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Hidden Places: Die Backstube von Rischart

Jonas Haesner

Jonas Haesner

Ich halte die Augen offen und versuche mit Fotos meine Sicht der Welt einzufangen.
Jonas Haesner

Unter dem Titel „Hidden Places“ werde ich in den nächsten Monaten regelmäßig Orte vorstellen, die in München zwar bekannt sind, aber irgendwie auch nicht. Ich werde die Orte aus einem Blickwinkel zeigen, den du normalerweise nie zu Gesicht bekommst.

Als zweiten Hidden Place habe ich die Backstube von Rischart besucht.

Willst du mein Datschi sein?

Ich bin häufig am Marienplatz – nicht oben auf dem Platz selbst, sondern unten bei den U- und S-Bahnen. Wenn es wieder Spätsommer wird und ich auf meine S-Bahn warte, stehe ich häufig vor einem Plakat, das mich dann doch zum Hochgehen bewegt. Diese Zwetschgen-Datschi-Werbung, an der schaff ich es nur selten, einfach so vorbeizugehen…

Schnitt

Ich fahre nachts um zwei oder drei mit dem Fahrrad von der Arbeit heim (Jaja, immer diese Barkeeper). Über den Gärtnerplatz in die Klenzestraße, rein in die Buttermelcherstraße. Und schon wieder wird es schwer für mich: Der Geruch nach frisch gebackenem Brot und Semmeln lässt mich langsamer werden – soll ich mir vielleicht doch gleich noch irgendwo Semmeln holen? Mist, eigentlich noch zu früh…

Hinter den Kulissen der Bäckerei

Nachdem ich diese Kolumne gestartet habe, wurde mir schnell klar: Ich will mal in die Rischart-Bäckerei und sehen, wie es da so ist. Ist es wirklich ein Ort wie bei Charlie und die Schokoladenfabrik, oder doch nur eine ganz normale Bäckerei?

Irgendwie ist beides ein bisschen der Fall:

Hidden Places: Backstube Rischart

Hidden Places: Backstube Rischart

Ab 12 Uhr nachts arbeiten in der Backstube circa 20 Leute, um die Brote pünktlich und frisch an alle Filialen ausliefern zu können.

 

Hidden Places: Backstube Rischart

Hidden Places: Backstube Rischart

Wie entsteht eine Breze?

Jeden Tag macht ein Team 6.000 Brezn. Der Teig wird mit Hilfe einer Maschine portioniert, durch eine ausgeklügelte Konstruktion mit Mehl bestäubt und zu länglichen Teig-Schlangen gerollt.

In ihre wohlbekannte Form werden die Brezn jedoch alle per Hand gebracht.

Hidden Places: Backstube Rischart

Hidden Places: Backstube Rischart

Hidden Places: Backstube Rischart

 

Und zum Glück: Auch der Datschi war da. Frisch belegt und gebacken (am liebsten wäre ich einfach dort geblieben).

Hidden Places: Backstube Rischart

Hidden Places: Backstube Rischart

In ganz München bin ich auf der Suche nach Hidden Places. Überall gibt es Orte, an denen man täglich vorbeigeht, aber die man nie von innen sieht.

Kennst du so einen Ort? Schreib mir in die Kommentare, bei welchen Orten du gerne mal hinter die Kulissen schauen willst und ich werde versuchen, sie vorzustellen.

Du willst wissen was hinter den kleinen Verkaufsräumen im Reichenbachkiosk versteckt ist? Letzen Monat war ich dort und habe es für dich rausgefunden.


Fotos ©Jonas Haesner

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