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Genau so lecker und jetzt noch schöner: Das Anh Thu hat ein Makeover bekommen

Seit dem 7. August strahlt es wieder in neuem Glanze: Das Anh Thu in der Kurfürstenstraße hat ein Makeover bekommen. Damit steht das Restaurant nun seinen vier Geschwister-Restaurants, darunter auch den beiden Chi Thu’s (Haben wir hier bereits getestet) in nichts mehr nach.

Das mussten wir uns natürlich genauer ansehen.

 

Das Anh Thu ist modern und gemütlich zugleich, exotisch, ganz ohne Fernost-Kitsch: Sofas mit blauem und goldenem Samtbezug, eine schicke Bar mit dunkler Holzverkleidung, an der einen Wand ein großes Gemälde in warmen Farben, auf der gegenüberliegenden Seite ein Teppich aus Muscheln, bestickte Kissen, die Blumendeko sorgt für bunte Farbtupfer, das Geschirr ist perfekt auf den Rest der Einrichtung abgestimmt – hier hat jemand ein Auge fürs Detail!

Wir nehmen Platz. Das Restaurant ist für einen Dienstagabend sehr gut besucht. Es dauert nicht lange und die ersten Gäste, die durch die Eingangstür kommen, müssen ohne einen Platz wieder gehen. Eine Reservierung ist also auf jeden Fall empfehlenswert! 

Und das gab’s zu essen..

 

Sich bei so viel Auswahl festzulegen, fiel uns zunächst gar nicht so leicht. Eigentlich sollte die Karte auch kleiner werden, verrät man uns, aber man wollte und konnte sich von keinem der Gerichte trennen.

Schließlich einigen wir uns auf die marinierten Spare-Ribs mit Zitronengras (Suron Nurong, 11.90€) als Vorspeise, dazu einen frischen Salat aus Mangostreifen, Schalotten, Limette und knuspriger Ente (Goi Du Du Chay, 12.90€) und einer Crispy Soft Shell.

Darauf folgt mit Zitronengras mariniertes Rindfleisch frisch vom Grill, serviert mit Reisnudeln und frischen Kräutern (Bu Nurong Xa, 22.90€) und marinierte Seeteufel mit Dill und Zwiebeln, serviert im Tontopf auf einem Stövchen, dazu Reisnudeln (Cha Ca, 24.90€).

Dazu gönnen wir uns noch einen Mai Tai und den Kumquat Mojito (mit viel viel mehr als nur Kumquat!)

Unser Fazit:

Dass uns im Anh Thu eine besondere Qualität erwartet, wurde uns schon beim Betreten des Restaurants klar. Der freundliche und zuvorkommende Service verstärkten diesen Eindruck noch. Der Preis der Gerichte wird durch ihre Ausgefallenheit, Anrichtung und natürlich den Geschmack mehr als als gerechtfertigt: Fünf Sterne!

(Leider) nichts für jeden Tag, auch wenn wir es uns gerne jeden Tag leisten würden. Spontane Bun-Ga-Cravings können aber Gott sei Dank bei gleicher Qualität zu Streetfood-Preisen im Chi Thu gestillt werden, bis dann der nächste Anh Thu-Besuch als besonderes Highlight ansteht.

Was es sonst noch zu Essen gibt:

Reispapierrollen (Do Cuon, ab 19.50€) zum Selbstrollen. Eine unglaublich große Auswahl an Vorspeisen, zum Beispiel Sate-Spießchen (ab 7.90€), am Tisch zu grillen. Außerdem wurden uns die Süßkartoffelrösti mit Black Tiger Prawns, Frühlingszwiebeln und Sesam (Banh Tom, 9.90€) wärmstens empfohlen. Am besten teilt ihr euch die Anh Thu Vorspeisen-Platte (15.90€) mit einer Kombination aus Sommerrollen, Crispy Wantan, Huhn- und Garnelenspießchen zum Selbstgrillen, Frühlingsrollen, gegrilltem Grillfleisch, Entensalat, Papayasalat und vier Dips.

Natürlich dürfen auch Phó (ab 8.90€), Bun (Nudelschalen, ab 16.90€) und Dumplings (ab 8.90€) nicht fehlen. Das Curry mit Riesengarnelen und Gemüse (25.90€) wird mit Duftreis in einer frischen Kokosnuss serviert und am Nebentisch konnten wir ein Dessert in einer Kokosnuss erspähen, doch leider waren unsere Bäuche bereits mehr als voll. Aber wir kommen wieder!


In aller Kürze: 

Was? Authentisch vietnamesische Küche im Restaurant Anh Thu

Wo? Kurfürstenstraße 31 (Tram: Nordendstraße)

Wann? Täglich 11:30 – 14:30 Uhr und 18:00 – 23:00 Uhr, Montags ist Ruhetag!

 


Fotos: Interior: © Korbinian Wachinger, Food: © Giulia Gangl

Giulia Gangl

Giulia Gangl

"Überladung mit überflüssigen Fremdwörtern,
ausgiebige Verwendung von Modewörtern.
Die grauenhafte Unsitte, sich mit Klammern (als könnte mans vor Einfällen gar nicht aushalten) und Gedankenstrichen dauernd selber - bevor es ein anderer tut - zu unterbrechen, und so (beiläufig) andere Leute zu kopieren und dem Leser - mag er sich doch daran gewöhnen! - die größte Qual zu breiten.
Aufplustern der einfachsten Gedanken zu einer wunderkindhaften und verquollenen Form."
(Kurt Tucholsky)

Ups.
Giulia Gangl
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