Alle Artikel von Peter Gardill-Vaassen
Journalist – Stadt(er)leben, Freizeit- und Kulturangebote, Stadtentwicklung, Natur in der Stadt, Leben in Digitalien.


Where Rock´n´Roll was born
von Peter Gardill-Vaassen

“Beat ist ungefährlich”, so versuchte das Hamburger Abendblatt in den sechziger Jahren seinen Lesern die Angst vor dieser neuen Mode, die damals Deutschlands Jugend in ihren Bann zog, zu nehmen.
Beatmusik – wie der spätere Rock´n´Roll damals genannt wurde, war in diesen Jahren nämlich noch Underground und längst nicht in der breiten Gesellschaft angekommen. ..weiterlesen

23. Januar 2014
Leseprobe | Kommentieren


Bomben? – ja bitte!
von Peter Gardill-Vaassen

Subversive Gestalten tummelten sich am Sonntag im Auditorium des Haus der Kunst. Auf den Holztischen im Eingangsbereich stapelte sich ein buntes Sammelsurium an Werkzeugen. Schraubendreher in allen Größen, Lötkolben, Zangen, Kabel in rot, blau und grün lagen auf den Tischen und warteten auf ihren Einsatz. ..weiterlesen

25. November 2013
Gute Sache, tagebook des Haus der Kunst, tagebooks | Kommentieren


Ein flottes Stück Leben – Hermann Hesse, ein “Kohlrabi-Apostel” in München
von Peter Gardill-Vaassen

Eines Morgens fuhr ich, nach einer durchzechten Nacht, mit Freunden durch den Englischen Garten, sang Lieder und trank beim Aumeister Kaffee, berichtete Hesse 1908 in seiner Erzählung Taedium vitae, über einen seiner Münchenbesuche. ..weiterlesen

15. Juni 2013
Macht & Geld | Kommentieren


We are Gypsies now
von Peter Gardill-Vaassen

Kann man einfach seine Wohnung auflösen, alles hinter sich lassen und auf unbestimmte Zeit reisend die Welt erkunden? Nicht wenige wagen es, andere scheitern, einige kommen nie wieder und andere kehren als neue Menschen zurück. ..weiterlesen

13. Juni 2013
Feiern & Kultur, Vorverkauf läuft | Kommentieren


Achtung Schamhaare!
von Peter Gardill-Vaassen
Dass auf dem DOK.Festival nach einer Filmvorstellung nicht applaudiert wird, ist ungewöhnlich. Bei der Vorführung im Atelier der amerikanischen Burlesque-Doku “Exposed” von Beth B., war das erstaunlicherweise der Fall.
Lag es daran, dass die Vorstellungen von Burlesque in Deutschland sich deutlich von dem unterscheiden, was diese Doku zeigte? Die Filmbeschreibung lies zwar darauf schließen, dass es hier nicht ganz so handzahm zugeht wie gewohnt, doch wie ungewöhnlich und streckenweise bizarr die New Yorker Neo-Burlesque-Tänzer ihr Handwerk präsentieren, überraschte dann doch. Ein Grund dem Film den Applaus zu verweigern, war es mit Sicherheit nicht. Mat Fraser, Dirty Martini oder Bunny Love wie sich die Tänzer mit ihren Künstlernamen nennen, bauen ihre Bühnenshows auf dem klassischen Burlesque auf, doch damit enden die Gemeinsamkeiten schon. Während der klassische Stil eben kunstvoll verpackten Striptease zeigt, der auch bei der älteren Generation für wohlige Schauer sorgen kann, legen die New Yorker Protagonisten in “Exposed” ihren Focus eindeutig auf “Schockeffekte” und Grenzüberschreitung.
Nicht der wohlgeformte Körper, nicht das erotische Ideal steht hier im Mittelpunkt, sondern das aussergewöhnliche. So hat Matt Fraser – als Thaliamid(Contergan)-Geschädigter mit missgebildeten Armen geboren – kein Problem damit, trotzdem auf der Bühne Blank zu ziehen. Und blank heisst bei den Darstellern der Lower East Side, ganz blank. Wenn es sein muss, auch mit erigiertem Penis oder Einblicken in Körperöffnungen. Den Schönheitsbegriff gestalten die Darsteller nach ihren eigenen Vorstellungen. Im Mittelpunkt ihrer Darbietungen stehen daher oft Provokation und Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Publikum, aber auch sich selbst.
Da wird in einer Nummer schon mal langsam und genüsslich die amerikanische Flagge aus der Vagina gezogen, oder mit viel Theaterblut eine “Zuschauerin” in einer Badwanne auf der Bühne von dem transsexuellen Darsteller “Rose Wood” regelrecht geschlachtet.
Nein, es war nicht immer appetitlich was dort gezeigt wurde und für allzu zart besaitete Seelen ist “Exposed” nicht zu empfehlen. Aber die körperliche Freiheit und das Selbstbewusstsein, das die Performer in den Clubs auf der Bühne mit Lust zelebrieren, ist unbedingt sehenswert und zeigt schmerzlich, wie eng unsere gewohnten und sicheren moralischen Grenzen sind, die unser Leben bestimmen.
Während einer ihrer Bühnenshows sagte Julie Atlas Muz, Bühnen- und Lebenspartnerin von Mat Frazer, sie würde etwas besitzen, wovor sich die meisten Menschen der westlichen Welt fürchten -Schambehaarung!
Exposed, USA, 77 Min. Kamera: Dan Karlock, Beth B. im Vertrieb von: WIDE HOUSE.

"Exposed" DOK.fest München

Dass auf dem DOK.Festival nach einer Filmvorstellung nicht applaudiert wird, ist ungewöhnlich. Bei der Vorführung im Atelier der amerikanischen Burlesque-Doku “Exposed” von Beth B., war das erstaunlicherweise der Fall. ..weiterlesen

14. Mai 2013
Kinogucken | Kommentieren


Sommer, Winter, Sommer
von Peter Gardill-Vaassen

Zur laufenden Imagekampagne für Hausärzte passt der, leider nur am Vatertag auf dem DOK.Fest gezeigte Film “Sommer, Winter, Sommer”, des Journalisten Harald Rumpf perfekt. Rumpf begleitete zwei Jahre lang Dr. Michael Rosenberger, Landarzt im niederbayerischen Breitenberg mit seiner Kamera und zeigt dabei ein Bild, das so gar nicht in die Fünf-Minuten-Abfertigung der städtischen Hausärzte passen will. ..weiterlesen

10. Mai 2013
Feiern & Kultur, Kinogucken | Kommentieren


Immer da wo Du bist – Element of Crime im Freiheiz
von Peter Gardill-Vaassen

Da isser nun, der Sven Regener. Die Statur etwas kräftiger als noch vor einigen Jahren, die Stimme noch einen Tick rauher. Und Sven Regener ist Element of Crime. Die Bandmitglieder wurden gar nicht erst vorgestellt – wer der Boss ist, ist eh klar. ..weiterlesen

19. April 2013
Feiern & Kultur, Nachtkritik | Kommentieren


Kopfkino mit Hesse
von Peter Gardill-Vaassen


Ob zu seinen Lebzeiten oder nach dem Tode, Hermann Hesse hatte die Leser immer in Bewunderer und Verächter seiner Person gespalten. Drei, die eindeutig zu seinen Bewunderern zählen, zeigten im Rahmen des Münchner Literaturfestes noch einmal die Vielschichtigkeit seiner Persönlichkeit auf. ..weiterlesen

05. Dezember 2012
Feiern & Kultur, Nachtkritik | Kommentieren


Ein Schweizer auf der Suche nach der Zeit
von Peter Gardill-Vaassen

Vor hundert Jahren schon begab sich Marcel Proust auf die “Suche nach der verlorenen Zeit”. Sein dreibändiger, tausende Seiten starker Roman in dem er versucht, dem Verrinnen der Zeit durch Erinnerung zu entkommen, treibt noch heute viele Leser in die Verzweiflung. Einen ähnlichen Weg geht nun der Schweizer Autor Martin Suter mit seinem aktuellen Roman “Die Zeit, die Zeit”. ..weiterlesen

23. November 2012
Feiern & Kultur, Nachtkritik | Kommentieren


Gute Hausmannskost in der Theaterfabrik
von Peter Gardill-Vaassen

Es brauchte nicht viele Zutaten für die Prog-Rocker von ELOY, um die Theaterfabrik zum Kochen zu bringen. Hier ging es nicht darum, neue Fans von sich zu überzeugen, hier musste man höchstens den alten noch beweisen, dass man es immer noch drauf hat. Und Frank Bornemann hat es mit ELOY nun schon sein 40 Jahren drauf. ..weiterlesen

17. Oktober 2012
Feiern & Kultur, mucmusi | Kommentieren


Die Offline-Community
von Peter Gardill-Vaassen

Bewertungsportale gibt es im Internet in grosser Zahl. Doch meistens beschränkt sich deren Community auf den jeweiligen Internetauftritt, ein Austausch oder Treffen der Mitglieder im richtigen Leben findet dagegen kaum statt. YELP, eine in den Vereinigten Staaten überaus erfolgreiche Gemeinschaft hat nun den Sprung nach Deutschland gewagt und fordert die Konkurrenz von Qype und Co. heraus.
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25. September 2012
Feiern & Kultur, MünchenSchau, Warum tust du das? | Kommentieren


Prog-Rock von freundlichen, älteren Herrschaften
von Peter Gardill-Vaassen

2009 feierten die deutschen Prog-Rocker von ELOY ihr 40-jähriges Bandjubiläum. Das damals entstandene Studioalbum “Visionary” war ihr bisher letztes Werk. Jetzt gehen die Herren wieder auf Tour. ..weiterlesen

21. September 2012
Feiern & Kultur, Vorverkauf läuft | Kommentieren


Oane vo de Oidn, oana vo de Echtn.
von Peter Gardill-Vaassen

Wenn der Ringsgwandl kommt, ist der Saal voll. Das war auch kürzlich im Lustspielhaus nicht anders. Gleich bei Saalöffnung fanden sich die Fans zahlreich ein und eine Stunde vor Konzertbeginn war das Haus dann schon rappelvoll. Schlagzeug, Bass und E-Gitarre standen bereit und dann kam der Meister persönlich. Mit Hut, geblühmten Hemd, Gitarre und Hofknicks.
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14. August 2012
Feiern & Kultur, mucmusi | Kommentieren


Ringsgwandl – von Staffabruck in’s Lustspielhaus
von Peter Gardill-Vaassen

Ringsgwandl ist wieder da. Den schrillen Clown hat der gelernte Arzt schon länger abgelegt. Seine letzten Alben “Der schärfste Gang” und “Untersendling” zeigten die Abkehr vom allzu schrägen, hin zu einem stilleren, ungeschminkten Liedermacher Georg Ringsgwandl. ..weiterlesen

01. August 2012
Feiern & Kultur, Vorverkauf läuft, mucmusi | Kommentieren


Mit dem Buch auf der Bergspitze
von Peter Gardill-Vaassen

Für alle die dennoch wissen wollen, was sie in den Bergen erwarten würde, aber sich vorerst nicht zur Besteigung aufraffen können, hat Dominik Prantl, Autor der Süddeutschen Zeitung, einen Ratgeber geschrieben. Gipfelbuch nennt er sein Werk, und es ist nach einem Band über Fußball und einem Reiseratgeber bereits sein drittes humorvoll-schräges Sachbuch. ..weiterlesen

07. Mai 2012
Buchkritik, Feiern & Kultur | Kommentieren
Kein Frühling für Eloy – Tour auf Herbst verschoben
von Peter Gardill-Vaassen


Groß war die Freude der Fans von Deutschlands erfolgreichster Prog-Rock-Band ELOY. Im März sollten die alten Herren nach 14 Jahren Tourneepause wieder durch Deutschland touren, sogar ein Auftritt in den USA stand auf dem Programm. Nun muss Bandleader Frank Bornemann wegen eines Verkehrsunfalls jedoch eine Zwangspause einlegen. ..weiterlesen

15. März 2012
Feiern & Kultur | Kommentieren


In der Hosn hab ich immer a freche Goschn g´habt
von Peter Gardill-Vaassen

In den sechziger Jahren als Liesl Karlstadt starb, gehörte sie zu den bekanntesten Münchner Künstlerinnen. Doch in den folgenden Jahrzehnten rückte ihr Bühnenpartner Karl Valentin mehr und mehr in den Mittelpunkt, sie dagegen galt bald nur noch als die Frau an seiner Seite. Daran, dass Liesl Karlstadt viel mehr als nur das war, will Michaela Karl mit ihrem Buch „Liesl Karlstadt – Gesichter einer Frau und Künstlerin“ erinnern. ..weiterlesen

07. Dezember 2011
Buchkritik, Feiern & Kultur | Kommentieren


Excuse me – what´s going on here?
von Peter Gardill-Vaassen

Diese Frage eines asiatischen Touristen der sich am vergangenen Dienstagmorgen auf den Max-Joseph-Platz vor der Residenz verirrt hat, war durchaus berechtigt. Bärtige Männer in bayerischer Tracht hatten sich – teils mit Gewehren – vor dem Nationaltheater aufgebaut. Zahlreiche Polizisten säumten frierend den Platz von der Residenz bis zur Oper. Acht Monate nach der Vereidigung, der Antrittsbesuch des Bundespräsidenten Christian Wulff in Bayern. ..weiterlesen

26. Februar 2011
Macht & Geld | 1 Kommentar


Das Tivoli ist tot
von Peter Gardill-Vaassen

Es war ein kurzer Abschied. Ein letztes Mal blickten die Kinoliebhaber noch zurück in die Passage im 50er Jahre-Stil, bevor sie mit einer überdimensionalen Todesanzeige und der symbolischen letzten Klappe vor dem Tivoli-Kino in der Neuhauser Strasse Stellung bezogen. ..weiterlesen

11. Januar 2011
Macht & Geld | 4 Kommentare


Müll abladen verboten
von Peter Gardill-Vaassen

Rund 200 Demonstranten haben gestern vor dem bayerischen Sozialministerium und der CSU-Parteizentrale unter anderem gegen die umstrittene Versorgung mit Essenspaketen und die Zwangsunterbringung in Lagern protestiert. Unter dem Motto “Return to Sender” hatten sie Essenspakete vor dem Ministerium abgelegt. Danach hatten die Veranstalter eine Anzeige am Hals.

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22. Dezember 2010
Macht & Geld | 2 Kommentare