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	<title>mucbook &#187; Piritta Kleiner</title>
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	<description>Alles München</description>
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		<title>Prima Leben und Stereo: Du kal dansa ompa till du dør!</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 12:09:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[prima leben und stereo]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es war mal wieder soweit – am Vöttinger Weiher haben Bands und Festivalbesucher das Prima Leben und Stereo genossen &#8211; fast regenfrei. Verbesserungsvorschläge? Wieder einmal: keine.
Die Wiesen, welch Überraschung, sind matschig. Egal. Wir sind schließlich auf dem „Prima Leben und Stereo“ (kurz: PLUS) . Hier machen wir das beste draus. Wie aus allem. Auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/08/plus2.JPG"><img src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/08/plus2.JPG" alt="plus2" title="plus2" width="430" height="323" class="alignnone size-full wp-image-24490" /></a><br />
Es war mal wieder soweit – am Vöttinger Weiher haben Bands und Festivalbesucher das Prima Leben und Stereo genossen &#8211; fast regenfrei. Verbesserungsvorschläge? Wieder einmal: keine.<span id="more-24489"></span></p>
<p>Die Wiesen, welch Überraschung, sind matschig. Egal. Wir sind schließlich auf dem „<a href="http://www.prima-leben-und-stereo.de">Prima Leben und Stereo“</a> (kurz: PLUS) . Hier machen wir das beste draus. Wie aus allem. Auf dem Zeltplatz haben sie den Matsch jedenfalls gut genutzt und am frühen Samstagabend ein &#8220;Schlammcatchen“ veranstaltet. Im Ring stehen junge Männer, einer sticht wegen seines Wikingerhelms und dem langen Rock hervor. </p>
<p>Später, auf der Bühne, sticht der Mann mit der Gasmaske hervor. Neben ihm Janove Ottesen. &#8220;Nå skal du danse til pipå vår til du blør. Du kal dansa ompa till du dør.&#8221; &#8220;Man soll tanzen bis man tot umfällt&#8221;, soviel verstehen die Besucher des  PLUS vom Frontman der norwegischen Band <a href="http://www.kaizers.no/">Kaizers Orchestra</a>. Getanzt haben sie aber auch schon vorher. </p>
<p>Vor 18 Jahren fing man an am Vöttinger Weiher in Freising und veranstaltete für eine befreundete Band ein Konzert. Damals war es eine Gruppe von Studenten, Getränke gab es noch aus dem Kofferraum. Mittlerweile gibt es einen Verein in Freising &#8211;  „Prima Leben und Stereo“ &#8211; der aus jungen, musikbegeisterten Menschen besteht und jedes Jahr das gleichnamige Festival auf die Beine stellt. Stolz kann man auf die Bands zurückblicken, die bereits in Freising gespielt haben. Neben nationalen Indiegrößen wie die <em>Sterne</em>, <em>Kante </em>oder den zappeligen <em>Bonaparte</em>, lockte das PLUS auch schon internationale Bands wie beispielsweise die belgische Band <em>Das Pop </em>oder dieses Jahr <em>Kaizers Orchestra</em> nach Freising an den Weiher.</p>
<p>Dass dieses Festival eine Leidenschaft für die Veranstalter ist, spürt man überall, spürt man bei jedem einzelnen Helfer. Auch noch am späten Samstagabend, das Festival ist schon fast vorbei und es hat gefühlte 40 Grad im Backstage-Zelt, sind die Mitarbeiter bei der Essensausgabe immer noch genauso freundlich wie am Freitagnachmittag. Geld gibt es für die meisten Helfer keines, dafür hängt an der Mitarbeiter-Infotafel eine Ankündigung über ein gemeinsames Hütten-Wochenende im September. Daneben ein anderer Zettel, auf dem man doch bitte Verbesserungsvorschläge anbringen soll. Mit blauem Kugelschreiber hat jemand darunter geschrieben: „Autan für alle“ – sonst ist der Zettel leer.</p>
<p><a href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/08/plus1.JPG"><img src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/08/plus1.JPG" alt="plus1" title="plus1" width="430" height="323" class="alignnone size-full wp-image-24491" /></a></p>
<p>Während ein paar Festivalbesucher sich noch nachts im Weiher abkühlen, wummern bereits die Bässe für die Afterparty bei der Seebühne. Das DJ-Pult steht auf einem Gerüst im Weiher, ein paar Nacktschwimmer versuchen am Geländer hochzuklettern, werden aber wieder verscheucht.</p>
<p>Nachdem Schlachthofbronx die Bühne verlassen haben, wird noch ausgelassen bis spät in die Nacht am Weiher getanzt. So geht ein wunderschönes Prima Leben und Stereo dieses Jahr zu Ende. Verbesserungsvorschläge? Wieder einmal keine.</p>
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		<title>Er kommt wieder</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2011/04/16/meistens-kommt-er-wieder/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 13:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Konzertausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Pete Doherty]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Kunst ist bekanntlich eine Tochter der Freiheit und Pete Doherty über beide Ohren in diese Tochter verliebt. Demnach gab es gestern Abend lange Gesichter vor dem Backstage Werk, als bekannt wurde, dass das Pete Doherty Konzert ausfällt. Die Konzertabsage war trotzdem nur eine mittlere Überraschung, hat doch ein Libertines, Babyshambles oder eben Pete Doherty [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/04/pete.png"><img src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2011/04/pete.png" alt="pete" title="pete" width="439" height="329" class="alignnone size-full wp-image-20685" /></a></p>
<p>Die Kunst ist bekanntlich eine Tochter der Freiheit und Pete Doherty über beide Ohren in diese Tochter verliebt. Demnach gab es gestern Abend lange Gesichter vor dem Backstage Werk, als bekannt wurde, dass das Pete Doherty Konzert ausfällt. Die Konzertabsage war trotzdem nur eine mittlere Überraschung, hat doch ein Libertines, Babyshambles oder eben Pete Doherty Konzert in den letzten Jahren fast nie zum regulären Termin stattgefunden. Trotzdem schade.<span id="more-20678"></span></p>
<p>Wilde Spekulationen, warum das Konzert so kurzfristig ausgefallen ist, gab es bereits am gleichen Abend, etwa in der<a href="http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen-west/doherty-pleite-1207503.html" target="_blank"> tz</a>.  Die <a href="http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.doherty-in-muenchen-polizei-pete-doherty-sagt-konzert-in-muenchen-ab.a40bb31a-46d6-412e-8340-a54ae04cbba5.html" target="_blank">Abendzeitung </a>dagegen ließ es sich nicht nehmen, mal wieder die obligatorische Zusatz-Beschreibung Skandalrocker und Ex-Freund von Kate Moss hinzuzufügen, damit auch der letzte Leser, der es eigentlich gar nicht wissen muss, weil er sich gar nicht für den Musiker Doherty interessiert,  versteht, mit wem man es hier zu tun hat.</p>
<p>Warum das Konzert nun wirklich ausgefallen ist, das weiß wahrscheinlich nur Herr Doherty persönlich. Für alle, die wegen seiner Musik gekommen sind und nicht nur, weil sie auf einen neuen Skandal gehofft haben, war der Abend eine Enttäuschung. Aber das nächste Konzert kommt. Bestimmt.</p>
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		<title>Abi Ofarim singt wieder</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/11/07/abi-ofarim-singt-wieder/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 21:59:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Abi Ofarim]]></category>

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		<description><![CDATA[
Manchmal macht man komische Dinge im Leben. Zum Beispiel zu einer Veranstaltung gehen, die sich Rock’n Read nennt. So geschehen am Freitagabend. Da gab – ja es gibt ihn noch – Abi Ofarim ein Konzert im Schloss mit der Ankündigung: &#8220;Erleben sie seine Musik gespickt mit Anekdoten aus seiner aktuellen Biografie Licht&#38;Schatten&#8220;. 
Bevor die Veranstaltung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-15661" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/abi12.JPG" alt="abi1" width="430" height="573" /></p>
<p>Manchmal macht man komische Dinge im Leben. Zum Beispiel zu einer Veranstaltung gehen, die sich Rock’n Read nennt. So geschehen am Freitagabend. Da gab – ja es gibt ihn noch – <a href="http://www.abi-ofarim.com/" target="_blank">Abi Ofarim</a> ein Konzert im <a href="http://www.dasschloss.info/html/home.php" target="_blank">Schloss</a> mit der Ankündigung: &#8220;Erleben sie seine Musik gespickt mit Anekdoten aus seiner aktuellen Biografie <em>Licht&amp;Schatten</em>&#8220;. <span id="more-15652"></span></p>
<p>Bevor die Veranstaltung beginnt, steht Abi Ofarim bereits am Eingang des Schlosses und begrüßt seine Besucher mit Handschlag und Umarmung. Der 74-jährige sieht erstaunlich frisch aus. Er ist kleiner als man ihn sich vorgestellt hatte, trägt ein weißes Hemd worunter sich ein leichter Bauchansatz versteckt, sein langes, blondes Haar fällt ihm wallend über die Schultern.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-15662" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/abi21.JPG" alt="abi2" width="430" height="323" /></p>
<p>In den 60er Jahren waren er und seine damalige Frau <a href="http://www.estherofarim.com/" target="_blank">Esther</a>, ein Superstar-Paar, Gewinner zahlreicher Goldener Schallplatten. In den 70er Jahren wurde es ruhiger um sie und Abi Ofarim machte eher durch Drogensucht und Gefängnisaufenthalt von sich reden, als durch seine Kunst. </p>
<p>Man darf gespannt sein, was sich Abi Ofarim nach 27 Jahren Plattenpause hat einfallen lassen, so richtig kann man es sich noch nicht vorstellen.</p>
<p>Am Freitagabend glitzert und blinkt es überall im Publikum – man fühlt sich wie auf einem verfrühten Weihnachtsmarkt, Paillettenkleider und silberne Schriftzüge haben hier Hochkonjunktur. Viele Prominente und Möchtegern-Prominente sitzen im Publikum, manch untergehender Stern versucht hier noch ein wenig Glanz zu konservieren.</p>
<p>Abi Ofarims Sohn <a href="http://www.go-man.de/en/home.php" target="_blank">Gil</a>, ebenfalls Sänger und Seriendarsteller, huscht durch die Reihen und schüttelt viele Hände. Man ahnt es schon, er wird heute Abend auch noch eine Rolle spielen.</p>
<p>Auf der Bühne hängt ein Plakat mit Abi Ofarim in Lebensgröße, der sich lässig auf seine Gitarre stützt. Und dann kommt der echte Abi auf die Bühne, frenetisch bejubelt. Er spielt ein Lied von seiner neuen Platte „<a href="http://www.myspace.com/abiofarimmusic" target="_blank">Too Much of Something</a>“. Gitarrist Itay wirft den rasierten Kopf in den bulligen Nacken und spielt, als ob er bei AC/DC mitmachen würde. Allerdings: diese Rockeinlage klingt eher nach Bon Jovi als nach AC/DC. <img class="aligncenter size-full wp-image-15663" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/abi31.JPG" alt="abi3" width="430" height="573" /></p>
<p>Derweil sitzen im Publikum die Gäste unter Kronleuchtern und trinken Spritz-Aperol. Nach Rock kommt dann sofort Read: Der Schauspieler <a href="http://www.torstenmuenchow.de/" target="_blank">Torsten Münchow</a> liest aus Ofarims Biographie. Neben einem Kapitel über seine Jugendzeit in Israel dürfen natürlich auch schlüpfrige Kapitel aus dem Leben des Frauenschwarms Ofarim nicht fehlen. Zum Beispiel seine Vorliebe für ältere Damen. Soso, Schlingel-Abi. Mit seiner Gitarre in der Hand sitzt er neben Münchow auf einem Barhocker und muss an manchen Stellen lachen. Fast wirkt es so, als ob ihm gerade aufgeht, wie peinlich manche Sätze klingen, die da vorgelesen werden. Er unterbricht gerne mal um etwas zu ergänzen oder korrigiert Münchow, wenn er hebräische Sätze ausspricht. Zwischendrin gibt es ab und zu ein Liedchen. Und man ahnt es schon, zum Showdown holt Ofarim die Sängerin <a href="http://www.myspace.com/sophieberner" target="_blank">Sophie Berner</a> und Sohn Gil auf die Bühne, und beteuert mehrmals, dass dies nicht geplant gewesen wäre. Ah ja. Sophie Berner erzählt dann noch, hektisch lachend, wie sie bereits als Teenager auf der Wohnzimmercouch der Ofarims gesungen habe. Sie gehört quasi zur Familie. Dann singen die drei zusammen. </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-15664" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/11/abi41.JPG" alt="abi4" width="430" height="323" /></p>
<p>Vor der Pause kommt noch schnell Sissi Böhm, Tochter von Karlheinz Böhm, auf die Bühne und lässt das Publikum wissen, was für ein toller Mensch Abi Ofarim ist. Natürlich auch völlig ungeplant. Nach so viel schlechter Planung braucht man in der Pause erst einmal ein Bier. Wie viele ungeplante Auftritte es im zweiten Teil des Abends noch gab, kann hier leider nicht mehr wiedergegeben werden, denn plötzlich kam die Idee auf: man kann ja auch einfach gehen, ganz spontan.</p>
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		<title>Kurz ist das Leben lang ist die Kunst</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/07/12/kurz-ist-das-leben-lang-ist-die-kunst-noch-nicht-veroffentlich-da-stimmt-was-mit-den-fotos-nicht-kummere-mich-sebastian/</link>
		<comments>http://www.mucbook.de/2010/07/12/kurz-ist-das-leben-lang-ist-die-kunst-noch-nicht-veroffentlich-da-stimmt-was-mit-den-fotos-nicht-kummere-mich-sebastian/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 21:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Atelierhaus Dachauerstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Pathos Transport Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[
Vergangenes Wochenende konnte man einen Blick ins Atelierhaus in der Dachauerstraße werfen. Momentan befinden sich dort 29 Ateliers. Wie bereits schon länger bekannt ist, soll das Gelände, auf dem sich das Atelierhaus und auch das Pathos Transport Theater befinden, abgerissen und neu bebaut werden.  Das wäre wirklich schade, findet man so viel bunte Unverkrampftheit doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-12381" title="11" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/11.png" alt="11" width="430" height="573" /></p>
<p>Vergangenes Wochenende konnte man einen Blick ins <a href="http://www.atelierhaus-dachauerstrasse.de/" target="_blank">Atelierhaus</a> in der Dachauerstraße werfen. Momentan befinden sich dort 29 Ateliers. Wie bereits schon länger bekannt ist, soll das Gelände, auf dem sich das Atelierhaus und auch das <a href="http://www.pathostransporttheater.de/" target="_blank">Pathos Transport Theater</a> befinden, abgerissen und neu bebaut werden.  Das wäre wirklich schade, findet man so viel bunte Unverkrampftheit doch nur sehr selten in München. Hier ein paar Impressionen:<span id="more-12327"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12382" title="a" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/a.png" alt="a" width="430" height="573" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12384" title="a3" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/a3.png" alt="a3" width="430" height="323" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12385" title="a4" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/a4.png" alt="a4" width="430" height="323" /><img class="alignnone size-full wp-image-12386" title="a5" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/a5.png" alt="a5" width="430" height="323" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12387" title="a6" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/a6.png" alt="a6" width="430" height="323" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12388" title="a7" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/a7.png" alt="a7" width="430" height="573" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-12389" title="a8" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/07/a8.png" alt="a8" width="430" height="573" /></p>
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		<title>Wohin nur mit all den Bubsis und Süssies?</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/05/28/wohin-nur-mit-all-den-bubsis-und-sussis/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 16:46:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[ISI]]></category>
		<category><![CDATA[Kneipe]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Schließung]]></category>
		<category><![CDATA[X-Cess]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Ende des X-cess kam dann doch schneller als erwartet. Wo einst auf engstem Raum getrunken, getanzt und -  sagen wir mal &#8211; gekuschelt wurde, befindet sich jetzt eine Baustelle.

Recht einsam steht er jetzt im Raum rum, der Zigarettenautomat. Man kann sich noch nicht so richtig daran gewöhnen, dass hier, in Isi&#8217;s Wohnzimmer, jetzt nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-11055" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/1x.png" alt="1x" width="430" height="296" /></p>
<p>Das Ende des <a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/x-cess-aussen-ein-puff-innen-hoelle-1.412294" target="_blank">X-cess</a> kam dann doch schneller als erwartet. Wo einst auf engstem Raum getrunken, getanzt und -  sagen wir mal &#8211; gekuschelt wurde, befindet sich jetzt eine Baustelle.</p>
<p><span id="more-11053"></span></p>
<p>Recht einsam steht er jetzt im Raum rum, der Zigarettenautomat. Man kann sich noch nicht so richtig daran gewöhnen, dass hier, in Isi&#8217;s Wohnzimmer, jetzt nicht mehr gefeiert werden kann. Keine Lutscher mehr, kein Biersekt mehr und auch keine selbsternannten DJ&#8217;s mehr, die mit ihren Taschen voller gebrannten CDs im X-Cess aufschlugen, um für einen Abend Könige der Plattenteller zu sein.</p>
<p>Hier waren Münchner Nächte wirklich lang und oftmals ziemlich schräg. Wenn diese Wände Geschichten erzählen könnten, könnte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Hegemann" target="_blank">Helene Hegemann</a> endgültig einpacken. Bis zuletzt haben die Isianer versucht die Schließung abzuwenden, auf facebook wurde eine eigene Gruppe &#8220;<a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=369399871607" target="_blank">Gegen die Schließung des X-Cess München</a>&#8221; gegründet. Geholfen hat es leider nicht. Trotzdem, das Plakat an der Scheibe der X-Cess Baustelle macht Hoffnung auf einen Ersatz: &#8220;Wir sehen uns bald im neuen X-Cess&#8221; steht da. Hoffen wir das Beste &#8211; all die Bubsis und Süssies brauchen schließlich eine neue Kneipenheimat.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-11058" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/3x1.png" alt="3x" width="430" height="573" /></p>
<p>Wo bitte gehts zum Klo? Selbst dieser Ort  im X-Cess war berühmt für seine angebrachten Haltegriffe</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-11059" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/4x.png" alt="4x" width="430" height="523" /></p>
<p>X-Cess, you never walk alone. Einsam hat man sich bestimmt nie gefühlt hier, für Menschen mit Agoraphobie war es aber auch nicht der richtige Ort.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-11060" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/5x.png" alt="5x" width="430" height="264" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-11061" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/6x.png" alt="6x" width="430" height="565" /></p>
<p>Hier lockt keiner mehr einen müden Hund hinter dem Ofen vor &#8211; Bauschutt aus dem X-Cess</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-11062" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/8x.png" alt="8x" width="430" height="316" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-11063" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/9x.png" alt="9x" width="430" height="588" /></p>
<p>Wie wird das neue X-Cess wohl werden? Hoffentlich nicht wie ein Fortsetzungsroman.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-11064" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/2x.png" alt="2x" width="430" height="573" /></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Leinen los im Puerto Giesing</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/05/09/leinen-los-im-puerto-giesing/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 21:05:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[1860 Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Puerto Giesing]]></category>

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		<description><![CDATA[
Im Puerto Giesing ist momentan die Ausstellung 150 Jahre 1860 zu sehen. Mucbook hat sich mal angeschaut, wie die bei den Besuchern ankommt.
Man fragt sich schon, was ein FC Bayern Sticker auf einem Foto bei dieser Ausstellung zu suchen hat &#8211; bis man näher herantritt. Das Bild heißt &#8220;Pissrinne&#8221; &#8211; achso, da macht das Ganze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-10087" title="mf" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/mf.png" alt="mf" width="430" height="323" /></p>
<p>Im <a href="http://puerto-giesing.de/" target="_blank">Puerto Giesing</a> ist momentan die Ausstellung 150 Jahre 1860 zu sehen. <em>Mucbook</em> hat sich mal angeschaut, wie die bei den Besuchern ankommt.<span id="more-10076"></span></p>
<p>Man fragt sich schon, was ein FC Bayern Sticker auf einem Foto bei dieser Ausstellung zu suchen hat &#8211; bis man näher herantritt. Das Bild heißt &#8220;Pissrinne&#8221; &#8211; achso, da macht das Ganze wieder Sinn. Die von Axel  &#8220;Löwenbomber&#8221; Dubelowski kuratierte Ausstellung kommt gut an bei den Giesingern.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10088" title="fcb" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/fcb.png" alt="fcb" width="430" height="573" /></p>
<p>Da marschieren die unterschiedlichsten Leute mit Kind &amp; Kegel in das ehemalige Hertiegebäude. Fast symbiotisch fügt sich diese Ausstellung in das Giesinger Eck an der Tegernseer Landstraße ein. Da gibt man einen Brief  bei der Post gegenüber auf, läuft dann noch kurz durch die Ausstellung und kauft sich danach noch ein Brot beim Bäcker. Gut, die 60er gehören ja auch zu Giesing wie der englische Garten zu Schwabing. Alles ganz unaufgeregt hier -  alles wie Giesing. Die Feuertaufe hat der neue Hafen bei seinen Nachbarn wohl schon bestanden. Und eine gute Nachbarschaft ist ja fast schon die halbe Miete. Ahoi!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10089" title="raum" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/raum.png" alt="raum" width="430" height="185" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10091" title="ausstellung" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/ausstellung.png" alt="ausstellung" width="430" height="323" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die lange Nacht im Café Camera</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/05/09/die-lange-nacht-im-cafe-camera/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 20:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Café Camera]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel Achterbahn]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Schwanthalerstraße]]></category>

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		<description><![CDATA[
Eigentlich sollte hier jetzt ein Text zur langen Nacht der Musik stehen, aber die war für uns ziemlich schnell zu Ende. Schuld daran war das Café Camera in der Schwanthalerstraße 88, von dem aus die Tour dann nicht mehr weiterging. 
Wo früher mal ein kroatisches Restaurant war, hat im Februar diesen Jahres das Café Camera [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-10078" title="kamera2" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/kamera2.png" alt="kamera2" width="430" height="543" /></p>
<p>Eigentlich sollte hier jetzt ein Text zur <a href="http://www.muenchner.de/musiknacht/" target="_blank">langen Nacht der Musik</a> stehen, aber die war für uns ziemlich schnell zu Ende. Schuld daran war das <a href="http://www.hotelachterbahn.de/cafe-camera/">Café Camera </a>in der Schwanthalerstraße 88, von dem aus die Tour dann nicht mehr weiterging. <span id="more-10046"></span></p>
<p>Wo früher mal ein kroatisches Restaurant war, hat im Februar diesen Jahres das Café Camera seine Pforten geöffnet. Noch nicht ganz im Kneipeneck vom Westend liegt die neue Lokalität mit dem dazugehörigen Hotel Achterbahn.</p>
<p>Für das Hotel  hat sich der Besitzer etwas Besonderes einfallen lassen: Unter dem Motto &#8220;Acht Zimmer, acht Nächte, acht Gefühle&#8221; ist jedes der acht Hotelzimmer anders designt. So ist beispielsweise das Zimmer &#8220;Rausch&#8221; ganz in orange getaucht, &#8220;Erleichterung&#8221; dagegen in lila.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10080" title="kamera" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/05/kamera.png" alt="kamera" width="430" height="323" /></p>
<p>Das Café Camera dagegen lädt im vorwiegend weißen Interieur jeden Freitag seine Gäste zur Livemusik ein. Gestern, im Rahmen der langen Nacht der Musik, spielte das  <a href="http://www.tunatrio.de/tunatrio/">Tuna Trio and the Ghosts</a> &#8211; ausnahmsweise an einem Samstag. Die Musik klang nach Urlaub, das Publikum war sympathisch und so endete die Shuttlebustour bereits an der zweiten Station -  dem Café Camera.</p>
<p>Das sagt eigentlich schon alles: hingehen empfohlen!</p>
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		<title>Hast du meine Alpen gesehen?</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/04/23/hast-du-meine-alpen-gesehen/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 07:46:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Alpines Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Hast du meine Alpen gesehen?]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>

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		<description><![CDATA[Edelweiß und Kippa: Eine Ausstellung im Alpinen Museum beleuchtet die Bedeutung jüdischer Bergsteiger und Künstler, Tourismuspioniere und Intellektueller, Forscher und Sammler bei der Entdeckung und Erschließung der Alpen als Kultur- und Naturerbe.
Der orthodoxe Rabbiner Samson Raphael Hirsch äußerte einmal: &#8220;Wenn ich vor Gott stehen werde, wird der Ewige mich fragen: &#8220;Hast du meine Alpen gesehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Edelweiß und Kippa: Eine Ausstellung im Alpinen Museum beleuchtet die Bedeutung jüdischer Bergsteiger und Künstler, Tourismuspioniere und Intellektueller, Forscher und Sammler bei der Entdeckung und Erschließung der Alpen als Kultur- und Naturerbe.<span id="more-9454"></span></p>
<p>Der orthodoxe Rabbiner <a href="http://www.hagalil.com/judentum/samson-hirsch/hirsch.htm" target="_blank">Samson Raphael Hirsch</a> äußerte einmal: &#8220;Wenn ich vor Gott stehen werde, wird der Ewige mich fragen: &#8220;Hast du meine Alpen gesehen <strong> </strong>?&#8221;, und deshalb war es ausgemachtes Ziel von Hirsch sich dieses Wunderwerk Gottes noch zu Lebzeiten anzusehen.</p>
<div id="attachment_9455" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px">
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl>
<dt><img class="size-medium wp-image-9455" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/04/ausstellung20091217184353-300x180.jpg" alt="Foto:Michael Melcer und Patricia Schon" width="300" height="180" /><p class="wp-caption-text">Foto:Michael Melcer und Patricia Schon</p></div></p>
</dt>
</dl>
</div>
<p><!--more--> Nachdem die gleichnamige Ausstellung bereits in Hohenems und Wien zu sehen war, wurde sie am Mittwoch mit Harfenmusik und jiddischen Liedern im <a href="http://www.museen-in-muenchen.de/index.php?id=34" target="_blank">Alpinen Museum</a> eröffnet. Im ersten Moment wirkt sie schräg, die Verbindung von Edelweiß und Kippa, umso interessanter ist es, sich die jüdischen Bergsteiger und Tourismuspioniere einmal genauer anzusehen. Im krassen Gegensatz stehen hier auch koschere Berghotels arisierten Alpenvereinen gegenüber. </p>
<p>&#8220;Hast du meine Alpen gesehen?&#8221;  thematisiert die verschiedenen Facetten der großen Berge, die einen wollen sie bezwingen, andere suchen Ruhe und Idyll in den Bergen. Aber auch als Rückzugsort und Schutzraum werden sie thematisiert. Und wer die Ausstellung aufmerksam verfolgt, wird herausfinden, dass das Edelweiß genauso jüdisch wie die Kippa ist.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Das Münchner Museumsportal stellt sich vor</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/02/24/das-munchner-museumsportal-stellt-sich-vor/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 20:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[
Was haben das Oktoberfestmuseum, die Villa Stuck und die Sammlung Brandhorst gemeinsam? Sie gehen online – gemeinsam.
Nach Städten wie Berlin oder Dresden hat auch München seit heute Vormittag ein Museumsportal, also einen Webauftritt,  auf dem sich viele Museen, in München sind es 50, gemeinsam und gleichwertig präsentieren können. Unter www.museen-in-muenchen.de kann man sich kompakt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-7299" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/02/museum.jpg" alt="museum" width="430" height="252" /></p>
<p>Was haben das Oktoberfestmuseum, die Villa Stuck und die Sammlung Brandhorst gemeinsam? Sie gehen online – gemeinsam.<span id="more-7298"></span></p>
<p>Nach Städten wie Berlin oder Dresden hat auch München seit heute Vormittag ein Museumsportal, also einen Webauftritt,  auf dem sich viele Museen, in München sind es 50, gemeinsam und gleichwertig präsentieren können. Unter <a href="http://www.museen-in-muenchen.de/" target="_blank">www.museen-in-muenchen.de</a> kann man sich kompakt und übersichtlich über Dauerausstellungen, Wechselaustellungen und sonstige Veranstaltungen rund um die 50 Häuser informieren. Über die Tagcloud soll sich der Besucher inspirieren lassen und einen Eindruck davon bekommen, wo sich die Häuser selber verorten. So sehen sich beispielsweise 11 Museen unter dem Begriff „zeitgenössische Kunst“, unter „Münchner Originale“ dagegen hat sich nur das Valentin-Karlstadt-Musäum eingeordnet. Für Kurzentschlossene gibt es einen Kalender, der anzeigt, was es am jeweiligen Tag zu sehen und zu bestaunen gibt.</p>
<p>Während der Pressevorführung heute Morgen war Erleichterung darüber zu spüren, dass München, so Kulturreferent Hans-Georg Küppers, „in der Gegenwart angekommen“ ist. Wenn also künftig ein paar mehr Touristen in die Münchner Museen strömen, so ist die Rechnung wohl aufgegangen. Für jeden kulturinteressierten Münchner lohnt sich das Durchstöbern des neuen Portals aber auch, schon allein wegen dem Objekt des Tages – am ersten Tag: zwei Commedia dell’arte- Figuren der Porzellanmanufaktur Nymphenburg.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unbelichtet. Münchner Fotografen im Exil</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/02/19/unbelichtet-munchner-fotografen-im-exil/</link>
		<comments>http://www.mucbook.de/2010/02/19/unbelichtet-munchner-fotografen-im-exil/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 10:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Unbelichtet MÜnchner Fotografen im Exil]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Jüdische Museum München holt in seiner aktuellen Fotoausstellung abermals das ehemalige Palästina in sein Haus.
Nach „In Farbe!“ werden mit „Unbelichtet. Münchner Fotografen im Exil“ weitere Palästinabilder von den drei Fotografen Alfons Himmelreich (1904 – 1993), Efrem Ilani (1910 –1999) und Jakob Rosner (1902 – 1950) gezeigt, ins Zentrum der Ausstellung gerückt. Kuratorin Tatjana Neef verabschiedete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-6973" title="05_10_Unbelichtet" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/02/05_10_Unbelichtet1.jpg" alt="05_10_Unbelichtet" width="430" height="326" /></p>
<p>Das <a href="http://www.juedisches-museum-muenchen.de/cms/?L=0" target="_blank">Jüdische Museum München</a> holt in seiner aktuellen Fotoausstellung abermals das ehemalige Palästina in sein Haus.</p>
<p><span id="more-6969"></span>Nach „<a href="http://www.juedisches-museum-muenchen.de/cms/index.php?id=185&amp;L=0" target="_blank">In Farbe!</a>“ werden mit „<a href="http://www.juedisches-museum-muenchen.de/cms/index.php?id=197&amp;L=0" target="_blank">Unbelichtet. Münchner Fotografen im Exil</a>“ weitere Palästinabilder von den drei Fotografen Alfons Himmelreich (1904 – 1993), Efrem Ilani (1910 –1999) und Jakob Rosner (1902 – 1950) gezeigt, ins Zentrum der Ausstellung gerückt. Kuratorin Tatjana Neef verabschiedete sich mit dieser Ausstellung gewissermaßen vom Jüdischen Museum, in dem sie ein zweijähriges, wissenschaftliches Volontariat absolvierte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6961" title="2" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/02/2.jpg" alt="2" width="430" height="445" /></p>
<p>Von München aus richtet das Museum mit der Ausstellung seinen Blick in den Nahen Osten, wo Himmelreich, Ilani und Rosner ihre in Deutschland begonnene Arbeit fortführten. Alle drei Fotografen gehörten zu dem Kreis der Fotojournalisten, der sich rund um die neu gegründete Münchner Fotoschule (1900) gebildet hatte. Alle drei emigrierten in den 1930er Jahren nach Palästina und fertigten Bildserien an, die sich mit dem Aufbau des Landes beschäftigten.</p>
<p>Während Himmelreichs Nachlass zum Teil bereits in einer Ausstellung in Israel gezeigt wurde, blieben die Bilder von Ilani und Rosner bisher weitgehend unbearbeitet und werden in München zum ersten Mal in dieser Form gezeigt.</p>
<p>Betritt man den zweiten Stock des Jüdischen Museums, in dem die Arbeiten ausgestellt sind, kann man die Aufbruchsstimmung fühlen, die von den Bildern ausgeht. Wacker kämpfen sich Fahrzeuge durch den Sand der Negevwüste, Frauen säen Pflanzen in die trockene Erde des Landes. Trotz der meist großen Aktivität, die die Motive zeigen, geht eine seltsame Ruhe von den Bildern aus.</p>
<p>Viele Fotographien waren Auftragsarbeiten für zionistische Wohltätigkeitsorganisationen, woraus sich sowohl die Motive als auch die Inszenierung der Bilder erklären lässt, meist von unten oder von oben fotografiert. Auch wenn man sich von Textilfabrik-, Steinbruch- oder Baggerbildern im ersten Moment keinen besonderen künstlerischen Anspruch verspricht, sollte man diese Ausstellung nicht verpassen. Schließlich kommt es nicht auf das was, sondern auf das wie an &#8211; und das ist allemal gelungen.</p>
<p><strong>Foto: </strong>(1) JMM, Alfons Himmelreich, (c) Igal Presler</p>
<p>(2) JMM, Jakob Rosner, KKL / JNF Photography Archive</p>
<p>[Disclaimer: Die Autorin ist aktuell selbst am JMM beschäftigt]</p>
<p><em>Mucbook macht regelmäßig in der Rubrik &#8220;Gute Werbung&#8221; auf etwas aufmerksam, das Aufmerksamkeit verdient.</em></p>
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		</item>
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		<title>München migrantisch</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/02/07/munchen-migrantisch/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 18:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[münchen migrantisch]]></category>
		<category><![CDATA[volkskunde]]></category>

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		<description><![CDATA[
München in Büchern: Die Autorin erliest sich die Stadt. Das MucBuch.
In München gibt es viele Migranten: Schwaben, Preußen, Österreicher und natürlich Italiener. Soweit, so migrantisch. Wer aber tatsächlich Multikulti will, der geht lieber nach Berlin, nach Köln. Wirklich? Am Montag findet in der Glockenbachwerkstatt die Bookreleaseparty zu „München migrantisch – migrantisches München“ statt.Multikulti – ein schwieriger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-6308" title="migrantisch" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/02/migrantisch.jpg" alt="migrantisch" width="430" height="368" /></p>
<p>München in Büchern: Die Autorin erliest sich die Stadt. <strong>Das MucBuch</strong>.</p>
<p>In München gibt es viele Migranten: Schwaben, Preußen, Österreicher und natürlich Italiener. Soweit, so migrantisch. Wer aber tatsächlich Multikulti will, der geht lieber nach Berlin, nach Köln. Wirklich? Am Montag findet in der Glockenbachwerkstatt die Bookreleaseparty zu „München migrantisch – migrantisches München“ statt.<span id="more-6307"></span>Multikulti – ein schwieriger Begriff. Auch in München. Bereits auf der ersten Seite klärt „München migrantisch“ den Leser auf: München ist (wohlgemerkt nach Stuttgart und Frankfurt) die drittgrößte Einwanderungsstadt Deutschlands.</p>
<p>Wer’s nicht glaubt, sollte das gerade erschienene Buch lesen und/oder zur Party gehen und sich gemeinsam mit den Autoren ethnografischen Erkundungen über migrantischen Leben in München widmen.</p>
<p>Das Buch entstand im Rahmen eines Forschungsprojektes an der LMU, <a href="www.volkskunde.uni-muenchen.de" target="_blank">am Institut für Volkskunde/Ethnologie</a> . Drei Semester lang durchleuchteten die Studierenden unter der Leitung von Dr. Sabine Hess das Thema „Migration in München“. Dabei herausgekommen ist ein Aufsatzband, der sich zu lesen lohnt, nicht nur für Wissenschaftler.</p>
<p>Einige der verhandelten Themen: Mit dem Thema „Multikulti“ befasste sich Veronika Knauer, sie stellt ihre Forschungsergebnisse zum Münchner Stadtteil Neuperlach vor. Vanda Melo und Olivia Reckmann nahmen Münchner Institutionen und Organisationen unter die Lupe, die die Integrationspolitik der Stadt mitgestalten. Dabei richtete sich ihr Fokus vor allem auf Gender- und Ethnizitätskonzepte. Lisa Riedner wiederum erzählt eine ganz andere Geschichte in „Wild, exotisch, erotisch, anders – Oder: The Margin Strikes Back“, nämlich die von der Mobilisierung kultureller Images. In der Münchner Innenstadt fand sie die Idee zu ihrem Thema, so weckten die Plakate „Afrika! Afrika!“, mit denen zeitweise nahezu die gesamte Innenstadt zukleistert war, ihr Interesse am afrikanischem Zirkus. Herausgekommen ist ein kluger Text darüber, wie heute immer noch mit dem Bild der in Baströcken tanzenden Afrikanern gespielt wird und welche Akteure, Interessen, Vorstellungen und Netzwerke sich dahinter verbergen.</p>
<p>Mitherausgeberin Maria Schwertl dagegen untersuchte Identifikationsobjekte in deutsch-/türkischen Wohnungen in München. Wie richten Türken in München ihrer Wohnungen ein? Welche Rolle spielt ihre türkische Identität? Oder ganz einfach: Wer schon immer mal wissen wollte, was sein türkischer Nachbar eigentlich da für ein seltsames Saiteninstrument in seiner Wohnung stehen hat, aber nie zu fragen wagte, dem kann dieser Aufsatz helfen – und außerdem für ein besseres Verständnis der Lebenswelt seines Nachbarn sorgen.  </p>
<p>Neben wissenschaftlichen Konzepten, die verhandelt werden, gibt der Band auch ganz konkrete Einblicke in alltägliche Lebenswelten. So erzählt beispielsweise Jan Kreck von zwei Tibeterinnen, die im Asylbewerberheim Schwierigkeiten mit der Nahrungsbeschaffung haben, da sie mit der heimeigenen Einkaufsliste, die sie zweimal wöchentlich bekommen, nichts anfangen können: „Erstens existiert sie [die Liste] nur auf deutsch, mit deutschen Maßeinheiten und ohne Bilder. Zweitens erklärt den Flüchtlingen niemand, ob sie jedes Mal etwas ankreuzen müssen oder dürfen (…) drittens gibt es einige Lebensmittel auf der Liste, die den Tibeterinnen vollkommen neu und unbekannt sind.“</p>
<p>Die Sammlung der verschiedensten Migrationsgeschichten, der überraschende Blick auf ein Thema, die verschiedenen Blickwinkel, all das kann festgefahrene Münchenbilder  erschüttern. Das gelingt nicht vielen Büchern.</p>
<p>Die Bookreleaseparty am Montag, 8. Februar, 18 Uhr in der <a href="http://www.glockenbachwerkstatt.de/" target="_blank">Glockenbachwerkstatt</a>.</p>
<p> [Disclosure: Die Autorin arbeitete als Volkskundlerin am Münchner Institut.]</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Maxim Biller &#8211; Der gebrauchte Jude</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/01/17/maxim-biller-der-gebrauchte-jude-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 16:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Der gebrauchte Jude]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Biller]]></category>

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		<description><![CDATA[München in Büchern: Die Autorin erliest sich München. Das MucBuch.
„Im Sommer 1982 ging ich lieber in den Englischen Garten als ins Thomas-Mann-Seminar. Ich stand spät auf, duschte und fuhr mit dem Fahrrad zum Eisbach“. So fängt der neue Roman von Maxim Biller „Der gebrauchte Jude“ an, laut Untertitel ein Selbstportrait. Und eigentlich verraten diese beiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>München in Büchern: Die Autorin erliest sich München. <strong>Das MucBuch</strong>.</p>
<p>„Im Sommer 1982 ging ich lieber in den Englischen Garten als ins Thomas-Mann-Seminar. Ich stand spät auf, duschte und fuhr mit dem Fahrrad zum Eisbach“. So fängt der neue Roman von Maxim Biller „Der gebrauchte Jude“ an, laut Untertitel ein Selbstportrait. Und eigentlich verraten diese beiden Sätze schon sehr viel über den Inhalt dieses Buches.</p>
<p><span id="more-5401"></span></p>
<p>Es geht um Thomas Mann, den Biller für einen ausgemachten Antisemiten hält, es geht um München, wo Biller sich, verglichen mit Hamburg, gerne aufhält, und es geht darum, was Biller lieber tun will und was er lieber nicht tun will beziehungsweise was er lieber hätte lassen sollen. Schließlich fühlt er sich, rückblickend auf sein bisheriges Leben, als gebrauchter Jude.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5402" title="9783462037036_5" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/9783462037036_52.jpg" alt="9783462037036_5" width="365" height="230" /></p>
<p>Der Journalist und Schriftsteller <a href="//de.wikipedia.org/wiki/Maxim_Biller" target="_blank">Maxim Biller</a>, der als Zehnjähriger mit seinen russischen Eltern aus Prag nach Deutschland migrierte, problematisiert in seinen Büchern sein Jüdischsein oder das Deutschsein der Nichtjuden in Deutschland.</p>
<p>Und meistens beschwert er sich über die deutschen Nichtjuden. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henryk_M._Broder" target="_blank">Henryk M. Broder</a>, der Billers Band für den Spiegel rezensiert hat, schreibt, er richte sich ein im „Universum aus Weltschmerz, Wehmut und Wehleidigkeit” und stellt ihn ein bisschen als den Münchner Dandy dar, der nur an seinen nächsten Nachmittag im Schumann’s denkt, während Broder und Biller gemeinsam in Israel schlechtschmeckende Lasagne essen.</p>
<p>Nun, ein bisschen muss man schon an den <a href="http://www.monaco-franze.com/" target="_blank">Monaco Franze</a> denken oder an den Tscharlie aus den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_Geschichten" target="_blank">Münchner G’schichten</a>, liest man über Billers Zeit in München. Man stellt ihn sich vor mit seiner damals wuscheligen Haarpracht, wie er spät am Tag aufsteht, in den englischen Garten radelt und, man höre und staune, mit der Tochter von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Kaiser" target="_blank">Joachim Kaiser</a> flirtet. Aber bevor man denken kann: dieser Schlingel! – kommt er auch schon wieder, der Weltschmerz. Und trotzdem – oder gerade deshalb – ist „der gebrauchte Jude“ ein vielseitiges, scheinbar leichtfüßig geschriebenes Buch voller Esprit und auch Schwere.</p>
<p>Es ist ein schönes Buch und auch ein wichtiges Buch, zeichnet Biller doch auch ein Portrait seiner Generation, der jüdischen Nachkriegsgeneration in Deutschland. Er schreibt: „Nazis sind mir egal. Ich sehe nicht in jedem alten Mann, der mir in der Straßenbahn gegenübersitzt, einen Freisler oder das Mitglied eines Erschießungskommandos der Wehrmacht.“</p>
<p>Allerdings darf der vorigen Generation, dargestellt durch <a href="http://www.reich-ranicki.com/" target="_blank">Marcel Reich-Ranicki</a>, diese Vergangenheit nicht egal sein. Ein Generationenkonflikt der besonderen Art.</p>
<p>Und so versucht er ständig, Herrn Reich-Ranicki klar zu machen, dass dieser auch ein gebrauchter Jude ist. Erst am Ende des Buches lässt er davon ab und Biller gesteht Ranicki, dass er ihn für einen Juden hielt, der keiner sein will. Ranicki hielt Biller für einen jüdischen Antisemiten. Das ist er sicher nicht.</p>
<p>Aber was will Biller sein? Er schreibt, er sei Jude und nichts als Jude, aber will er das auch sein? Nach dem Zuschlagen des Buches denkt man an die schönen Beschreibungen, an Donny Gold und vielleicht auch an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_di_Lorenzo" target="_blank">Giovanni di Lorenzo</a>, dem man gerne mal die Hand schütteln würde. Und daran, was Biller wohl sein will. Ich denke seine Antwort wäre: „A bissl was geht immer, aber was soll ich machen? I love my Leid“.</p>
<p><em><a href="http://www.kiwi-verlag.de" target="_blank">Foto: Kiwi</a></em></p>
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		<title>Es weihnachtet ganz unweihnachtlich</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2009/12/13/es-weihnachtet-ganz-unweihnachtlich/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 18:15:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Muffathalle]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Wen der übliche Mumpitz auf den Weihnachtsmärkten langweilt und wer da eigentlich nur hingeht, um sich mal wieder anständig zu betrinken (gegen die Kälte natürlich), der wird auf dem Glockenbach Weihnachtsmarkt positiv überrascht.

 

 
Erstens: man  muss sich nicht betrinken, der Markt findet nicht im Freien statt. Zweitens: hier gibt es so viele unweihnachtliche Sachen, dass man glatt vergisst, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wen der übliche Mumpitz auf den Weihnachtsmärkten langweilt und wer da eigentlich nur hingeht, um sich mal wieder anständig zu betrinken (gegen die Kälte natürlich), der wird auf dem <a href="http://http://www.kultmuenchen.de/events/events-in-muenchen/event/Glockenbach%20Weihnachtsmarkt%202009_443.html" target="_blank">Glockenbach Weihnachtsmarkt </a>positiv überrascht.</p>
<p><span id="more-4428"></span></p>
<p> </p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4429" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2009/12/weihnacht.jpg" alt="weihnacht" width="430" height="573" /></p>
<p> </p>
<p>Erstens: man  muss sich nicht betrinken, der Markt findet nicht im Freien statt. Zweitens: hier gibt es so viele unweihnachtliche Sachen, dass man glatt vergisst, dass man auf einem Weihnachtsmarkt ist. Der überwiegend von jungen sogenannten Kreativen gestaltete Markt startete 2004 und fand seitdem an diversen Orten, z.B. im Funky Kitchen oder der Registratur, statt, dieses Jahr in der <a href="http://http://www.muffathalle.de/" target="_blank">Muffathalle</a>. Und es gehen einem die Augen und das Herz auf, wenn man an den Ständen vorbeischlendert. Liebevoll designte</p>
<p>Kleidung, Schmuck oder Babykindersachen lassen das Individualistenherz höher schlagen. Am Liebsten würde man sich gerne einen Apfelkalender kaufen, der jeden Monat abgenagter ist, hätte man nicht schon drei Kalender daheim liegen. Egal. Und diese Broschen braucht zwar kein Mensch, aber sind sie nicht total hübsch?</p>
<p>Na ja, schwubbdiwupp ist die Tasche voll und der Geldbeutel leer. Das ist der Unterschied zum gewöhnlichen Weihnachtsmarkt: da ist der Geldbeutel und die Tasche leer, man selbst aber gehörig voll.</p>
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		<title>Hermann Lenz – &#8220;Herbstlicht&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 11:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Herbstmilch]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Lenz]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>

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		<description><![CDATA[München in Büchern: Die Autorin erliest sich München. Das MucBuch.
Als Eugen Rapp nach München kommt, wird alles gut.

Seine Frau, Hanne, wird nicht klar gezeichnet in dem Roman Herbstlicht, und doch spürt man, dass dieser Eugen Rapp ohne sie nicht wäre, was er ist.
Einerseits wirkt sie seltsam verwischt, andererseits verteilt sie Wahrheiten, die so klar sind, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>München in Büchern: Die Autorin erliest sich München. <strong>Das MucBuch.</strong></p>
<p>Als Eugen Rapp nach München kommt, wird alles gut.</p>
<p><span id="more-4415"></span></p>
<p>Seine Frau, Hanne, wird nicht klar gezeichnet in dem Roman <em>Herbstlicht</em>, und doch spürt man, dass dieser Eugen Rapp ohne sie nicht wäre, was er ist.</p>
<p>Einerseits wirkt sie seltsam verwischt, andererseits verteilt sie Wahrheiten, die so klar sind, dass Hermann Lenz alias Eugen Rapp es vielleicht fröstelt bei Aussagen wie diesen: „Wenn du nicht nach München hingezogen wärest, hättest du nie den Büchner-Preis bekommen”.</p>
<p>Normalerweise hütet sich jeder Literaturwissenschaftler davor die Ich-Figur eines Buches als den Autor zu identifizieren. Doch Lenz (1913-1998) geht von dem Schreiben-Wie-man-ist-Konzept aus und machte keinen Hehl daraus, dass in seinem zehnbändigen Zyklus die Hauptfigur Eugen Rapp sein alter Ego ist. So kann man den Zyklus als Autobiographie sehen, was leicht dazu verleitet, alles in diesem Roman aufschlüsseln zu wollen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4416" title="herbstlich" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2009/12/herbstlich.jpg" alt="herbstlich" width="430" height="286" /></p>
<p><em>Obelisk am Karolinenplatz: Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/14646075@N03/" target="_blank">digital cat I</a></em></p>
<p> </p>
<p>Eugen Rapp, der bereits in München studierte, kehrt aus seiner Heimat Stuttgart 1975 wieder in die bayerische Landeshauptstadt zurück, da ihn ein Erbstreit mit der Schwester aus dem elterlichen Haus verjagte.</p>
<p>Hier beginnt Hermann Lenz´ erster Münchenroman, der sich immer wieder an den Gegensätzen zu Stuttgart reibt. München erscheint anfangs „zu groß“, die Hauptfigur, ausgestattet mit dem typisch schwäbischen Namen Rapp, denkt immer wieder an sein Stuttgart, dort machte er Fahrradausflüge in der schönen, gutmütigen schwäbischen Landschaft. Einziger Ausgleich scheint hier der englische Garten zu sein, der ihn vor der Millionenstadt rettet.</p>
<p>Und trotzdem, nach und nach findet sich Eugen Rapp, er ist bereits in seinen Sechzigern, wieder ein in diese Stadt, in den Jahrmarkt der Eitelkeiten rund um das literarische Milieu in dem er sich bewegt. Lenz, dem erst sehr spät die Anerkennung als Autor zuteil wurde, wundert sich durch seine Figur Eugen Rapp über die Gepflogenheiten der Kreise, in denen er sich jetzt bewegt. Mit leiser Ironie beschreibt er die kleinen Intrigen und Absurditäten, die das literarische Leben Münchens umgeben.</p>
<p>Und doch zeichnet er ein mildes Licht über seine Münchenerfahrungen, hier wird er geschätzt, ganz im Gegensatz zu seiner Heimat Stuttgart, wo sein später Ruhm nur auf Unverständnis stieß.</p>
<p>Hermann Lenz schrieb keinen Roman über die Orte oder den Habitus der Stadt München. Er beschreibt, wie er sich in der Stadt als bereits älterer Herr sozialisiert, was ihm fehlt, aber auch was er schätzt und letztendlich dazu bewegt in dieser Stadt alt zu werden. Kein bisschen plakativ erzählt Hermann Lenz sein Leben in München, eigentlich ganz still beschreibt er sich auch über die anderen Menschen. Schön.</p>
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		<title>Herta Müller: Lesung an der LMU</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2009/11/13/herta-muller-lesung-an-der-lmu/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 23:41:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Atemschaukel]]></category>
		<category><![CDATA[Herta Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Lesung]]></category>
		<category><![CDATA[LMU]]></category>

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		<description><![CDATA[Herta Müller ist da. An der LMU. Bis vor kurzem kannten sie nicht einmal alle Germanistikstudenten,  jetzt ist  die prächtige, große Aula bis auf den letzten Platz gefüllt.

Herta Müller bekommt in wenigen Wochen den Nobelpreis für Literatur verliehen, das wurde am 8. Oktober verkündet &#8211; in München liest sie aus drei Kapiteln ihres Buches &#8220;Atemschaukel. &#8221;
 
Ausgezeichnet mit höchsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herta Müller ist da. An der LMU. Bis vor kurzem kannten sie nicht einmal alle Germanistikstudenten,  jetzt ist  die prächtige, große Aula bis auf den letzten Platz gefüllt.</p>
<p><span id="more-2768"></span></p>
<p>Herta Müller bekommt in wenigen Wochen den Nobelpreis für Literatur verliehen, das wurde am 8. Oktober verkündet &#8211; in München liest sie aus drei Kapiteln ihres Buches &#8220;Atemschaukel. &#8221;</p>
<div id="attachment_2777" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-2777" title="Herta-mueller-2009-ffm-0031" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2009/11/Herta-mueller-2009-ffm-00311.jpg" alt="Herta-mueller-2009-ffm-0031" width="430" height="339" /><p class="wp-caption-text">Herta Müller, hier im Literaturhaus in Frankfurt am Main. Foto: Dontworry, Wikipedia, Lizenz: CC</p></div>
<p> </p>
<p>Ausgezeichnet mit höchsten literarischen Ehren – und Müller wirkt völlig allürenlos. Selbst der etwas übermotivierte ältere Mann, der für die Einführung zuständig zeichnet, kann sie nicht aus der Ruhe bringen. Ruhe die sie für die Lesung aus „Atemschaukel“ braucht.</p>
<p>Sie sitzt auf der großen Bühne, ganz in schwarz, Farbe nur an ihren Lippen. Rot. Sie wirkt vollkommen sicher, ruht in sich, ist ganz bei der Sache. Die Sache, das ist ihr Buch.</p>
<p>„Atemschaukel“ ist ein in Prosa gefasstes Stück Lagerliteratur. In ihrer gefassten Diktion, mit sonorer, nicht ganz akzentfreier, abgehackter und dennoch warmer Stimme liest sie ungeheuer still, klingt fast tragisch. Die Worte, die sie spricht, haben etwas Hartes. So erreicht sie eine seltene Dringlichkeit und schafft einen außerordentlichen Mehrwert gegenüber der stillen Lektüre. Das Publikum: ergriffen, fast ehrfürchtig. Eine existenzielle Spannung liegt über dem Abend.</p>
<p>Danach kein Gespräch, keine Fragen aus dem Publikum, Signieren möglich, aber nur ohne Widmung. Schön in einer Reihe.</p>
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		<title>Georg M. Oswald – &#8220;Vom Geist der Gesetze&#8221;</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2009/11/12/georg-m-oswald-%e2%80%93-%e2%80%9evom-geist-der-gesetze%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 14:14:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[München in Büchern: Die Autorin erliest sich München. Das MucBuch.
Unlängst ist das Buch des ehemaligen bayerischen Finanzbeamten Wilhelm Schlötterer erschienen, in dem er das System Franz Josef Strauß und seine Mechanismen anprangert – Korruption, Mauschelei, Begünstigung von Freunden, gezieltes Mobbing von Gegnern.
Starker Stoff. Ganz so weit wagt sich der Schriftsteller und Rechtsanwalt Georg M. Oswald in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>München in Büchern: Die Autorin erliest sich München. D<strong>as MucBuch</strong>.</p>
<p>Unlängst ist das Buch des ehemaligen bayerischen Finanzbeamten <a href="http://www.br-online.de/aktuell/news/edmund-stoiber-franz-josef-strauss-enthuellung-ID1247212785339.xml" target="_blank">Wilhelm Schlötterer </a>erschienen, in dem er das System Franz Josef Strauß und seine Mechanismen anprangert – Korruption, Mauschelei, Begünstigung von Freunden, gezieltes Mobbing von Gegnern.<span id="more-2597"></span></p>
<p>Starker Stoff. Ganz so weit wagt sich der Schriftsteller und Rechtsanwalt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_M._Oswald" target="_blank">Georg M. Oswald</a> in seinem Buch „Vom Geist der Gesetze“ nicht vor, er darf es nicht, da seine Satire auf die bayerische Justiz und die Politiker nicht funktionieren würde, wäre sie zu offensichtlich.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2728" title="oswald" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2009/11/oswald.jpg" alt="oswald" width="200" height="330" /></p>
<p>Schauplatz des Buches ist, natürlich,  München. Ein als „Scharfmacher“ geltender Politiker, der nicht nur seinem Schwiegervater sondern auch immer dem Ministerpräsidenten imponieren möchte, fährt einen erfolglosen Drehbuchautor an und begeht Fahrerflucht. Hier überlegt der Leser noch – verquickt Oswald möglicherweise Fälle, die so nicht zusammengehören? Was äußerte unlängst ein ehemaliger Ministerpräsident der CSU? Ein &#8220;gestandenes Mannsbild&#8221; vertrage an einem Abend auch &#8220;zwei in der Regel schlecht eingeschenkte Maß&#8221;, wenn er sie über den Wiesnabend verteilt trinkt. So so. Da im Buch aber kein Alkohol im Spiel war, liest man erst einmal weiter.</p>
<p>Dann nimmt uns der Autor auf eine schicke Münchner Abendgesellschaft in Nymphenburg mit, die der kaltschnäuzige Staranwalt Heckler und seine Frau, man achte auf den Humor des Juristen Oswald, Philomena, geben. Spätestens hier ist es dann vorbei mit den subtilen Andeutungen, denn der Ministerpräsident selbst erscheint auf der Party und hält eine Rede, bei der er den Namen des Gastgebers verwechselt. &#8221;Da er für bizarre Versprecher bekannt war und mit weitaus schlimmeren schon politische Krisen ausgelöst hatte, fasste man diesen beinahe wie ein gelungenes Bonmot&#8221;, schreibt Oswald.</p>
<p>Spätestens jetzt weiß der Leser, auf welchem Parkett man sich mit diesem Buch bewegt, und beginnt zu überlegen: welcher Hinweis im Buch ist welchem Fehltritt innerhalb der großen bayerischen Volkspartei geschuldet. Es gibt so viele. Einerseits unterhält das den Leser, da die Suche nach realen Personen und Ereignissen einem plötzlich wie ein Spiel erscheint, Autounfall? Klar, da war doch was, war aber noch zu Strauß-Zeiten. Rüstungsaffäre? Jaja, ich weiß Bescheid. Der eigentliche Plot geht dadurch aber ein wenig unter, doch ohne die Verstrickungen in die Politlandschaft Bayerns käme er natürlich auch ein bisschen dünn daher.</p>
<p>Der Politiker kommt am Ende, mit Hilfe seines Staranwaltes, natürlich sehr milde davon und wird erst einmal in eine Stiftung abgeschoben, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Wem das aus der CSU bekannt vorkommt, kann beim Lesen des Buches auch mal die Wut packen, zu offensichtlich scheinen die „Großghopferten“ der Münchner Kreise immer wieder davonzukommen. Auf der anderen Seite lebt auch der München-Mythos von seinen Skandalen. Und die Münchner Schickeria braucht Mausoleen wie das Moshammer-Grab.</p>
<p>Bleiben wir beim Modezar: in welcher anderen Stadt kann man leben und geliebt werden,  obwohl man beim Eurovision Songcontest-Vorentscheid sich bis auf die Knochen blamiert hat und zusätzlich noch Autor des Buches:  „<em>Ich, Daisy. Bekenntnisse einer Hundedame“ </em>ist? Eben, nur in München. Und deswegen mag man als ordentlicher Münchner zwar die CSU so überhaupt nicht, aber ohne sie wäre es auch schrecklich langweilig. Und was würde Georg M. Oswald machen ohne die spezielle Münchner Gesellschaft? Nur im Gericht hocken. Eben, und das wäre ja auch ziemlich freudlos.</p>
<p><em>Die Autorin erliest sich München. Aus alten und neuen, guten und schlechten, dicken und weniger dicken Büchern. München literarisch – <strong>das MucBuch</strong>.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ludwig Thoma: &#8220;Die Münchnerinnen&#8221;</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2009/10/22/ludwig-thoma-die-munchnerinnen/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 20:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piritta Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[München in Büchern und  Münchner Autoren: Die Autorin erliest sich München. Aus alten und neuen, guten und schlechten, dicken und dünnen Büchern. München literarisch &#8211; das MucBuch.
 Ludwig Thoma: &#8220;Die Münchnerinnen&#8221;

Diesen Sommer horchten liierte Münchner Männer misstrauisch auf: Laut einer Umfrage leben in der bayerischen Landeshauptstadt die untreuesten Frauen. Oh weh, dachte sich wohl da der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>München in Büchern und  Münchner Autoren: Die Autorin erliest sich München. Aus alten und neuen, guten und schlechten, dicken und dünnen Büchern. München literarisch &#8211; <strong>das MucBuch</strong>.</p>
<p> Ludwig Thoma: &#8220;Die Münchnerinnen&#8221;</p>
<p><span id="more-1326"></span></p>
<p>Diesen Sommer horchten liierte Münchner Männer misstrauisch auf: Laut einer Umfrage leben in der bayerischen Landeshauptstadt die untreuesten Frauen. Oh weh, dachte sich wohl da der eine oder andere Münchner.</p>
<p>Den Katerjammer hätten sich die gemütlichen Herren sparen können, die es jetzt für geboten hielten, die Handtaschen ihrer Freundinnen zu durchkramen, und &#8211; es bleibt einem aber auch nichts erspart &#8211; sich durch die alle Zeichen auskostenden SMS ihrer Frauen zu kämpfen, wenn, ja wenn sie vorher Ludwig Thoma gelesen hätten. Denn nach der Lektüre der „Münchnerinnen“ hätten sie gewusst: So manch schöne Oberbayerin sucht sich hin und wieder ein G’schpusi.</p>
<p>Die adrette Paula, Frau des Spezereiwarenhändlers Benno Globerger, wird erst durch ihre Freundin Resi auf den Geschmack gebracht. Lange grämt sich die Unglückliche, gefangen in ihrem Leben mit einem Mann, der seine Zeit lieber in Wirtshäusern verbringt, als sich mit ihr zu beschäftigen: „Nur ganz allmählich setzte sich in ihr eine leise Missachtung gegen den Mann fest, der immer von Grundsätzen und vom Ernst des Lebens sprach, wenn er seinen nichtssagenden Freuden nachging und sie vernachlässigte.“ Während sich ihre Freundin Resi mit „Ottibubi“ vergnügt, findet Paula ihr Glück bei dem feschen Studenten Franz. Die einfach Bürgersfrau verwandelt sich, beflügelt durch ihren gebildeten Student aus besserem Hause. Sie kleidet sich anders, verwendet „lauter Ausdrücke, die man im Hause noch nicht gehört hatte“, stört sich an Bennos schlechten Tischmanieren und gibt auf einmal so scharfe Antworten, wie man sie von dem eigentlich ruhigen, gutmütigen Frauenzimmer nicht kennt. Doch Paulas ungewöhnliches Verhalten bemerkt leider nur Bennos Mutter: „Dem Benno natürlich fiel nichts auf, der wollte nur seine Ruhe haben.“</p>
<p> </p>
<div id="attachment_1330" class="wp-caption alignnone" style="width: 440px"><img class="size-full wp-image-1330" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2009/10/Ludwig_thoma_karl_klimsch19091.jpg" alt="Ludwig Thoma, Bild von Karl Klimsch (1909)" width="430" height="521" /><p class="wp-caption-text">Ludwig Thoma, Bild von Karl Klimsch (1909)</p></div>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Benno dagegen stürzt sich in waghalsige Spekulationsgeschäfte, will ans große Geld. Und neben den schönen Münchnerinnen greift Thoma auch hier ein ewiges Münchner Thema auf: die Klage über die Verschandelung des schönen Isar-Athens durch geldgierige Spekulanten. So spricht wohl Thoma durch den alten Major Prechtl, wenn er – heute so aktuell wie damals &#8211; schreibt: „Universität, Bibliothek, für Kunstsammlungen die Glyptothek, die Pinakotheken, net wahr, die haben unserm München den bestimmten Charakter geben sollen: Kunststadt (…) Das alles hat größere Zwecke verfolgt, is ins Große gangen. Was baut ma denn jetzt? Kaffeetempel, Bierpaläste (…) als dass des ganze Jahr ein Freß- und Saufkarneval is?“</p>
<p>Doch Ludwig Thoma würde sich bestimmt freuen, wenn er wüsste, dass sein Isar-Athen heute mehr Isarmetropole als griechische Hauptstadt ist. Denn während man das heutige Athen wohl ohne schlechtes Gewissen als „Hinterhof der Großstädte“ bezeichnen kann, hat sich München, trotz einiger architektonischer Sünden, noch viel Charme bewahrt.</p>
<p>Ludwig Thoma war kein Münchner Kindl, aber zeitlebens mit der Stadt verbunden. In München hörte er Vorlesungen über Schiller, dort heiratete er die Tänzerin Maria Trinidad de la Rosa und bezog mit ihr eine gemeinsame Wohnung. Und in Stadelheim saß er wegen Beleidigung von Vertretern der Sittlichkeitsvereine. Das wilde Treiben der Stadt, die Cafés und Bierhäuser, das alles zog ihn an aber stieß ihn wohl auch ab, denn 1908 zog er sich in die Natur an den Tegernsee zurück.</p>
<p>Ob Benno sich an der Stadt „vergeht“, und sich den Verlockungen des Geldes beugt, erfahren wir nicht, der Roman blieb Fragment. Paulas Glück ist jedenfalls nur von kurzer Dauer. Der Student lässt sie sitzen. Und die Resi lässt Thoma am Ende resigniert sagen: „Die meisten Ehen taug´n nix, und die Verhältniss’ erst recht net.“ Vielleicht ein Trost für die gemütlichen Münchner Männer: man kann alles aussitzen, also ruhig Blut.</p>
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