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Wolkennächte: ein Wochenende im Biohotel Grafenast in Tirol

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Nur knapp zwei Autostunden von München entfernt liegt das Biohotel Grafenast seit 111 Jahren in den Tiroler Alpen. Wir waren für ein Wochenende dort und haben hoch oben über den Wolken residiert.

Abschalten in zwei Tagen

Es ist Freitagnacht als wir im Biohotel Grafenast ankommen. Peter, der Hotelinhaber, kommt aus der Küche, in der er gerade noch mitgeholfen hat, das Abendessen für die anderen Gäste zuzubereiten. Bedächtig und herzlich heißt er uns willkommen. Leider hätten wir die Pilzwanderung heute verpasst, aber auf uns würde morgen Abend dafür eine Überraschung beim Abendessen warten.

Dann führt er uns in eines der 24 Zimmer. Unseres soll für dieses Wochenende das Zimmer Zierbe 2 sein. Was wir jetzt nur erahnen können, ist der spektakuläre Blick ins Tal. Was wir allerdings jetzt schon hören können: das leise Läuten von ein paar Kuhglocken von der Wiese unter uns. Unser Entspannungsmodus fürs Wochenende stellt sich langsam aber sicher ein. Nach einer Tiroler Käseplatte und zwei Gläsern Rotwein, die uns der aufmerksame Kellner bringt, fallen wir ins Bett auf raschelnde Dinkelkissen.

Frühstücken über den Wolkenbänken

 

Am nächsten Morgen wachen wir einwattiert in hellgrauen Wolken auf. Nach der langen Hitzezeit sind wir mittendrin im Spätsommer, im Herbstbeginn. Um uns herum spitzen die dunklen Nadelbäume aus den dichten Nebelwolken. Dass wir noch immer nicht die hochgelobte Sicht ins Inntal genießen können, ist uns beim Anblick des Frühstücksbuffets herzlich egal.

Das Biohotel Grafenast wurde für seine vegane und vegetarische Küche eigens ausgezeichnet: über Bio-Eier, Honigwaben, Hummus, frisches Obst und Gemüse sowie eine leckere Auswahl an Käsesorten und laktosefreien Produkten fällt es uns schwer, mit dem Frühstücken wieder aufzuhören.

Vieles, was auf den Tellern im Hotel landet, kommt direkt aus dem Garten von Waltraud und Peter Unterlechner, wie zum Beispiel das Obst für die selbstgemachten Marmeladen oder die Birne, die gestern als Betthupferl im Zimmer auf uns wartete.

Auch sonst bemüht sich die Hoteliersfamilie um Nachhaltigkeit. Das Biohotel Grafenast ist immerhin Tirols erstes CO2 neutrales Hotel, auf gemeinwohlorientiertes Wirtschaften wird Wert gelegt. Wie das Hotel Grafenast bereits in den 80er Jahren zum Biohotel wurde und warum anfangs viele Stammgäste davon gar nicht begeistert waren, erzählt Peter Unterlechner hier.

Entschleunigung am Vormittag: Auf dem mystischen Weg der Sinne

 

Im großen Garten hängen Tautropfen an den Baumflechten, Wassertropfen ziehen Kreise im Teich, Spinnennetze funkeln. Trotz schlechtem Wetter – wir sitzen ja schließlich nur in einer großen Wolke – wollen wir nach dem Frühstück raus in die Wälder. Peter, der das Hotel in vierter Generation leitet, empfiehlt uns den gut ausgeschilderten Weg der Sinne, damit wir uns im Nebel auf dem Berg nicht verlaufen.

Wir gehen also vorbei am großen Freibad, das bei gutem Wetter geöffnet hat, zahlreichen kleinen Heckennischen mit Bänken und versteckten Kunstwerken raus aus dem Garten und rauf auf den Berg. Dort reißt die Wolkendecke langsam auf, Wolkenfetzen ziehen vor uns über den Weg. Kühe beobachten uns aus dem Wald heraus.

Nachmittags-Entspannung in der Waldsauna und im Hammam

Zurück im Hotel genießen wir die Mittagsjause – frischer Linsensalat mit Ziegenkäse und Gartenkräutern und machen uns bald auf in den Saunabereich des Hotels, der jeden Tag ab 15 Uhr geöffnet hat. Im Ruhebereich sieht man nun endlich ins Tal, bis nach Innsbruck. In den verschiedenen Saunen ist wenig los, sodass wir zeitweise ganze Räume nur für uns haben.

Jetzt müsste nur noch jemand eine Entscheidungen treffen: Eher ins weitläufige Hammam, wo kleine Salztiegel warten? Oder in die Haussauna? Ein Highlight ist zweifelsfrei die runde Jurtensauna im Wald. Aus Holz und Lehm wurde sie gebaut, über eine Brücke kann man direkt vom Saunabereich zu dem runden Holzzylinder laufen. Im unteren Bereich befindet sich dort eine große Sauna mit Blick auf den Wald. Fertiggeschwitzt legt man sich danach einfach ein Stockwerk höher in den Ruheraum und schläft bei sphärischen, unaufdringlichen Klängen ungestört ein.

Waldsauna

Slow Food-Genuss am Abend

So viel Wandern und Nichtstun macht hungrig. Wie versprochen bekommen wir als Vorspeise ein Zweierlei an Waldpilzen präsentiert, die Peter am Vortag mit interessierten Hotelgästen gesammelt hat. Regelmäßig bietet der Hausherr auch Brotbackkurse und andere Seminare an.

An diesem Abend geht es voll im Sinne der Natur-Küche mit deftigem Rindsgulasch und als vegetarische Variante Karfiol an Semmelbrösel und Ei weiter. Als ausgesprochene Nachtisch-Fanatiker haut uns das Dessertbuffet in der alten Stube um: Panna Cotta auf Obst, Mascarponecreme auf heimischen Heidelbeeren, selbstgemachtes Eis und Schokofrüchte begeistern die anderen Gäste ebenso wie uns – immerhin schöpfen sich alle mindestens zweimal nach.

Nicht ohne Spinatknödel – Sonntag ist Abreisetag

Die alte Stube, die mittlerweile Teil des Restaurants ist, wurde übrigens aus dem Jahr 1907 original in die ständigen Erweiterungen des Hotels integriert. So können die Gäste dank dunklem Holz, getrockneten Kräutern, die an der Decke hängen, und grüngekacheltem Ofen den gemütlichen Hüttencharme des Biohotel Grafenast genießen. Andererseits lebt das Gebäude durch moderne Erweiterungen, wie die große Panoramaterrasse zum Tal hin oder die Jurtensauna im Wald.

Am Sonntag geht es für uns leider zurück ins Tal und nach einen Abstecher in die Wolfsklamm und einem Knödelmittagessen am Achensee völlig entspannt zurück nach München.


In aller Kürze:

Biohotel Grafenast

Pillbergstraße 205
A-6136 Pill / Schwaz / Tirol

Tel. +43 5242 63209
E-Mail: sehnsucht@grafenast.at

Preise: Zimmer ab 120 Euro p.P., inklusive: Bio-Verpflegung mit abwechslungsreichem Frühstücksbuffet, Mittagssnack, 3-5 Gänge Abendmenü, Teebar und belebtes Wasser

Exklusives Green Pearls Angebot: Bei der Buchung den Code „Green Pearls“ angeben und  vor Ort eine private Entspannungsstunde im Gartenhaus mit Kaminfeuer und hausgemachtem Tee sichern
Einlösbar während Ihres Aufenthaltes zu einem Termin Ihrer Wahl (je nach Verfügbarkeit). 


Text: Ronja Lotz.

Anmerkung: Wir bedanken uns bei Green Pearls und dem Biohotel Grafenast für die Einladung, die jedoch nicht unsere ehrliche Meinung beeinträchtigt.

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