Nachtkritik
Vernissage plus Bar macht beste Unterhaltung.
von in Feiern & Kultur

Der kleine aber sehr feine Salon Irkutsk lädt immer wieder Künstler zu sich ein, um neben dem “franko-slawophilen Trinkvergnügen” auch bestens unterhalten zu werden. Seit gestern Abend kann man nun eine Woche lang die Reisefotografie von Timm Richlick bestaunen.
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28. Januar 2015 | Kommentieren


10 Jahre! FINEST SPIRITS Festival in München
von in Feiern & Kultur

Das Kultfestival feiert seinen runden Geburtstag mit so vielen Neuvorstellungen wie nie zuvor!
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27. Januar 2015 | Kommentieren


Good Luck, Gute Sache
Eine Legende im Crux
von in Feiern & Kultur

Diesen Samstag bietet das Crux ein echtes Super-Special: DJ Thomilla spielt eines seiner selten gewordenen Hip-Hop-Sets!

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27. Januar 2015 | Kommentieren


Gute Sache, Politik
Preview: Wem gehört die Stadt – Bürger in Bewegung
von in Macht & Geld

“Wem gehört die Stadt?” diese Frage stellte Anna Didges mit ihrem Film. “Gehört sie den Beamten, die sie verwalten? Den Bauherren, die sie kaufen? Oder den Bürgern die sie bewohnen?” Der Film zeigt was passiert, wenn sich Anwohner, Investoren, Politiker und Stadtplaner mit  unterschiedliche Vorstellungen einigen müssen.

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27. Januar 2015 | Kommentieren


Vorverkauf läuft
Jessie Ware: Modern Soul aus London im Ampere
von in Feiern & Kultur

Bevor Jessie Ware überhaupt anfing, Musik zu machen, war die gebürtige Londonerin als Journalistin für The Daily Mirror und Jewish Chronicle tätig. Ihre ersten Erfahrungen bei Livekonzerten sammelte sie dann mit Anfang/Mitte 20 als Background-Sängerin verschiedener Künstler. Weitere Kooperationen und gemeinsame Projekte mit Electro DJs Continue reading “Jessie Ware: Modern Soul aus London im Ampere” »

26. Januar 2015 | Kommentieren


Fotoschau
Discover What’s Inside
von in Feiern & Kultur

Bei der Langen Nacht der Architektur, ein Event, das auf dem besten Weg zum festen Etablissement im Münchner Kulturveranstaltungskalender ist, öffneten gestern Abend von 19:00 bis 23:00 Uhr wieder allerhand Stadtbild prägende Gebäude ihre Türen und Tore für das gemeine Volk. Continue reading “Discover What’s Inside” »

24. Januar 2015 | Kommentieren


mucmusi
Wem die Stunde schlägt
von in Feiern & Kultur

 

Das Weiße Pferd
„Münchner Freiheit“
(Sub Up Records)

Das liest man jetzt häufiger. Also, diesen Satz von wegen: „Das Weiße Pferd machen die Musik der Stunde.“ Mmh, fragt man sich: Machen die das nicht schon immer? Scheint also die Stunde dem einen oder anderen etwas länger zu schlagen? Denn wenigsten die Hälfte des bunten Haufens hat schließlich schon mit Kamerakino einen ähnlichen Wahnwitz gezimmert, Sanchez, Meyhöfer, Lapkovskaja, Wühr, Tagar, waren alle mit dabei. Und der Pöschl Albert mit Queen Of Japan und Dis*ka auch kein unbedingtes Kind von Sachlichkeit. Und trotzdem stimmt’s wohl, denn „die Stunde“ von heute, also das Leben und was es bestimmt, ist bei genauer Betrachtung manchmal ebenso irre, abgedreht, unerklärlich und schwer zu fassen. Das Weiße Pferd haben mit der Veröffentlichung ihres dritten Albums gleich noch ein altehrwürdiges Label ihrer Heimatstadt reanimiert – das klingt jetzt ausnahmsweise mal sehr rational. Für den Rest allerdings, also die „Münchner Freiheit“ selbst, muss man schon ein gewisses Maß an Aufgeschlossenheit mitbringen, um die Vielzahl an Querverweisen, Referenzen und Parallelen wenigstens halbwegs auf die Reihe zu bekommen (kann man natürlich auch gänzlich bleiben lassen, der Spaß sollte fast derselbe sein).

Ein jedes Stück der Platte für sich eine unglaubliche Ansammlung verrückter Assoziationen, Songs, die einen nicht an die Hand, sondern lieber gleich auf den Arm nehmen, hier wird überhöht, persifliert, kontrapunktiert, dass es kein Halten gibt. Mal linsen Foyer Des Arts um die Ecke, treffen Lou Reed und James Brown den „Underclass Hero“ (bzw. dessen Hinterteil), während Mick Jagger im „Straßenkämpfer“ (vs. „Street Fighting Man“) seine Widmung bekommt. „Akkordarbeit“ landet trotz sonorer Stimmlage bei „Jenseits von Eden“ und den Scherben, und Ramone‘s „Uptown Girl“ wird einfach umgesungen und abgetaut. Mal also mit direktem Bezug, ansonsten wie ein jeder mag, die Stücke funktionieren als Gedankenspielplätze, Haftung wird nicht übernommen. Das ist beileibe nicht albern oder blöde, eine Replik wie „Teutsche Machos“ zu den gängigen Bildungsbürgervorurteilen könnte kaum böser sein: „‘Na, wer kocht bei euch zu Haus? Etwa der Mann?‘ fragt Onkel Biolek die türkischen Gäste in Bio’s Bahnhof … Teutsche Machos, halb so wild, teutsche Machos haben ihr Bild von den Machos aus dem Süden.“

Weil vieles dem Dada verpflichtet scheint, gibt es nur wenige Stücke, deren Sinnhaftigkeit sich so schnell erschließt wie dieses, auch „Die Zukunft“ ist so eins: „Alle, wir und ich, gehen dahin wo die alten Männer sind … die alten Männer sind noch nicht alt genug“ – und wer will, der reflektiert schnell, dass damit wohl unsere Gesellschaft gemeint ist, regiert und normiert und begrenzt von den Ideen und Idealen alter Menschen. „Hört das denn nie auf?“ fragt der Klappentext und sofort hat man Mutter parat: „Die Jungen hassen die Alten, bis die Jungen die Alten sind…“, Besserung also nicht in Sicht. Die Musik des Ein-Pferd-Kollektivs (weitere Assoziation Richtung Animal-Collective-Hipstertum) steht den Worten in nichts nach, bunt verquirlt, vielschichtig, experimentell, jazzig, hypernervös, auch mal zum Gleichklang verwoben mit dem dringlichen, leidenschaftlichen Mantra des „I Want It With You Song“. Liedhaftes? Eher selten. Eine Herausforderung allemal. Heute morgen in der Zeitung gelesen: „Albano und Romina Power machen wieder gemeinsam Musik.“ Auch weird. Und auch Musik zu Stunde. Beides: Felicitá. http://dasweissepferd.de/

20.02.  München, Milla (Release Party)

23. Januar 2015 | Kommentieren


Vorverkauf läuft
San Cisco kommen nach München
von in Feiern & Kultur

Die Zeiten, in denen einem zu australischer Musik ausschließlich eine Hardrock-Band eingefallen ist, die sich nach Strom benannt hat, sind längst vorbei. Die aktuelle Generation australischer Musiker und Bands kann sich wirklich hören lassen. Courtney Barnett, Cloud Control, Tame Impala, San Cisco und viele andere, zeigen mit ihrer Musik vorallem eins: Das Leben auf dem abgelegenen Kontinent kann verdammt entspannt sein.

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23. Januar 2015 | Kommentieren


Was machen wir heute Abend?
Ultimatives Wirklichkeitstheater? Ultimatives Wirklichkeitstheater.
von in Feiern & Kultur

Geheimer Treffpunkt, geheime Uhrzeit, geheimer Ablauf: Viel ist nicht bekannt über Café Stefanie, das ab 22. Januar mitten in München vom O-Team zum Leben erweckt wird. „Der Treffpunkt und die genaue Uhrzeit werden bei der Reservierung vereinbart. Jeder Teilnehmer wird einzeln abgeholt und ins Café Stefanie begleitet“, heißt es auf der Website.

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23. Januar 2015 | Kommentieren


Theater
Im Interview mit Anna Winde-Hertling: Pandora Pop – Kassettenmädchen
von in Feiern & Kultur

Anna Winde-Hertling ist die Regisseurin von Kassettenmädchen, einem Stück über Musik und Erinnerung, alte Mixtapes und kultivierte Neurosen. Hier ist sie im Interview mit mucbook. Continue reading “Im Interview mit Anna Winde-Hertling: Pandora Pop – Kassettenmädchen” »

21. Januar 2015 | Kommentieren


Event-Tipp: Champagne&Friends am 22.1.
von in Feiern & Kultur

Normales Weintasting kann jeder – Champagner nicht viele. Gerhild Burkard, Champagnerbotschafterin 2012 und Sommelière, kann es.
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21. Januar 2015 | Kommentieren


Bargespräche, tagebook von M94.5
Diesen Donnerstag: die M94.5 Boazngaudi
von in

Billiges Bier & Some Sprouts. Sei dabei, wenn aufkeimende Sprösslinge auf M94.5-erprobte Boazn treffen.  Continue reading “Diesen Donnerstag: die M94.5 Boazngaudi” »

20. Januar 2015 | Kommentieren


Fotoschau, Politik
Fotoschau: Bagida – Demo und Gegendemo
von in Macht & Geld

20. Januar 2015 | Kommentieren


Nachtkritik
Bits & Pretzels – Startups starten in Lederhosn und Dirndl durch
von in Alltag & Leben

Ob Gründer von 9GAG oder Co-Founder von Tinder, kleine Fische oder schon dick im Geschäft – die internationale Startup Szene versammelte sich an diesem milden Freitagmorgen in der Hauptstadt mit Herz, um sich beim zweiten Bits&Pretzel Gründerfrühstück kurz zu schließen. Und wie sollte dies anders aussehen als natürlich in Tracht und Lederhosn beim Frühschoppen. Typisch bayerischer Lokalpatriotismus eben. So kamen allerdings nicht nur der Gründer von Cloudera, Amr Awadallah, in Tracht, sondern auch mutige Nordlichter, wie der momentane PR und Social Media Chef von mytaxi Stefan Keuchel (seinerzeit 13. Mitarbeiter von Google im deutschsprachigen Raum) oder Avery Wang, Co-Founder und Chief Scientist von Shazam.

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19. Januar 2015 | Kommentieren


Theater, Was machen wir heute Abend?
Guter Jahrgang
von in Feiern & Kultur

Die Otto-Falckenberg-Schule stellt sich vor. Der 3. Jahrgang der renommierten Schauspielschule spielt im Werkraum der Münchner Kammerspiele Glow! Box BRD und zeigt die nächsten großen Bühnentalente – auch heute Abend. Continue reading “Guter Jahrgang” »

18. Januar 2015 | Kommentieren


Lesung
Großer Tag der jungen Münchner Literatur
von in Feiern & Kultur

Noch eine Woche bis zum „Großen Tag der jungen Münchner Literatur“:

Am 24. Januar 2015 ist es soweit: Im Einstein Kulturzentrum werden Texte dargeboten, die von Malerei, Rauminstallation und einer anschließenden Sause ergänzt werden.

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17. Januar 2015 | Kommentieren


Kunst, Theater
Land – Eine Annäherung
von in Feiern & Kultur

In “LAND – Eine Annäherung” dreht sich alles um die Gefühle und Befindlichkeiten von Migranten, Emigranten und Remigranten. Diese werden mit theatralen Mitteln, in Form einer begehbaren Rauminstallation dargestellt. Dazu dient eine eigens für die Aufführung erreichtete Skulptur, die gleichermaßen ein Ausstellungsobjekt und Bühnenbild darstellt. Continue reading “Land – Eine Annäherung” »

15. Januar 2015 | Kommentieren


Gute Sache
Klassik trifft House und Licht
von in Feiern & Kultur

Am Samstag, 24. Januar, wird der Postpalast an der Hackerbrücke Schauplatz für ein musikalisches Lichtspektakel. “Big City Lights”  verspricht einen besonderen Mix aus klassischer Musik und Party mit bekannten House und Elektro-DJs.


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15. Januar 2015 | Kommentieren


Nachtkritik
“Thomas, Smudo, Andi, Michi rocken die gesamte City!”
von in Feiern & Kultur

Ganze 11.000 Menschen feierten, tanzten und sangen gestern Abend zusammen mit den Fantastischen 4 in der Münchner Olympiahalle. Selbst prominente Gäste wie Michael Bully Herbig oder Peter von den Sportfreunden Stiller ließen sich das Megakonzert nicht entgehen…

Den Anfang macht eine Künstlerin namens Lary aus Berlin, die mittlerweile bei Chimperator unter Vertrag steht. Genre: “Irgendwo dazwischen.”, wie sie selbst sagt. Lässig, erotisch angehaucht und mit einer starken Stimme macht sie das Publikum warm.

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14. Januar 2015 | Kommentieren


Theater
Es sagt mir nichts, das so genannte Wir
von in Feiern & Kultur

Die (angebliche) Generation Y, verpackt in einer Inszenierung: Sibylle Bergs Stück mit dem umständlichen Titel Und jetzt: Die Welt! – Es sagt mir nichts, das so genannte Draußen feierte am Dienstag im Münchner Volkstheater Premiere. Eine Wutkritik. Continue reading “Es sagt mir nichts, das so genannte Wir” »

13. Januar 2015 | 1 Kommentar


Vorverkauf läuft
Fritz Kalkbrenner kommt am 17.1. nach München!
von in Feiern & Kultur

Über Fritz Kalkbrenner muss nicht mehr viel gesagt werden. Längst ist er nicht mehr nur der kleine Bruder von Paul, sondern hat sich seinen eigenen internationalen Ruf als DJ erarbeitet.

Was viele nicht wissen – das Künstlerische steckt wohl in seiner DNA. Seine Eltern sind bekannte Journalisten und Autoren. Sein Vater schrieb beispielsweise Geschichten für den Sandmann. Sein Großvater mütterlicherseits war ein bekannter Maler in der DDR.

Die Kalkbrenner Bros sind untrennbar mit Berlin und der Renaissance des deutschen Technos verbunden. Mit „Berlin Calling“ startete die Kommerzialisierung der Rave-Szene der Hauptstadt so richtig durch, die heute Millionen aus aller Welt in die Metropole ziehen. Auch Fritz war in dem Film dabei, während allgemein eher nur Bruder Paul, der die Hauptrolle spielte, mit dem Filmklassiker assoziiert wird. Als Stimme in „Sky and Sand“ lief Fritz ab 2008 rauf und runter.

Heute ist die Szene gespalten. Zwar sind und waren die Kalkbrenners Pioniere, aber der kommerzielle Erfolg hat auch oft den Beigeschmack nach Ausverkauf der Kultur.

Egal was man nun von ihm halten will – technisch und künstlerisch macht ihm kaum einer was vor. Pfiffige Rhythmen treffen die extravagante Stimme und weben mit geheimnisvollen Basslines zeitlose Soundteppiche.

 

Club tauglich ist das neue Album „Ways over water“ nur begrenzt. Doch es schafft den Spagat zwischen den luziden Saxophon-Traumwelten Jan Gabareks und den sattelfesten, treibenden Beats der goldenen Technozeiten. Und es liefert Songs, die versprechen, auch noch nach Jahrzehnten tief im musikalischen Herzen zu rühren und Emotionen hervor zu holen, die sagen: „Mensch weißt du noch damals? Das Fritz Kalkbrenner Konzert im Zenith? Ich bekomme immer noch Gänsehaut wenn ich daran denke.“

 Tickets gibt es ab rund 35 Euro bei eventim

Mucbook schenkt euch diese Erinnerungen. Mit Like und Share auf unserer Facebook Seite habt ihr die Möglichkeit, 2×2 Karten für euch und euren aktuellen Lebensmenschen zu gewinnen! Viel Glück!

 

Fritz Kalkbrenner

Am 17.1. im Zenith, Startschuss 20 Uhr

13. Januar 2015 | Kommentieren


Gute Sache
Wir bleiben TROY! Die Fantastischen Vier auf Rekord-Tour in München
von in Feiern & Kultur

Zum Ersten und zum Zweiten – Rekord! Bereits am Samstag haben die Fantastischen Vier die Münchner Olympiahalle zerlegt. Doch das war den vier Stuttgartern noch nicht genug, morgen wird nachgelegt.

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12. Januar 2015 | Kommentieren


tagebook von i-camp
Die finale Verwaltung. Mehr geht nicht!
von in Feiern & Kultur

Der Münchner Regisseur Holger Dreissig beendet im Januar einen Marathon. Sein Zyklus Verwaltungsperformance hatte 1992 Premiere.
Von Anfang an auf 24 Teile angelegt, findet dieses Großprojekt nun nach 23 (!) Jahren seinen Abschluss. Eines lässt sich jetzt schon sagen ist also die allerletzte Gelegenheit, eine Verwaltungsperformance live zu sehen und dieses Ritual mitzuerleben.

Und was wird verwaltet bzw. lässt sich nicht verwalten?

Nur die ersten beiden Stunden spielten in Verwaltungswelten, Büro und Redaktion. Vom Betriebsausflug (3. Stunde) kehrten wir nicht zurück. Seitdem sind wir unterwegs auf einer Forschungsreise in die Tiefen unserer Existenz. Zusammen mit Menschen, die selten im Rampenlicht zu finden sind, untersuchen wir die unendlichen Weiten dessen, was sich nicht verwalten lässt.
Ein Mädchen mit Downsyndrom half uns als Expertin, die Bürogliedmaßen des Kontorkörpers zu befreien (4/5: Schrei-Schrein). Folgerichtig wurden Geschlechterdifferenzen in Augenschein genommen (6). Ein junger Mann mit akutem schizophrenen Schub war unser Spezialist bei sein Insasse sein (7). Dann hieß es Ab ins All, unser erster Science Fiction mit einer Blinden als Passagierin (8). Wir haben mit Drogen experimentiert (9/10) und sind dem Tod begegnet (11).
Als Zwischenbilanz (12) thematisierte die Fimbulwinter-Trilogie die zunehmende Vergletscherung unserer Kultur. Dreck und Schmutz, den der 11. September aufwirbelte (13) setzten wir ein ABC der Hässlichkeit entgegen (14).
Die Seite 666 großer Bücher der Weltliteratur, das Abschreiten unseres Kulturkanons, war Ausgangspunkt der 15. und Unorte Münchens Ziel der 16. Stunde. Danach haben wir die Revolution ausgerufen: Nähkästchen (17/18). Im Gerichtsdrama Affentheater wurde dem obszönem Reichtum der Prozess gemacht (19). Wir fanden uns wieder in einem Zombiefilm: Parasitenparade (20) und landeten auf dem Heiratsmarkt (21).

Am Ende des Zyklus steht ein Sci-Fi-Triptychon

Verwaltungsperformance ist eine Zeitmaschine. Mit einem Traumaexperten reisten wir in die Vergangenheit (22) und durchschritten mit einem queeren BewusstScience-Fiction die Tapetentür (23) in eine Gegenwart echten Miteinanders.

Die 24. Stunde: Eines lässt sich jetzt schon sagen ist der Zukunft gewidmet. Warum können sich viele Menschen die Zukunft nur noch als Katastrophe vorstellen? Warum denken sie so katastrophal, ergehen sich im Erfinden von Welten, in denen der Mensch nicht mehr vorkommt? Es gibt eine unbewusste Lust der Bourgeoisie am eigenen Untergang. Wir suchen die Realität hinter unseren Wirklichkeitsbildern und Selbsttäuschungen. Apokalypse heißt Enthüllung. Die dunkle Seite wird nur böse, wenn man sie sich nicht anschaut. Dort, wo der Hund begraben liegt, sollte man hochschalten. Landen wir in der Singularität? Verwaltungsperformance landet bei der Frage: hat das Wilde eine Zukunft?

Premiere: 14. Januar 2015, 20:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 15. – 18. und 21. – 25. Januar, jeweils 20:30 Uhr
i-camp/neues theater münchen

 

12. Januar 2015 | Kommentieren


tagebook von Soundkartell
Erste Spot-Festival Acts beim Soundkartell
von in Feiern & Kultur

Es ist bereits Mitte Januar und in gut drei Monaten beginnt das Spot-Festival in Aarhus. Dazu wollen wir Euch in dieser Woche einen ersten Schwung der bestätigten Bands vorstellen.

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12. Januar 2015 | Kommentieren


Vorverkauf läuft
AnnenMayKantereit. Von morgens bis abends.
von in Feiern & Kultur

Die drei Jungs werden groß. Das sagen nicht nur wir, das sagt auch Herbi Grönemeyer. AnnenMayKantereit, eine Band, die man sich merken sollte.
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07. Januar 2015 | Kommentieren


Theater
Die Wahrheit ist hässlich
von in Feiern & Kultur

Ein Haus voller Geschichten: Das Residenztheater zeigt Der Stein im Marstall. Continue reading “Die Wahrheit ist hässlich” »

06. Januar 2015 | Kommentieren


Vorverkauf läuft
Die Black Keys kommen nach München.
von in Feiern & Kultur

Aus den Indiediskotheken des Planeten sind ihre Songs nicht mehr wegzudenken. Wer Rumpelrock mag, ist bei den Black Keys bestens aufgehoben, denn die sind eindeutig die rumpeligsten. Schuld daran ist sicher Patrick Carneys rollendes Schlagzeugspiel, das absolut sehens- und hörenswert ist.

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05. Januar 2015 | Kommentieren


Vorverkauf läuft
Clubzwei feiert Geburtstag!
von in Feiern & Kultur

Man muss schon sagen, das Muffatwerk legt dieses Jahr, was Festivals angeht einen wirklich smarten Starter hin. Nachdem fun for free Muffat Winterfest, geht es am 31. Januar mit dem Clubzwei Jubiläumsfestival weiter.

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05. Januar 2015 | Kommentieren


Kabarett
Der Anwalt grüßt
von in Feiern & Kultur

Wenn ein brilianter Sachverstand auf die spitze Zunge eines Juristen trifft: Der Anstaltsleiter Max Uthoff präsentierte sein Programm Gegendarstellung im Münchner Lustspielhaus. Continue reading “Der Anwalt grüßt” »

04. Januar 2015 | Kommentieren


mucmusi, Vorverkauf läuft
Wenn schon, dann so.
von in Feiern & Kultur


Leonie singt
„Leonie singt“

(Gutfeeling Records)

Dunkle Gedanken können durchaus eine geeignete (wenn nicht sogar die einzig gültige) Triebfeder für das Gelingen wirklich guter Songs abgeben – das weiß nicht nur, wer sich die wohltuende Schwermut von Element of Crime seit Jahren über die gebeugte Schulter legt wie einen wärmenden Schal aus dicker, weicher Wolle. Und passenderweise klingt die Musik von Leonie Felle manchmal wie die jüngere, weibliche Entsprechung zum alten Grummler Sven Regener. So und noch viel mehr. Denn nur mit dieser einen Referenz würde man der Fotografin, Künstlerin und Sängerin, die gerade bei Gutfeeling Records ihr mit Spannung erwartetes Debüt veröffentlicht, wohl kaum gerecht werden. Allein der Umstand, dass „Leonie singt“ von Andreas Staebler, Kopf und Stimme des Münchner Vielklangkollektivs G.Rag Y Los Patchekos Hermanos, produziert worden ist, bürgt für Abwechslung und Eigenständigkeit gleichermaßen – die ersten zwölf Songs zusammen mit Hagen Keller, Sascha Schwegeler und Jakob Egenrieder bestechen dann auch durch Vielfalt und Originalität.

Genausowenig, wie sich Felle für eine Sprache entscheiden mag (und gut daran tut), so wenig lässt sie sich auf einen Stil festlegen: Da stehen sparsame, fast zarte Arrangements neben raumgreifenden Rocknummern, treffen erdiger Blues und schiefer Honkytonksound auf chansonhafte Melodien, Akkordeon auf Kontrabass, Mundharmonika auf Megaphon und elektrische Gitarre auf eine singende Säge.
Im Gedächtnis haften dabei, wie erwähnt, vor allem die Stücke von der Schattenseite des Lebens, es hat hier viele davon. Schon die Einstiegszeilen lassen angenehm frösteln: „Yesterday it killed me, today I’m dead, but I’m sleeping and dreaming in heavens bed … sure I’m six feet under, sure I’m dead and cold, sure we come asunder, sure I wasn’t old“ – ein “bag of bones”, lebendig begraben, drastischer kann man Trennungsschmerz kaum illustrieren.
Dazu das wohldosierte Geraspel der Leadgitarre, das später auch „Schön“ und „Abend“ begleitet, wunderbar traurige Lieder von nüchterner Ehrlichkeit. „Es gibt nicht vieles auf der Welt was zählt, doch du und ich allein, das wär doch schon was – oder nicht? Ich würd nichts sagen, würd nur zuhörn, würd nichts fragen, bin ganz da – da nur für dich. Ach, wär das schön!“ Und später: „Was soll ich um was trauern, das es ja gar nicht gibt? Was soll ich um wen trauern, der mich ja gar nicht liebt?“

Natürlich passt auch das Covermotiv der schweren, aufgewühlten See (eine Arbeit von Felle selbst), bestens zu den Enttäuschungen, vergeblichen Sehnsüchten und trostsuchenden Gedanken, die Felle in bildhafte Worte fasst, zu einem Album also, wo Schönheit und Glück zumeist nur im Konjunktiv erscheinen. Denn selbst wenn das Wasser anfangs noch den kindlichen Träumen von unbekümmerter Sorglosigkeit als Kulisse dient („I Wish I Could Sleep Like A Child“) – am Ende ist es doch nur das kalte Dunkel, welches erbarmungslos über einem zusammenschlägt: „Make a hole for me in the sea, waves ought to go down above me. They should rage and romp, let them whirl me around, until I have found my deep blue bed in the sea…“ („Watery Grave“). Vielleicht nicht gerade der passende Soundtrack für einen erwartungsfrohen Jahresanfang, aber keine Sorge, auch in den kommenden Monaten wird sich reichlich Gelegenheit bieten, der Lakonie und Melancholie in den Liedern von Leonie Felle nachzuhören. Denn: Wenn schon betrübt, dann bitte so. www.leoniesingt.de

Leonie singt tritt im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung “15 Jahre Club Zwei” am 31. Januar in der Münchner Muffathalle auf.

03. Januar 2015 | Kommentieren