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	<title>mucbook &#187; Jana Edelmann</title>
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		<title>Perfect Darkness. And: Perfect Concert</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 08:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Der englische Singer-Songwriter Fink war am Mittwoch in München. Und er hat die Freiheizhalle mit seiner blueslastigen Stimme, einer Akkustikgitarre zu elektronischen Untertönen und seinen beiden Bandkollegen in einen wahren Musikpalast verwandelt.

Leise und kraftvoll, akkustisch mit digitalen Einspielern, immer ganz bei seinen Texten und seiner Musik. Fin Greenall aka Fink gibt mit seiner soulig-umschmeichelnden Stimme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der englische Singer-Songwriter Fink war am Mittwoch in München. Und er hat die Freiheizhalle mit seiner blueslastigen Stimme, einer Akkustikgitarre zu elektronischen Untertönen und seinen beiden Bandkollegen in einen wahren Musikpalast verwandelt.</p>
<p><span id="more-27495"></span></p>
<div id="attachment_27494" class="wp-caption alignnone" style="width: 350px"><img class="size-full wp-image-27494" title="Fink" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/11/Fink.png" alt="Fink in der Freiheizhalle" width="340" height="459" /><p class="wp-caption-text">Fink in der Freiheizhalle</p></div>
<p>Leise und kraftvoll, akkustisch mit digitalen Einspielern, immer ganz bei seinen Texten und seiner Musik. Fin Greenall aka <a href="http://www.finkworld.co.uk/">Fink </a>gibt mit seiner soulig-umschmeichelnden Stimme trotzdem kein Weichspül-Indie zum Besten, sondern fügt seinen Liedern immer auch die gewisse Note an subtiler Energie, markiger Kraft und Dunkelheit bei. Die BBC hat bei der Rezension zu seinem neuen Album &#8220;Perfect Darkness&#8221; geschrieben, es bestehe keinerlei Jack Johnson-Verdacht: &#8220;know that Fink adds a bit of balls and soul to the recipe&#8221;. Exactly.</p>
<p>Das &#8211; größtenteils männliche &#8211; Publikum war jedenfalls völlig im Bann von Finks Musikwelt. Und da vor allem bewundernde Männer um die 30 und keine schmachtenden Mädchen zuhörten, gab`s dann deren Version von eingefleischtem Fantum. &#8220;Great Shit Man&#8221;, wurde im Brustton der Überzeugung durch die Halle gerufen, &#8220;Yeah, this is real music&#8221; voller Begeisterung aus der anderen Ecke brüllend erwidert.</p>
<p>Recht haben sie. Fink beim Improvisieren mit seinen beiden Bandkollegen an Bass und Drums oder auch ganz allein mit Gitarre war schlicht und einfach, um beim aktuellen Albumstitel zu bleiben: A perfect Concert.</p>
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		<title>Die Leichtigkeit der Popmusik</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 18:14:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Boy]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die beiden großen Mädchen von BOY haben das 59:1 verzaubert. Mit glasklar-weicher Stimme, glitzerfunkelnden Outfits und grandioser Zartheit.

Zwölf Songs hat ihr Debütalbum. Und alle zwölf Lieder haben Valeska Steiner und Sonja Glass im 59:1 so voller Herz und dabei mit so wenig Pathos performt, dass sie am Schluss gleich nochmal zwei Lieder aus dem Repertoire [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die beiden großen Mädchen von BOY haben das 59:1 verzaubert. Mit glasklar-weicher Stimme, glitzerfunkelnden Outfits und grandioser Zartheit.</p>
<p><span id="more-26574"></span></p>
<div id="attachment_26575" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-26575" title="BOY" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/10/BOY.png" alt="BOY" width="430" height="323" /><p class="wp-caption-text">BOY</p></div>
<p>Zwölf Songs hat ihr Debütalbum. Und alle zwölf Lieder haben Valeska Steiner und Sonja Glass im 59:1 so voller Herz und dabei mit so wenig Pathos performt, dass sie am Schluss gleich nochmal zwei Lieder aus dem Repertoire wiederholen mussten, ehe das Publikum die beiden von der Bühne gelassen hat.</p>
<p>Valeska besingt mit ihrer runden, klaren Stimme – wie gute Popmusik das halt so macht – die schönen Seiten der Liebe, die schlechten Seiten der Liebe, den unbezahlbaren Wert von guten Freunden, und die morgendlich-einsamen Seiten nächtlicher Partyausflüge. Und sie tut das so sympathisch und authentisch, dass der Zuhörer dabei nicht nur zum BOYfan wird, sondern am liebsten gleich auch noch zum BOYfriend werden würde. Dass die beiden BOY-Frauen jedenfalls schon mal Freunde sind, zeigten ihre lächelnden Seitenblicke und Zwinkerer, die sie während der Songs oft austauschten.</p>
<p>Zierlich waren die beiden, wie sie in ihren großen Glitzertops  und den wuchtigen Gitarren dastanden. Ihre Musik aber war bei all der zarten Leichtigkeit ihres Auftretens so bodenständig-ehrlich, dass die beiden kleinen Frauen vor Ausdruckskraft nur so strotzen.</p>
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		<title>Boy: Filigrane Popmusik</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 14:08:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[mucmusi]]></category>

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		<description><![CDATA[Das wundervolle Singer-Songwriter-Duo Boy spielt am 25.10. in München. Das Konzert ist ausverkauft, auf mucbook könnt ihr aber noch  2 x 2 Karten gewinnen. Die Gästelisteplätze sind verlost!
Wer zwei Tickets für das Konzert im 59:1 gewinnen möchte, schicke eine Mail mit dem Stichwort &#8220;Boy&#8221; an info@mucbook.de 
Herzlichen Glückwunsch an Tanja Spaet und Stephanie Zurstegge!
Boy
Donnerstag, 2510.2011. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das wundervolle Singer-Songwriter-Duo <a href="http://www.myspace.com/listentoboy">Boy </a>spielt am 25.10. in München. Das Konzert ist ausverkauft, <span style="text-decoration: line-through;">auf mucbook könnt ihr aber noch  2 x 2 Karten gewinnen.</span> Die Gästelisteplätze sind verlost!</p>
<p><span id="more-25968"></span><span style="text-decoration: line-through;">Wer zwei Tickets für das Konzert im 59:1 gewinnen möchte, schicke eine Mail mit dem Stichwort &#8220;Boy&#8221; an info@mucbook.de </span></p>
<p><em>Herzlichen Glückwunsch an Tanja Spaet und Stephanie Zurstegge!</em></p>
<p><strong>Boy</strong></p>
<p><em>Donnerstag, 2510.2011. Einlass 20: 30 Uhr. Beginn 21:30 Uhr </em></p>
<p><em>59:1</em></p>
<p><em>Sonnenstraße 27<br />
80331 München</em></p>
<p>Wer nicht ganz soviel Glück hat, der kann einfach am am <a href="http://www.59to1.net/dates.php">2.3.2012 ins 59:1</a> kommen, dann spielen die beiden nochmal.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Die Wiesn war das Triebmittel&#8221;</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2011/06/27/die-wiesn-war-das-triebmittel/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 08:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[oktoberfest]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Film über Geld – zu wenig Geld –, über die Sehnsucht nach mehr und über das Scheitern. Zusammen- geschmolzen auf einem Wiesn-Abend zwischen Champagner-Karussel und Kotzen hinterm Bierzelt. mucbook  hat den Film „Kasimir und Karoline“ gesehen und mit dem Regisseur Ben von Grafenstein gesprochen.

Kasimir hat seinen Job verloren, die Miete kann er sich nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Film über Geld – zu wenig Geld –, über die Sehnsucht nach mehr und über das Scheitern. Zusammen- geschmolzen auf einem Wiesn-Abend zwischen Champagner-Karussel und Kotzen hinterm Bierzelt. mucbook  hat den Film „Kasimir und Karoline“ gesehen und mit dem Regisseur Ben von Grafenstein gesprochen.</p>
<p><span id="more-23085"></span></p>
<div id="attachment_23087" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-23087" title="Kasimir und Karoline" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/06/Kasimir-und-Karoline.png" alt="Kasimir und Karoline" width="430" height="281" /><p class="wp-caption-text">Kasimir und Karoline: auf der Wiesn und in einer Lebenskrise</p></div>
<p>Kasimir hat seinen Job verloren, die Miete kann er sich nur dank seiner Freundin Karolina noch leisten und im Bett läuft`s, seit er arbeitslos ist, auch nicht mehr. Karolina ist Sprechstundenhilfe und will zum Zweijährigen der beiden unbedingt auf die Wiesn. Trotz klammen Geldbeutels. Dort treffen sie auf Gewinner, Verlierer und Vergessene des Systems: Schürzinger, Juwelierssohn und Politikstudent, der aber auf das Geld seines Vaters „scheißt“, wie er sagt. Merkel, ein Kleinganove und Schläger, der stolz darauf ist, in seinem Leben noch nie gearbeitet zu haben – bringe ja eh nix. Und ein Musikproduzent aus den 80ern, der heute außer BussiBussi-Show und Erinnerungen an bessere Zeiten nichts mehr zu bieten hat. Für die fünf wird der Wiesbesuch zum gemeinsamen Trip in ihre Hoffnungen, Neurosen und Sehnsüchte – die Bespaßungsmaschinerie des Oktoberfests dreht sich effizient und laut weiter, aber die Figuren verlieren sich im Rummelplatz – und ganz leise auch in sich.</p>
<p><strong>mucbook</strong>:  „Kasimir und Karoline“ ist ein adaptiertes Theaterstück aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise von 1929 – wie hat das Stück funktioniert für die heutige Zeit?</p>
<p><strong>Ben von Grafenstein</strong>: Der Stoff ist ja auf die heutige Zeit adaptiert. Damals gab es wirkliche materielle Not, die Weltwirtschaftskrise brachte die Menschen an den Rand ihrer Existenz – heute ist bei der Finanzkrise ja eher die Angst das Problem. Es gibt eine ungeheure Furcht vor dem sozialen Abstieg – an Kasimir wird das gut sichtbar: Dem geht’s ja eigentlich noch gut, der hat noch alles, was er braucht. Aber im Lauf des Abends entwickelt der eine richtige Neurose, und steigert sich da voller Minderwertigkeitskomplexe total rein.</p>
<p><strong>mucbook</strong>: Ein Filmdreh auf der Wiesn – hört sich anstrengend an…</p>
<p><strong>Ben von Grafenstein</strong>: Das ist natürlich eine Herausforderung – wir haben zum Beispiel in den Durchgängen vom Zelt gedreht, da drängt sich`s ziemlich. Aber ein richtiger Wiesnfilm ist es ja nicht – die Wiesn war eher wie das Triebmittel im Hintergrund für die tripartigen  Erfahrungen der Figuren. Ich würde gerne mal einen Dokumentarfilm über das Oktoberfest machen – mich auf die Leute dort konzentrieren, die Atmosphäre in den Zelten einfangen…Bei „Kasimir und Karoline“ ist es ja eher das Hintergrund-Setting.</p>
<p><strong>mucbook</strong>: Ist das ein Mikrokosmos der Gesellschaft, den wir im Film auf der Wiesn zu sehen bekommen…?</p>
<p><strong><em>Ben von Grafenstein</em></strong>: Auf dem Oktoberfest trifft sich ja wirklich alles – arm, reich, jung, alt…Die Figuren im Film sind auch total unterschiedlich. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Die haben alle eine ungeheure Sehnsucht, die sind alle noch nicht angekommen in ihrem Leben…Naja, bis auf den Merkel: Der akzeptiert seine Rolle als prolliges Prekariat und handelt darum umso radikaler. Aber die anderen kommen ja eigentlich überhaupt nicht klar im Leben. Eine kleine Chance gebe ich Kasimir und Karoline aber innerlich trotzdem noch, dass sie sich irgendwie zusammenraufen…</p>
<p>Die Laufzeiten von „Kasimir und Karoline“:</p>
<p>Montag, 27.06.2011, 14:00 im CinemaxX 4<a href="https://tickets.filmfest-muenchen.de/Reservation.asp?WCI=templateLogin&amp;WCE=&amp;VORST=89330000023EQEOXSA&amp;Center=10000000014BLKAEZF&amp;JAVA=true" target="ticketshop"> </a></p>
<p>Mittwoch, 29.06.2011, 09:30 im CinemaxX 4</p>
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		<item>
		<title>Schätze aus der Festivaltruhe</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2011/06/24/schatze-aus-der-festivaltruhe/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 20:02:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mucbook.de/?p=23055</guid>
		<description><![CDATA[Eine Woche lang wird München zur Filmstadt, die Isarvorstadt zur  Kinomeile &#8211; 237 Filme aus 52 Ländern werden bis zum 2.  Juli in über 400 Vorführungen laufen. Aber nicht mit Zahlendropping, sondern mit drei leisen, ungewöhnlichen, skurillen Liebesfilmen will mucbook Lust auf  das Filmfest und Kino abseits von Blockbustern machen.
&#8220;Im Weltraum gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche lang wird München zur Filmstadt, die Isarvorstadt zur  Kinomeile &#8211; 237 Filme aus 52 Ländern werden bis zum 2.  Juli in über 400 Vorführungen laufen. Aber nicht mit Zahlendropping, sondern mit drei leisen, ungewöhnlichen, skurillen Liebesfilmen will mucbook Lust auf  das Filmfest und Kino abseits von Blockbustern machen.<span id="more-23055"></span></p>
<p>&#8220;Im Weltraum gibt es keine Gefühle&#8221; &#8211; Schweden 2010</p>
<p>Simon hat das Asperger-Syndrom:  Seine Sandwichs müssen rund sein, seine Kleidung rot-blau, Filmabend ist immer am Donnerstag. Wenn er sich überforder fühlt, steigt er in einen alten Ofen &#8211; sein Raumschiff, um dem Chaos der Erde zu entfliehen. Für ihn sind Abweichungen in seiner eng gesteckten Normalität ein Graus,  unvorhersehbare Veränderungen führen bei ihm schnell zur Lebenskrise. Da trifft es ihn hart, als plötzlich die Freundin seines Bruders aus der gemeinsamen Wohnung auszieht &#8211; Wer soll denn jetzt abwaschen?!? Ganz klar, sein großer Bruder Sam braucht eine Neue, damit die alten Strukturen erhalten werden. Und so akkurat und durchgetaktet, wie Simon seinen Alltag bewältigt, so organisiert und wissenschaftlich geht er auch an die Freundinnen-Suche heran. Nur, dass Zuneingung halt doch nicht mathematisch zu errechnen ist. &#8220;Im Weltraum gibt es keine Gefühle&#8221;, denkt Simon noch zu beginn seiner Suche nach der perfekten Frau für seinen Bruder. Am Schluss hat er die zwar nicht gefunden, dafür aber entdeckt, dass Gefühle sich sogar den Weg in sein Raumschiff bahnen können.</p>
<p>Die Laufzeiten von &#8220;Im Weltraum gibt es keine Gefühle&#8221;:</p>
<p>Donnerstag, 30.06.2011, 15:00 im CinemaxX<br />
Freitag, 01.07.2011, 17:00 im Filmtheater Sendlinger Tor</p>
<div id="attachment_23057" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-23057" title="&quot;Im Weltall gibt es keine Gefühle&quot;: Simon und seine rot-blaue Welt" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/06/Im-Weltraum-gibt-es-keine-Gefühle.png" alt="Simon und seine Welt: rund, rot-blau und veränderungsfrei" width="430" height="281" /><p class="wp-caption-text">&quot;Im Weltall gibt es keine Gefühle&quot;: Simon und seine rot-blaue Welt</p></div>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&#8220;Angele &amp; Tony&#8221;  &#8211; Frankreich 2010</p>
<p>Es ist kalt, feucht und dreckig. Es stinkt nach Fisch und Motorenöl. Die Männer arbeiten hart und kommen müde nach Hause. Dieses Fischerdörfchen in der Normandie ist von der frivolen Leichtigkeit und der Cote d`Azur so weit entfernt, dass diese französischen Küstengegenden von anderen Planeten stammen könnten. In dieses ungastlich-raue Setting spinnt die Regisseurin Alix Delaporte aber eine so feine, so zarte Liebesgeschichte, dass opulente Sonnenuntergänge vor Palmen oder anderer Romantikschnickschnack ohnehin völlig deplaziert wäre. In diesem kargen Fischerhafen lernen sich Angele und Tony kennen, sie auf der Suche nach Arbeit, er auf der Suche nach weniger Gleichklang im Leben. Sie tritt als ex-Knasti robust, fast roh auf – auch in ihren Annäherungsversuchen bei Tony. Der aber will, dass sie mehr von sich preisgibt als ihren knackigen Hintern und lässt sie immer wieder abblitzen. Bevor Angele zulässt, dass er sie kennenlernen kann, muss sie sich selbst erst wieder erkennen lernen. Ein spröder, wortkarger, aber doch wunderbar weicher Film über die Liebe und die unromantischen Formen, in denen sie sich oft zeigt.</p>
<p>Die Laufzeiten von &#8220;Angele &amp; Tony&#8221;</p>
<p>Samstag, 25.06.2011, 17:00 im Filmtheater Sendlinger Tor<br />
Sonntag, 26.06.2011, 22:00 im Filmtheater Sendlinger Tor<br />
Samstag, 02.07.2011, 17:30 im CinemaxX 7</p>
<div id="attachment_23059" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-23059" title="&quot;Angele &amp; Tony&quot;: rauh, robust und doch zerbrechlich" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/06/Angele-Tony.png" alt="&quot;Angele &amp; Tony&quot;: rauh, robust und doch zerbrechlich" width="430" height="281" /><p class="wp-caption-text">&quot;Angele &amp; Tony&quot;: rauh, robust und doch zerbrechlich</p></div>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>&#8220;Wedding in Bessarabia&#8221; &#8211; Rumänien 2010</p>
<p>Der Dirigent Vlad und die Pianistin Vica sind jung, verliebt – und abgebrannt. Um aus dieser misslichen Lage zu entkommen, beschließt das frisch verheiratete Paar, einfach nochmal Hochzeit zu feiern. Vica stammt aus Bessarabien, dem heutigen Moldawien, dort gehören großzügige Geldgeschenke bei einer solchen Gelegenheit zum guten Ton. Und so machen sie sich aus Rumänien auf, um die Verwandtschaft ein bisschen zu schröpfen. Was sich gemein und charakterlos anhört, kommt leicht und unschuldig daher. Und die Hochzeitsfeier wird zu einer Orgie der Enttäuschung, des Verrats, aber auch der Liebe und Freundschaft. Die Kamera fängt die alkoholschwangeren Abgründe der menschlichen Seele immer mit einem Augenzwinkern ein: Geld und Liebe, darum drehen sich alle Figuren und manchen haben am Ende der durchfeierten Nacht auch beides gefunden.</p>
<p>Die Laufzeiten von &#8220;Wedding in Bessarabia&#8221;:</p>
<p>Montag, 27.06.2011, 10:00 im CinemaxX 6<br />
Dienstag, 28.06.2011, 17:30 im RIO Kino 2<br />
Donnerstag, 30.06.2011, 22:30 im CinemaxX 6</p>
<div id="attachment_23060" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-23060" title="&quot;Wedding in Bessarabia&quot;: Geld ist wichtig, Liebe auch" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/06/Wedding-in-Bessarabia.png" alt="&quot;Wedding in Bessarabia&quot;: Geld ist wichtig, Liebe auch" width="430" height="281" /><p class="wp-caption-text">&quot;Wedding in Bessarabia&quot;: Geld ist wichtig, Liebe auch</p></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Midsommar in Münchens Kinosälen</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2011/04/27/midsommar-in-munchens-kinosalen/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 09:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Filmfest München]]></category>
		<category><![CDATA[schweden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mucbook.de/?p=20862</guid>
		<description><![CDATA[In zwei Monaten heißt es wieder eine Woche lang: sitzen, schauen, staunen. Das Filmfest läuft am 24. Juni an, dieses Jahr mit einem Schweden-Schwerpunkt. Los geht&#8217;s passenderweise am Tag der Sommersonnenwende, dem wichtigsten schwedischen Feiertag. Statt literweise Schnaps werden Filme laufen:
Stockholm ist hip, das schwedische Bildungssystem vorbildhaft, der Sozialstaat des skandinavischen Landes des Deutschen Traum. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In zwei Monaten heißt es wieder eine Woche lang: sitzen, schauen, staunen. Das Filmfest läuft am 24. Juni an, dieses Jahr mit einem Schweden-Schwerpunkt. Los geht&#8217;s passenderweise am Tag der Sommersonnenwende, dem wichtigsten schwedischen Feiertag. Statt literweise Schnaps werden Filme laufen:<span id="more-20862"></span><img class="alignnone size-full wp-image-20863" title="Filmfest" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/04/Filmfest.png" alt="Filmfest" width="430" height="608" /></p>
<p>Stockholm ist hip, das schwedische Bildungssystem vorbildhaft, der Sozialstaat des skandinavischen Landes des Deutschen Traum. Mode und Sozialpolitik, dafür ist Schweden bekannt. Aber für innovative Filmemacher? Dafür ist eigentlich Dänemark mit seinen Dogma-Filmen zuständig &#8211; aus Schweden hörte und sah der deutsche Kinofreund nicht viel. Das wird sich aber wenigstens für den Münchner Kinofreund bald ändern: Die Münchner Filmfestler werden das skandinavische Land mit rund 20 Filmen prominent präsentieren.</p>
<p>&#8220;Schweden hat zwar weniger Einwohner als Bayern, ist aber unheimlich vielseitig. Es ist eine neue Generation von sehr kreativen jungen Filmmachern herangewachsen&#8221;, versprach Festivalleiter Andreas Ströhl schon mal vorab. Die meisten der gezeigten Regisseure sind unter 30, stehen am Anfang ihrer internationalen Karriere. So zum Beispiel Andreas Öhdmann, der es mit 25 Jahren und seinem ersten Langfilm schon auf die Shortlist für den Auslandsoscar geschafft hat. Auch Dokus werden auf dem schwedischen Festivalprogramm stehen.</p>
<p>Besonders begeistert hat sich Ströhl aber über den älteren schwedischen Regisseur Andersson gezeigt: &#8220;Das ist der Van Gaal des Filmemachens &#8211; eigensinnig, monolithisch, weiß alles besser. Er ist eine Ausnahmeerscheinung mit ganz skurrilem Humor. Und für mich der interessanteste lebende schwedische Regisseur.&#8221; Roy Andersson ist vor allem für seine Werbefilme bekannt, er hat mehr als 300 solcher Kurzfilme abgedreht. Die besten davon werden in München gezeigt werden, außerdem sämtliche seiner Kurzfilme.</p>
<p>Vielleicht ist Schweden nach dem Filmfest ja um eine weitere Positivzuschreibung reicher, und wir wollen uns nicht nur so anziehen und so ausgebildet werden wie die Schweden, sonder auch solche Filme machen. Vom 24. Juni bis zum 02. Juli ist Gelegenheit, das zu überprüfen.</p>
<p>Mehr Infos zu den Tickets und dem Programm unter <a href="http://www.filmfest-muenchen.de/de/default.aspx">www.filmfest-muenchen.de</a></p>
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		<title>Monumentale Sanftheit</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2011/03/30/monumentale-sanftheit/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 10:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtkritik]]></category>
		<category><![CDATA[mucmusi]]></category>
		<category><![CDATA[José González]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[The Göteborg String Theory]]></category>

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		<description><![CDATA[Die melancholische Stimme von José Gonzalez, seine fast entrückt-sanften Lieder haben durch die moderne Orchesterbegleitung der The Göteborg String Theory neue Wucht und Dynamik erhalten. Das Konzert im edel-ehrwürdigen Herkulessaal war ein wunderbares Zusammenspiel von kraftvoller Klassik und ruhigem Indie-Folk.

Ungewöhnliches Klientel tummelte sich in den ehrwürdigen Hallen der Münchner Residenz: Anstatt der üblichen distinguierten, graumelierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die melancholische Stimme von José Gonzalez, seine fast entrückt-sanften Lieder haben durch die moderne Orchesterbegleitung der The Göteborg String Theory neue Wucht und Dynamik erhalten. Das Konzert im edel-ehrwürdigen Herkulessaal war ein wunderbares Zusammenspiel von kraftvoller Klassik und ruhigem Indie-Folk.</p>
<p><span id="more-20158"></span></p>
<div id="attachment_20159" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-20159" title="José und The Göteborg String Theory" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/03/José-und-The-Göteborg-String-Theory-.png" alt="José González und The Göteborg String Theory" width="430" height="573" /><p class="wp-caption-text">José González und The Göteborg String Theory</p></div>
<p>Ungewöhnliches Klientel tummelte sich in den ehrwürdigen Hallen der Münchner Residenz: Anstatt der üblichen distinguierten, graumelierten Verdächtigen warteten vor allem hippe Stauffenberg-Gedächtnisfrisurträger und Leggings-Mädchen mit Jutesäcken auf Einlass in den Herkulessaal. Die edle Location war perfekt für González Musik mit Orchesterbegleitung: irgendwie ein bisschen erhaben, fast ätherisch über den Dingen schwebend.</p>
<p>Die Streicher und Bläser aus Schweden haben ihn mal ganz dezent zum Gitarrenspiel begleitet; mal opulent-dominant im crescendo fortgetragen und mitgerissen; und dann haben sie ihn wieder ganz bei sich gelassen: nur González und seine Gitarre, der er fast zärtlich Melodien entlockt. Das Orchester hat die extra komponierten Arrangements sichtbar mit Leidenschaft und Lust an der klassisch-modernen Fusion gespielt &#8211; die so wunderbar sanfte Atmosphäre von González Stücken ist bei dieser Zusammenarbeit an vielen Stellen bereichert worden mit Opulenz und Energie, ohne dass der Charakter seiner Musik gelitten hätte.</p>
<p>Bei so emotionaler Musik braucht es gar nicht vieler Worter oder einer besonderen Show &#8211; nichts davon bot González. Bis auf ein paar Songankündigungen &#8211; in fast akzentfreiem deutsch! &#8211; und einem schlichten Abschiedsgruß war er nicht beim Publikum, sondern ganz bei sich, seiner Gitarre und dem Orchester.</p>
<p>Der Saal war jedenfalls (zurecht) begeistert von dem zurückhaltenden Schweden &#8211; Standing Ovations am Schluss. Dafür gab´s dann in der Zugabe endlich Heartbeats, González Erfolgssong.</p>
<p><img class="size-full wp-image-20164" title="José González allein mit Gitarre" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/03/José-González-allein-mit-Gitarre.png" alt="José González allein mit Gitarre" width="430" height="573" /></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_20164" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px;">
<dd class="wp-caption-dd">José González allein mit Gitarre</dd>
</dl>
</div>
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		<title>Samtstimme zu Streicherensémble</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2011/03/18/samtstimme-zu-streicherensemble/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 08:52:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Vorverkauf läuft]]></category>

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		<description><![CDATA[José Gonález, der schwedische Sänger mit dem spanischen Namen, gibt am 29. März im Herkulessaal zusammen mit dem Kammer-Ensémble &#8220;The Göteborg String Theory&#8221; ein Konzert. mucbook verlost 2 x 2 Karten. Schwupp &#8211; so schnell kann&#8217;s gehen. Viel Glück fürs nächste Mal. 

Zwei Alben hat der 32-Jährige bisher veröffentlicht, 2003 erschien „Veneer“, 2007 folgte „In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>José Gonález, der schwedische Sänger mit dem spanischen Namen, gibt am 29. März im Herkulessaal zusammen mit dem Kammer-Ensémble &#8220;The Göteborg String Theory&#8221; ein Konzert. <del datetime="2011-03-18T10:19:14+00:00">mucbook verlost 2 x 2 Karten.</del> Schwupp &#8211; so schnell kann&#8217;s gehen. Viel Glück fürs nächste Mal. </p>
<p><span id="more-19346"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-19347" title="José González" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/03/Gosé-González.png" alt="José González" width="330" height="220" />Zwei Alben hat der 32-Jährige bisher veröffentlicht, 2003 erschien „Veneer“, 2007 folgte „In Our Nature“. Seine ruhigen Folk-Pop Lieder begleitet er normalerweise mit der akustischen Gitarre, diesmal werden es Streicher sein. Für diese Zusammenarbeiten wurden eigens neue Arrangements geschrieben. Vor allem seine sanfteren Stücke wie etwa <em>Heartbeats</em>, <em>Down the Line</em> oder <em>In Our Nature</em> werden zum Repertoire gehören.</p>
<p>Neben musikalischen Experimenten abseits vom Mainstream ist González aber auch im kommerziellen Fernsehen anzutreffen – Die US Serie „The OC“ benutzte sein Lied <em>Crosses</em> als Titel-Song.</p>
<p><del datetime="2011-03-18T11:46:42+00:00">Wer zwei Karten gewinnen möchte, schicke eine Mail mit dem Stichwort “José Gonález” an <a href="mailto:info@mucbook.de">info@mucbook.de</a>.<br />
</del> Das mucbook-Team wünscht mehr Glück fürs nächste Mal.</p>
<p><em><strong>José González </strong></em> </p>
<p><em>Dienstag, 29.03.2011. Einlass 19.39, Beginn 20.30 Uhr</em></p>
<p><em>Herkulessaal</em></p>
<p><em>Residenzstraße 1<br />
80333 München</em><em> </em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schnitzeljagd für Kunstfreunde</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/11/12/schnitzeljagd-fur-kunstfreunde/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 14:45:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[tagebook: Bayerin am Bosporus]]></category>
		<category><![CDATA[arthomes]]></category>
		<category><![CDATA[Istanbul]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[20 Künstler, 10 Wohnungen, 3 Wochen, 1 Kunstprojekt: In temporären Wgs entwickelten Münchner-Istanbuler Künstlerpaare Wohungsausstellungen und öffneten dann die Haustüren zu ihren Kunsträumen. Ein Rundgang durch die Istanbuler art.homes.

Versteckt neben Treppenaufgängen oder über den Klingelknöpfen  sind die Hinweise zu finden: orangene art.homes Aufkleber weisen den Weg in die Wohngunsausstellungen. Die richtige Straße, das richtige Haus muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>20 Künstler, 10 Wohnungen, 3 Wochen, 1 Kunstprojekt: In temporären Wgs entwickelten Münchner-Istanbuler Künstlerpaare Wohungsausstellungen und öffneten dann die Haustüren zu ihren Kunsträumen. Ein Rundgang durch die Istanbuler art.homes.</p>
<p><span id="more-15889"></span></p>
<p>Versteckt neben Treppenaufgängen oder über den Klingelknöpfen  sind die Hinweise zu finden: orangene <a href="http://art-homes.de/german/">art.homes</a> Aufkleber weisen den Weg in die Wohngunsausstellungen. Die richtige Straße, das richtige Haus muss der urbanen Schnitzelsucher aber erst selber finden &#8211; eine verpixelter schwarz-weiß Ausdruck mit den Adressen soll helfen, erst die Auskünfte der Anwohner helfen wirklich. Das Suchen nach der Kunst macht art.homes auch zu einer urbanen Entdeckungstour durch einen Teil Istanbuls, der sonst eher weniger für seine Kultur-Events bekannt ist: 7 der 10 Wohungsausstellunge liegen in Tarlabaşı, einem Viertel, in dem heute vor allem vertriebene Kurden aus dem Südosten des Landes wohnen, das unter anderem im Ruf steht, Drogenumschlagplatz zu sein &#8211; kurz, ein Ort, an dem sich die Intellektuelle Bourgeoise sonst eher selten zur Kunstbeschauung trifft.</p>
<div id="attachment_15890" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-15890 " title="tarlabasi (2)" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/tarlabasi-2.png" alt="Tarlabasi - Eigentlich ein so genanntes &quot;Problemviertel&quot;, durch art.homes aber temporärer Kunsthort " width="430" height="323" /><p class="wp-caption-text">Tarlabaşı- Eigentlich ein so genanntes &quot;Problemviertel&quot;, durch art.homes aber temporärer Kunsthort </p></div>
<p>Die Geschichte des Viertels und seiner Bewohner haben das &#8220;Kunstpaar&#8221; Hera Büyüktaşçıyan und Matthias Männer dann auch zum Thema ihrer Installationen gemacht. Hera lässt den Esstisch der Wohnung durch eine Hängekonstruktion mit weißen Leinen schweben &#8211; aber nur zur Hälfte. Zwei Tischbeine berühen noch den Boden, es ist ein unsicherer, unentschiedener Schwebezustand &#8211; genau wie in  Tarlabaşı: &#8220;Ich will damit zeigen, dass hier ständig ein Kommen und Gehen war: Erst wohlhabende Griechen, dann Juden, und jetzt die Landbevölkerung Anatoliens &#8211; und wer kommt nach ihnen&#8230;?&#8221; Auch das Kurdenviertel weist nämlich erste Gentrifizierungshinweise auf &#8211; das Projekt art.homes könnte ein weiterer Schritt zur Veränderung des Stadtteils sein. Matthias dagegen fragt, wie Vergangenes immer noch in das heutige Leben hineinspielt &#8211; und scheinbar die Wand aufgebrochen, um hinter die Fassade blicken zu können.</p>
<div id="attachment_15891" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-15891" title="Raum-Installation von Hera Büyüktaşçıyan" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/tisch.png" alt="Raum-Installation von Hera Büyüktaşçıyan" width="430" height="317" /><p class="wp-caption-text">Raum-Installation von Hera Büyüktaşçıyan</p></div>
<p>Auch in der benachbarten Wohnung hat die Umgebung inspiriert: Für die Ornamente auf der Wandmalerei von Motoko Dobashi und Erkin Gören, die über zwei Stockwerke zwei getrennte Wohnungen verbindet,  haben die Fenstergitter der Häuser in Tarlabsi Motiv gestanden. Der Baum soll die Verwurzelung des Stadtteils in der Vergangenheit symbolisieren.</p>
<div id="attachment_15899" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-15899" title="arthomes (10)" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/arthomes-101.png" alt="Wandmalerei von Motoko Dobashi und Erkin Gören" width="430" height="359" /><p class="wp-caption-text">Wandmalerei von Motoko Dobashi und Erkin Gören</p></div>
<p>Patricija Gilyte klebt gerade Zuckerwürfel an die Wand, als ich in ihre Wohnung komme. Anders als die anderen hat sie die Räume sogar mit zwei anderen Leuten geteilt &#8211; der eigentliche Besitzer ist einfach nicht ausgezogen. Mit den Zuckerstückchen hat sie ein Panorama Istanbuls erschaffen, allerdings nicht das typische Touristenbild. &#8220;Ich habe einfach meine Wege, die ich täglich gegangen bin, vor meinem inneren Auge gesehen, als ich das Panorama entworfen habe.&#8221; Nur Süßes gibt es in der Wohnung aber nicht &#8211; die türkische Kunstpartnerin Pelin Gören hat als Performance täglich Eingeweide gekocht, und diese dann festlich serviert. Das soll nicht nur eine nette Essenseinladung an die art.homes Besucher sein: Sie will provozieren, den gesellschaftlichen Wandel mit ihrem Gericht hinterfragen: &#8220;Eingeweide wie Leber, Herz, Milz &#8211; das  ist ein total traditionelles türkisches Essen &#8211; aber viele Leute ekeln sich davor,kochen es auch nie selber.&#8221;</p>
<div id="attachment_15901" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-15901" title="zuckerrelief" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/zuckerrelief.png" alt="Istanbuler Zuckerrelief von Patricija Gilyte" width="430" height="532" /><p class="wp-caption-text">Istanbuler Zuckerrelief von Patricija Gilyte</p></div>
<p><span style="font-size: 13.2px;">In eine Zauberwelt schien man in der Wohnung von Ergül Cengiz und Ozan Uysal einzutreten &#8211; der Raum war vielfach unterteil durch luftigleichte, ornamental strukturierte Vorhänge, die nach der traditionellen islamischen Musterordnung gefertigt waren, sich also niemals wiederholen oder den Raum zerschneiden. Die Mystik war mit sehr prosaischen Mitteln erzeugt worden &#8211; Plastiktischdecken und PVC-Vorhänge dienten Ergül als Material. Mit diesen typisch türkischen Wohnutensilien der Unterschicht hat die Deutschtürkin die Wohnung zu einem geheimnisvoll-ästhetischen Ort gemacht. Und gezeigt, dass so viel mehr im Alltag und seinen Gebrauchsgegenständen stecken kann.</span></p>
<div id="attachment_15917" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-15917" title="4arthomes" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/4arthomes.png" alt="Ergül Cengiz` ornamental-durchsichtige Raumtrenner " width="430" height="573" /><p class="wp-caption-text">Ergül Cengiz` ornamental-durchsichtige Raumtrenner </p></div>
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		</item>
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		<title>Nach dem Terror kommt der Alltag</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 22:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht & Geld]]></category>
		<category><![CDATA[tagebook: Bayerin am Bosporus]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei einem Terroranschlag ist mitten in Istanbul am Sonntag eine Bombe explodiert: Ein Selbstmordattentäter hat sich im Herzen der Stadt, am Verkehrs-knotenpunkt und Touristentreffpunkt des europäischen Teils, in die Luft gesprengt. Schon 24 Stunden später ist kaum ein Nachhall der Explosion mehr zu spüren.

Der Taksim ist die Schlagader der Stadt &#8211; und Sinnbild für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einem Terroranschlag ist mitten in Istanbul am Sonntag eine Bombe explodiert: Ein Selbstmordattentäter hat sich im Herzen der Stadt, am Verkehrs-knotenpunkt und Touristentreffpunkt des europäischen Teils, in die Luft gesprengt. Schon 24 Stunden später ist kaum ein Nachhall der Explosion mehr zu spüren.</p>
<p><span id="more-15469"></span></p>
<p>Der Taksim ist die Schlagader der Stadt &#8211; und Sinnbild für die Schnelllebigkeit Istanbuls. Nur ein Tag nach dem Attentat verkaufen die Simitmänner wieder ihre Sesamkringel, hupen und schreien die Taxifahrer, hasten die Passanten über den Platz, staunen die Touristen über den Metropolenflair des Platzes.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15470" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/polisI.png" alt="" width="430" height="323" /></p>
<p>Die Polizei war Ziel des Attentäters, wie türkische Medien berichtet haben. Am nächsten Tag ist die Polizeistation großräumig abgesperrt. Dahinter: Trubel und Taxichaos wie jeden Tag.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15471" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/polis.png" alt="" width="430" height="323" /></p>
<p>Dass nicht alles so ist wie immer, ist nur an der verstärkten Polizeipräsenz am Taksim zu merken &#8211; mal fährt eine Transporter mit Sirenengeheul über den Platz, dann parkt ein Polizeiauto im Fußgängerbereich. Wer für den Anschlag verantwortlich ist, weiß noch keiner. Die kurdisch-nationalistische Terrorgruppe <a href="http://www.hurriyetdailynews.com/n.php?n=turkey-probes-suicide-attack-kurdish-rebels-suspected-2010-11-01">PKK hat eine Beteiligung zurückgewiesen</a>.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15473" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/simitmann.png" alt="" width="431" height="575" /></p>
<p>Der Simitverkäufer auf dem Bild hat miterlebt, wie die Bombe explodierte. Ihm ist nichts passiert,  am nächsten Tag steht er wieder an seinem Arbeitsplatz. Den findet er trotz allem nicht gefährlich: &#8220;Ich hatte schon Angst, das gab einen Wahnsinnskrach. Ich bin sofort weggelaufen. Aber heute ist ein anderer Tag. Ich glaube nicht, dass so etwas bald wieder passiert.&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15475" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/istiklal.png" alt="" width="430" height="582" /></p>
<p>Von Furcht oder Vorsicht ist auch bei den Passanten nichts zu spüren &#8211; die Massen wälzen sich wie jeden Tag durch die Einkaufsmeile Istiklal Caddesi, die am Taksim entspringt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15476" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/touristen.png" alt="" width="430" height="323" /></p>
<p>Und auch die Touristen lassen sich nicht abschrecken &#8211; wie immer ist der Taksim Kulisse für Erinnerungsfotos und Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden. &#8220;Terror gibt es doch überall &#8211; bei uns in Spanien kann das auch passieren&#8221;, sagt eine junge Frau, die gerade in die Tram am Taksim einsteigt. Auch eine belgische Reisegruppe mit älteren Herrschaften teilt diesen Pragmatismus: &#8220;Der Taksim ist heute bestimmt der sicherste Ort in ganz Istanbul &#8211; bei der Polizei überall. Nur gut, dass wir gestern nicht hier waren. Heute passiert bestimmt nichts.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hans und Helga und die Kunst</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/10/06/hans-und-helga-in-istanbul/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 13:31:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[tagebook: Bayerin am Bosporus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen. Kolumne 6: Klischees als Kunstmotiv. Was geben nationale Kategorien für Kreative her? Ein Besuch in der Ausstellung &#8220;Hans und Helga&#8221;. 
 
Der typische Deutsche ist bierbäuchig, blass, blond und ein bisschen blöd. Er heißt Hans. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen. <em>Kolumne 6: Klischees als Kunstmotiv. Was geben nationale Kategorien für Kreative her? Ein Besuch in der Ausstellung &#8220;Hans und Helga&#8221;. </em></p>
<p><span id="more-14480"></span><em> </em></p>
<div id="attachment_14560" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-14560  " title="Hans und Helga" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/10/Hans-und-Helga.png" alt="Ausstellungseingang" width="430" height="286" /><p class="wp-caption-text">So eindeutig deutsch ist nur der Ausstellungeingang - die Arbeiten dahinter hinterfragen nationale Kategorien und Klischees</p></div>
<p>Der typische Deutsche ist bierbäuchig, blass, blond und ein bisschen blöd. Er heißt Hans. Die typische Deutsche ist drall, meist auf Männerfang und trägt gern Dirndl mit tiefem Dekolleté. Auch sie ist blond und groß, ihr Name ist Helga. Zusammen machen sie gern Urlaub in all-inclusive Anlagen in Antalya und verbrennen sich dabei ihre Schwarten. Soviel zu den türkischen Klischees über Deutsche &#8211; nicht weniger unschmeichelhaft und unzutreffend wie die deutsche Volksmeinung zu den angeblichen türkischen Prototypen Ayse und Ali. (Erinnert sei nur an die peinliche Debatten über &#8220;Kopftuchmädchen&#8221; und genetisch mangelhafte Intelligenz von Muslimen in diesem Jahr.) Vorurteile über andere &#8220;Völker&#8221; kommen meist dumm-dumpf daher, keine Frage. Manchmal können sie aber auch Anstoß zu kritischer Auseinandersetzung, gar zu künstlerischer Aktivität sein. Wie in diesem Fall.</p>
<p>Mit &#8220;Hans und Helga&#8221; <span style="line-height: 17px;">Istanbuler Gallerie <a href="http://www.cda-projects.com/index.asp">Cda Projects</a><span> </span>hat die typisch-deutsch Diskussion dem Stammtisch-, bzw. Kaffeehausmilieu entrissen und zum Ausstellungsthema gemacht: Gibt es deutsche Kunst überhaupt? Sechs Künstler aus Deutschland und eine Performancegruppe haben darauf ihre Antworten gegeben. Die sind manchmal ironisch-klischeehaft, mal provozierend, einige lassen den Betrachter schmunzeln; alle Arbeiten spielen mit nationalen Stereotypen, keine bestätigt sie. Kunst passt halt nicht in eine nationale Schublade, genauso wenig wie das Leben.</span></p>
<p><span style="line-height: 17px;">Hier einige Beispiele für die nicht-deutsche, deutsche Kunst aus &#8220;Hans und Helga&#8221;</span></p>
<p><span style="line-height: 17px;"><br />
</span></p>
<div id="attachment_14577" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-14577" title="Alpen" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/10/Alpen.png" alt="Motoko Dobashi - Moderne Bergwelten und der Biedermaier" width="430" height="243" /><p class="wp-caption-text">Motoko Dobashi - Moderne Bergwelten und der Biedermaier</p></div>
<p>Die Wahlmünchnerin Motoko Dobashi etwa hat die Berge zu ihrem Thema gemacht –  mit japanisch-westlichem Stilmix, auf kleinformatigen Papierzeichnungen und auf einer raumgreifenden Wandmalerei.  Mit ihren futuristischen Felslandschaften will die gebürtige Japanerin „eine neue Form von Bergidyll in der modernen Gesellschaft“ entwerfen und Rückzugsmöglichkeiten vor sozialen Zwängen zeigen. Sie bezieht sich dabei ganz offen auf den als spießig-langweilig verschrienen Biedermaier und die Innerlichkeit des 19. Jahrhunderts.</p>
<div id="attachment_14584" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-14584" title="unter4augen" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/10/unter4augen.png" alt="Rudolf Reiber: &quot;Unter vier Augen&quot; - Pornoszenen zu Waltzermelodien" width="430" height="304" /><p class="wp-caption-text">Rudolf Reiber: &quot;Unter vier Augen&quot; - Pornoszenen zur Waltzermelodie</p></div>
<p>Durch ein kleines Loch kann der Besucher stark geschminkten Damen ins Gesicht sehen, die ihrerseits blicken lasziv-verführerisch, professionell-aufreizend zurück. Und alles im Dreivierteltakt. Rudolf Reiber montiert in der Videoinstallation &#8220;Unter vier Augen&#8221; Frauengesichter aus Pornoszenen zu Waltzermusik. Hochkultur und Triebbefriedigungsmaschinerie laufen im gleichen Takt, jedenfalls solange der Besucher in der Voyeurrolle verharrt.</p>
<div id="attachment_14597" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-14597" title="Fanslau" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/10/Faslau.png" alt="Emanuel Fanslau: Raum und Reise - Münchner Frottage-Studio in Istanbul / Aus Traum wird Ding: Crash Lamps" width="430" height="647" /><p class="wp-caption-text">Emanuel Fanslau: Raum und Reise - Münchner Frottage-Studio in Istanbul (hinten); Aus Traum wird Ding: Crash Lamps (vorn)</p></div>
<p>&#8220;Mit Hilfe von Frottage kann ich die Aura eines Raumes transportieren&#8221; - der Münchner Emanuel  Fanslau hat die Oberfläche seines Münchner Studios auf Leinwand übertragen und in Istanbul in Form dreidimensionaler Objekte wieder aufgebaut. Auch bei den Crash Lamps ist die Veränderung des Bezugortes entscheidend: Scheinwerfer aus deutschen Autowracks werden in Istanbul zu Designobjekten.</p>
<p>Di<em>e Ausstellung ist noch bis zum 23. Oktober </em><em>in der <a href="http://www.cda-projects.com/index.asp">Casa dell`Arte- Galerie</a> (Istiklal Caddesi,  Misir Apartment 163, 3. Stock) in Beyoglu zu sehen. </em></p>
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		<title>Istanbul in Deutschland</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Sep 2010 10:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[tagebook: Bayerin am Bosporus]]></category>
		<category><![CDATA[Istanbul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen. Kolumne 5: Einladung zum spätsommerlichen Streifzug durch die deutschen Istanbuls
Auf Heimatbesuch in Deutschland –  und Istanbul war trotzdem nie ganz weg: immer wieder ist die Stadt aufgeblitzt in der deutschen Alltagskultur, zwischen Sehnsuchtsvorstellungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen. <em>Kolumne 5: </em><em>Einladung zum spätsommerlichen Streifzug durch die deutschen Istanbuls<span id="more-14187"></span></em></p>
<p>Auf Heimatbesuch in Deutschland –  und Istanbul war trotzdem nie ganz weg: immer wieder ist die Stadt aufgeblitzt in der deutschen Alltagskultur, zwischen Sehnsuchtsvorstellungen einer Schmelztiegelstadt und Vorurteilen gegenüber „den Türken“.</p>
<p><strong>Station 1: Die Weltenbrücke, in der sich Orient und Okzident vereinen</strong>.<br />
Angetroffen habe ich diese multikulturelle, den Clash of Cultures überwindende Stadt  in euphorischen Zeitungsartikeln und romantisch-weichgezeichneten Tourismusanzeigen. In Istanbul selber ist mir dieser zivilisations-übergreifende Wind aber nicht besonders stark entgegen geblasen. Ja, die Meerenge zwischen den beiden Kontinenten eröffnet ein atemberaubend schönes Panorama, das mich jedes Mal wieder in Staunen über die Schönheit dieser Stadt versetzt.  Und ja, Millionen überqueren täglich den Bosporus und pendeln zwischen dem asiatischen und dem europäischen Stadtteil. Diese Lebensrealität taugt aber trotzdem nicht zur Utopie einer Schmelztiegelstadt, in der Morgenland und Abendland zur aufregenden Synthese verschmelzen. Istanbul ist nämlich vor allem und erst einmal eine türkische Stadt mit türkischen Einwohnern, egal auf welcher Seite der Stadt. Inzwischen stammen die meisten von ihnen übrigens aus anatolischen Dörfern. Konstantinopel war eine Stadt der Minderheiten, seit der Gründung der Türkischen Republik 1923 sind die osmanischen Griechen, Armenier und sephardischen Juden aber systematisch aus der Stadt vertrieben worden.<br />
Die geografische „West-Ost“ Dichotomie, die so gern in die kulturelle Gegenüberstellung „modern-rückständig“ übersetzt wird, hängt aber ohnehin schief: Die traditionell-islamischen Viertel der  morschen Holzhäuser und konservativen Kaffeehäuser liegen vor allem auf der europäischen Seite. Der asiatische Teil ist dagegen bekannt für moderne Apartmentblocks mit privatem Sicherheitsservice und für den Boulevard Bağdat Caddesi, auf dem sich mehr Starbucks-Filialen befinden als in manch deutscher Innenstadt.</p>
<div id="attachment_14189" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-14189" title="Blick von der europäischen auf die asiatische Seite Istanbuls" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/09/Blick-von-außenIII.png" alt="Blick von der europäischen auf die asiatische Seite Istanbuls" width="430" height="323" /><p class="wp-caption-text">Blick von der europäischen auf die asiatische Seite Istanbuls</p></div>
<p><strong>Station 2: Das Döner-Paradies</strong><br />
Ein Spaziergang durch eine x-beliebige deutsche Innenstadt läuft inzwischen ja schon fast zwangsläufig an gefühlten 100 Dönerbuden vorbei. Daran ist eigentlich nichts bemerkenswert, schon klar. Zum Schmunzeln gebracht hat mich dann aber doch das „Topkapi Kebab Haus“: Nun muss also schon der sagenumwobene Sultanspalast, Sitz der Hohen Pforte des Osmanischen Reichs, legendärer Tatort intriganter Machenschaften der Haremsbewohner, als Namenspatron für einen Fastfood-Imbiss herhalten. Und das, obwohl der Döner doch angeblich in Berlin erfunden wurde (und die Osmanen-Dynastie bestimmt auch keinen Döner auf dem Speiseplan hatte). Aber die wurde ja sowieso aus dem Land gejagt, und inzwischen dreht sich fast an jeder Ecke Istanbuls ein Fleischspieß. Allerdings ohne die bei uns so charakteristischen knoblauchschwangeren Geruchsschwaden – Döner á la Istanbul gibt’s nämlich nur mit Sauergurke, Tomate und Pommes.</p>
<div id="attachment_14190" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-14190" title="Fastfood mit Sultansreferenz" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/09/Blick-von-außen.png" alt="Fastfood mit Sultansreferenz" width="430" height="399" /><p class="wp-caption-text">Fastfood mit Sultansreferenz</p></div>
<p><strong>Station 3: Der Problembezirk „Klein-Istanbul“</strong><br />
Duisburg-Marxloh, Neukölln und Kreuzburg  sind in diesem Sommer während der „Migrationsdebatte“ um „die Muslime“ wohl zu den meist zitierten deutschen Stadtvierteln avanciert, bekannt für ihren hohen Ausländeranteil, berüchtigt für ihre sozialen Spannungen. „Problembezirke“ wurden sie genannt im Politikerjargon, „Klein-Istanbul“ sei das doch, ertönte es dumpf aus dem Volksmund. Aha. Na, dann bin ich aber froh, dass ich jetzt wieder in „Groß-Istanbul“ bin.</p>
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		<title>Über Stadt und die Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 09:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[tagebook: Bayerin am Bosporus]]></category>
		<category><![CDATA[Istanbul]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen.
Kolumne 4: Dorfkosmos &#8211; in Istanbul treffen sich Provinz und Metropole. 

 „Weltstadt mit Herz“, so wird München gerne schmückend betitelt – jedenfalls von der heimischen Tourismusbrache oder ambitionierten Lokalpolitikern. Mehr als ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen.<br />
<em>Kolumne 4: Dorfkosmos &#8211; in Istanbul treffen sich Provinz und Metropole. </em></p>
<p><span id="more-12983"></span></p>
<div id="attachment_12989" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-12989" title="Istanbuler Gleichzeitigkeit I: Minarette und Moderne" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/Kolumne-41.png" alt="Istanbuler Gleichzeitigkeit I: Minarette und Moderne" width="430" height="573" /><p class="wp-caption-text">Istanbuler Gleichzeitigkeit I: Minarette und Moderne</p></div>
<p><em> </em>„Weltstadt mit Herz“, so wird München gerne schmückend betitelt – jedenfalls von der heimischen Tourismusbrache oder ambitionierten Lokalpolitikern. Mehr als ein griffiger PR-Slogan steckt aber nicht hinter der Worthülse. Schön ist es in München immer, manchmal auch überraschend spannend, oft träge-gemütlich. Aber weltstädtisch…Nun ja.</p>
<p>Nach sechs Monaten in Istanbul, einer 15-Millionenmetropole mit knapp 3000 jähriger imperialer Geschichte, ist mir beim Blick auf das türkis-blau glitzernde Goldene Horn von einer der unzähligen Dachterrassen die „Weltstadt“ aber wieder in den Sinn gekommen – Ist das hier nicht eine „Weltstadt“ par excellence…? Umweht mich nicht gerade geschichtsträchtig-bedeutender Wind einer Hauptstadt zweier Weltreiche…? Wirbeln nicht ständig byzantinisch-osmanische Reminiszenzen hinein in den türkischen Alltag…? Ist dieser historisch-multikulturelle Wind nicht auch noch gewürzt mit den – mal mehr, mal weniger wohlduftenden – Aromen einer modernen Mega-Metropole…? Schwelgend in der historischen Bedeutsamkeit dieser gefeierten In-Stadt, die als Constantinopolis mehr als 1000 Jahre Hauptstadt des Byzantinischen Reiches war, und dann 1453 von den Osmanen erobert und als Istanbul zum Fixstern ihres Islamischen Imperiums wurde, um nun in der Gegenwart von sämtlichen internationalen Szenemagazinen als „the place to  be“ gepusht zu werden, habe ich beinahe verdrängt, dass ich auf dem Weg von der erhebenden Dachterrassen- Aussicht herab in mein wuseliges Wohnviertel Sisli einigen wenig weltstädtisch-erhebenden Realitäten begegnen werde:</p>
<div id="attachment_12991" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-12991" title="Istanbuler Gleichzeitigkeit II: 3000jährige Geschichte hinter 40prozentigem Alkohol" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/Kolmumne-4a1.png" alt="Istanbuler Gleichzeitigkeit II: 3000jährige Geschichte hinter 40prozentigem Alkohol" width="430" height="315" /><p class="wp-caption-text">Istanbuler Gleichzeitigkeit II: 3000jährige Geschichte hinter 40prozentigem Alkohol</p></div>
<p>Unweltstädtische Realität Nummer 1:</p>
<p>Istanbul hat zwar mindestens 15 Millionen Einwohner, aber leider nur eine Metrolinie. Was täglich (und leider auch nächtlich) zu absehbarem Verkehrschaos mit unabsehbarem Zeitverlust führt. Eine einzige Zuckel-U-Bahn für Millionen von Pendlern – ein infrastruktureller Albtraum und wenig weltstädtisch, irgendwie.</p>
<p>Unweltstädtische Realität Nummer 2:</p>
<p>„Weltstadt“ impliziert doch auch das Versprechen, „die Welt“ anzutreffen in dieser Stadt. Aber Istanbul ist nicht die Kosmopolitin, zu der sie viele Travellguides machen wollen: Bis auf die Heerscharen von Touristen, die Beyoğlu jedes Wochenende aufs neue überschwemmen, hört man wenig – um nicht zu sagen keine – fremden Sprachen auf der Straße. Türkisch ist die unangefochten dominante Sprache und Kultur, das ist seit Gründung der Türkischen Republik politisch so gewünscht und konsequent verfolgt: Von den ehemals 250 000 Griechen, die gegen Ende des Osmanischen Reichs noch in Istanbul lebten und die Oberschicht der Stadt konstituierten, sind heute gerade noch um die 2000 geblieben &#8211; systematische Schikane seit den 1920ern und schließlich Massen-Deportationen in die 1970er sei Dank. Auch die jüdische, armenische, italienische und französische Minderheit, die zur Zeit des Osmanischen Reiches zum Sprachengewirr in Istanbul beitrug, ist kaum mehr wahrnehmbar in der heutigen Metropole. Stattdessen prägen türkische Zuwanderer aus den Dörfern Anatoliens und der Schwarzmeerküste das Stadtbild. Provinz und Pferdekarren statt multikulturellem Mix &#8211;  auch wenig weltstädtisch, irgendwie.</p>
<p>Aber vielleicht muss Istanbul auch gar nicht weltstädtisch sein, um ihre Faszination und Anziehungskraft auszuüben. Vielleicht ist es sogar die Gleichzeitigkeit von Dorf und Megapolis, von Ignoranz und Aufgeschlossenheit, die Besucher und Bewohner gleichermaßen in den Bann dieser Stadt zieht. Das Nebeneinander von grandioser Vergangenheit und Verfallsspuren der ehemaligen Grandezza, das multikulturelle Erbe in der türkisch geprägten Gegenwart, die modernen Sonnenbrillen-Ladies neben den konservativen Schleier-Frauen, Latte Macchiato aus den unzähligen Starbucks-Filialen oder Çay von schreienden Straßenverkäufer – das sind die Gegensätze, die Istanbul zu einem Kosmos in sich machen.</p>
<p>Eine Weltstadt habe ich nicht entdeckt in Istanbul. Aber dafür viele Welten, die mal nebeneinander, mal gegeneinander, mal miteinander existieren.</p>
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		<title>Glockenbach am Bosporus</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/05/08/glockenbach-am-bosporus/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 14:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[tagebook: Bayerin am Bosporus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen.
Kolumne 3: Über Globalisierunphänomene jenseits von Finanzkrisen. Servus und Selam, Istanbullu-Hipster!
Ray-Ban bebrillte zehn-Tagesbart Gesichter schauen konzentriert und enorm wichtig auf ihre silberglänzenden Stylo-Macbooks, der Latte Macchiato steht griffbereit, die Blicke schweifen immer wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen.<br />
<em>Kolumne 3: Über Globalisierunphänomene jenseits von Finanzkrisen. Servus und Selam, Istanbullu-Hipster!<span id="more-9980"></span></em></p>
<div id="attachment_10002" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-10002" title="Straßencafé und Straßenverkäufer in Cihangir, dem Hipsterort Istanbul" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/1.png" alt="Straßencafé und Straßenverkäufer in Cihangir, dem Hipsterort Istanbul" width="430" height="283" /><p class="wp-caption-text">Straßencafé und Straßenverkäufer in Cihangir, dem Hipsterort Istanbul</p></div>
<p>Ray-Ban bebrillte zehn-Tagesbart Gesichter schauen konzentriert und enorm wichtig auf ihre silberglänzenden Stylo-Macbooks, der Latte Macchiato steht griffbereit, die Blicke schweifen immer wieder demonstrativ gelangweilt über die anderen Cafébesucher und Passanten, manchmal klingelt ein IPhone.  So, wo samma gerade…? Würde nicht ab und an ein Simit-Straßenverkäufer seine Sesamkringel lautstark schreiend unter die Leute bringen oder ein Pferdewagen voller Zitronen und Orangen durch das Viertel zuckeln – ich wüsste es auch nicht.  </p>
<p>Die Globalisierung macht sich nämlich nicht nur bemerkbar an Finanzkrisen und  McDonaldsfilialen – auch Hipster schauen überall gleich aus:  Röhrenjeans die Herren, Pumphosen die Ladies , tun dieselben Dinge – meistens in der Kreativbranche – und sind im ähnlichen Ambiente zu finden – wackelige Straßencaféstühle oder retrodesignte Decken auf öffentlichen Plätzen sind  allseits und stadtübergreifend treffsichere Hipsteranlaufstellen. Ob nun München am Gärtnerplatz oder Istanbul in Cihangir – es sind Nuancen, die den Lebensstil in den beiden Vierteln unterscheiden.</p>
<p>Ist das nun traurig, dass mehr als 1500 Kilometer voneinander entfernt lebende Menschen, die doch alle so sehr bemüht sind, ihre einzigartige Coolness zu demonstrieren, in einem progressiv-liberalen Modeeinheitsbrei aufgehen…? Oder ist es ein frohstimmendes Symbol für die einende Kraft der Konsumkultur, dass ein Hipster-Bayer und ein Hipster-Türke nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind? Jedenfalls sind  orientalisch-osmanische Klischees vergessen nach einem Nachmittag in den Tagesbars von Cihangir.</p>
<p>Und: Auch wenn es nur Kleinigkeiten, Nebensächlichkeiten sind. Cihangir funktioniert hinter seiner augenscheinlichen Bohemienattitüde, zwischen seinen luxussanierten Altbauten und im Nachbarschaftsleben trotzdem noch wie eine traditionell-türkische Mahalle: Da gibt es pro Straßenkreuzung einen Bakkal-Verkäufer (türkisches Pendant zum Tante-Emma-Laden), der seine Kunden noch beim Namen kennt und der auch mal drei Tage auf sein Geld warten kann. Da sitzen schnauzbärtige alte Herren vor ihren Kuaför-Läden und genießen die Sonne, während sie auf Kunden warten. Und es ist schlicht unmöglich, ohne „Merhaba!“, „Ne haber…?“, „Iyim!“-Rufe durch die Straßen zu gehen. Man kennt sich hier noch, auch hinter mega-Sonnenbrillen und liberal-urbaner Selbstinszenierung.</p>
<p>Außerdem: Hipsterkritelei hin oder her, auf den Bosporusblick-Treppenstufen kurz vor Sonnenuntergang ist es dann auch egal, ob auf den Gärtnerplatztheater-Stufen in München gerade dasselbe abläuft oder nicht…Es is halt einfach schee.</p>
<div id="attachment_10044" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-10044 " src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/23.png" alt="Kaffeezeit in Cihangir. Oder doch in München...?" width="430" height="384" /><p class="wp-caption-text">Nachmittagskaffee in Cihangir. Oder doch in München...?</p></div>
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		<title>Mir san&#8230;Wer?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 13:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[tagebook: Bayerin am Bosporus]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Istanbul]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen.
Kolumne 2: Wer ist ein &#8220;Istanbullu&#8221; &#8211; und wenn ja, wie viele? &#8211; über Identitätsprobleme in einer Migrationsmetropole..

In München beantwortet sich die Identitätsfrage ziemlich einfach: Mir san mir, und das ist auch gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen.<br />
<em>Kolumne 2: Wer ist ein &#8220;Istanbullu&#8221; &#8211; und wenn ja, wie viele? &#8211; über Identitätsprobleme in einer Migrationsmetropole..<span id="more-7900"></span></em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7619" title="poladesign" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/03/poladesign.jpg" alt="poladesign" width="430" height="289" /></p>
<p>In München beantwortet sich die Identitätsfrage ziemlich einfach: Mir san mir, und das ist auch gut so! So schlicht und unreflektiert dieses Statement auch sein mag, es fusst immerhin auf relativ einheitlichem Lebensstil und ziemlich gehobenem Lebensstandard. Egal ob Zuagroaster oder Münchner Kindl &#8211; wir mögen die gelassene Münchner Gemütlichkeit und den Wohlstands-Laissez-Faire genießen auch die Grantler gern. Selbst wenn selten Dialekt gesprochen wird, &#8216;Servus&#8217; und &#8216;Grüß Gott&#8217; gehören zum einenden Münchner Begrüßungsritual. Auch das allgemeine Bekenntnis zur Biergartenkultur und die Liebe zum Dolce-Vita Lebensgefühl verbindet uns 1,3 Millionen Landeshauptstädter. Da macht es auch nix, wenn böse Berliner Zungen über unseren dörflichen Charakter lästern &#8211; wir wissen ja, wer hier der wirkliche Weltstädter mit Herz ist. Das selbstbewusste Münchner Selbstverständnis &#8211; wenn auch manchmal extern belächelt und bekritelt &#8211; wird intern nicht in Frage gestellt.</p>
<p>Mit diesem bayuvarisch-urbanen Hintergrund und als Fremde in einer neuen Stadt wollte ich natürlich die besonderen Merkmale der Istanbuler Identität herausfinden&#8230;</p>
<p>Nur – es gibt sie nicht.</p>
<p>Verallgemeinerungen und einheitliche Zuschreibungen über die Istanbuler Lebensart sind nicht möglich. Das ist enttäuschend, wenn man auf der Suche nach einfachen Wahrheiten ist. Es ist spannend, wenn man aufgeschlossen und neugierıg ist. Und es ist herausfordernd, wenn man neue Leute trifft.</p>
<p>Istanbul ist heute eine Megacity mit geschätzten 15 Millionen Einwohnern, es können auch fünf Millionen mehr sein &#8211; zuverlässige Zahlen gibt es nicht. Vor 60 Jahren aber lebten hier kaum mehr als eine Millionen Menschen. Von Megacity mit Metropolcharakter konnte bis in die 80er Jahre nicht die Rede sein, erst damals begann der extreme Bevölkerungszuwachs. Eine moderne Istanbuler Identität kann es also schon deshalb nicht geben, weil gar keine Zeit war, eine gemeinsame Geschichte, gemeinsame Bräuche und Traditionen zu entwickeln.</p>
<p>Es fehlt aber nicht nur an Zeit, um ein Istanbuler Gruppengefühl zu erschaffen. Es fehlt vor allem an gemeinsamen Lebenskonzepten.  Mehr als 80 Prozent der heutigen Istanbuler stammen aus Anatolien und der Schwarzmeerregion. Und die Zuwanderer haben nicht nur ihre Familien und Freunde mitgebracht. Vor allem haben sie ihre dörflichen Strukturen in das Metropolenleben verplanzt. So kommt es, dass Pferdewägen mit Früchten durch die Stadt rollen, einige Stadtviertel in den Clanstrukturen anatolischer Dörfer organisiert sind und die Kopftücher der Frauen mal streng und blickdicht um Kinn und Stirn gebunden sind, mal lose und in bunten Farben über lange Haare wehen.</p>
<p>Frauen im Istanbuler Stadtleben verdeutlichen vielleicht am besten, dass es nicht eine Istanbuler Lebensart gibt, sondern viele, widersprüchliche, gegensätzliche Lebensentwürfe. Es ist etwa Blödsinn zu sagen, eine Frau in Istanbul sollte keinen kurzen Rock tragen. Es ist aber genauso blösinnig zu sagen, eine Frau in Istanbul kann ohne Probleme einen kurzen Rock tragen. Es hängt davon ab, wo sie den kurzen Rock trägt.<br />
In Cihangir unterscheidet sich der Lifestyle wenig vom Glockenbachtum, lange Leggingsbeine wippen en masse in den Straßencafes &#8211; und niemand guckt auch nur schief. Im kurdischen Viertel Tarlabaşı sind Kopftücher zwar selten, Miniröcke aber eher an transsexuellen Prostituierten zu sehen denn an jungen Mädchen. Und im tiefreligiösen Fatih huschen vor allem schwarz verschleierte Geisterfrauen umher &#8211; nackte Frauenbeine wären eine Provokation.</p>
<p>Einige Istanbuler hadern mit dieser fragemtierten Realität und beschwören wegen der anhaltenden Einwanderung aus den ländlichen Gebieten den kulturellen Verfall ihrer Stadt. Einige isolieren sich von der städtischen Vielfalt und bleiben in ihren vertrauten Vierteln. Und einige genießen einfach die Buntheit der unterschiedlichen Welten, die in dieser Stadt versammelt sind. Aber keiner wusste bisher eine Antwort auf meine Frage, was einen wahren &#8216;Istanbullu&#8217; ausmacht.</p>
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		<title>Die Farben meiner Stadt</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/01/31/die-farben-meiner-stadt/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 12:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[tagebook: Bayerin am Bosporus]]></category>
		<category><![CDATA[Istanbul]]></category>
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		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen.
Kolumne 1: Auf der Suche nach den Farben meiner Stadt…
Was macht die Stimmung, das Gefühl einer Stadt aus&#8230; Auf einer inneren Landkarte, wie sieht die Heimatstadt aus? Leuchtet sie in kräftigen Tönen, taucht sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Münchnerin Jana Edelmann schreibt für mucbook über das Leben in einer fremden Metropole. Istanbul auf mucbook. Mit offenen Augen. Und bayerischem Herzen.<br />
<em>Kolumne 1: Auf der Suche nach den Farben meiner Stadt…<span id="more-5973"></span></em></p>
<div id="attachment_5975" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-5975" title="30_01 (37)" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/30_01-373.png" alt="Topkapi Saray und Hagia Sofia im Morgennebel" width="430" height="274" /><p class="wp-caption-text">Topkapi Saray und Hagia Sofia im Morgennebel</p></div>
<p>Was macht die Stimmung, das Gefühl einer Stadt aus&#8230; Auf einer inneren Landkarte, wie sieht die Heimatstadt aus? Leuchtet sie in kräftigen Tönen, taucht sie blass und verschwommen vor dem geistigen Horizont auf oder knallt sie in kreischend-bunten Farben und blendet das innere Auge?</p>
<p>Denke ich an München, sehe ich hell-strahlende Farbkombinationen. Blau-weiß zum Beispiel. Diese Assoziation auch wohl auch geprägt von romantisierenden Bayern-Klischees, aber hier soll gar nicht an Schäfchenwolken vor bayerischem Sommerhimmel erinnert werden. Viel eher denke ich an die Hipster-Menschenmassen vor dem Gärtnerplatztheater im Sommer, an die ewig sprudelnden Brunnen vor dem LMU-Hauptgebäude, an das Isarufer mit seinen Joggern und flanierenden Pärchen. Weiß-gold ist auch so eine Münchner Farbkombination: Hübsche Blondinen in weißen Kleidchen, die Theatinerkirche vor der Ludwigstraße, Weißweingläser in beringten, manikürten Händen, der Königsplatz bei Sonnenuntergang&#8230; Alles ziemlich vollkommene Bilder. Eine heiter-gelassene Idylle, die ungefährliche Sonnenseite des Lebens, das ist mein Münchenbild. Ziemlich perfekt, ziemlich makellos. Wie bunte Farbkreise auf einem weißen Papier, wie eine gepflegte Blumenwiese ohne Trampelspuren. Und jetzt</p>
<p>- Istanbul -</p>
<p>Welche Farbassoziationen löst dieses Moloch an Stadt in mir aus? Welches innere Farbbild entspricht einer Stadt, in der anatolischen Einwanderer in Gecekondu-Slums ohne Elektrizität hausen, in der schwarzverhüllte Frauen, eher Geistern als Menschen ähnelnd, leise durch heruntergekommene Gassen wandeln, in der orientalisch-osmanische Architektur eine der schönsten Silhouetten der Welt erschaffen hat, in der ein glitzernder Bosporus alle Sorgen vergessen lässt, in der chice Tagesbars im Szeneviertel Cihangir fünfmal so hohe Preise haben wie die alten Kaffeehäuser fünf Straßenzüge weiter, in der Elektromusik und Imamrufe durch die Straßen schallen, in denen zehn oder 12 oder 15 Millionen Menschen- keiner weiß es so genau &#8211; nebeneinander, gegeneinander, miteinander leben?</p>
<p>Es sind keine klar definierbaren Farbtöne, dafür ist Istanbul zu uneindeutig, zu widersprüchlich, zu vielschichtig. Eher ein Aquarellbild also. Verschwommene Verläufe, durchlässige Übergänge. Mal in freundlich-sanften Farben, dann wieder in dunkel-erdigen Schattierungen. Aber immer mit einem Schleier über der darunter liegenden Farbschicht, der das Stadtbild rätselhaft, undurchdringlich macht. Es ist ein Bild, das nach mehr verlangt: Mehr Wissen über die vielen Kulturen, mehr Verständnis für die unterschiedlichen Lebensentwürfe, mehr Zeit, um aus der faszinierend-fremden Stadt ein Zuhause zu schaffen. Dieses Zuhause wird bestimmt nie so naiv-bunt vor meinem inneren Auge erscheinen wie München, aber aus dem schemenhaften Aquarellbild werden sicher bald schärfer umrissene Formen und Gestalten hervortreten.</p>
<div id="attachment_5987" class="wp-caption alignnone" style="width: 437px"><img class="size-full wp-image-5987" title="28_01 (53)" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/28_01-533.png" alt="Verschleierte Sicht auf die asiatische Seite Istanbuls" width="427" height="211" /><p class="wp-caption-text">Verschleierte Sicht auf die asiatische Seite Istanbuls</p></div>
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		<title>&#8220;Wir wollen einen Mythos durchbrechen&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 09:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ehemalige P1 ist Ort interssanter Abendvergnügungen geworden &#8211; fernab von Bussi-Bussi und Champus-Protzereien. Auch am Samstag wird das wieder der Fall sein, wenn Molly Palermo zum Feiern einlädt.

&#8220;Molly Palermo macht so unterschiedliche Spaßprodukte&#8221;, sagt Mitveranstalter Markus Burke. Der ist eigentlich Fotograf, aber nebenher auch noch manchmal Partyveranstalter: Und die steigen immer an wechselnden, urban-ungewöhnlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Das ehemalige P1 ist Ort interssanter Abendvergnügungen geworden &#8211; fernab von Bussi-Bussi und Champus-Protzereien. Auch am Samstag wird das wieder der Fall sein, wenn Molly Palermo zum Feiern einlädt.<span id="more-5199"></span></div>
<div><img class="alignnone size-full wp-image-5456" title="MOLLY_PALERMO" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/MOLLY_PALERMO.jpg" alt="MOLLY_PALERMO" width="430" height="215" /></div>
<p>&#8220;Molly Palermo macht so unterschiedliche Spaßprodukte&#8221;, sagt Mitveranstalter Markus Burke. Der ist eigentlich Fotograf, aber nebenher auch noch manchmal Partyveranstalter: Und die steigen immer an wechselnden, urban-ungewöhnlichen Locations: In der Unterführung der Bavaria, in einem leer stehenden Laden im Westend und im Trafo-Keller in Giesing wurde schon gefeiert. Nun also das alte P1. Ist ja eigentlich Hort schlimmster München-Mythen&#8230;Findet Burke auch. Gerade deshalb wollte Molly Palermo aber dorthin: &#8221;Das war ja so pseudo-elitär da drin, und genau das willen wir umkehren: eine alternativ-undergroundige Party dort veranstalten, wo sonst die Bussi-Bussi-Gesellschaft longiert hat.&#8221; Und weiter sagt er, nicht ganz ohne urbanen Pathos: &#8220;Wir wollen einen Mythos durchbrechen.&#8221; Das soll gelingen mit lockerer Türpolitik, gemischtem Publikum und Disco-Elektro auf die Ohren.<br />
Auflegen wird eine ganze Riege an DJs: <a href="http://www.resisdanse.de/">Silla</a>, <a href="http://www.diebuben.com/">der Natterer</a>, a friend of mine, <a href="http://www.urbanfrequence.com/">ducstar &amp; randy.randy</a>, betaversion und, als &#8220;very special live act&#8221; ist angekündigt: <a href="http://www.trackybirthday.com/">Tracky Birthday</a>. Na dann, frohes, anti-P1-mäßiges Feiern&#8230;</p>
<p><em>Beginn im ehemaligen P1 ist um 22 Uhr. </em></p>
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		<title>Feenfrauen aus der Dunkelkammer</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 13:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Galerie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Lillian Bassman]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Himmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Lillian Bassman und Paul Himmel, zwei Künstler aus dem Fotografenolymp. Eine Retrospektive über das Ehepaar ist derzeit in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen. Aber auch in München hängen ihre Fotografien. mucbook hat die Galerie f 5,6 besucht.

Sie sind zu schön, um wahr zu sein, ihre Eleganz scheint aus einer anderen Welt. Mit ihren besonderen Entwicklungsverfahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lillian Bassman und Paul Himmel, zwei Künstler aus dem Fotografenolymp. Eine Retrospektive über das Ehepaar ist derzeit in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen. Aber auch in München hängen ihre Fotografien. mucbook hat die Galerie f 5,6 besucht.</p>
<p><span id="more-5225"></span></p>
<div id="attachment_5334" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-5334" title="Lillian Bassman_Die Krönung der Eleganz" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/Lillian-Bassman_Die-Krönung-der-Eleganz2.png" alt="Lillian Bassman: Die Krönung der Eleganz" width="430" height="578" /><p class="wp-caption-text">Lillian Bassman: Die Krönung der Eleganz</p></div>
<p>Sie sind zu schön, um wahr zu sein, ihre Eleganz scheint aus einer anderen Welt. Mit ihren besonderen Entwicklungsverfahren erschaffen Lillian Bassman und Paul Himmel Wunderwesen. Edel. Anmutig. Entrückt. Bei Bassman sind die Frauen oft gestochen scharf porträtiert, die Kontraste überdeutlich, sie erinnern an Kohlezeichnungen. Ihr verstorbener Ehemann Paul Himmel dagegen taucht seine Motive scheinbar in Nebelschwaden, die Bewegungen der Figuren verlieren sich. Bassman ist heute über 90 Jahre alt und entwirft mit ihren Fotografien immer noch eine romatische Vision von Frauen, Schönheit und Mode.</p>
<p><a rel="bassmann" href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah001.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5227" title="Lillian Bassman: Betty Thread" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah001-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a>          <a rel="bassmann" href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah002.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5227" title="Lillian Bassman: Born To Dance" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah002-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a>          <a rel="bassmann" href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah003.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5227" title="Lillian Bassman: Pineapple Head" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah003-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a></p>
<p><a rel="bassmann" href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah004.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5227" title="Lillian Bassman: Report Skeptics" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah004-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a>          <a rel="bassmann" href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah005.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5227" title="Paul Himmel: Ballett" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah005-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a>          <a rel="bassmann" href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah006.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5227" title="Paul Himmel: Circus Swirl" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah006-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a></p>
<p><a rel="bassmann" href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah007.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-5227" title="Bassman und Himmel 2003" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/bah007-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a></p>
<p><em>Die </em><a href="http://f56.net/nw/index.php"><em>Galerie f 5,6</em></a><em> stellt Bassman und Himmel noch bis zum 30. Januar aus.  Es ist schon ihre Einzelausstellung der beiden Fotokünstler. Darum seien die Preise auch noch so moderat.  Los geht`s jedenfalls bei 2 400 Euro.</em></p>
<p><em>Wem das zu teuer ist: Der </em><a href="http://artbooksheidelberg.de/html/detail/de/lillian-bassman-paul-himmel-978-3-86828-101-9.html"><em>Ausstellungskatalog </em></a><em>zur aktuellen Retrospektive in den </em><a href="http://www.deichtorhallen.de/650.html"><em>Hamburger Deichtorhallen </em></a><em>(noch bis zum 21. Februar) gibt einen umfassenden Abriss über die Arbeiten der beiden und zeigt viele schöne Abbildungen. Die Fotos hier stammen aus dem Katalog. Kostenpunkt : 48 Euro. </em></p>
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		<title>Kunst im Gespräch</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/01/12/kunst-im-gesprach/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 11:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Erwin Wurm spricht heute Abend mit Helmut Friedel, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kurator seiner Ausstellung. Für Interessierte gibt es hier Infos zum Künstler und zu seinen Arbeiten im Lenbachhaus.

Der hübsche junge Mann mit dem Ständer über diesem Text ist eine der &#8220;One Minute Sculptures&#8221; &#8211; Installationen von Erwin Wurm, die zur Zeit im Lenbachhaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erwin Wurm spricht heute Abend mit Helmut Friedel, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kurator seiner Ausstellung. Für Interessierte gibt es hier Infos zum Künstler und zu seinen Arbeiten im Lenbachhaus.</p>
<p><span id="more-5163"></span></p>
<div id="attachment_5164" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-5164" title="anger_bump_seite_gross" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/anger_bump_seite_gross.png" alt="Erwirn Wurm: Anger Bump" width="430" height="955" /><p class="wp-caption-text">Erwin Wurm: Anger Bump</p></div>
<p>Der hübsche junge Mann mit dem Ständer über diesem Text ist eine der &#8220;One Minute Sculptures&#8221; &#8211; Installationen von Erwin Wurm, die zur Zeit im <a href="http://www.lenbachhaus.de/cms/index.php?id=51&amp;tx_ttnews[tt_news]=152&amp;tx_ttnews[backPid]=31&amp;cHash=ee2c459b7f">Lenbachhaus</a> zu sehen sind. Dafür fotografiert Wurm Menschen in skurillen Posen, mal mit, mal ohne Gegenstände.  Das können Gurken, Autos oder Kartoffeln sein -  der Österreicher macht sich fast alles Gegenständliche zu eigen. Sein Werk umfasst neben den bekannten &#8220;One Minute Sculptures&#8221; auch Objekte, Installationen, Zeichnungen und Videos. Und: Er ist nicht nur Praktiker, sondern auch in der Theorie unterwegs: Seit 2002 ist er Professor für Bildhauerei, Plastik und Multimedia an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Es wird also sicherlich genug Gesprächsstoff geben für einen interessanten Abend.<br />
Wer es heute Abend nicht in die Maxvorstadt schafft, dem sei ein <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/921330/Junge-trifft-alte-Kunst-Erwin-Wurm#/beitrag/video/921330/Junge-trifft-alte-Kunst-Erwin-Wurm">ZDF-Mediathek-Beitrag </a>mit Erwin Wurm empfohlen: Auf sehr vergnüglich-lakonische Weise führt er durch die Alte Pinakothek.</p>
<p><em>Das Künstlergespräch im Kunstbau des Lenbachhauses beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.</em>Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Januar zu sehen.</p>
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		<title>MünchenSchau vom 12. Januar</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/01/12/munchenschau-vom-12-januar/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 08:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Edelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[MünchenSchau]]></category>

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		<description><![CDATA[Darüber spricht die Stadt. Jeden Morgen um 9 unsere Medienlinks.
Heute unter anderem: Botox-Flatrate und Dirndlbalkone.

&#8220;20 nackte Tatsachen&#8221; über München verspricht die SZ zu verraten. Und schreibt dann über neue Frisurentrends, Nachtlebennews und eine Botox-Flaterate. So viel ungeschminkte Boulevardnachrichten wollten wir gar nicht wissen&#8230; 
Qualmen bald wirklich verboten&#8230;? Frühestens am 9. Mai sind die Münchner aufgerufen, im Rathaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Darüber spricht die Stadt. Jeden Morgen um 9 unsere Medienlinks.</em></p>
<p>Heute unter anderem: Botox-Flatrate und Dirndlbalkone.<span id="more-5153"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5155" title="muenchenschau" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/muenchenschau3.jpg" alt="muenchenschau" width="430" height="323" /></p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/365/499640/bilder/">&#8220;20 nackte Tatsachen&#8221;</a> über München verspricht die SZ zu verraten. Und schreibt dann über neue Frisurentrends, Nachtlebennews und eine Botox-Flaterate. So viel ungeschminkte Boulevardnachrichten wollten wir gar nicht wissen&#8230; </p>
<p><a href="http://www.abendzeitung.de/muenchen/158212">Qualmen bald wirklich verboten&#8230;? </a>Frühestens am 9. Mai sind die Münchner aufgerufen, im Rathaus für ihre Präferenz Präferenz beim Volksentscheid über einen schärferen Nichtraucherschutz zu stimmen. Beim Volksbegehren haben sich über 1,3 Millionen Bayern für ein konsequenteres Rauchverbot ausgesprochen, weiß die AZ.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/111/498405/bilder/">Nostalgie der Weggroasten</a>: Was Ex-Münchner alles so vermissen können, ist bei der SZ zu nachzulesen. Unter anderem wird da genannt: die bayerische Gemütlichkeit, der weiß-blaue Himmel und die hübschen Dirndlbalkone der Münchnerinnen. Klischee, ich hör dir trapsen&#8230;</p>
<p><a href="http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/gegner-olympia-2018-gruenden-widerstands-netzwerk-587850.html">Initiative gegen die Olympiabewerbung</a>: Im Landtag hat sich gestern ein Netzwerk von Grünen, ÖDPlern und Vertretern des Bund Naturschutz gegen die Bewerbug zu den Olympischen Winterspielen 2018 gebildet, berichtet der Merkur. &#8221;NOlympia 2018 – Bürger fragen Bürger zu Olympia“ will die Öffentlichkeit über Nachteile der Olympischen Winterspiele 2018 in München und Garmisch-Partenkirchen aufklären. Die seien vor allem ökologischer und finanzieller Natur. Kritik an dem Anti-Olympiabündnis kam vor allem aus der SPD-Landtragsfraktion.</p>
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