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	<title>mucbook &#187; GPunkt</title>
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		<title>Und was nun&#8230;?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 09:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GPunkt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
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Die Redaktion des Jugendmagazins G-Punkt blickt erwartungsvoll auf die kommende Spielzeit im Staatstheater am Gärtnerplatz. Das Richtige für unsere Kategorie &#8220;Gute Werbung&#8221;
Eine turbulente Spielzeit mit Renovierungsplänen und anderen kommenden Neuerungen liegt hinter uns und umso mehr dürfen wir gespannt sein, was das Gärtnerplatztheater für die kommende Spielzeit auspacken wird. Sicher ist, dass wir Highlights wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/staatstheater_JohannesSeyerlein.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13169" title="staatstheater_JohannesSeyerlein" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/staatstheater_JohannesSeyerlein.jpg" alt="staatstheater_JohannesSeyerlein" width="430" height="297" /></a></p>
<p>Die Redaktion des Jugendmagazins G-Punkt blickt erwartungsvoll auf die kommende Spielzeit im Staatstheater am Gärtnerplatz. Das Richtige für unsere Kategorie &#8220;Gute Werbung&#8221;<span id="more-13138"></span></p>
<p>Eine turbulente Spielzeit mit Renovierungsplänen und anderen kommenden Neuerungen liegt hinter uns und umso mehr dürfen wir gespannt sein, was das Gärtnerplatztheater für die kommende Spielzeit auspacken wird. Sicher ist, dass wir Highlights wie &#8220;La Cage aux Folles&#8221; und &#8220;Das Märchen vom Zaren Saltan&#8221; schmerzlich vermissen werden. Doch es wird interessante Neuentdeckungen geben.</p>
<p>Los geht’s mit einem Freischuss oder besser: Freikugeln. In der Wolfsschlucht steppt der Bär, wenn DER FREISCHÜTZ sich mit dem Bösen verbindet, nur um den Adler vom Baum zu schießen. Vom Baum? Nein aus der Luft, aber gut, dass da nicht DIE OMAMA IM APFELBAUM sitzt und dran glauben muss. Für all diejenigen, die nicht das Glück haben eine Oma daheim sitzen zu haben, die wären darum allerdings vielleicht sogar froh. Auch wenn sie nur erfunden ist. Geradezu märchenhaft ist das. Und bei Märchen ist auch das wohl bekannteste Ballett Peter Tschaikowskys nicht weit: Mit DER NUSSKNACKER leitet das TanzTheaterMünchen die Vorweihnachtszeit ein, in der man wieder in einen Rausch aus Gerüchen, Lichtern und Emotionen verfallen könnte. In einen Rausch ganz anderer Art dagegen fallen die Akteure, die der FLEDERMAUS auf den Leim gegangen sind. Da ist nun mal Champagner der Erste, neben dem Wodka. Wenn Prinz Orlowsky zum Feiern lädt, bleibt kein Auge und kein Hals trocken.</p>
<p><strong>Lauter Originale</strong></p>
<p>Mit L’ITALIANA IN ALGERI von Gioacchino Rossini entspricht dann das Gärtnerplatztheater dem langgehegten Publikumswunsch nach Originalsprachen in der Aufführung. Ein sprühendes Feuerwerk richtet die Italienerin in Algier an. Beschaulicher wird es da in der Musicalpremiere GRAND HOTEL. Doch der Schein trügt, denn die Gäste bringen Leben ins Upperclass Berliner Hotel. Ein ehrenwertes Haus also. Ebenso wie ein anderes, das Philip Glass nach Edgar Allan Poes Erzählung beschwört. Ein Fall ohne Aufstieg ist DER UNTERGANG DES HAUSES USHER. Wie minimalistisch Glass zu fesseln vermag durfte man schon in DIE SCHÖNE UND DAS BIEST bewundern. Doch das Haus Usher lädt dann doch eher zum Gruseln ein.</p>
<p><strong>Von Märchen und Schlössern</strong></p>
<p>Ein echter Russe hat es auch noch auf den Spielplan geschafft: Sergej Prokofjews DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN richtet so manche Katastrophe an. Doch die Katastrophen fallen in der commedia dell’arte oft gar nicht so katastrophal aus. Hier spinnt der märchenhafte Stoff zusammen mit der zauberhaften Musik ein Netz aus politischen Anspielungen, illustren Figuren und einer Handlung nicht von dieser Welt. Das ist russisch, echt russisch und ein wenig kryptisch, doch nicht ganz so kafkaesk wie DAS SCHLOSS von – wie könnte es anders sein – Franz Kafka: Rätselhaft, verstrickt und unausgesprochen, Kafka eben. Wie sich das TTM diesem Klassiker der Literatur tänzerisch nähert, noch weiß das niemand. Wie sich die Spielzeit dann dem Ende nähern wird steht dagegen schon fest: Eine barocke schiefrunde Perle von Georg Philipp Telemann erlebt seine münchner Erstaufführung: DER GEDULDIGE SOKRATES. Sokrates war ein kluger Mann, weshalb es eigenartig ist, dass er dann geheiratet hat. Um seine eigene Geduld auf  die Probe zu stellen? Das JTG wird uns da mit seinem Projekt für die nächste Spielzeit hoffentlich nicht zu lange auf die Folter spannen. Auf jeden Fall wird es ab 5. Februar 2011 nochmal ein hässliches Entlein in HONK! geben. Bis dahin: Schöne Ferien!</p>
<p><em>Text: Daniel Ernst<br />
Foto: Johannes Seyerlein</em></p>
<p><em>Dieser Artikel ist im <a title="zum GPunkt" href="http://www.staatstheater-am-gaertnerplatz.de/index.php?f=07_seiten&amp;ID_Seite=126" target="_blank">GPunkt </a>erschienen, dem jungen Magazin des <a title="zum Staatstheater" href="http://www.staatstheater-am-gaertnerplatz.de" target="_blank">Staatstheaters am Gärtnerplatz</a>.</em></p>
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		<title>Wie wird man eigentlich Schuhmacher am Theater?</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/07/29/wie-wird-man-eigentlich-schuhmacher-am-theater/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 14:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GPunkt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[gpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[schuhmacher]]></category>
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31 Jahre am Gärtnerplatztheater – Richard Kellner erzählt über seinen Werdegang und die Arbeit als Schuhmachermeister.
„Ich wollte immer einen Beruf erlernen, bei dem man etwas von Hand anfertigt. Aber ich wollte eigentlich immer Möbelschreiner werden. Wo man Möbel von Hand anfertigt, aber da habe ich leider nie etwas gefunden. Dann habe ich gedacht Schuhmacher wäre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/schuhmacher1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13134" title="schuhmacher1" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/schuhmacher1.jpg" alt="schuhmacher1" width="430" height="645" /></a></p>
<p>31 Jahre am Gärtnerplatztheater – Richard Kellner erzählt über seinen Werdegang und die Arbeit als Schuhmachermeister.<span id="more-13133"></span></p>
<p>„Ich wollte immer einen Beruf erlernen, bei dem man etwas von Hand anfertigt. Aber ich wollte eigentlich immer Möbelschreiner werden. Wo man Möbel von Hand anfertigt, aber da habe ich leider nie etwas gefunden. Dann habe ich gedacht Schuhmacher wäre auch ein toller Beruf. Die von der Handwerksinnung haben mir dann geschrieben, dass sie im Theater einen Lehrling suchen und ich bin dann von 6 Bewerbern genommen worden. Ich habe dann 3 Jahre eine Ausbildung gemacht &#8211; hier direkt am Gärtnerplatz. Ich habe am Gärtnerplatz also schon gelernt und dann bin ich auch übernommen worden. Dann war ich ein paar Jahre Geselle und 1994 bin ich Meister geworden.</p>
<p>Die wenigsten Schuhmacher draußen machen ja Schuhe, die machen ja hauptsächlich Reperaturarbeiten und wir machen hier halt vom Anfang bis zum Schluss die Schuhe. Wir müssen die Maße nehmen und wir machen hier drin auch die Schäfte und das alles. Also bis der Schuh komplett fertig ist.</p>
<p><a href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/schuhmacher2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13135" title="schuhmacher2" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/schuhmacher2.jpg" alt="schuhmacher2" width="430" height="287" /></a></p>
<p>Ich habe meine Entscheidung nie bereut und möchte woanders gar nicht mehr arbeiten. Es ist vor allem hier sehr vielseitig, wir machen ja nicht nur Halbschuhe. Wir müssen über sämtliche Epochen die Schuhe fertigen. Es gibt Barock-Pumps, Rokoko-Pumps, Cancan-Stiefel, Knopfstiefel, Invanteriestiefel, Clownsschuhe… Also wie gesagt es geht da quer durch den Gemüsegarten. Es ist sehr vielfältig. Wir müssen ja zusätzlich auch noch für die Requistite mitarbeiten. Da müssen wir zum Beispiel Säbelgehänge machen, Pistolentaschen, Handtaschen teilweise auch. Wir haben auch schon Falkner hier gehabt und da haben wir einen Falknerhandschuh machen müssen. Das was eigentlich mit unserem Beruf gar nichts zu tun hat oder dem Waffenschmied haben wir so einen Kragen machen müssen für Soldaten. Weil man ja weiß, dass die Soldaten im wirklichen Leben Verletzungen haben. Bloß bei uns kann man natürlich dem Chor keine Verletzungen drauf geben, also muss man das ein bisschen andeuten. Da hat der eine von uns einen Kragen bekommen, der andere eine Armschiene oder Beinschiene…ja und das müssen wir alles dann machen. Boxhandschuhe habe ich auch schon machen müssen, also es ist wirklich sehr vielseitig.</p>
<p>Wir haben auch einmal ein richtiges Pferd auf der Bühne gehabt und dann mussten wir überlegen wie man die Schuhe für Pferde gestaltet und dann haben wir sowas zusammen gebaut. Für damalige Verhältnisse ist es eigentlich recht toll geworden. Mit der Weile gibt es schon wieder ganz andere Möglichkeiten, wie man das jetzt schon wieder besser machen kann und so…wie gesagt, man versucht halt alles so zu machen, dass es original ausschaut.</p>
<p><a href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/schuhmacher3.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13136" title="schuhmacher3" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/schuhmacher3.jpg" alt="schuhmacher3" width="430" height="645" /></a></p>
<p>Ich hoffe auch, dass ich Ende 2011 ein Lehrmädchen bekomme. Die hat jetzt bei uns Praktikum gemacht und freut sich so sehr, dass sie bei uns lernen darf. Sie muss jetzt noch ein Jahr in die Schule und ich hoffe, dass bis dahin ein Lehrplatz zur Verfügung steht und dann bilde ich das Mädchen aus. Also ist es auf jeden Fall auch ein Beruf mit Zukunftsperpektive!“</p>
<p><em>Text: Gerda Naumann<br />
Foto: GPunkt</em></p>
<p><em>Dieser Artikel ist im <a title="zum GPunkt" href="http://www.staatstheater-am-gaertnerplatz.de/index.php?f=07_seiten&amp;ID_Seite=126" target="_blank">GPunkt</a> erschienen, dem jungen Magazin des <a title="zum Staatstheater" href="http://www.staatstheater-am-gaertnerplatz.de" target="_blank">Staatstheaters am Gärtnerplatz</a>.</em></p>
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