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#greetingsfrommunich – die Galerie Britta von Rettberg öffnet dieses Wochenende ihre Türen

Susanne Schöb

Susanne Schöb

Eine Mischung aus "A bissal was geht immer" und "Be groovy or leave, man". Hauptsache es bewegt!
Susanne Schöb

Dieses Wochenende eröffnet die Galerie Britta von Rettberg, in der fünf Münchner Künstler unter dem Motto #greetingsfrommunic ihre Werke präsentieren. Wie das Kunstareal, wird auch die Galerie, die sich selbst als Kunstforum begreift, dieses Wochenende die Türen öffnen. Da die Galerie Rettberg genau neben der TU in der Gabelsbergerstrasse liegt, ist sie also ein Geheimtipp für Kunstinteressierte, die dieses Wochenende ja eh ihre Zelte auf dem Kunstarealfest aufgeschlagen haben.

Die Galerie versteht sich als offenes Haus, in dem die Freude an der Kunst geteilt wird. So soll ein neuer Kunst-Hotspot im Kunstareal München geschaffen werden, in dem Kunst erlebt und erfahren werden kann. Dabei zeigt Britta von Rettberg, Gemälde und Skulpturen der Münchner Künstler Benedikt Gahl, Raymond Gantner, Claus Hugo Nielsen, Asta von Unger und Elisabeth Wieser. Über die Hashtag-Kampagne, die zur Eröffnungsausstellung #greetingsfrommunich lanciert, will die Galeristin Haptisches mit Digitalem verknüpfen.

 

#Gemeinschaftsprojekt

 

„Ich nutze Socialmedia zwar als Türöffner zu meiner Galerie, aber Kunst muss man dennoch fühlen. Ich wollte nie einen reinen Onlinehandel daraus machen.“ Britta von Rettberg verwandelt mit ihrem Konzept Analogeinmaliges zu Medialteilbares und bleibt damit am Zahn der Zeit. Das klassische Kunstwerk zum Posten, der Live-Tweet aus dem Künstlertalk – über die Hashtags #galerierettberg und #greetingsfrommunich wird die gezeigte Kunst der Galerie Britta von Rettberg auch außerhalb des Münchner Kunstareals erlebbar.

 

Dass die Galerie als ein dynamischer Raum für Kunstbegegnungen fungieren soll, zeigt auch das gemeinschaftliche Projekt: Kuration. Denn Künstler und Galeristin haben die Strukturen der Hängung gemeinsam ausgearbeitet, um ein holistisches Ganzes zu schaffen. Dabei folgt die Anordnung der Bilder einer gewissen Rhythmik und die Bilder der verschiedenen Künstler variieren, wie in der Musik, das Thema.

„Es hat wirklich über drei Tage gedauert, bis wir mit der Anordnung der verschiedenen Werke zufrieden waren“, berichtet Asta von Unger.

So wird auch absichtlich darauf verzichtet noch mal explizit auf den Namen des Künstlers oder der Künstlerin hinzuweisen, denn die Ausstellung soll als Einheit in sich wirken. Dabei liegen die Bilder zwischen ca. 700 und 6.000 Euro und stehen unter dem Motto: „Man muss für und von Kunst leben“ zum Verkauf.

 

Münchens Kunst

In der Eröffnungs-Ausstellung der Galerie legt Britta von Rettberg den Fokus auf Münchner Künstler.
“Ich bin von München als Kunststadt überzeugt!”, sagt sie.

Zu sehen sind die Ölgemälde des Münchner Künstler Benedikt Gahl, der vorwiegend mit weichen Farben und Formen arbeitet. Raymand Gantner, den Asta von Unger zum „Meister des Siebdrucks“ kührt, arbeitet mit grellen Farben, architektonischen Elementen und dem Aufbrechen von Formen. Die Künstlerin selbst, kombiniert für die Ausstellung häufig Papier mit Malerei, beschäftigt sich mit simplen Formen und bleibt weitgehend farblich zurückhaltend.

„Als wir gemeinsam die Werke der Anderen ausgewählt hatten, wusste ich dass ich mich farblich zurückhalten will. Ich wollte es „As simple as possible“ halten aber dennoch Leichtigkeit erzeugen.“, erzählt Asta von Unger.

Elisabeth Wieser widmet sich mit ihren schwarz-weiß farbigen Aquarellen, motivischen Formen. Mit seinen Skulpturen aus Schaumstoff  arbeitet der Künstler Claus Hugo Nielsen dreidimensional und lockert damit die Ausstellung auf. Auch wenn sich die Werke der Gruppenausstellung nicht nur in der Technik sondern auch im Stil, teilweise sehr voneinander unterscheiden finden in den Räumlichkeiten der Galerie, zu einer überzeugenden Einheit zusammen.

Speziell zur Eröffnung dieses Wochenende finden persönliche Führungen der fünf Künstler statt, die am Samstag und Sonntag vor Ort sind. Eine spannende Gruppenausstellung die im Rahmen des Kunstarealfests einen Abstecher wert ist.

 


In aller Kürze:

Was? Eröffnung Galerie Britta von Rettberg
Wann? 24. und 25. Juni. 11-18 Uhr
Wo? Gabelsbergerstraße 51


Bilder: © Susanne Schöb

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