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Kleine Läden an die Macht!

Findeling

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Wir lieben Lokales. Wir glauben an Nachhaltigkeit und die Freude am bewussten Kauf. An Qualität statt Quantität. An kurze Transportwege, fair Gehandeltes und mit Sorgfalt Produziertes – und an die Liebe zum Ladenbesuch. Aus dieser Überzeugung heraus haben wir Anfang 2015 die Köpfe zusammengesteckt und Findeling ins Leben gerufen.
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Wie trist sähen doch die Innenstädte aus, ohne die kleinen, liebevoll geführten Boutiquen? Große Konzerne und der Online-Handel machen Ladenbesitzern das Leben schwer, nicht nur in München. Ein Hamburger Start-up will das nun ändern.

Findeling ist ein Shopping-Guide als App, in dem man alle kleinen und feinen Läden findet, die München einzigartig machen. Außerdem veranstalten sie jeden ersten Donnerstag im Monat die Eventreihe „Kleine Länden in der Nacht“. In ausgewählten Geschäften könnt ihr dann auch nach den offiziellen Öffnungszeiten einkaufen und das bunte Abendprogramm genießen. Kleiner Dämpfer: in Bayern wegen des strengen Ladenöffnungszeitengesetzes nur bis 20 Uhr. Die Eventreihe startet am 07. September.

Wann genau und welche Läden teilnehmen erfahrt ihr hier.

Katharina und Florian Findeling

Für euch haben die Findeling Gründer Katharina und Florian ein paar Fragen beantwortet.

  1. Findeling ist ein noch recht junges online Shopping-Guide, der kleine Läden in den Fokus stellt, seit wann gibt es euch?

Katharina: Den ersten Prototyp haben wir im Juni 2015 gelauncht – zum Start haben rund 100 kleine Läden in Hamburg teilgenommen. Heute haben wir mittlerweile die Ehre und das Vergnügen, mit über 800 Local Stores in den Städten München, Berlin, Köln und Hamburg zusammenarbeiten zu dürfen.

  1. Du und Florian hattet die Idee zu Findeling. Was habt ihr vorher gemacht und wie ist die Idee zu Findeling entstanden?

Findeling haben wir während unseres Studiums gegründet – und das vorwiegend aus unserer Liebe zum „altmodischen“ Ladenbesuch. Wir beide wohnen im Hamburger Stadtteil St. Pauli, einem bunten Viertel. Trotz der guten Lage und hohen Dichte an Local Stores beobachteten wir eine tägliche Flut an Zustellbenachrichtigungen großer Online-Shops und stapelweise Versandpakete und -päckchen im Hausflur.

Während wir beide immer sehr gerne „offline“ kauften, wunderten wir uns warum so viele Leute trotz so zentraler Lage online shoppten. Ich habe da persönlich ein ganz besonders schlechtes Karma, was das Online-Shopping betrifft: Zu klein, zu groß, die falsche Farbe oder das falsche Material – da war schon alles dabei.

Wir gingen der Sache jeweils in unseren Uni-Abschlussarbeiten auf dem Grund. Unser erster Ansatz: „Weil wir nicht wissen, wo man das Gesuchte in der Nähe bekommen kann.“ Mit diesem Ziel, kleine Läden und ihre Produkte online einfach auffindbar zu machen, haben wir das erste Konzept für Findeling entwickelt.

Findeling App

  1. Wie kamt ihr auf den Namen?

Der Name Findeling setzt sich aus seinem wichtigsten Nutzen, dem „Finden“, und dem Begriff „Lieblingsladen“ zusammen. Außerdem soll er an einen kleinen, schlauen Freund und Helfer erinnern (wie beim Märchen „Der kleine Däumling), der für dich die kleinen Läden in deiner Stadt findet, die perfekt zu dir passen und Platz in der Hosentasche hat. Ein kleiner Findeling, eben.

  1. Gibt es einen Moment, der dir in Erinnerung geblieben ist im Bezug auf euer Startup?

Solche Momente gibt es sehr oft. Wer etwas Eigens gründet, lebt auf einer Achterbahn, die viele Höhen aber natürlich auch Tiefen mit sich bringt. Uns war es bisher glücklicherweise vergönnt, eher besonders positive Momente sammeln zu können: Der Start an einem neuen Standort und die rührenden Worte der Ladeninhaber gehört definitiv dazu.

Manchmal fallen zum Beispiel Sätze wie „Schön, dass es euch gibt“ oder „Endlich seid ihr da!“

Ein solches Feedback entschädigt alle Nachtschichten und jeden noch so komplizierten Server-Crash oder technischen Schluckauf, mit dem wir es öfter mal zu tun haben. Wie zum Beispiel exakt zu unserem Start am 1. April in München. An dem Samstag sollte alles online gehen, aber als wir das Knöpfchen drückten, ging plötzlich gar nichts mehr und wir waren offline – in allen vier Städten. Zum Glück hat das Datum bestens zur Ironie des Schicks gepasst und alle haben es mit Humor genommen.

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  1. Was bietet ihr, was andere Shopping-Guides nicht haben?

Uns ist besonders wichtig, dass der Laden an sich im Vordergrund steht – mit seiner ganz einzigartigen Atmosphäre, seinem Charakter und natürlich den Menschen, die dahinter stehen. Außerdem liegt uns das Thema „Bewusster kaufen“ sehr am Herzen: Alle, die sich für Themen wie „Nachhaltigkeit“, „Fairtrade“ aber auch „Made in…“ oder „Handgemacht“ interessieren, können bei uns in der App danach Filtern.

Wir haben beispielsweise einen „Laden-Empfehler“, der dir basierend auf drei Fragen zu deinen Interessen die perfekt passenden Läden für dich persönlich vorschlägt. Wir sind ständig bemüht, neue Funktionen zu entwickeln, von denen die kleinen, feinen Läden unserer Stadt profitieren.

  1. Eure Vision ist ein buntes und im Stadtbild vielfältige Innenstadt. Wie unterstützt ihr die kleinen Geschäfte und was bietet ihr dafür?

Im Prinzip ist bei uns jeder einzelne Button in der App, jede Funktion und auch jede unserer Aktionen und Events bei Findeling darauf ausgelegt, die Vorzüge und Besonderheiten der kleinen Läden im Zeitalter von Amazon & Co. aufzuzeigen.

Mit der Teilnahme an unserer Community decken wir im Auftrag der kleinen Läden die wichtigsten Online- und Event-Marketingaspekte des 21. Jahrhunderts ab und halten den Aufwand dabei für sie möglichst gering: Das reicht von dem automatisch suchmaschinenoptimierten Findeling-Profil über das zur Verfügung Stellen von personalisierte Empfehlung von passenden, vielversprechenden Produkten für das Ladensortiment bis hin zu unserem Local Late Night Shopping „Kleine Läden in der Nacht“ und unserem Local Shopping Gutschein, der sich – als Alternative zum klassischen Geschenk-Gutschein – ausschließlich in lokalen Läden einlösen lässt.

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  1. Ihr seid inzwischen in Hamburg, Köln, Berlin und München – was sind eure nächsten Ziele?

Wir freuen uns sehr, Anfang Oktober in Düsseldorf und im November in Frankfurt starten zu können. Danach sind Standorte in Stuttgart, Nürnberg und Leipzig geplant. Ab 2019 möchten wir außerdem auch im näheren Ausland in Städten wie Wien, Zürich und Amsterdam aktiv sein. Das machen wir immer davon abhängig, wie viele Suchanfragen aus der jeweiligen Region stammen.

  1. Eure App bietet einen Produktfinder und teilt Angebote und Aktionen sofort mit. Welches Feature wird besonders gern benutzt? 

Erstaunlicherweise ist unsere allererste, quasi die „Prototyp-Funktion“ auch heute noch die beliebteste: Die vergleichsweise recht simple Funktion „Alles in meiner Nähe“, die dir auf einer Karte zeigt, welche kleinen besonderen Läden sich grade um dich herum verstecken. Aber auch die Neuigkeiten und Produkte, welche die Läden über bzw. auf Findeling posten, werden sehr gerne durchstöbert. Es sind aber bereits weitere Funktionen in Planung – wie zum Beispiel eine Benachrichtigung, sobald ein neuer Laden in meiner Nähe öffnet, der zu meinen Interessen passt. Das ist eins der wunderbaren Dinge an einer App oder einem digitalen Produkt: Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt.

Die App gibt es im App Store und im Google Play Store. Außerdem findet ihr Findeling auch bei Instagram und Twitter.


Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erscheint im tagebook, einer Kategorie, die unsere Partner nutzen können, um neue Ideen und Inspirationen in Blog-Beiträgen vorzust


Fotos: ©Findeling

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