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	<title>mucbook &#187; Lessons Learned</title>
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		<title>Beweis der Dörflichkeit</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 13:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carl Pollock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lessons Learned]]></category>
		<category><![CDATA[Macht & Geld]]></category>

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		<description><![CDATA[Die hübsche Deutschlandkarte der ZEIT, Münchens hoher Ausländeranteil und ein Haufen Gerüchte um einen LMU-Professor bieten Anlass zur Reflexion auf Dörflichkeit. (Oder: Wie macht man einen OB?)

Die Deutschlandkarte des dieswöchigen Zeit Magazins hält ein Faktum bereit, das viele erstaunt: Unter den großen Städten in Deutschland ist München diejenige mit dem höchsten Ausländeranteil. 22,6 Prozent sind es, sagt die ZEIT. (Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die hübsche Deutschlandkarte der ZEIT, Münchens hoher Ausländeranteil und ein Haufen Gerüchte um einen LMU-Professor bieten Anlass zur Reflexion auf Dörflichkeit. (Oder: Wie macht man einen OB?)</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5640" title="d-karte-04-thickbox" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/d-karte-04-thickbox.jpg" alt="d-karte-04-thickbox" width="430" height="394" /><span id="more-5633"></span></p>
<p>Die <a title="ZEIT: Deutschlandkarte" href="http://www.zeit.de/2010/04/Deutschlandkarte-04" target="_blank">Deutschlandkarte</a> des dieswöchigen Zeit Magazins hält ein Faktum bereit, das viele erstaunt: <strong>Unter den großen Städten in Deutschland ist München diejenige mit dem höchsten Ausländeranteil.</strong> 22,6 Prozent sind es, sagt die ZEIT. (Die <a title="Statistik der LH München" href="http://www.muenchen.de/Rathaus/raw/Tourismusamt/salesguide/salesguide_marktforschung/139224/index.html#Studien" target="_blank">Stadt München</a> geht übrigens von etwas mehr aus.) Damit liegt die Landeshauptstadt weit vor Berlin (13,7 %), Hamburg (14,1 %) und Köln (17 %). Eigentlich, so möchte man meinen, sollte das niemanden mehr überraschen, da Ex-Kulturstaatsminister und Nebenberufsmünchner <a title="Julian Nida-Rümelins Website" href="http://www.nida-ruemelin.de/" target="_blank">Julian Nida-Rümelin</a> diese Zahlen immer wieder betont.</p>
<p><img title="nida" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/nida.JPG" alt="nida" width="430" height="371" /></p>
<p><em>Julian Nida-Rümelin, Professor für Philosophie an der LMU. (Foto: nida-ruemelin.de)</em></p>
<p>Er zieht sie als <strong>Beweis heran, der zeigen soll, dass München kein Dorf</strong> ist: &#8220;Meine Berliner Freunde irritiere ich gelegentlich mit der Nachricht, dass der Ausländeranteil in München fast doppelt so hoch ist wie der in Berlin&#8221;, sagte er etwa dem <a title="Nida-Rümelin über München (Spiegel)" href="http://www.spiegel.de/reise/staedte/0,1518,625430-5,00.html" target="_blank">Spiegel</a>. &#8220;Dass man diesen hohen Ausländeranteil nicht so deutlich merkt wie in vielen Berliner Stadtvierteln, hängt mit einer gelungenen Integrationspolitik der sozialdemokratisch geführten Stadt zusammen.&#8221; So spricht der ehemalige Münchner Juso-Chef, der ehemalige SPD-Kulturreferent Münchens, der ehemalige Kulturstaatsminister einer SPD-Bundesregierung und das jetzige SPD-Parteivorstandsmitlied. (<strong>Das Prinzip &#8220;Nennst du mich Schiller, nenn&#8217; ich dich Goethe&#8221;</strong> funktioniert: &#8221;Er ist ein heller Kopf“, <a title="Merkur über Nida-Rümelin" href="http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/oberbuergermeister-gesucht-wird-julian-nida-ruemelin-udes-nachfolger-487243.html" target="_blank">urteilt</a> Münchens SPD-Vorsitzender Hans-Ulrich Pfaffmann über Nida-Rümelin.)</p>
<p>Dass aber München doch ein Dorf ist, kann man Nida-Rümelins eigener Biografie ablesen: Er wurde hier geboren. Studierte hier. War wissenschaftlicher Assistent und habilitierte sich an der LMU. War dann Kulturreferent der Uderegierung. Wurde einige Zeit später an das Geschwister-Scholl-Institut (GSI) berufen. Wechselte dann innerhalb der LMU in das Seminar für Philosophie. <strong>Daheim ist&#8217;s am schönsten</strong>, deswegen will man ihm das nicht zum Vorwurf machen.</p>
<p>Den <strong>Beweis der Dörflichkeit erbringen vielmehr die Gerüchte und Halbwahrheiten</strong>, die sich um Nida-Rümelin ranken: Schon als er 2003 ans GSI kam, wunderten sich einige. Der Grund: Das GSI ist in einem <a title="FOCUS über GSI" href="http://www.focus.de/politik/deutschland/geschwister-scholl-institut-kalter-krieg-am-campus-curiosus_aid_167423.html" target="_blank">katastrophalen Zustand</a>, seit der Politikwissenschaftler und ehemalige Kultusminister <a title="Hans Maier" href="http://www.hhmaier.de/" target="_blank">Hans Maier</a> dort geschlagene anderthalb Jahrzehnte seinen Lehrstuhl vertreten ließ (unter anderem vom umstrittenen Politologen Werner Pfeifenberger, der das südafrikanische Apartheidregime verteidigte). Zurück aus der Politik &#8211; nach einem Streit mit Franz Josef Strauß nach der Landtagswahl 1986 - wollte Maier dann natülich nicht mehr zurück an &#8220;dieses GSI&#8221; - und wechselte zum Philosophie-Seminar.</p>
<p>Wie dem auch sei: Nida-Rümelin jedenfalls wertete sein Kommen 2003 im <a title="SZ-Interview mit Nida-Rümelin (2003)" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/811/364631/text/" target="_blank">Interview mit der SZ</a> als ein Signal für die Verbesserung der Situation des GSI &#8220;insofern, als ich nicht ohne den Eindruck nach München käme, dass dies langfristig Sinn macht.&#8221; Schon damals machten aber <strong>Gerüchte</strong> die Runde<strong>, Nida-Rümelin wolle Christian Ude bei der OB-Wahl im März 2008 beerben</strong> (und habe nur deswegen seinen angesehenen Lehrstuhl an der Universität Göttingen aufgegeben). Ude trat aber, für viele einigermaßen überraschend, nochmals an. 2009, also nach nur sechs Jahren, wechselte Nida-Rümelin dann &#8211; so viel zu &#8220;langfristigem Sinn&#8221;! - vom GSI zum Philosophie-Seminar. (Sein ehemaliger Lehrstuhl wird nun übrigens momentan <a title="GSI" href="http://www.gsi.uni-muenchen.de/lehreinheiten/ls_pt2/index.html" target="_blank">vertreten</a>. History does not repeat itself, but it does rhyme.) Sofort tauchte wiederum das Gerücht auf: 2014 soll, <a title="Merkur: &quot;Oberbürgermeister gesucht: Wird Julian Nida-Rümelin Udes Nachfolger?&quot;" href="http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/oberbuergermeister-gesucht-wird-julian-nida-ruemelin-udes-nachfolger-487243.html">so berichtete der Merkur</a>, Nida-Rümelin nun endlich Udes Nacholger werden. <strong>Glück haben dann immerhin die Münchner Philosophiestudenten</strong>: Weil Nida-Rümelin 2020, bei der darauffolgenden Wahl also, auch schon 66 Jahre alt wäre, könnte er für eine zweite Wahlperiode nicht mehr wiedergewählt werden.</p>
<p><strong>Quod erat demonstrandum:</strong> München ist ein Dorf. Dagegen sprechen nicht 1367314 Einwohner. Und auch nicht der hohe Ausländeranteil. Denn Dörflichkeit ist keine Frage der Quantität.</p>
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		<title>Nichts Neues unter der Sonne</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/01/09/nichts-neues-unter-der-sonne/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 08:47:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes Kerber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lessons Learned]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wäre Tucholksy 110 Jahre alt geworden. Was er 1927 über Berlin und München schrieb, gilt immer noch.


1927, in dem Jahr, in dem Kurt Tucholsky wieder in sein Pariser Exil zurückkehrte, schrieb der Berliner Publizist einen schönen Abschiedsbrief an seine gehassliebte Stadt, die &#8211; woimmer es nur ging &#8211; schon damals von aller Welt &#8220;voller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wäre Tucholksy 110 Jahre alt geworden. Was er 1927 über Berlin und München schrieb, gilt immer noch.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-4984 aligncenter" title="tucholsky" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2010/01/tucholsky.jpg" alt="tucholsky" width="400" height="334" /></p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-4983"></span></p>
<p style="text-align: left;">1927, in dem Jahr, in dem Kurt Tucholsky wieder in sein Pariser Exil zurückkehrte, schrieb der Berliner Publizist einen schönen Abschiedsbrief an seine gehassliebte Stadt, die &#8211; woimmer es nur ging &#8211; schon damals von aller Welt &#8220;voller Haß (&#8230;) kopiert&#8221; wurde. Über München heißt es in dem Text &#8220;Berlin! Berlin!&#8221;:</p>
<blockquote><p>&#8220;Mein München lob ich mir; es ist ein Klein-Berlin und bildet seine Leute! Die Anti-Berliner, die am liebsten in der Landestracht ins Bett kriechen würden, die sich mit der Betonung der partikularistischen Eigenart gar nicht genug tun können, putzen sich nämlich brav den Mund mit Kaliklora, gurgeln mit Odol, benutzen das Reklame-Vaseline ihrer Zeitschrift, unterliegen denselben Einwirkungen der deutschen Allerweltsreklame &#8230; Denn die Wirtschaft läßt sich nichts vormachen, und da hören die heimischen Belange (sprich aus wie: Melange) lauf.&#8221; [Kurt Tucholksy: "Berlin! Berlin!", 1927]</p></blockquote>
<p><strong>Lesson Learned: </strong>Eigentlich hat sich nichts geändert. Es gibt wohl doch nichts Neues unter der Sonne.</p>
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		<title>Harmonie führt nicht zur Wahrheit</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2010/01/06/harmonie-fuhrt-nicht-zur-wahrheit/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 14:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes Kerber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiern & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lessons Learned]]></category>

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		<description><![CDATA[Maxim Biller, ein &#8220;streitlustiger Jude&#8221; (SZ-Magazin über Biller) bzw. ein &#8220;gebrauchter Jude&#8221; (Biller über Biller), hat ein kurzweiliges Buch über sein Lieblingsthema geschrieben: über sich selbst. Darin macht er eine lustige Bemerkung über den Münchner Tukan-Preis.
In &#8220;Der gebrauchte Jude&#8221;, Billers neuem Buch, das bald auf mucbook rezensiert wird, schreibt er über den Tukan-Preis, den 2009 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Maxim Biller, ein &#8220;streitlustiger Jude&#8221; (<a title="SZ-Magazin-Interview mit Biller und Broder" href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/31806" target="_blank">SZ-Magazin über Biller</a>) bzw. ein &#8220;gebrauchter Jude&#8221; (Biller über Biller), hat ein kurzweiliges Buch über sein Lieblingsthema geschrieben: über sich selbst. Darin macht er eine lustige Bemerkung über den Münchner Tukan-Preis.<span id="more-5000"></span></p>
<p>In &#8220;Der gebrauchte Jude&#8221;, Billers neuem Buch, das bald auf <em>mucbook</em> rezensiert wird, schreibt er über den Tukan-Preis, den 2009 <a title="mucbook-Interview mit Hültner" href="http://www.mucbook.de/2009/12/05/geschichten-suchen-und-verfugbar-machen-hultner-uber-munchen-und-literatur/" target="_blank">Robert Hültner bekam</a>:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Einmal bekam ich einen Preis &#8211; den Tukanpreis, für mein zweites Buch mit Erzählungen -, und ich sagte zum Dank, Juden und Deutsche seien seit Birkenau für immer geschiedene Leute. Danach kriegte ich nie wieder etwas.&#8221; </strong>(S. 107)</p></blockquote>
<p>Damit reiht er sich in die <strong>Tradition der Preisbeleidigungen</strong> deutschsprachiger Autoren ein, deren Hauptvertreter <strong>Thomas Bernhard</strong> über den Österreichischen Staatspreis schrieb:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Leute, die mich auf den Preis angesprochen haben, dachten alle, ich hätte  natürlich den Großen Staatspreis bekommen, und ich war jedes Mal der  Peinlichkeit ausgesetzt, ihnen zu sagen, dass es sich um den Kleinen handle, den  schon jedes schreibende Arschloch bekommen habe. Und ich war jedes Mal  gezwungen, den Leuten den Unterschied zwischen dem Kleinen und dem Großen  Staatspreis auseinanderzusetzen, hatte ich das getan, hatte ich den Eindruck,  dass sie mich überhaupt nicht mehr verstanden. Der Große Staatspreis, sagte ich  immer wieder, sei für ein sogenanntes Lebenswerk und man bekomme ihn im höheren  Alter und er werde von dem sogenannten Kunstsenat verliehen, der sich aus allen  jene zusammensetze, die bisher diesen Großen Staatspreis bekommen haben und es  gäbe nicht nur den Großen Staatspreis für Literatur, sondern auch den für die  sogenannte Bildende Kunst und den für Musik etcetera. <strong>Wenn mich die Leute  fragen, wer denn diesen sogenannten großen Staatspreis schon bekommen habe,  sagte ich jedes Mal, lauter Arschlöcher und wenn sie mich fragten, wie denn  diese Arschlöcher hießen, so nannte ich ihnen eine Reihe von Arschlöchern, die  ihnen alle unbekannt waren, nur mir waren diese Arschlöcher bekannt.</strong> Und dieser  Kunstsenat setze sich also aus lauter Arschlöchern zusammen, sagten sie, weil du  alle, die in dem Kunstsenat sitzen, als Arschlöcher bezeichnest. Ja, sagte ich,  in dem Kunstsenat sitzen lauter Arschlöcher und zwar lauer katholische und  nationalsozialistische Arschlöcher und dazu noch ein paar Alibijuden. Mich  widerten diese Fragen und diese Antworten an. Und diese Arschlöcher, sagten die  Leute, wählen jedes Jahr neue Arschlöcher in ihren Senat, indem sie ihnen den  Großen Staatspreis verleihen. Ja, sagte ich, jedes Jahr werden neue Arschlöcher  in den Senat, der sich Kunstsenat nennt und ein unausrottbares Übel und eine  perverse Absurdität in unserem Staate ist, gewählt. Es ist eine Versammlung der  allergrößten Nieten und Schweinehunde, sagte ich jedes Mal.&#8221;</p></blockquote>
<p>PS: Wer sich fragt, <strong>wer eigentlich Maxim Biller ist</strong>, sollte sich das neue Kiwi-Werbevideo ansehen (was hier funktioniert &#8211; ein Video zu einem Buch &#8211; funktioniert <a title="mucbook über Glavinic mit einem misslungenen Video" href="http://www.mucbook.de/2009/10/20/von-platzhaltern-und-wunschen-thomas-glavinic-im-literaturhaus/" target="_blank">nicht immer</a>):</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="430" height="348" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/OUpQwMPvulA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="430" height="348" src="http://www.youtube.com/v/OUpQwMPvulA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Lesson Learned: </strong>Harmonie führt nicht zur Wahrheit.</p>
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		<title>Süden schlägt Norden</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2009/12/20/suden-schlagt-norden/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 09:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carl Pollock</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lessons Learned]]></category>

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		<description><![CDATA[In München ist es kalt. Kälter als -2,22°C. Das ist der Gefrierpunkt von Pils. Dieses Wochenende haben wir wieder etwas gelernt.

Gestern konnte man um Mitternacht -15°C auf der Theresienwiese messen. Für Bier ist das zu kalt. Sein Gefrierpunkt liegt bei etwa -3°C, aber schon bei niedrigen Plusgraden können Schäden am Getränk auftreten, wie Transportversicherer wissen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In München ist es kalt. Kälter als -2,22°C. Das ist der Gefrierpunkt von Pils. Dieses Wochenende haben wir wieder etwas gelernt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4688" title="balkonbier" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2009/12/balkonbier.jpg" alt="balkonbier" width="430" height="323" /><span id="more-4687"></span></p>
<p>Gestern konnte man um Mitternacht -15°C auf der Theresienwiese messen. Für Bier ist das zu kalt. Sein Gefrierpunkt liegt bei etwa -3°C, aber schon bei niedrigen Plusgraden können Schäden am Getränk auftreten, wie <a title="TIS-Wareninformationen zu Bier" href="http://www.tis-gdv.de/tis/ware/lebensmi/bier/bier.htm#temperatur" target="_blank">Transportversicherer</a> wissen: &#8220;Bei Temperaturen unter 2°C kommt es zur Kältetrübung durch Ausfällung von Eiweiß-Gerbstoffverbindungen, die jedoch bei kurzer Dauer reversibel ist. Bei längerem Einfluss kommt es zur Dauertrübung, und das Bier wird bitter.&#8221;</p>
<p>Gut, dass wir das jetzt wissen. Und auch gut, dass Tannenzäpfle Becks bei der Kälteresistenz schlägt. Und besonders gut, dass es so kalt in München ist, dass Flaschen, die auf dem Balkon platzen, zumindest keine Sauerei machen &#8211; das aufschäumende Bier friert, bevor es zerfließt.</p>
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		<title>Aus dem Größer das Weniger</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2009/12/10/aus-dem-groser-das-weniger/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 19:19:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes Kerber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lessons Learned]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Bild München&#8221; soll jetzt &#8220;neu und gut&#8221; sein. Noch weniger Text hat sie nämlich. Heute konnte man lernen, wie Lokalredaktionen ihre Leser verarschen.


Man will ja nichts sagen: Sparen müssen alle. Von 1998 bis 2008 ist die verkaufte Gesamtauflage deutscher Tageszeitungen im vierten Quartal um fast zwanzig Prozent gesunken. Und dass die Axel Springer AG da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Bild München&#8221; soll jetzt &#8220;neu und gut&#8221; sein. Noch weniger Text hat sie nämlich. Heute konnte man lernen, wie Lokalredaktionen ihre Leser verarschen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4339" title="P1030772" src="http://www.mucbook.de/wp-content/uploads/2009/12/P1030772.JPG" alt="P1030772" width="430" height="359" /></p>
<p><span id="more-4338"></span></p>
<p>Man will ja nichts sagen: Sparen müssen alle. Von 1998 bis 2008 ist die verkaufte Gesamtauflage deutscher Tageszeitungen im vierten Quartal um fast zwanzig Prozent gesunken. Und dass die Axel Springer AG da bei den Regionalausgaben abbaut, ist seit einem Monat <a title="kress.de: Springer baut in &quot;Bild&quot;-Regionalredaktionen Personal ab" href="http://www.presseportal.de/pm/18686/1510864/kress_de" target="_blank">bekannt</a> (auch wenn München nicht betroffen sein soll). Aber wie man heute von Bild München verarscht wird, will erst mal geglaubt werden: Die größere Schrift bedeutet da nicht mehr weniger Text, sondern ist &#8220;neu und gut&#8221;.</p>
<p>Aber: Anderen geht es auch nicht besser. In der aktuellen Printausgabe des Spiegel (Nr. 50, 7. Dezember 2009) heißt es über die &#8220;Qualitäts-Lüge&#8221; der deutschen Redaktionen, die Lokalausgaben ausdünnen und Preise erhöhen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Den größten verbalen Drahtseilakt aber muss derzeit wohl der Chefredaktuer der „Berliner Zeitung“ Uwe Vorkötter vollführen. Seinem Verleger Alfred Neven DuMont gehört auch die „Frankfurter Rundschau“ und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ – die Blätter sind im Sparen so geübt, dass der Leser fürchten muss, die Redaktionen könnten bald besser rechnen als schreiben. (…) Vorkötter muss das Mehr aus dem Weniger herausquetschen, und ihm ist die Mühe anzumerken, das als strategischen Wurf nach vorn zu lackieren. Der Leser der „FR“ leide doch nicht, wenn er einen guten Text aus der „Berliner Zeitung“ auch im eigenen Blatt lesen dürfe und umgekehrt.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Von alten Philosophen, Metöken und Bayern</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2009/12/09/von-philosophen-metoken-und-bayern/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 16:54:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes Kerber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lessons Learned]]></category>

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		<description><![CDATA[En passant entdeckt: der erklärender Seitenblick eines Münchner Philosophieprofessors, der die Welt des Aristoteles beleuchtet.

Im Athen der Wunderjahrzehnte &#8211; vor zweieinhalb Jahrtausenden also &#8211; gab es viel Unverständliches. Thomas Buchheim, Urmünchner und seit neun Jahren Professor für Philosophie an der LMU, erklärt die Dinge einfach und lebensnah. In seiner Einführung zu Aristoteles (erschienen im Herder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>En passant entdeckt: der erklärender Seitenblick eines Münchner Philosophieprofessors, der die Welt des Aristoteles beleuchtet.</p>
<p><span id="more-4251"></span></p>
<p>Im Athen der Wunderjahrzehnte &#8211; vor zweieinhalb Jahrtausenden also &#8211; gab es viel Unverständliches. Thomas Buchheim, Urmünchner und seit neun Jahren <a title="Buchheims LMU-Seite" href="http://www.philosophie.uni-muenchen.de/fakultaet/lehreinheiten/philosophie_3/personen/buchheim/index.html" target="_blank">Professor für Philosophie an der LMU</a>, erklärt die Dinge einfach und lebensnah. In seiner Einführung zu Aristoteles (erschienen im Herder Verlag), einer Pflichtlektüre für seine Studenten, berichtet er, man habe Aristoteles damals als &#8220;jungen, schnöseligen und zudem makedonisch gesteuerten Metöken&#8221; bezeichnet. Um das Wort &#8220;Metöke&#8221; (μέτοικος) zu erklären, muss Thomas Buchheim nicht weit ausholen: <strong>&#8220;Metöke heißt eigentlich ,Mitbewohner&#8217; und ist in etwa das, was man auf bayerisch einen ,Zugroasten&#8217; nennen würde.&#8221;</strong> (S. 16) Wieder etwas gelernt.</p>
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		<title>&#8220;Nachdem ihr Linksradikalen soviel überschüssige Energie habt&#8230;&#8221;</title>
		<link>http://www.mucbook.de/2009/12/02/nachdem-ihr-linksradikalen-soviel-uberschussige-energie-habt/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 23:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes Kerber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag & Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lessons Learned]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesson Learned: Wer auf unsereunibrennt.de postet, lernt viel &#8211; und nichts. Ein kurzer Erfahrungsbericht.
Der Journalist freut sich nie so sehr, wie wenn er einen Scoop landet. Und wenn&#8217;s um Freising geht &#8211; dann kann man eigentlich immer froh sein, weil ein Scoop ist es dann meistens. Deswegen ist man als Journalist dankbar, wenn man über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lesson Learned: Wer auf unsereunibrennt.de postet, lernt viel &#8211; und nichts. Ein kurzer Erfahrungsbericht.<span id="more-3872"></span></p>
<p>Der Journalist freut sich nie so sehr, wie wenn er einen <a title="Was ist verdammtnochmal ein Scoop?" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scoop" target="_blank">Scoop</a> landet. Und wenn&#8217;s um Freising geht &#8211; dann kann man eigentlich immer froh sein, weil ein Scoop ist es dann meistens. Deswegen ist man als Journalist dankbar, wenn man über Freising schreiben kann.</p>
<p>Und weil es dort, in Freising, einen Stadtteil gibt, der Weihenstephan heißt und in diesem Stadtteil ein Wissenschaftszentrum und in diesem Studenten, die Ende November für drei Tage einen Hörsaal besetzten &#8211; weil das so ist, landete mucbook im November zwei Scoops: <a title="mucbook: &quot;Freising brennt: WZW besetzt!&quot;" href="http://www.mucbook.de/2009/11/18/wzw-besetzt/" target="_blank">als die Besetzung begann</a> und, so schnell konnte man sich gar nicht richtig freuen, <a title="mucbook: &quot;Freising brennt nicht mehr: Der Letzte macht das Licht aus!”" href="http://www.mucbook.de/2009/11/20/freising-brennt-nicht-mehr-der-letzte-macht-das-licht-aus/" target="_blank">als die Besetzung endete</a>.</p>
<p>Wenn sich ein Journalist so richtig freut, tut er seiner Freude auch gerne in aller Öffentlichkeit kund. Deshalb schreibt der glückliche Scoop-Jäger in ein szenetypisches Onlineportal. In unserem Fall war das <a title="Kommentar auf unsereunibrennt.de" href="http://www.unsereunibrennt.de/node/162#comments" target="_blank">der eliptische Kommentar</a>:</p>
<blockquote><p><em>Heute um 19 Uhr endet die Freisinger WZW-Besetzung. Habe gerade einen Text auf mucbook.de gepostet</em><em> </em></p></blockquote>
<p>Die Diskussion, die Kommentare zum Kommentar, die sich daran anschloss, war interessant, aber fernab vom Thema &#8211; weder Lob für den Scoop noch irgendeine, inhaltlich auch nur annähernd verknüfte Aussage. Gelernt hat man da unter anderem:</p>
<ul>
<li>- &#8220;kann ja nicht jeder reiche eltern haben und ein rethorik Seminar zu Weihnachten bekommen du Geldsack&#8221;</li>
<li>- &#8220;Präsident Huber ist übrigens ebenfalls Wirtschaftswissenschaftler.&#8221;</li>
<li>- &#8220;Sehr gut! Nachdem ihr Linksradikalen soviel überschüssige Energie habt, wie wäre es zur Awechslung mal mit Arbeiten! <strong>Besetzt</strong> doch einen interessanten Posten in der Privatwirtschaft.&#8221;</li>
<li>- &#8220;Marienhof kommt auch täglich im TV und keine sau interessiert es&#8221;</li>
</ul>
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