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München, deine Künstler – Wen du auf der fünften ARTMUC treffen kannst

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Es ist endlich Zeit für etwas Neues: Street Art, Urban Art, Digital Art, Fotografie, Malerei und Skulpturen - ARTMUC ist Münchens neues Kunstfestival und kreativer Melting Pot für visuelle Inspiration. Künstler und Galerien aus der ganzen Welt präsentieren spannende Kunstwerke und Projekte - dazu gibts coole Musik und ein Live-Konzert auf Münchens schönster Insel - der Praterinsel. Dabei sein ist alles!
www.artmuc.info
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Kunst entdecken, Visionen aufzeigen, Leidenschaften wecken – unter diesem Motto öffnet am kommenden Wochenende die fünfte ARTMUC ihre Türen auf der Praterinsel. Über 80 nationale und internationale Künstler sowie 15 Galerien stellen dabei vom 9. bis zum 11. November ihre Werke aus.

Welche Trends beherrschen die europäische Kunstszene? Warum ist es wichtig, auch mal neue Wege zu gehen? Und kann man sich zeitgenössische Kunst auch für die eigenen vier Wände leisten? (Ja, kann man!)

Davon kannst du dir drei Tage lang dein eigenes Bild auf der ARTMUC machen.

Und wen trifft man so auf der ARTMUC?

Natürlich werden auch einige Münchner Künstler auf der ARTMUC Kunstmesse vertreten sein. Wir haben vorab Kerstin Emrich Thomas und Lukas Frese ein paar Fragen gestellt, die beide zum wiederholten Male auf der ARTMUC ausstellen und als freischaffende Künstler in München kreativ sind.

MUCBOOK: Was dürfen wir von euch bei der ARTMUC erwarten? Welche Werke bringt ihr mit?

Kerstin Emrich Thomas: Diesmal werde ich hauptsächlich Werke in meiner neuesten Technik Acryl-Malerei auf Farbschüttungen zeigen.

Lukas Frese: Ich werde diesen Herbst in erster Linie figürliche und szenische Arbeiten aus unterschiedlichen Werkserien zeigen; alles Gemälde in mittleren und kleinen Formaten.

Was macht eure Kunst aus? Wie würdet ihr euren Stil beschreiben?

Kerstin: Entwickelt habe ich meine Bilder aus realistischer Portrait-Malerei in Öl und Acryl auf Leinwand. Dabei war schon ganz früh „Jugend“ und „Jugendlichkeit“ mein zentrales Thema. Dieses Thema habe ich immer weiter entwickelt und mit eigenen Stilelementen verschiedener Techniken aus der realistischen Darstellung zunehmend in die Abstraktion geführt. Heute ist es die Mischung aus Farbschüttungen und Rakelungen die ein zufälliges Element einbringen und intensiv realistisch ausgearbeiteten Bildbereichen, die meine Malerei ausmachen.     

Lukas: Tatsächlich spielen für mich bei der Malerei erstmal handwerkliche Kriterien eine entscheidende Rolle. Ich male gegenständlich, verbinde traditionelle Ansätze mit eigenen Methoden. Impressionismus, zeitgenössischer Realismus, Comics, Musik und Bildhauerei sind alles Felder, die mich inspirieren.

Wie würdet ihr das kreative Klima in München beschreiben? Ist es in anderen Städten einfacher, Kunst zu machen?

Kerstin: Zum kreativen Klima in München fällt es mir schwer, eine realistische Einschätzung abzugeben. Ich habe leider bislang die Erfahrung gemacht, dass mir der Zugang zu Galerien nicht möglich ist. Dies insbesondere weil alle Plätze schon belegt sind und man sich für einen neuen Künstler nicht öffnen und aufbauen möchte. In Berlin scheint es mir einfacher zu sein. Dort scheinen auch viele Galeristen ihre Wände temporär an Künstler zu vermieten.

Lukas: Sicher ist, die finanziellen Zwänge sind in München verschärft und auf vielen Ebenen hinderlich, wenn es um künstlerisches Schaffen geht. Ich kenne persönlich eine ganze Reihe ansässiger Künstler, deren ganz unterschiedliche Arbeiten ich sehr schätze, die aber alle unter dem finanziellen Druck vermehrt künstlerische Kompromisse eingehen müssen. Das läuft einem günstigen kreativen Klima natürlich entgegen.

storefinder /Kerstin Emrich Thomas

Beeinflusst oder inspiriert euch München? Auf welche Weise?

Kerstin: Der urbane Raum inspiriert mich sehr für meine Motive. Ich bin selbst eine intensive Stadt-Geherin und hier stoße ich ständig auf interessante Leute. Das Bildmotiv für „storefinder“ ist mir am Sendlinger Tor begegnet. Zwei junge Asiatinnen, die ich bat, einige Fotos von ihnen machen zu dürfen, weil sie die typische urbane junge Art und Optik hatten, mit modernen Klamotten und coolen Accessoires. 

Lukas: Mich interessieren in erster Linie atmosphärische Momente und Szenen, die Motive sind eigentlich eher banal, der Zustand und der Rhythmus dahinter interessieren mich. Das alltägliche München, der Wandel der Stadt bei Nacht und weniger die schöne Fassade, die es hier ja zuhauf gibt.


In aller Kürze:

Was? ARTMUC

Wann? 9. bis 11. November 2018

Wo? Parterinsel 3-4, 80538 München

Wieviel? Erwachsene 13 Euro, Studenten 10 Euro

Weitere Infos gibt es hier.


Fotos: © Kerstin Emrich Thomas & Lukas Frese / Text: Ayla Amschlinger

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