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Salewski & Tom Wu @ Olympiastadion

August 9 - 19:00 - 22:00

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    Sing, sagte Salewski, sing einfach, was du willst. Und so sang
    ich also und legte mich in das von ihm fein bereitete,
    schlankweg luxuriös aufgepolsterte Klangbett, genau wie die
    anderen sechs einbestellten VokalistInnen. Aber jede Stimme
    räkelt sich auf ihre ganz eigene Weise zu ihrem Chanson: Inida
    Kreuz auf albanisch bei Strand II, Pico Be texttrunken tänzelnd
    bei Sulukule, Manuela Rzytki mit der Chanteusen-Zunge lässig
    in der Backe bei Ceci n’est pas une pipe, Rosalie Eberle mit der
    ganzen Überschusskraft der Oper bei Weniger, und dann noch
    dieser unwiderstehliche Autotune-Sommerhit Epuscrular von
    Autoboy! Das Singen ohne Stimme führt uns bei Monolith der
    bekannte Geräusche-Crooner Anton Kaun vor, Salewskis
    Stimme selbst erscheint uns tatsächlich auch selbst mit dem
    Mantra I and I unter dem Deckmantel seiner Geheimidentität
    Agnostoman, und die hier Unterzeichnete berichtet in
    Ghostdrivers von Geisterfahrern und in Painted on von
    Gliedmaßen, die aber lediglich am Körper aufgemalt sind – in
    einer hypnoiden Vortragsweise, die vielen der auf diesem
    Album vertretenen Stimmen zu eigen ist. Die makellosen
    Percussion-und-Synthesizer-Landschaften, in denen sie sich
    tummeln, hat der Meister sämtlich selbst eingespielt (Gemischt
    und produziert wurde das Ganze anschliessend mit Albert
    Pöschl in dessen echokammer Studio) und zwar bei sich in
    seinem rauchverhangenen Wohnzimmer, wo langfingrige
    Sonnenstrahlen durch das Pflanzengestrüpp vor den Fenstern
    bizarre Schatten auf die eierschalenfarbenen Teppiche zaubern
    – und genau so, eklektisch und geheimnisvoll, klingt diese
    Platte auch. Salewski ist einer, der aus ganz wenig ganz viel
    machen kann, als Musiker und als Mensch. Ein Minimalist mit
    einem Herz aus Gold. Und dies ist ein Schmuckkästchen von
    einem Album, eine Gehirnschleuder und ein Seelentröster
    zugleich.
    // Tom Wu: Auftritte von Tom Wu sollten ausschließlich in Kellerclubs stattfinden. Kellerclubs, in die man hinabsteigen muss, als würde man in die Abgründe unserer Psyche hinabsteigen. Kellerclubs ohne Licht, als würde man sich in den düstersten Ecken unserer Gedanken befinden. Kellerclubs ohne Licht, bis auf ein Strobo, das Bilder von Menschen in Ekstase zeigt, zerhackt in Momentaufnahmen.
    Denn genauso wirkt die neue Platte des Münchner Schlagzeugers und Sängers: Wie eine Reise ins Unbewusstsein, wie eine besonders schwarze Nacht auf etwas zu starken Drogen.

    Details

    Datum:
    August 9
    Zeit:
    19:00 - 22:00
    Website:
    https://www.facebook.com/events/288991522541256/

    Veranstalter

    Sommerbühne im Stadion

    Veranstaltungsort

    Olympiastadion
    Spiridon-Louis-Ring 21
    München, 80809 Deutschland
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