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Meine Halte – Müllerstraße

Stefanie Witterauf

Stefanie Witterauf

Stefi ist eine junge Journalistin aus München. Sie liebt Neologismen, Dadaismus und Kaffee. Den trinkt sie am liebsten auf Reisen. Bevor sie dreißig Jahre alt wird, möchte sie alle europäischen Hauptstädte gesehen haben.

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Stefanie Witterauf

Meine Halte ist die Müllerstraße. Das ist eine Trambahn Haltestelle und das ist gut so. Denn ich fahre mit der Tram gerne – die Linien 16, 17 und die 18 bringen mich von der Müllerstraße ins Westend, nach Giesing oder nach Haidhausen. Wenn ich denn weg will. Denn bevor die Müllerstraße meine Halte war, da war ich noch mehr an anderen Orten in München als an den Orten, die in Gehweite von meinem Zuhause sind.

Alles da – im Glockenbachviertel

Das klingt jetzt ein bisschen so, als ob ich mich beschweren wollen würde. Aber nein! Ich liebe es im Glockenbachviertel zu wohnen und fühle mich zwischen dem Sendlinger Tor und der Fraunhofer Straße sehr gut aufgehoben. Aber eben so gut, dass ich lustige Bordstein-Abhänger-Abende vorm Späti im Westend lieber in die Favoritbar verlegen will.

Und statt im Englischen Garten lieber am Ufer von der Isar sitze. Oder einfach in meine WG-Küche einlade. Denn die Späti-Dichte (oder 24-Stunden Kiosk Dichte) ist hier für München überraschend hoch. Bis elf ist es kein Problem gekühltes Bier zu humanen Preisen einzukaufen. Nach elf muss man dann zum Reichenbach Kiosk. Und meistens geht es ja dann doch in eine Bar rund um den Gärtnerplatz oder ins Awi, das zwar geschlossen hat, aber nur ein paar Meter weiter wieder eröffnen wird.

Hallo Stammkneipen!

Und weil eben alles in München von der Müllerstraße nicht so weit weg ist und man sich oft irgendwie im Glockenbachviertel trifft, ist es auch einfach oft so, dass ich ins Baader Café, in den Trachtenvogl oder ins 404 gehe.

Zwar wird immer wieder behauptet, dass die Müllerstraße tot ist, aber ich treffe trotzdem viele Leute hier. Auch die, die nicht im Viertel wohnen. Unangenehm ist es, wenn man nur schnell mit einem Mörderkater zum Alof huschen und Brezn kaufen will. Cool, wenn man an einer Bar vorbei läuft und deine Freunde plötzlich vor dir stehen. Denn Läden mit Stammkneipen-Potential gibt es hier im Viertel einfach viele. Und ich habe das Gefühl, dass überdurchschnittlich oft Geburtstage im SaxLoretta oder Lola Bar gefeiert werden.

Morgens, mittags, abends

Kulinarisch lässt mich das Glockenbachviertel auch nicht im Stich. Pizza und Pasta wie aus Italien gibt es im Pepenero. Indische Küche im Palast der Winde. Asiatische Fusionsgerichte im Fei Scho. Leckeres afghanisches Essen im Bamyan. Und gut bürgerliche Kost gibt es im Faun und im Rumpler. Guten Kaffee gibt es im Hoover & Floyd und im Man VS. Machine. Fancy wird es in der Kaffeebar Aroma oder bei der Bar im Flushing Meadows mit wahnsinnig schönem Ausblick über die Dächer der Stadt.

Mitternachtssnacks in Form von Pizzastücken oder Dürüm gibt es in der Müllerstraße gleich mehrmals. Und die wohl beste Currywurst mit Pommes im Bergwolf.

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