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Honig, ne, Nektar bitte!

Brummige Türsteher und Gäste, die von sich behaupten, sie stünden auf der Gästeliste, und noch ein „ja hol mal den Chef, Mädchen“ hinterherschieben. All das gibt’s im Eingangsbereich des wiedereröffneten Nektars, gleich hinter dem Gasteig. Ein paar Stufen muss man allerdings hinabsteigen, um in den schummrigen Eingangsbereich zu kommen. Rote Beleuchtung, ein roter Teppich und eine weiße Marmortreppe führen hinab. Ehrlich gesagt, so in etwa stelle ich es mir in einem osteuropäischen Edelpuff vor. Naja.

Unten angekommen, befindet sich gleich links der Barbereich – die Red Bar – und wie der Name schon vermuten lässt, hängen überall rote Spiegel, wobei eine halbverdeckte gelbe LED-Kette in der Wandverkleidung für die indirekte Beleuchtung sorgt. Mein Lichtblick dagegen: Der Barkeeper Dimi, der mir den ganzen Abend sehr zuvorkommend nachschenkt.

Rechts lang würde es übrigens in den Restaurantbereich gehen, der extra zur Wiedereröffnung umgebaut wurde. Ehemals konnten sich die Gäste hier „wie die alten Römer“ auf Liegen bewirten lassen. Honig und Ambrosius eben – und deshalb auch der passende Spruch „Honey, wie wär’s mal wieder mit Nektar.“ Tja im „Golden Restaurant“ bekommt man den Nektar auf jeden Fall in Form von gehobenen mediterranen Speisen, zubereitet von den „Magic Chefs“. Und klar könnte man hier mit Wörtern wie „Gaumenzauber“, „raffinierte Kombinationen“ oder „feines Soulfood“ daher kommen – oder einfach nur lecker (und a bissal teuer) sagen.

In den anderen Räumlichkeiten, und davon gibt es in dem unterirdischen Bar-Restaurant-Lounge-Dingens wirklich genug, wurden außerdem wieder interessante Event-Locations eingerichtet. So zum Beispiel der Weinkeller oder der „ArtistCave“, die sich für Hochzeiten, Geburtstage und Co. buchen lassen. Übrigens waren die urigen Tonnengewölbe früher einmal Lagerstätten für Bierfässer – aber jetzt schweife ich ab.

Natürlich gibt es auch im neuen Nektar ganz hinten links wieder einen Privatclub. Der frühere Club „Port Privée“ (mit Handscan) heißt jetzt nicht mehr ganz so geschwollen Skala Musicbar und macht immer um 23 Uhr auf.

Das Nektar ist also immer noch ein Bar-Club-Restaurant oder so ähnlich, das genau jene Münchner interessieren dürfte, die den Kaisergarten oder das P1 toll finden. Denn „gesehen und gesehen werden“ zählt nach wie vor zur Philosophie des Honeys – äh Nektars und damit wünsche ich viel Spaß beim selbst Ausprobieren und Schlemmen!

Kleiner Tipp für diejenigen, die mit dem Publikum nichts anfangen können: Haltet euch an Dimi!


Fotocredit: Sebastian Lehner


In aller Kürze:

Nektar
Stubenvollstr. 1
Mi-Sa ab 18 Uhr
Tel. 089 / 99736650

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