Theater
Gegen Kapitalismus – für die Rettung der Welt
von in Feiern & Kultur

Welche gesellschaftliche Kursänderung brauchen wir? Dieser elementaren Frage gingen gestern Wunderbaum, ein Schauspielkollektiv aus den Niederlanden, zusammen mit Schauspielern der Münchner Kammerspiele nach. Continue reading “Gegen Kapitalismus – für die Rettung der Welt” »

28. Februar 2015 | Kommentieren


Was machen wir heute Abend?
PAPPENTECHNO BÄM BÄM BABY!
von in Feiern & Kultur

Es ist Freitag, inzwischen sind die meisten in den Semesterferien angekommen und selbst ohne konkreten Anlass zum Feiern kann man heute im Pathos gut abfeiern. Continue reading “PAPPENTECHNO BÄM BÄM BABY!” »

27. Februar 2015 | Kommentieren


Good Luck
Wenn der Mord kein Mord war… Das letzte Loch ist der Mund!
von in Feiern & Kultur

In der Kunstkeimzelle rag*treasure brodelt es ganz schön. Denn die Zeit läuft. Bis Samstag brauchen die Filmkünstler für “Das letzte Loch ist der Mund” noch über 4000 Euro.

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26. Februar 2015 | Kommentieren


Gute Sache
Im Labor: Das FRAMEWORKS Festival 2015
von in Feiern & Kultur

In der Regel handelt es sich bei Experimenten immer darum, dass der Ausgang offen ist. Was dabei rum kommt, ist zuvor oft unbekannt. Und genau hier liegt der Reiz.

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25. Februar 2015 | Kommentieren


Kunst
Wohin mit junger Kunst in München?
von in Feiern & Kultur

Dass man es als junge(r) KünstlerIn, vor allem wegen des mangelnden Raumangebots in München nicht leicht hat, wurde so oft wiederholt, dass es einem zu den Ohren heraushängt. Trotzdem gibt es sie, die kleinen und feinen Orte, an welchen man, oft sogar kostenlos und ohne großen Aufwand, seine Werke präsentieren kann. Hier sind Münchens wichtige Ausstellungsräume:

Linoleum-Club

Der Linoleum-Club mit Linoleum-Boden

Eine Lesung während einer Vernissage im Linoleum-Club

Der Linoleum-Club in München-Neuhausen hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Künstlerinnen und Künstlern aus dem Raum München die Chance zu bieten, ihre Kunstwerke einfach und ohne großen organisatorischen Aufwand auszustellen. Die Ausstellungen dauern zwei Wochen, bei den Vernissagen gibt es außerdem meist ein musikalisches oder literarisches Rahmenprogramm. Seinen Namen hat der Linoleum-Club vom blauen Linoleumboden des ehemaligen Bürogebäudes.

Adresse: Rupprechtstr. 29

Kontakt: linoleumclub[at]googlemail.com

Internet: www.linoleum-club.de

Facebook: facebook.com/Linoleumclub

 

Farbenladen

Der Farbenladen während einer Ausstellung

Der Farbenladen von außen (beide Bilder mit freundlicher Genehmigung des Farbenladens)

Der Farbenladen ist nicht nur Ausstellungsraum, sondern auch Schaufenster. So ist der Raum nicht nur eine privat-abgeschlossene Ausstellungsfläche, sondern hat Ladencharakter und nicht nur die Besucher sehen die Kunstwerke, sondern auch vorbeigehende Spaziergänger. Auch der Farbenladen widmet sich der Förderung junger Kunst, hier ist die Gestaltung eines Rahmenprogramms willkommen. Wer hier ausstellen will, muss eine Kaution hinterlegen. Die bekommt man aber natürlich am Ende wieder zurück.

Adresse: Hansastraße 31

Kontakt: farbenladen[at]feierwerk.de

Internet: www.feierwerk.de

Facebook: facebook.com/FeierwerkFarbenladen

 

Die Färberei

Die Färberei (mit freundlicher Genehmigung der Färberei)

Wie auch der Linoleum-Club, so befindet sich auch die Färberei in der Trägerschaft des Kreisjugendrings München. Die Färberei ist nicht nur Ausstellungsraum für Graffiti, Streetart, Malerei, Fotografie, Grafik,  Siebdruck, Installationen, Plastiken bis hin zu Mode und Musik, sondern verfügt auch über eine eigene Werkstatt. Kunst wird hier also nicht nur ausgestellt, sondern auch produziert und damit lebendig. Auch eine Siebdruckwerkstatt steht hier bereit.

Adresse: Claude-Lorrain-Straße 25

Kontakt: diefaerberei[at]kjr-m.de

Internet: www.diefaerberei.de

Facebook: facebook.com/diefaerberei

 

Provisorium & Salon Irkutsk

Während einer Ausstellung im Provisorium

Während das Provisorium in der Lindwurmstraße massig Platz für Gruppenausstellungen bietet, eignet sich der kleine, aber kuschelige Salon Irkutsk in der Isabellastraße für Einzelausstellungen. Beide Lokalitäten werden vom gleichen kunstaffinen Inhaber betrieben (nämlich von Wanja Belaga). Ausstellen ist natürlich auch hier kostenlos.

Adresse: Lindwurmstr. 37/Isabellastr. 4

Kontakt: dasprovisorium[at]googlemail.com/irkutsksalon[at]googlemail.com

Facebook: www.facebook.com/dasprovisorium/www.facebook.com/salonirkutsk

 

Sansaro Art Box

Die Sansaro Art Box

Eigentlich ist es nicht nur eine Box, vielmehr handelt es sich um mehrere, in der Passage verteile Boxen. Die Herausvorderung besteht darin, einen kleinen, aber hohen dreidimensionalen Raum zu gestalten

In der Amalienpassage, direkt zwischen LMU und Kunstakademie, befinden sich mehrere kleine Ausstellungsboxen. Die Sansaro Art Box gehört zu dem gleich angrenzenden Sushi-Restaurant, dessen Besitzer sehr kunstaffin ist. Jeder kann sich bewerben, seine Kunst kostenlos in der Art-Box ausszustellen.

Adresse: Amalienstraße 89

Kontakt: kontakt[at]sansaroartbox.de

Internet: www.sushiya.de/artbox/

Facebook: facebook.com/sansaroartbox

 

Noch mehr Möglichkeiten

Damit sind Münchens Möglichkeiten natürlich noch lange nicht erschöpft. Ausstellen kann man noch an zahllosen weiteren Orten, z.B. im Café Voila, im Café Käthe, im Projektraum Baldestraße, im Haus der kleinen Künste, im Josefa im Westend oder im Giesinger Bahnhof und an zahllosen weiteren Orten. Wenn euch noch mehr einfällt, hinterlasst gerne einen Kommentar.

23. Februar 2015 | 1 Kommentar


Was machen wir heute Abend?
Techno trifft auf Rokoko
von in Feiern & Kultur

Der prunkvolle und drückende Stil des Barocks wurde in Europa um 1720 von einem heiteren und schwungvollen Dekorationsstil abgelöst, der sich vor allem an Ornamenten und Schnörkeln bediente. Der sogenannte Rokoko spiegelte sich auch in München wieder. Unter dem Titel „MIT LEIB UND SEELE- MÜNCHNER ROKOKO VON ASAM BIS GÜNTHER“ widmet die Kunsthalle dieser Stilepoche, die Architektur, Malerei und Skulpturen prägte, eine Ausstellung.

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23. Februar 2015 | Kommentieren


Warum tust du das?
Im Gespräch: Katleen und André vom Heldenmarkt Team
von in Alltag & Leben

Bereits zum dritten Mal geht es im Münchner Postpalast wieder um nachhaltigen Konsum und alternative Lebensstile. Am 14. und 15. März 2015 findet der Heldenmarkt statt – eine Messe, die zum bewussten Konsum anregen möchte. Neben Unternehmen, deren Dienstleistungen und Produkte ökologischen und sozialen Kriterien entsprechen bzw. biologisch, fair und meist regional erzeugt werden, wird euch auf der Verbrauchermesse noch viel mehr vorgestellt: Von alltäglichen Dingen des Lebens, wie zum Beispiel Mode oder Lebensmittel, bis hin zu Geldanlagen oder Mobilität. Dabei ist dem Heldenmarkt die Originalität wichtig. Wer auf der Suche nach kompostierbaren Kaffeekapseln oder Taschen aus Fahrradschläuchen ist oder sich vielleicht sogar für ein Auto mit Elektroantrieb interessiert – ihr werdet fündig – versprochen! Dazu gesellen sich auch altbekannte und geschätzte Namen wie die Hofpfisterei, Rapunzel oder Keimling Naturkost, die ebenfalls ausstellen.

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23. Februar 2015 | Kommentieren


Was machen wir heute Abend?
DöF
von in Feiern & Kultur

Dienstags und mittwochs kommt Manfred O. Tauchen verstärkt durch Edi Kadlec und Andrea Graf mit dem Programm Warum? ins Fraunhofer Theater. Genau, der Mann, der mit DöF (Deutsch-österreichisches Feingefühl) auf der neuen deutschen Welle geritten ist und ein Rustical komponierte (Der Watzmann ruft).

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22. Februar 2015 | Kommentieren


Nachtkritik
Zschäpe richtet
von in Feiern & Kultur 20. Februar 2015 | Kommentieren


Kurz verlinkt
Da lacht der Kindesbeinbesitzer – Verlosung für Element of Crime im ZENITH
von in Alltag & Leben

Wenn man sich Songs wie “Immer da wo du bist bin ich nie” anhört, wird man sich bewusst, dass die Musik von Tomte und Co auch nur ein Relikt aus der Jugend unserer Eltern ist. Genauer gesagt stammen die rauen und rotzigen Popsongs von Liebe, Menschlichkeit und Kuriositäten von der Band „Element of Crime“, die sich bereits in im Jahr 1985 in West-Berlin gründete.

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20. Februar 2015 | 3 Kommentare


Gute Sache
Aus alt mach neu – Samstag Rad im Impact HUB
von in

Frühmorgens geht es bereits geschäftig zu in der Kaffeeküche des Impact HUBs, dem Kreativzentrum für nachhaltiges Wirtschaften und innovativen Arbeiten im Süden Münchens. Es wird Tee geholt, Kaffee aufgegossen und sich noch schnell das Frühstück zubereitet, bevor es für die Member in die angemieteten Räume geht und an ihre jeweilige Projektarbeit. Was sie alle eint: Continue reading “Aus alt mach neu – Samstag Rad im Impact HUB” »

20. Februar 2015 | Kommentieren


Was machen wir heute Abend?
Clubmob Party #4 – Feiern als gäbe es EIN Morgen
von in Feiern & Kultur

Ein Flashmob in einem Club? Na, das muss dann ja ein Clubmob sein! Nicht ganz, denn die CLUBMOB.MÜNCHEN Initiative hat am 21.Februar ab 21.00 Uhr in der Glockenbachwerkstatt auch noch den ehrenwerten Anspruch beim Party machen das Klima zu schützen. Wie das geht?  Continue reading “Clubmob Party #4 – Feiern als gäbe es EIN Morgen” »

20. Februar 2015 | Kommentieren


Kunst
SUPRAFICIAL – Kunst am Isartor
von in Feiern & Kultur

Und weil wie so auf Vernissagen stehen – hier noch ein Event, das nicht unerwähnt bleiben möchte! Supraficial.

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20. Februar 2015 | Kommentieren


Worüber man unbedingt ein Wörtchen verlieren muss
Nieder mit der Kunstfreiheit?
von in Feiern & Kultur

Nach sechseinhalb Stunden Verhandlung wurde es am vergangenen Abend vor dem Münchner Landgericht beschlossen: Frank Castorfs Baal darf nur noch zweimal gezeigt werden. Bertolt Brechts Erben hatten vor einigen Wochen eine einstweilige Verfügung gegen das Residenztheater erwirkt. Continue reading “Nieder mit der Kunstfreiheit?” »

19. Februar 2015 | Kommentieren


Kabarett
Wien in München
von in Feiern & Kultur

Wien ist ab dem 24.02. nur ein paar Haltestellen entfernt: charmanter Akzent, österreichische Volksmusik und das Kabarett der Nachbarn werden eine Woche lang im Wirtshaus Fraunhofer und der Kulisse im Rahmen vom Österreich Spezial dargeboten.

Die Strottern.

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18. Februar 2015 | Kommentieren


Kunst
Kunst und Gedenken. Skurriler Aschermittwoch
von in Feiern & Kultur

Ein Trauerzug durch die Innenstadt – mit Blaskapelle, Dreispitz und Kniebundhose. Wo sind wir?

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18. Februar 2015 | Kommentieren


Vorverkauf läuft
Appetit auf Action?
von in Feiern & Kultur

120 Minuten Natur und Abenteuer, die für Vergessen des Zeitempfindens sorgen. Dazu Aufnahmen und Geschichten, die Adrenalin- und Endorphinpegel in die Höhe treiben. Continue reading “Appetit auf Action?” »

18. Februar 2015 | Kommentieren


Theater
Jäger oder Gejagter?
von in Feiern & Kultur

Wir freuen uns auf Samstag. Denn da gibt es eine Premiere in den Münchner Kammerspielen, die uns schon jetzt begeistert: Jagdszenen aus Niederbayern. Continue reading “Jäger oder Gejagter?” »

17. Februar 2015 | Kommentieren


Gute Sache
“This is Atomic Love” – Crowdfunding für Atomic-Café-Dokumentation
von in Feiern & Kultur

Am 1. Januar musste das Atomic Café dicht machen. Zwei Filmemacher wollen es jetzt wieder aufleben lassen. In der besten Club Dokumentation aller Zeiten! Continue reading ““This is Atomic Love” – Crowdfunding für Atomic-Café-Dokumentation” »

17. Februar 2015 | Kommentieren


Proberaumschau
Beate Zschäpe als Pilz gedacht: Ein Besuch bei Kapitæl Zwei Kolektif
von in Feiern & Kultur

Kaffee, Krabbenchips, Textbücher, Bühnenmodelle, ein DJ, mehrere Sprecherinnen und Sprecher und Hauptinitiator Ersan Mondtag. Es passt einiges auf die etwa 25 Quadratmeter, auf denen das Kapitæl Zwei Kolektif die letzten Wochen vor ihrer Performance “PARTY” # 4 – NSU probt, entwirft, diskutiert. Der Raum liegt im ersten Stock des BieBie, dem Kreativzentrum in einer ehemaligen Druckerei in Freimann. Für das Interview wird es dann doch zu eng. Wir gehen nebenan, der Raum ist riesig und leer, brauner Teppichboden, kunststoffverkleidete Decke, Aluminiumjalousien. Ein Arbeitsplatz.


© Kapitæl Zwei Kolektif

Ersan, was erwartet uns bei eurer Performance im MMA?

Im Prinzip ist die Performance etwas zwischen Lesung und Klanginstallation. Es sind zum Beispiel zwölf Sprecherinnen und Sprecher auf der Bühne, die über weite Strecken als Chor auftreten. Außerdem gibt es vier Streicher, einen DJ (der aber sozusagen aus der Ferne, aus dem Clubraum, agiert) und ich als eine Art Dirigent, der versucht, der Performance – die wir übrigens nie komplett am Stück geprobt haben – ihren Rhythmus zu geben. Oberhalb der Bühne, die für uns die Funktion eines Altarraums hat, läuft parallel eine Videoinstallation. Wir stellen das Rituelle heraus, das in den NSU-Prozessen schon angelegt ist.

Der Text stammt übrigens von Sven Björn Popp aus Berlin und basiert komplett auf den Gesprächsprotokollen der NSU-Prozesse. Da wurde nichts hinzugefügt. Letztlich versuchen wir, den ganzen bisherigen Prozess um Beate Zschäpe an einem Abend zu verdichten.

Und einen solchen Abend nennt ihr Party?

Genau! Es ist der vierte Abend in einer Reihe, in der wir Performances in Clubräumen realisieren. Dieses Mal wird es so sein, dass ab dem letzten Drittel der Performance zum Club übergeleitet wird. Oliver Klostermann übernimmt diese Übertragung – er selbst ist während der ganzen Zeit im Clubraum im Keller, die Performance selbst findet in einer kirchenschiffähnlichen Halle statt. Auch während der Performance kann man jederzeit aufstehen, sich ein Bier holen, in den Clubraum schauen, zurückkommen…

Natürlich wissen wir: Es ist heikel, das Thema NSU mit Party in Verbindung zu bringen. Aber ohne anschließende Party macht die Performance zuvor keinen Sinn.

Was wollt ihr beim Publikum erreichen, wenn ihr es mit diesem Thema konfrontiert und danach tanzen lasst? Eine Katharsis? Umerziehung? Scham?

Es geht dabei tatsächlich um Scham, und zwar in seiner abstraktesten Form: Nicht ein Einzelner, sondern eine Gesellschaft schämt sich für ein Individuum. Eine ganze Gesellschaft schämt sich für Beate Zschäpe. Hier setzen wir an. Über den Gedanken der abstrakten Scham sind wir überhaupt erst auf den NSU-Fall gekommen. Wir wollen diese abstrakte Form nur darstellen – niemanden vorführen, erziehen oder ähnliches.

Derzeit hört man in den Medien ja nur wenig von dem Prozess…

Auch das ist ein Punkt, der uns interessiert: die mediale Spannweite. Ein Thema kommt auf und erfährt nur noch über einen kurzen Zeitraum Aufmerksamkeit. Wir beschäftigen uns mit immer mehr Einzelphänomenen. Ein Thema löst sofort das andere ab – dabei vergessen wir, dass das andere deswegen nicht aufhört zu existieren. Es hat nur für uns aufgehört, weil der mediale Fokus nicht mehr drauf ist. So ist es auch beim NSU-Prozess: Der strukturelle Rassismus als Voraussetzung des NSU-Terrors wurde anfangs höchstens nebenbei erwähnt. Irgendwann stand nur noch Beate Zschäpe im Mittelpunkt. Das ist pervers.

Wir wollen den Prozess in Verbindung stellen mit dem, was in unserer Gesellschaft passiert: Beate Zschäpe ist ein Pilz – darunter liegt ein Geflecht an Rassismus, das uns alle betrifft. Ein Beispiel: An Weihnachten war ich der Inszenierung der Zauberflöte von August Everding, in der Monostatos geblackfaced ist. Ein kleiner Junge neben mir meinte zu seiner Oma, als Monostatos auf die Bühne kam, ganz selbstverständlich: Schau, der Schwarze ist der Bösewicht!

Wie stellt ihr mit eurer Performance diese Verbindung her?

Zum Beispiel über die Form des Chores. Der übernimmt Passagen von allen Beteiligten – Richter, Angeklagte, Anwälte – und funktioniert wie eine Art Filter. Er verstrickt die Aussagen miteinander.

Und welche Rolle spielt das Party-Element?

Die Menschen werden überführt in einen kollektiven Club-Moment, in dem alle auf einen Rhythmus tanzen. Wie gesagt: der Abend wäre völlig sinnlos, wenn er nach der Performance aufhören würde. Im Grunde geht er dann erst richtig los. Das davor ist sozusagen die inhaltliche Vorbereitung, danach kommt das Empfinden eines kollektiven Moments. Wenn sich das Münchner Partyvolk samstagabends zudröhnt, um am nächsten Tag gediegen auszuschlafen und am Montag wieder wie gewohnt der Arbeit nachzugehen, passieren ja zeitgleich Dinge. Verzweiflung, Hass, und – auch als Folge – rassistische Übergriffe.

Es hört ja nicht auf, es ist immer da. Wir sind Teil des Ganzen. Ich zum Beispiel bin muslimisch sozialisiert und trage ebenso Verantwortung für das, was zu NSU geführt hat. Auch ich habe strukturellen Rassismus ermöglicht. Daher bekenne ich mich zu Beate Zschäpe und zu ihren Opfern.


© Kapitæl Zwei Kolektif

“PARTY” # 4 – NSU (Performance meets Club)

Eine Performance von Ersan Mondtag nach einer Fassung der NSU-Protokolle von Sven
Björn Popp, Bühnenbild und Kostüme von Paula Wellmann, mit Musik von Samuel Penderbayne (Breakout Ensemble) und Oliver Klostermann (downstairs.galerie, Moderndisco) und einer Videoinstallation von Jonas Grundner-Culemann.

Mit: Philipp Basener, Jonas Grundner-Culemann, Henrieke Commichau, Thomas Hauser, Lukas Hupfeld, Johannes Meier, Tina Keserovic, Juno Meinecke, Philipp Reinhardt, Tine Milz, Mehmet Sözer, Nora Schulte, Hannah Schutsch, Felix Weber, Anna-Majia Hirvonen, Christa Jardine, Anna Khubashvii und vielen mehr.

Eine Ko-Produktion zwischen K2K und Mixed Munich Arts.

Donnerstag, 20 Uhr
Eintritt Performance: 10 € (Einlass jederzeit möglich)
Ab 23 Uhr: 5€

Mixed Munich Arts
Katharina-von-Bora-Straße 8a
80333 München

17. Februar 2015 | Kommentieren


Was machen wir heute Abend?
Das Provisorium präsentiert: WASTE LAND//EMBRACING – Fotographie in Bewegung
von in Feiern & Kultur

Fotographie muss nicht unbedingt neu, außergewöhnlich oder fancy sein. Fotographie kann auch Alltag – bzw. Elena von Schlieffen kann das.
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17. Februar 2015 | Kommentieren


Kunst
steril – weiß – optimiert. Zukunftsvisionen der Architektur
von in Feiern & Kultur

Acht Architekten, Künstler und Zukunftsforscher malen sich beim internationalen Symposium “Android Paranoid” am 24. Februar die Architektur der Zukunft aus:

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16. Februar 2015 | Kommentieren


Kunst
Kafe Kunst Fest X
von in Feiern & Kultur

Ob Fotografie oder Malerei, Kurzfilm oder Mode, Performances oder Lesungen – das Kafe Kult lädt am Sonntag, den 22. Februar zum 10. Mal zum Kafe Kunst Fest ein und es gibt wieder jede Menge zu entdecken.

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16. Februar 2015 | Kommentieren


Was machen wir heute Abend?
Was machen wir am Wochenende? 13. bis 15.2.
von in Feiern & Kultur

Allerliebste Feierabendanbeter und Sonnenbadende,
Schon wieder Wochenende? Richtig! Und aus diesem Grund haben wir wieder einen kleinen Ausblick zusammengestellt. Hier kommt für euch *trommelwirbel* – Die Qual der Wahl!

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13. Februar 2015 | Kommentieren


Vorverkauf läuft
Vorfreude auf Purity Ring
von in Feiern & Kultur

Sie entstammen dem Skandinavien Nordamerikas, sie produzieren rauschhaften Synthiesound und sie werden uns im April einen Besuch abstatten. Continue reading “Vorfreude auf Purity Ring” »

13. Februar 2015 | Kommentieren


Nachtkritik
Die Villa kommuniziert
von in Feiern & Kultur

Wenige Museen thematisieren Kommunikationsformen in ihren Ausstellungen. Dabei gleichen sich Kunst und Kommunikation metaphorisch gesprochen wie eineiige Zwillinge. Die Villa Stuck hat einen Versuch gewagt. Sarah von Holt und Tobias Mayr waren bei der Vernissage.

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12. Februar 2015 | Kommentieren


Gute Sache
Kool Savas Tour – Der King ist zurück
von in Feiern & Kultur

Ich bin nicht King dieser Mucke – ich bin diese MuckeContinue reading “Kool Savas Tour – Der King ist zurück” »

12. Februar 2015 | Kommentieren


Was machen wir heute Abend?
Vorhang auf: flimmern&rauschen in der Muffathalle
von in Feiern & Kultur

Zum 32. Mal öffnet das Jugendfilmfestival flimmern&rauschen die Türen der Kinosäle. Man darf gespannt sein. Denn auch in diesem Jahr lässt die Veranstaltung des Medienzentrums München JFF erahnen, was sich in der jungen Münchner Filmszene so tut.

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11. Februar 2015 | Kommentieren


Kunst
„Common Grounds” – Scheuklappen ade
von in Feiern & Kultur

Viele von uns müssen sich sicher eingestehen, dass sie auf ein starres und begrenztes Bild zurückgreifen, wenn sie an den Nahen und Mittleren Osten denken. Aufstrebende Städte wie Dubai und Abu Dhabi auf der einen, Kriegsschauplätze und Traditionsgebundenheit auf der anderen Seite sind Inhalte, die die Medien in ihrer Berichterstattung den westlich geprägten Ländern übermitteln.

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11. Februar 2015 | Kommentieren


Was machen wir heute Abend?
4 Jahre Downstairs. im MMA – Oder was man in Tel Aviv gelernt hat
von in Feiern & Kultur

Tel Aviv entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer der szenigsten Städte der Welt. Gerne wird die kleine Hauptstadt Israels in Diskussionen über Szene von besonders szenigen Szenepeoplen angeführt. Die Homosexuellen Rate sei hier bei 20% und jeder wisse ja wie szenig die Schwulen sind. Da feiere jeder und die vereinzelten Raketeneinschläge erinnern die Menschen immer wieder, dass es bald vorbei sein könnte mit dem schönen szenigen Leben an Tel Avivs Strand.

Was nun auch immer der Grund ist, dass Tel Aviv mit großen Schritten zu anderen berühmten Partystädten aufschließt, scheint ein Fakt zu sein. Die DJs aus dem kleinen Nah-Ost Staat mit dem beschissenen Image legen mittlerweile in ganz Europa auf und tragen ihr ganz eigenes Verständnis von elektronischer Musik durch die Clubs der Welt.

Auch die szenige Szene-Meute von downstairs war zum Szenelehrgang in Tel Aviv und hat sich ein paar Kniffe und Tricks abgeschaut. Nebenbei wiederholten sie ihre Pisse-Kotze-Sauf Performance aus dem MMA in einem örtlichen Kulturraum.

Begeistert und gebräunt ist man nun wieder zurück und geht gleich das nächste Projekt an:

Der vierte Downstairs Geburtstag steht an. Diesen Freitag im Club des MMA.

Headliner sind die in Tel Aviv aufgegabelten DJs Katzele und Autarkic, die im Januar erst in der wilden Renate in Berlin spielten. Auf die Augen gibt es spontan von Natalie Feldesman. Auch sie bringt die strahlende Szene Tel Avivs direkt in den Keller des MMA.

Hier wie immer was zum Warmtanzen:

11. Februar 2015 | Kommentieren