
Ein denkwürdiger Abend im Münchner Literaturhaus, wo die Nominierten für den diesjährigen Leipziger Buchpreis lasen – mit dabei: Helene Hegemann.

Am Mittwoch liest Rosemarie Tietze aus ihrer Neuübersetzung von Lew Tolstois “Anna Karenina”. Eine Buchkritik über eine Übersetzerin, die sich mit ihrer Hauptfigur befreundet hat.
Am Donnerstag liest der polnische Journalist Wlodzimierz Nowak aus seinem neuen Reportagenband. Im Vorfeld: Eine Rezension.

Am Montag liest Brigitte Kronauer aus ihrem neuen Künstlerroman “Zwei schwarze Jäger”. Eine Rezension.

Rilke, Hoffmansthal, Th. Mann – und dann Hitler. Wolfgang Martynkewicz hat ein Buch über den Salon der Verlegerfamilie Bruckmann geschrieben, in dem sich Münchner Künstler und Literaten die Klinke in die Hand gaben – bis der Salon zu einen Nazizirkel wurde. ..weiterlesen

Am Mittwoch liest der pakistanische Autor Mohammed Hanif aus seinem neuen Roman – ein Roman, der ein Krimi, eine Groteske und eine Räuberpistole ist. Und sehr gute Unterhaltung. Eine Rezension.

Am Dienstag liest Peter Hamm im Jüdischen Museum aus Hermann Lenz’ wiederaufgelegten Roman “Neue Zeit”. Das Werk erzählt eine Liebesgeschichte im München der Nazizeit. Eine Rezension.

Thomas Glavinic ist der Märchenerzähler der deutschen Gegenwartsliteratur. In seinem neuen Roman “Das Leben der Wünsche”, aus dem er am Donnerstag im Literaturhaus lesen wird, scheitert er in dieser Rolle. Eine Rezension.

Als Homosexualität noch verboten war, als in der Herbertstraße gerade Frauen und Kindern der Zutritt verwehrt wurde, als die Halbstarken in die Schule kamen – da gab es in München schon Sex, Schlägereien und Schampus. Al Herbs neuer Bilband “Sündiges München” bekämpft einen Mythos…

Die Stadt von oben – höhenarchäologisch betrachtet sozusagen – sieht ungewohnt aus. Der kleine Band „Hoch über München“ (Kulturverlag Starnberg) versammelt Luftbilder und Texte, die ein anderes München zeigen.

Am Dienstag liest der chinesische Autor Li Dawei im Muffatwerk (20 Uhr) aus seinem neuen Comic-Roman „Love, Revolution und wie Kater Haohao nach Hollywood kam“ (Albrecht Knaus Verlag).

Kurt Drawert liest am Samstag im Gasteig aus seinem Roman „Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte“ (C.H. Beck Verlag).

Wäre „illegal“ ein Song, müsste man leiser stellen. Schon um nur hören zu können. Der Münchner Schriftsteller Björn Bicker hat ein feinfühliges und gleichzeitig lautes Buch über Menschen geschrieben, die in München ohne Aufenthaltserlaubnis leben.