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München, deine Berge #3 – Für alle ohne Auto

Barbara Lersch

Barbara Lersch

Frei nach dem Motto "Es gibt nicht Gutes, außer: Man tut es." verbringe ich viel Zeit in und um München, mit Kultur, Natur und allem, was Spaß macht. Und wenn mich Dinge begeistern, dann möchte ich sie einfach gerne mit euch teilen!
Barbara Lersch

Oft hört man den Satz „Ohne Auto kommt man gar nicht richtig zum Wandern in die Berge“ oder „Mit der Bahn dauert das ewig und da wo man hinfahren kann, da sind auch alle anderen!“. Stimmt so nicht.

Zumindest nur zum Teil. Natürlich kann man sich mit 200 anderen in die S-Bahn nach Starnberg oder Herrsching setzen und dann dort auf die Berge schauen, die doch noch recht weit entfernt sind. Aber es geht auch anders!

So zum Beispiel:

Auf den Brecherspitz

Das schöne an der Wanderung auf den Brecherspitz (1680 m) ist, dass man praktisch mit der Bahn bis zum Fuße des Wanderweges fährt, sofort loslaufen kann, eine fantastische Aussicht hat, sogar ein wenig über eine Kamm klettern muss, auf einer Alm frische Buttermilch trinken kann, nicht den selben Weg wieder absteigen muss und das alles in nur 60 Minuten vom Münchner Hauptbahnhof aus.

Mit dieser Tour schlägt man jedes Argument eines im „Im-Herzen-willigen-aber-faulen-Wanderfreunds“. Wer fit ist, schafft den Aufstieg in zwei bis drei Stunden – man kann aber auch viel Zeit auf der Alm und am Gipfel verbringen und einen ganzen Tagesausflug draus machen.

Mit der BOB zu den Hausbergen Münchens

Man steigt am München Hauptbahnhof in die Bayerischen Oberlandbahn (BOB) Richtung Bayrischzell bis zur Haltestelle Fischhausen-Neuhaus. Von dort aus folgt man der recht schnell zu findenden Beschilderung Richtung Brecherspitz über die Ankelalm. Die Tour beginnt mit einigen Waldabschnitten auf einer Forstrasse. Es wird immer lichter bis man dann auf der Ankelalm ankommt. Die kleine Alm mit einer bewirtschafteten Hütte lädt schon zum Verweilen ein – aber Vorsicht: der anstrengende Part kommt erst noch.

Dann geht es etwas steiler quer über die Alm auf den Spitz. Oben am Gipfelkreuz ist dann der richtige Fleck für eine Brotzeit bei herrlichem Panorama und Blick auf den Spitzingsee. Der Abstieg lässt sich wunderbar mit einer kleinen Wanderung über den Grad (Achtung: hier sollte man schwindelfrei und trittsicher sein) Richtung Freudenreichkapelle am gleichnamigen Sattel ergänzen. Von da aus gibt es dann einen Abstieg zurück nach Fischhausen – Neuhaus über die Ankelalm, wo man nun auch getrost einkehren und sich den Bauch vollschlagen darf.

Der Tipp

Der Brecherspitz ist kein Geheimtipp mehr – wer es sich aussuchen kann, sollte unter der Woche gehen. Bei Nässe oder Schnee macht die Tour nur mit gutem Equipment Spaß, sonst ist davon abzuraten. Wer dann doch mit dem Auto unterwegs ist, sollte im Anschluss noch im Café Winkelstüberl vorbei fahren, wo es wie man sagt, die größten Stücke Kuchen in der ganzen Region gibt – ob sie auch die leckersten sind, darüber lässt sich wahrlich streiten. Über einen herrlich erfrischenden Sprung in den Schliersee und ein kühles Radler im Biergarten am See, allerdings nicht.

 


In aller Kürze:

Was? Wanderung auf den Brecherspitz
Wann? April – November (je nach Schneelage)
Wo? Ab Fischhausen-Neuhaus
Wieviel? Das BOB-Gruppenticket kostet 35 Euro für bis zu 5 Personen und gilt auch für die MVV


Bilder (c) Barbara Lersch

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