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Bewaffnete Hamster und lebende Comics: Die Ausstellung „Room“ im Muffatwerk

Katrin Schultze-Naumburg

Katrin Schultze-Naumburg

Münchner Kindl durch und durch - aber bitte ohne Schickimicki. Kuchen, Musik und ein gutes Buch machen mich glücklich. Verreise immer gerne und komme noch lieber nach Hause. Zu finden meistens an der Isar, in meiner WG-Küche oder in der Neuen Pinakothek.
Katrin Schultze-Naumburg

Was ist Raum? Diese Frage treibt die Menschheit um seitdem sie denken kann. Viele Gelehrte von Kant bis Einstein haben an sie wahrscheinlich schon mehr als nur ein graues Haar verloren. Ihre ganz eigenen Definitionen von Räumen zeigen nun 18 Studenten des Studiengangs Kunst und Multimedia der LMU in der Werkschau „Room“. Mithilfe verschiedener Medien wie beispielsweise Apps, Filmen oder Spielen haben die jungen Künstler den klassischen Raumbegriff kreativ erweitert.

Hingehen und ausprobieren

Der Übergang zwischen Körper, Technik und virtuellem Raum ist dabei oft fließend. In interaktiven Installationen kann man als Besucher diese Grenzen in der Ausstellung nun selbst austesten. So sorgen unterhaltsame Projekte wie ein animierter Grusel-Comic, interaktive Schattenspiele oder ein digitales „Hamster Warrior Game“ für eine Menge Spaß. Egal ob ein Musikvideo, ein Marketing-Leitfaden für Kreative oder eine Paris-App mit Insidertipps – der Vielfalt an Projekten scheint in diesem Jahr keine Grenzen gesetzt zu sein.

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Augmented Reality erweckt Illustrationen zum Leben

„Am seidenen Faden“

Doch auch ernstere Themen wie Umweltschutz werden von den Studenten thematisiert. Mit ihrer aufwändigen Installation „Am seidenen Faden“ will Lea Weil auf die Konsequenzen menschlichen Handelns für unseren Planeten und dessen Bewohner aufmerksam machen. Die Künstlerin schuf mithilfe eines Lasercutters filigrane Illustrationen von bedrohten Tierarten aus Papier. Einzelne Elemente der Illustrationen können vom Besucher anhand eines Tablets zum Leben erweckt werden – Augmented Reality macht’s möglich. Hinter dem spielerischen Ansatz versteckt sich aber eine ernsthafte Message: die Fragilität unseres Planeten, die durch den Menschen massiv bedroht ist.

Die Arbeiten sind noch bis Sonntag im Studio II des Muffatwerks zu sehen. Es werden auch täglich Führungen gegeben, bei denen man mit den Studenten selbst ins Gespräch kommen kann. Eintritt frei. 

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