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Kultur, Live

Snarky Puppy – Jazz im Rausch der Genres

Katharina Hiery
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Hauptberuflich Nachdenkerin, freizeitlich Musikhörerin. Die übrige Zeit gehört allen anderen Wundern der Musen.
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Jazz-Fans schon lange ein Begriff, ist spätestens seit der diesjährigen Grammy-Verleihung die amerikanische Band Snarky Puppy auch einem größeren Publikum bekannt: Schon zum zweiten Mal in Folge wurden sie mit dem Preis für das beste zeitgenössische Instrumentalalbum ausgezeichnet. 2004 durch den Bassisten Mike League in Texas gegründet, vereint das nun in Brooklyn ansässige Kollektiv bis zu 40 wechselnde Mitglieder und musikalische Einflüsse aus Funk, Soul, Pop, World Music – und natürlich Jazz. Am 31. Mai spielen die Jungs in der Muffathalle.

Jammen mit der „Fam“

Zahlreiche Projekte mit Musikern (u.a. Erykah Badu, Kendrick Lamar, Roy Hargrove) und Ensembles (z.B. Sylva, 2015, mit dem niederländischen Orchester „Metropole Orkest“; 2016 mit dem „Grammy Award for Best Contemporary Instrumental Album“ ausgezeichnet) zeigen die Aufgeschlossenheit des Ensembles, das liebevoll „the Fam“, also Familie, genannt wird. Sie reflektieren auch einen genre-übergreifenden Enthusiasmus für Live-Musik und den Willen die Grenzen des eigenen Sounds ständig zu erweitern, ohne je den eigenen Stil zu verlieren. Damit gehören sie wie Esperanza Spalding oder Christian Scott, zu einer Generation von jungen Musikern, die einen unprätentiösen, aufgeschlossenen und zutiefst zeitgenössischen Jazz machen. Mit dem dieses Jahr Grammy prämierten Album Culcha Vulcha (2016) ist Snarky Puppy nach zehn Live-Alben eine Platte gelungen, die Energie der vorherigen Aufnahmen mit der Finesse eines Studio-Albums zu kombinieren.

„Music for the Brain and Booty“

Als Genre-sprengende, Melodie-affine Band ohne die Jazz-typische Solo-Praxis ist Snarky Puppy eine lohnenswerte Entdeckung für jeden eklektizistischen Muskliebhaber – sogar für solche, die eigentlich gar keinen Jazz mögen. Aber auch hartgesottene Jazz-Freunde kommen voll auf ihre Kosten: Dieses eingespielte Live-Ensemble vereint in ihren Riffs die Tightness von Tower of Power mit dem eleganten Groove von Weather Report oder Esperanza Spalding zu einem komplexen, alle Genres absorbierenden Jazz. Kurzum: Wer Live-Musik liebt, wer es liebt, zu tanzen, wird auch Snarky Puppy lieben. Sie machen „music for the brain and booty“, wie die Jungs selbst sagen.


In aller Kürze:

Was? Snarky Puppy
Wo? Muffathalle|Zellstraße 4, 81667 München
Wann? 31. Mai 2017, 20:00 Uhr
Wieviel? VVK 39,95 EUR zzgl. Gebühren

PHOTO: BY STELLA K.

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