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Viel Bussibussi und noch mehr Amore auf den Bühnen des Puls Open Air Festivals 2018

Weniger Bussibussi, mehr Amore, oder war es doch viel Bussibussi und noch mehr Amore? Zumindest hat sich Zweiteres auf der Bühne durchgesetzt. Moop Mama knutschten mit der uniformierten Antilopen Gang und Kraftklub mit Faber. Und nicht weniger positiv war die Stimmung im Publikum. Bei bestem Wetter und einer ausgelassenen Stimmung wurde nicht nur vor den Bühnen gefeiert, sondern auch in alten Gemäuern, Scheunen und Fasshallen.

Auch wenn es sich vielleicht so anhört: es war nicht durchgehend sooooo woodstockmäßig, zwar immer noch liebevoll, aber in Maßen. Zu einer ordentlichen Portion Trapsound und Rap gehören nun mal auch Schimpfwörter und Beleidigungen. Bei RIN, Trettmann und Ebow ging es ziemlich ab. Wer da die Füße still halten konnte, ist spätestens von Zugezogen Maskulin, der Antilopen Gang und allen voran Kraftklub aus der Lethargie gerissen worden.

Ein weiteres Highlight waren Granada in Kombination mit dem Münchner Kneipenchor. Die Einstellung „Es is eh ok“ sollten wir uns sowieso alle viel mehr zu Herzen nehmen. Hier muss man die Sound-Spezialisten der Festivalcrew nochmal loben: der Sound war echt immer Top.

A propos Mundart: die Bavarian Squad trat in Polizeiuniform auf und sorgte somit für ordentlich Furore.

Wir stellen fest: die Bands waren durch die Bank sehenswert und auch das Angebot neben den Konzerten ließ keine Wünsche offen. Vom Morgen-Yoga über Workshops und Lesungen bis hin zur 24h-Challenge – Entertainment pur.

Wir fanden es toll und weil es so schön war, wollen wir nächstes Jahr gleich nochmal hin (die erste Earlybird-Ticketrunde ist übrigens schon ausverkauft).

Fotos © Steffen Möller

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