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I like the smell of BKL

C.Käßner

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Wahlmünchnerin. Langschläferin. Feministin. Schreibt gern über kleine Projekte mit großem Potential.
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Endlich. Sie sind wieder da. Und sie werden München elektrisieren. Nadja von Brockdorff, Sergej Klang und Ekki Labor. Zusammen sind sie Brockdorff Klang Labor (BKL) und machen Musik. Richtig dufte Musik. Am 17.01. im Muffat.

BKL_2013

Kurzer Jump back ins Jahr 2007: Ilses Erika in Leipzig. Record-Release-Party zum Debütalbum „Mädchenmusik“. Leipzig feiert immer noch am besten, dachte ich damals. Das hat sich bis heute nicht geändert. Und Leipzig tanzt in Kellern zu Brockdorff Klang Labor immer schöner als alle anderen. Es war ein tolles Gefühl Teil dieser Bande zu sein. Fröhlicher Electro. Einprägsam und hymnenhaft. Die Intro erkor „Mädchenmusik“ zu einem der besten Alben dieses Jahres!“ und der Musikexpress spendete „Stehende Ovationen“.
Lieder wie „Some girls are bigger than others“, „Frohe Schritte“ oder „Breakfast for Cyborgs“ liefen bei mir hoch und runter. Bei dem Song „Mädchenmusik“ hatten BKL zudem Unterstützung von Jens Friebe.

Dann wurde es erstmal still um das charmante Trio. Bis auf eine Einladung des Brockdorff Klang Labors zur Weltausstellung nach Shanghai 2010, wo sie 5 Konzerte gaben, war wenig von den Leipziger_innen zu hören.

Doch nun ist das Brockdorff Klang Labor, die Speerspitze der Neuen Leipziger Schule, mit seinem zweiten Album „Die Fälschung der Welt“ zurück. Das Kollektiv hat ein Herz für analoge Synthesizer, zarte Melodien, expressionistische Lyrik, gebrochene Beats und situationistische Manifeste. In ihrer Musik trifft intelligentes Songwriting und politische Haltung auf die rauhen Beats urbaner Tanzmusik.
Revolution! klingt es aus den Beats, ohne dass das Wort vorkommen muss. Ihre erste Singleauskopplung nennt sich „1989“ und beschäftigt sich mit der deutschen Einheit. Aber nicht nur. Das wäre zu kurz gedacht bei BKL.
Das wohl bekannteste Stück des Albums ist „Festung Europa“. Damit gewannen BKL 2011 einen Protestsong-Wettbewerb, welchen die SPEX und byteFM ausgeschrieben hatten. Ein brandaktuelles Statement zur Grenzpolitik der europäischen Revolution.

Mein Lieblingssong des Albums ist „Sad-eyed punk“. Kenner_innen der Band werden sich daran erinnern, dass das Stück schon vor ein paar Jahren durchs Netz schwirrte. Jetzt gibt’s das also auch auf Platte. Sehr schön.

Noch schöner ist, dass Nadja, Sergej und Ekki am 17.01.2013 ins Cafe Muffathalle kommen. Das ist zwar kein Keller, aber vielleicht können wir trotzdem zusammen tanzen?

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Konzert im Muffatcafe am 17.01.2013
Donnerstag 17.1.2013
Einlass: 21:00
Beginn: 22:00
Ort: Café Muffathalle
VVK–14–zzgl.Gebühren—AK–18

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