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Jimmy Fresh: Wie Essen liefern lassen auch gesund sein kann

Sharon Brehm

Sharon Brehm

Freigeist, Frohnatur und Foodfetischistin // liebt den Alltag und ist auch sonst eher ein Glückskind // steht total darauf, Dinge zu zerdenken, wenn es sie nicht gerade wahnsinnig macht //
Sharon Brehm

Wusstet ihr, dass Foodora zunächst „Velo“ hieß und 2014 in München gegründet wurde? Scheint, als wäre der Standort an der Isar besonders geeignet für innovative Essenslieferdienste. Denn auch wenn Foodora inzwischen in Berlin sitzt, Minga hat noch ein Ass im Ärmel: Mit dem Start-up Jimmy Fresh wird nicht nur euer Essen ratzfatz nach Hause geliefert, jede Art von Diät wird auch zum Kinderspiel. Das mussten wir direkt mal ausprobieren.

Alles, was der Magen – oder der Fitnessplan – begehrt.

Die Idee hinter Jimmy Fresh ist simpel: Gesunde Leckereien nach Hause liefern. Doch gesund kann heutzutage alles Mögliche bedeuten. Der eine verträgt keine Milch, andere lassen nur noch Bio auf den Teller und die ganz Harten verbannen Zucker aus ihrem Leben. Deswegen bietet Jimmy Fresh eine ausgefuchste Suchmaske an. Dort konnten wir nach klassischen und innovativen Foodkonzepten, wie etwa Italienisch, Philippinisch und French Breakfast filtern. Außerdem gibt es die Auswahl zwischen verschiedenen Ernährungskategorien. Alles dabei von vegan, koscher oder sogar salz-arm. Oder man klickt sich im Fitnessmodus seine persönlichen Nährwerte zusammen. In punkto Essensvorlieben gibt es quasi alles was das Herz – oder der Fitnessplan – begehrt.

Das war auch die Idee, mit der Pascal Tran das Start-Up gründete. Die Wahl des vollbeschäftigten, in Stress gebadeten Homo Sapiens ist wohl der Döner an der Ecke – doch Zeitmangel muss ja nicht immer einen Verzicht auf gesunde Ernährung bedeuten.

Pascal Tran (re.) und seine Kollegen

Pascal Tran (re.), sein Lieferpartner Reza und Food-Fotograf Robin

Transparent, persönlich und lecker.

Damit die Gerichte nicht nur euren Vorlieben entsprechen, sondern auch noch lecker sind, liefert Jimmy Fresh nur für ausgewählte Münchner Restaurants aus. Die Feinschmecker unter euch werden das eine oder andere Restaurant bereits kennen. Wood, die Intolerante Isi, Secret Roll, Nudo und viele mehr sind die Lokalhelden des Start Ups. Herzig finden wir die Illustration der Besitzer, die neben den Namen erscheint. Und tatsächlich, die verfügbaren Restaurants erfreuen mit Essen, das weit weg von Fast Food ist.

Vorspeisen aus dem Ansa Vegan

Vorspeisen aus dem Ansa Vega

Doch Großartigkeit braucht auch länger als einmal Ofen auf und zu. Wer mit der vielen Warte- und Freizeit nicht weiß, was er anfangen soll, kann die Zeit investieren um sich die Gerichte genauer anzuschauen. Denn die Angaben der Nährstoffe, eine Beschreibung und die Auflistung der Zutaten stehen bei jedem einzelnen Gericht. Unsere türkischen Teigtaschen haben zum Beispiel 21 g Fett, 97g Kohlenhydrate und 668 kcal. Der größere Teil in uns ist begeistert von so viel Transparenz. Der Rest würde lieber unwissend weiterschlemmen. Aber: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Alternativ kann sich der faule Gourmet auf dem Blog oder über Youtube das Local Hero TV anschauen und einmal die Menschen hinter dem Essen kennen lernen.

Bestellen ist auch kein Hexenwerk und geht über die Webseite. Wer ein iPhone besitzt, kann über die App bestellen – die Android-Version wird der nächste große Schritt des Start-Ups sein. Bezahlt wird über PayPal oder Sofortüberweisung.  Also alles easy.

Ugur und Oguz vom Lezizel sind Spezialisten für Manti

Ugur und Oguz vom Lezizel sind Spezialisten für Manti

 

Weil Jimmy Fresh ein Startup ist, können wir Münchner das Konzept für uns exklusiv entdecken und zeigen, dass nicht nur Berlin Innovationsgeist besitzt. Gleichzeitig sieht der geübte Foodie an vielen Kleinigkeiten, dass der Lieferdienst noch in den Kinderschuhen steckt.  Zum Beispiel sind die Lieferzeiten noch eingeschränkt (Montag müsst ihr selber kochen) und die Auswahl orientiert sich natürlich an den Öffnungszeiten der Restaurants. Auch brauchen hungrige Mägen eine extra Portion Geduld – bei uns im Test hat das Laden der Webseite gefährlich lang gedauert. Und wer sonst von Instagram-Bilder  verwöhnt ist, darf sich nicht von den Fotos auf der Webseite abschrecken lassen – immerhin kommt es beim Essen immer noch auf den Geschmack an. In diesem Sinne: Guten Appetit!


Fotos: © Sharon Brehm / Robin Oden

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