Auerdult
Aktuell

So hast du die Auer Dult noch nicht gesehen!

Ja, sie ist gerade wieder: die Auer Dult, genauer gesagt die Maidult noch bis zum Sonntag den 7. Mai. Scheiß auf das Frühlingsfest und erst Recht die Wiesn – hier ist München noch so wie es sein sollte. Inklusive dem Geruch nach Zuckerwatte, gebrannten Mandeln und Grillwürstln. Und Gründe gibt es gibt es mindestens fünf, warum man übers Wochenende dort noch einmal flanieren sollte!

  1. Ein Marktstand NUR für Linkshänder
    Ich selbst bin ja keiner, allerdings höre ich es aus sämtlichen Ecken im Freundeskreis. Ja diese Linkshänder, sie seien ja überdurchschnittlich kreativ begabt, aber nach wie vor nimmt man auf sie nur wenig Rücksicht. Das fängt beim Reisverschluss an und hört bei der Schere auf. Aber, es gibt Hoffnung. Und zwar in Form eines Marktstandes von Agnes Maria Forsthofer auf der Auerdult. In der Herztropfengasse 3a verkauft sie allerlei Waren, die das Leben für Linkshänder leichter machen. Und einen Verein hat sie auch noch gegründet: Linkshänder e.V. – ist klar.
  2. Wo ist der Steckerflisch geblieben?🐟
    Großer Schreck! Die Nase sagt, da fehlt ganz eindeutig was. Wo auf dieser Maidult die Schiffschaukeln stehen, stand doch bis jetzt immer die Fischervroni und verströmte den herrlich leckeren Geruch nach Makrelen am Spieß. Fast gibt man sich mit Spiralpommes oder Fischsemmel (ebenso lecker, aber eben nicht das selbe) geschlagen, da vernimmt man die ersten Gerüchte. Den Steckerfisch, den gibt es freilich wie vor auf der Auerdult, nur hat dieses Jahr etwas mit der Anmeldung wohl nicht ganz fristgereicht geklappt. Die Lösung: die Vischervroni ist mit zwei sehr gut gelaunten Herren einfach einmal ums Eck, naja, um die ganze Auerdult gezogen, und fand im Biergarten der Wurst- und Hühnerbraterei Heinz ein Plätzchen.
  3. Das stille Örtchen:
    Eine Sache, die sich gottseidank nicht geändert hat: Die Klohäusel stehen nach wie vor links hinter der Kirche.
  4. Russenrad
    Das kleine Riesenrad auf der Auer Dult trägt den Namen Russenrad und war tatsächlich mal das größte Riesenrad Deutschlands. Dafür, dass es schon einige Jahre auf dem Buckel hat, 1925 wurde es gebaut, läuft es noch recht rasant. Das Besondere: Teil des Russenrads ist eine eigene Orgel. Früher waren alle Fahrgeschäfte mit einer Orgel ausgestattet. Nachdem jedoch immer mehr elektronische Tonträger auf den Markt kamen, verschwanden die kleinen Orgeln fast gänzlich.
  5. Bitte eine Stockwurst!
    Richtig gehört, zum Steckerlfisch gesellt sich in der Münchner-Kindl-Gasse bei der Wurstbraterei von Manuela Weitner die Stockwurst hinzu. Sie ist die dicke Version der Weißwurst. Denn ein bissl kürzer, kompakter und mit gut 5 Prozent weniger Fett sowie mehr Rindfleischanteil, schmeckt sie genau so gut. Die Petersilie fehlt allerdings in der Zutatenliste, dafür gibt es eine Prise Muskat. Und das beste: die Stockwurst kann man auch ohne schlechtem Gewissen auch noch nachmittags essen. Guten Appetit!

Bilder Credit : Ronja Lotz und Landeshauptstadt München/RAW, Fotos: Lukas Barth

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