele Geschichten und Orte aus seiner Kindheit hat er in „Dreamers“ verarbeitet. Auch die anderen beiden Bandmitglieder, Claudio und Craig, sind ein Jahr vor dem Albumrelease in ihre Heimat Italien beziehungsweise England gefahren.

Während die Wahlberliner „Dreamers“ auch nur zu dritt im Studio waren, werden sie auf der Bühne von einem Geiger, der auch mal an Synthie und Orgel steht, und einem Drummer unterstützt. Frontmann Ian gewinnt – mal auf deutsch, mal auf englisch – die Sympathien der Zuhörer im Sturm. Da braucht es auch gar nicht viele Worte, lieber kleine persönliche Anekdoten, ein verschmitztes Lächeln und ganz viel Dankbarkeit über eine ausverkaufte Muffathalle.

Einfach wegträumen

Und die zahlreichen Fans bekommen auch genau das, was sie erwarten: Einen Hit nach dem anderen. Erst gegen Ende verlassen die Mighty Oaks mal ihren gewohnten Weg und bauen energievolle Instrumental- und Impovisationsparts ein.

Die Erwartungen wurden also erfüllt, übertroffen wurden sie aber nicht. Einen Abend lang einfach wegträumen, in Erinnerungen schwelgen und mitsingen– genau das wollen die Mighty Oaks mit „Dreamers“, dass man das „Träumen nicht aus den Augen verliert“.


Fotos: © Christin Büttner

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