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Doppelausstellung: „Touristen“ & „Eine Kindheit in Rumänien“ in der Cinematographer’s Gallery

HFF München

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Die HFF München wurde 1966 gegründet und bildet die Filmtalente von Morgen aus. Seit 2011 ist sie inmitten des Münchner Kunstareals am Bernd-Eichinger-Platz untergebracht. Hier können alle Studiengänge unter einem Dach vereint werden: Kino- und Fernsehfilm, Dokumentarfilm & Fernsehpublizistik, Produktion & Medienwirtschaft, Kamera und Drehbuch. An der HFF München haben u.a. Maren Ade, Caroline Link, Florian Henckel von Donnersmarck und Wim Wenders studiert.
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Warum gehen Menschen auf Reisen? Ist es der Ausbruch aus dem tristen Alltag, die Abwechslung vom Trott zuhause? Und wie nehmen die Menschen, die dort wohnen, wo wir Urlaub machen, uns eigentlich wahr?

TOURISTEN in der Cinematographer’s Gallery

Diesen Fragen widmete sich die Reisewebsite lastminute.de und befragte 1300 Teilnehmer im Rahmen einer Studie. Diese Studie zeigte genau das, was man erwartet: Reisen soll einem fremde Kulturen näher bringen, neue Menschen zeigen und einen zum reflektieren über das eigene Alltagsgeschehen anregen — so weit, so gut.

Diese Ziele machten die beiden Kamerafrauen Rebecca Hoeft und Caroline Spreitzenbart stutzig, als sie beide auf Reisen fremde Kulturen kennenlernen wollten. Sie stellten fest, dass diese fremden Kulturen selten als Anschauungsobjekt dienen wollten und durch steigende Tourismuszahlen das Leben der Menschen in Tourismusregionen enorm geprägt wird. Dadurch entsteht dort ein gewisser Widerwille, mit seiner Heimatkultur als „Konsumartikel für Massen an Menschen“ zu dienen.

Zerstört die Reiseindustrie sich selbst?

Dieser Problematik widmen die beiden sich in ihrer Fotografie-Ausstellung TOURISTEN in der Cinematographer’s Gallery. Die Fotos zeigen anschaulich den Kontrast der Menschenmassen auf Reisen und die einheimischen Leben auf. Durch die Ausrichtung auf die großen Tourismuswellen wird genau dem entgegengewirkt, was eigentlich Ziel der Reise ist: Spontaneität und Individualität. Dieses Phänomen wird von Caroline Spreitzenbart und Rebecca Hoeft aufgegriffen und in verschiedenen Arten kommentiert.

Zu sehen ist die Austellung vom 12.10.17 bis zum 12.12.17 in der Cinematographer’s Gallery an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München, einberufen vom Lehrstuhlinhaber der HFF-Abteilung Kamera, Professor Tom Fährmann. Der Eintritt ist frei.

Eine Kindheit in Rumänien

Gleichzeitig mit „Touristen“ zeigt die Cinematographer’s Gallery Arbeiten von Sven Zellner, der an der HFF München Kamera studiert hat und als künstlerischer Mitarbeiter im Department Kamera arbeitet. Dabei dreht sich alles um die sechs rumänischen Kinder Ionut, Mariana, Miruna, Stefania, Mihai und Andrej. Sie leben in Rumänien, in der Region Buzau, hundert Kilometer nördlich von Bukarest.

Der Fotograf Sven Zellner begleitet zusammen mit der Autorin Diana Laarz die Kinder auf ihrem Weg in das Leben. Die Bilder des Projekts wurden im Juli 2015 während Les rencontres d’Arles ausgestellt und erhielten eine Honorable Mention der Manuel Rivera-Ortiz Foundation for Documentary Photography and Film.

Vernissage zu dieser zweiten Ausstellung mit dem Titel Eine Kindheit in Rumänien ist am 19. Oktober 2017 / 19 Uhr in der Cinematographer’s Gallery an der HFF München und sie dauert bis zum 15. Dezember 2017.

 


In aller Kürze:

Was? Doppelausstellung „Touristen“/“Eine Kindheit in Rumänien“ in der Cinematographer’s Gallery
Wann? 12.10.17 – 15.12.17 | Mo-Fr 9.00-18.00
Wo? HFF München, 4. OG, Fahrstuhl 2 | Bernd-Eichinger-Platz 1, 80333 München
Wieviel? Eintritt Frei


Fotos: © HFF München / Rebecca Hoeft / Caroline Spreitzenbart / Sven Zellner


Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erscheint im tagebook, einer Kategorie, die unsere Partner nutzen können, um neue Ideen und Inspirationen in Blog-Beiträgen vorzustellen.

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