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Aktuell, Stadt, Wohnen trotz München

Parkplatz, ledig, vielversprechend, sucht…: Das Zwischennutzungsprojekt FreiraumSchichten

Susann Westhoff

Susann Westhoff

Mit offenen Augen treiben lassen,
verlaufen, und mich in diese
Stadt verlieben - Das ist mein Leben
fernab der Heimat als
Neu-Münchnerin in MUC.
Susann Westhoff

München ist dicht besiedelt. Dennoch lassen sich Plätze finden, die ungenutzt brachliegen. Der Grund: Bis geplante Baumaßnahmen umgesetzt werden, vergehen oft Jahre. Zeit die erlaubt, das Freiflächen von Bürgerinnen und Bürgern kreativ genutzt werden können.

Die Stadt entwickelte jetzt zusammen mit der Green City Projekt GmbH ein Pilotprojekt, das zeigt, was mit einfachsten Mitteln auf solchen brachliegenden Arealen entstehen kann.

FreiraumSchichten: Das erste Pilotprojekt startet in Obersendling

Das Zwischennutzungs-Pilotprojekt „FreiraumSchichten“ startet ab dem 3. August 2017 auf dem ehemaligen Siemens-Parkplatz an der Gmunder Straße in Obersendling. Das zehntägige Spektakel, das neben Initiativen und Akteuren der Stadt unter anderem vom Bezirksausschuss Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln unterstützt wird, präsentiert ein buntes Programm mit Spiel-und Sportattraktionen, Picknicks, Open-Air-Kino, kleinen Konzerten, Lesungen und Ausstellungen.

Das ist geboten:

Vom 3. bis 12. August lohnt es sich, in Obersendling vorbeizuschauen, denn es sind einige interessante Attraktionen geboten. Die Münchner Express Brass Band läutete mit Jazz, Soul und Afrobeat die FreiraumSchichten gestern ein.

  • Der Dokumentarfilm „Sendling – wo man leben könnte“ von Reinhold Brühl wird am 4. August gezeigt. An den darauf folgenden Tagen wird den jüngeren Gästen am „Kinderwochenende“ ein buntes Sport- und Spielprogramm angeboten. Weitere Sportaktionen sind offenes Fußballspielen und Pop-up Yoga.
  • Wer Lust hat, zu stricken, kann sich am 7. und 8. August am Strickworkshop „Kulturverstrickungen“ beteiligen.
  • Für alle, die sich intensiver mit Zwischennutzungen auseinandersetzen wollen, bietet der Thementag am 9. August die Gelegenheit, sich in die Diskussionen einzubringen.
  • Eine Mischung aus Konzert von She Owl, der Theatervorführung „Stattpark Olga“ und eine Fahrradwerkstatt kann am 10. August besucht werden. Am 11. August lädt das „Institut für Glücksfindung“ um 18 Uhr zum gemeinsamen Kochen, dem sogenannten „Wegwerfdinner“ ein.
  • Zum Abschluss der Aktion sind alle herzlich zu einem gemeinsamen Parkplatz-Picknick eingeladen. Das ganze Programm findet ihr hier.

Das Ziel:

Zeigen, dass temporär ungenutzte Areale in Zukunft öfter auf diese Art genutzt werden sollten. Ein entscheidender Impuls für die zukünftige Freiraumnutzung in München, bei dem auch verschiedene Initiativen der Stadt aktiv sind.

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Foto: ©Tina Schmitt LHM

Zwischennutzung: ein Konzepte für die zukünftige Stadtentwicklung Münchens

Die Agenda „Freiraum München 2030“ der Stadt verfolgt Ideen und Konzepte einer langfristigen Freiraumentwicklung in München. Denn: Chancen gibt es, trotz dichter Besiedlung, Freiräume zu erkennen und Zwischennutzungs-Projekte dort zu starten. Sich die Frage stellen, welche Probleme in Zukunft auftauchen werden und mit welchen Strategien man ihnen begegnen kann – so kann die Stadtentwicklung jetzt schon  vorausgesehen und geplant werden.

Die Stadt regt Diskussionen an und richtet Veranstaltungen aus, zu denen alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.  Neben „FreiraumSchichten“ möchte die Stadt mit der Aktion „Freiraumzeit“ Menschen mit den bereits bestehenden Ideen zur Zukunft Münchens in Kontakt bringen. Und das direkt vor Ort, live, hautnah und zum Miterleben. Führungen zeigen Freiflächen der Stadt und entlang der Isar.

Mit Spiel und Spaß Beteiligung möglich machen

„FreiraumSchichten“ ist das erste vielversprechende Pilotprojekt, das  Anwohner durch unterhaltsames Programm anstatt starre Vorträge und Versammlungen  mit dem Thema Zwischennutzung vertraut macht. Freiraum & Entschleunigung, Freiraum & Verdichtung, Freiraum & Umwandlung – Themen, die uns alle etwas angehen und tagtäglich beschäftigen. Wir dürfen mitreden.


Titelbild: © Lukas Barth LHM

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