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Sehnsucht nach Südamerika? Blanco White spielt am 16. April im Ampere

Sharon Brehm

Sharon Brehm

Freigeist, Frohnatur und Foodfetischistin // liebt den Alltag und ist auch sonst eher ein Glückskind // steht total darauf, Dinge zu zerdenken, wenn es sie nicht gerade wahnsinnig macht //
Sharon Brehm

Ein einziger Blick aus dem Fenster genügt wohl, um sich am liebsten direkt auf die andere Seite des Atlantiks beamen zu wollen. Doch weil wir nicht wollen, dass unsere Mitmenschen neidisch sind (und nicht weil das mit dem Geld und dem Arbeiten so eine Sache ist), bleiben wir selbstlos in München und importieren uns das Südamerika-Gefühl nach Bayern.

Das ist auch ganz einfach möglich, denn der Singer/Songwriter Blanco White spielt am 16. April seinen Mix aus sehnsüchtigen Lyrics und andalusischen Gitarrenklängen im Muffatwerk.

Wer bei Südamerika nur an sonniges Rambazamba denkt, sollte am Besten direkt mit dem Lesen aufhören. Doch wer im Herzen Bohème ist und auf dem Rücken einen Backpack trägt, wird direkt von den gefühlvollen Texten angesprochen. Denn Blanco White singt vom Verlieren, Verlieben und sich Finden.

Man kann sich gar nichts anderes vorstellen, als dass Blanco White an der Panamerikana den Daumen rausstreckt und stundenlang durch die Anden streift, während er seinen Herzschmerz in Musik verwandelt: „I found out if all I do is hide between the lines, an outsider at the door. I’m unbound, foreign on a path forever mine.“

Flamenco und Charango

Dabei heißt Blanco White eigentlich gar nicht Blanco White. Und er ist auch nicht in Andalusien oder den Anden zuhause. Vielmehr verbirgt sich hinter dem Namen der Engländer Josh Edward, der lange in Cadiz (Spanien) und Sucre (Bolivien) studierte und lebte. Als er 2014 sein Soloprojekt startete, wollte er vor allem die Elemente der andalusischen und lateinamerikanischen Musik miteinander vereinen und sie mit Einflüssen seiner britischen Heimat kombinieren.

Tatsächlich finden sich in Blanco Whites Musik Elemente des Flamenco Jonde. Im Vergleich zum jovialen Flamenco Festero besticht dieser Stil durch Schwermut, Tiefe und Melancholie. Wegen seiner Stimme und seinen Lyrics erinnert er dabei an Damien Rice oder Snow Patrol – nur eben so, als wären die beiden gerade vom Reisen wiedergekommen.

Aus der Ferne hat er auch sein Charango mitgebracht, eine kleinere südamerikanische Version einer Gitarre. Gepaart mit Streicherklängen, seiner rauen Stimme und rhythmische Kastagnetten komponiert er einen ganz eigenen Mix. Diesen kannst du dir auf den 2016 erschienen EPs „Wind Rose“ and „Colder Heavens“ anhören.


In aller Kürze:

Was? Blanco White
Wo? Muffatwerk, Ampere| Zellstr. 4
Wann? 16. April 2018 | Beginn 20.00 Uhr
Wieviel? 20,50 Euro zzgl. Gebühren, Tickets hier


Beitragsbild: © Blanco White

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