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Alle Artikel von Annette Walter Journalistin. Mag München als zweite Heimat, naturgemäß. Popkulturelles auch. |

Es ist eine der grauenhaftesten Erfahrungen, die man sich vorstellen kann: Zeuge eines Amoklaufs zu sein. Doch genau das ist John Smith, dem Anti-Helden von Neil LaButes “Zur Mittagsstunde”, passiert. ..weiterlesen

“Es war wie Träumen mit offenen Augen”, erinnert sich Hanna Schygulla an ihre Zeit mit Rainer Werner Fassbinder. Bei einem Abend im Münchner Marstall im Rahmen des Wochenendes “Fassbinder – still alive” wurde die Ära des antiteaters reflektiert. ..weiterlesen

Was als Zufallsbekanntschaft zwischen einem Journalisten und einer Filmdiva beginnt, endet in Theo van Goghs Stück “Das Interview” im Marstall desaströs. Ein exzellentes Kammerspiel.
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Da wird einem richtig warm ums Herz in diesem eisigen Winter: Sechs Geschwister der Familie Well stehen in den Kammerspielen in “Fein sein, beinander bleibn” zusammen auf der Bühne und perfektionieren die subversive Komponente bayerischer Hausmusik. ..weiterlesen

Ist der Hipster ein Quälgeist, ein Avantgardist, ein sinnfreier Medienhype, eine Schimäre? War die Occupy Wallstreet-Bewegung ein revolutionärer Impetus oder ein Jungs-Streich mit Zeltlager? Wie wird man auf beides in einigen Jahrzehnten zurückblicken? Nach der Lesung von Mark Greif im Werkraum ist Raum für Spekulationen kühnster Art. ..weiterlesen

Hipster, aufgepasst: Setzt die Hornbrille auf, schlüpft in die enge Hose, hängt die Slogan-Stofftasche um: Der amerikanische Kulturkritiker, Hipster-Theoretiker und Autor Mark Greif liest am 8. Februar im Werkraum der Münchner Kammerspiele. ..weiterlesen

Indie meets Aufklärung: So könnte man die Friederike Hellers Inszenierung von Voltaires Klassiker „Candide“ im Münchner Residenztheater umschreiben. Denn eine Band der Hamburger Schule darf auch mitmachen. ..weiterlesen

Verlust, Nostalgie, Verletzlichkeit, Liebe, – darunter machen es The Drums nicht. Sie fegten mit ihrem Synthie-Gitarrenpop am Sonntag wie ein Hurrikan durch das rappelvolle Ampere und waren nach 90 Minuten irgendwie viel zu schnell verschwunden. ..weiterlesen

„Am Heimcomputer sitz’ ich hier und programmier’ die Zukunft mir”, sangen Kraftwerk 1981 – ein kluger Slogan, den man sich noch 2011 direkt ins Tagebuch schreiben möchte. Die 3D-Videoinstallation der Elektropop-Video-Avantgardisten aus Düsseldorf, die noch bis 13. November im Kunstbau gezeigt wird, sollte man sich unbedingt ansehen. ..weiterlesen

Wie mag es sich anfühlen, wenn man Sänger der größten Band der 1990er-Jahre in Popland war, Cool Britannia regierte, jedes Zitat von den Inselgazetten New Musical Express und Melody Maker gierig wie Kokain aufgesogen wurde unde man jetzt in einer nicht mal mehr ausverkauften Halle spielt? ..weiterlesen

Es ist kein Zufall, dass Arthur Schnitzlers (1862-1931) großartiges Werk „Das weite Land“ derzeit auf deutschsprachigen Bühnen der Renner ist. Es wird am Wiener Theater in der Josefstadt gespielt, im Burgtheater läuft es seit über zwei Wochen und nun feierte es am Münchner Residenztheater Premiere. Regie führt Martin Kušej, der neue Intendant, auf dem immense Erwartungen ruhen. Wahrhaftig und aufwühlend sind die psychologisch hochkomplexen Werke des vor 80 Jahren verstorbenen Wiener Dramatikers und Schriftstellers heute noch. ..weiterlesen

Stell Dir vor, es ist 1967. Die Beatles haben gerade Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band released, die Stones Beggars Banquet. David Hemmings jagt als stylisher Fotograf in Antonionis Blow Up einen Mörder, vor seinem Objektiv räkelt sich das schönste Mädchen der Dekade, Jane Birkin. In New York feiert Andy Warhol exzessive Party in der Factory und hypt nebenbei das Debütalbum von Velvet Underground – hach, es war die Goldene Ära der Coolness und Schönheit. ..weiterlesen

“Ausstrahlen und zwar nicht nur weltweit, sondern universell. Jedes Wort ein Treffer, jedes Kapitel eine Weltanklage und alles zusammen eine Weltrevolution bis zur totalen Selbstauslöschung” hat Thomas Bernhard, der große österreichische Schriftsteller, einmal gesagt. Ein Zitat, das auch ganz gut auf Ja, Panik passt, denn wer einen Albumtitel wie ” Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit” wählt, macht sich nicht gerade verdächtig, seine Künstlerexistenz mit Belanglosigkeiten zu vertändeln. ..weiterlesen

Es ist durchaus tollkühn, ein 2473 Jahre altes Stück mit einer minimalistischen Handlung und abstrakten Dialogen zu inszenieren. Gespannt erwartet man also, wie sich die Kammerspiele unter der Leitung von Regisseur Johan Simons der Tragödie “Die Perser” des griechischen Dichters Aischylos annähern. ..weiterlesen
The Libertines sind diese Woche in München. Aber leider nicht an einem Abend. Während sich Carl Barât für seine zwei Shows am Montagabend das Atomic Café ausgeguckt hat, darf man Pete Doherty am Freitag im Backstage erwarten (und notfalls zu Belle and Sebastian in die Muffathalle gucken, falls er abtrünnig würde). Und dafür spielte Barât gleich zwei Konzerte an einem Abend. Na dann. So gönnen wir uns auch zwei Kritiken … ..weiterlesen

Leidenschaftliche Fans erkennt man an der optischen Ähnlichkeit zu ihrem Idol. Im Robyn-Konzert in der Muffathalle finden sich am Freitag etliche optische Klone der schwedischen Sängerin mit wasserstoffblonder Kurzhaarfrisur im Publikum. Oft sieht man keinen Unterschied zwischen männlichem und weiblichen Robyn-Fan. ..weiterlesen

Der König, der Richard Wagner den Bayern vorzog – Ludwig II. von Ivo von Hove hatte vergangene Woche an den Münchner Kammerspielen
Premiere. Annette Walter war für mucbook dabei. ..weiterlesen

Der Musikenthusiast liebt die Vorstellung, dass eine Plattenfirma existiert, deren Hauptinteresse der Kunst gilt und nicht dem Profit. Die Künstler können sich frei entfalten. Kommerzielle Interessen interessieren nur zweitrangig. Eine Heimatstatt dieses idealistischen Denkens gibt es tatsächlich. Sie nennt sich Buback Tonträger und kommt aus Hamburg. Ist das subversive Potenzial dieses Labels, das einst Pate bei der Namensgebung stand, noch vorhanden? Reichlich, so die klare Antwort nach dem gestrigen Abend in den Kammerspielen. ..weiterlesen

Wer bei einem Pet-Shop-Boys-Konzert auf dem Tollwood Neues oder gar Improvisiertes erwartet, hat das Prinzip der Pop-Jungs nicht verstanden. ..weiterlesen

Sieht so eine umjubelte Reuniontour aus? Für das zweiten der beiden einzigen Deutschlandkonzerte von Pavement, für das Konzert in München, gibt es vor der Halle Karten zum Schleuderpreis. In der Halle kommen aber alle auf ihre Kosten. Und auf mehr. ..weiterlesen