Kultur, Live

Ich hab immer den Rock’n’Roll-Gedanken verfolgt…

Larissa Kellerer traf YA-HA zum Interview:

Was war euer Highlight 2011?
Jana: Natürlich dass wir die Platte fertig gestellt haben und wir auf Tour gegangen sind, dass wir also die Möglichkeit hatten die neuen Songs auch mal live zu performen.
Flo: Das in Cannes war auch sehr interessant. Sehr speziell weil wir eben in Frankreich gespielt haben. Und das mit deutscher Musik, das ist schon was besonderes.

Was wünscht ihr euch für 2012?
Flo: N paar wochen urlaub.
Jana: Viele Konzerte spielen, sonst nichts eigentlich. Konzerte sind das Wichtigste.
Flo: Festivals spielen im Sommer, das war letztes Jahr nämlich ein bisschen schwierig. Und einfach, dass wir ein paar coole Bookings haben.

Was darf Backstage bei euch nicht fehlen?
Jana: Stilles Wasser und auf jeden Fall vegetarisches Essen.
Flo: Ich brauch unbedingt Wlan.
Dirk: Ansonsten sind wir eine recht anspruchslose Band.

Was denkt ihr, wovon hängt Erfolg ab?
Flo: Grundsätzlich natürlich von der Musik. Man sollte aus der Masse rausstechen und die Leute müssen Bock drauf haben. Aber wenn die Leuten deine Songs nicht mögen, kannst du nicht viel dagegen machen.

ya-ha_pressefoto8_2011

Wovon lasst Ihr euch inspirieren?
Dirk: Von tagtägliche schönen Momenten. In München speziell generell von der Isar.

Was gefällt euch an München?
Jana: Natürlich die Isar und Viertel wie das Glockenbach mit seinen Cafe’s usw. Und dass du eben schnell in der Natur bist, in die Berge kannst… Wir sind auch alle Naturmenschen.

Jana, du bist in Kalifornien aufgewachsen, als Tochter einer Haremsfrau von Rainer Langhans. Wie hat dich dieses Leben beeinflusst und inspiriert?
Jana: Einfach die ganze Art und Weise wie ich aufgewachsen bin, wie wir miteinander gelebt haben – es war alles sehr offen, künstlerisch und auch locker. Es war eine besondere und auch spirituelle Atmosphäre. Aber genau kann ich nichts benennen…

Hättest du dir manchmal gewünscht, ein 0815-Leben in einem Reihenhaus in Grünwald zu führen?
Jana: Ein 0815-Leben vielleicht nicht, aber mehr Kontakt zu meinem Vater wäre toll gewesen. Er lebt ja in Amerika und deswegen habe ich ihn selten gesehen. Manchmal wäre es schon schön gewesen so eine Mutter-Vater-Kind-Familie zu haben.

Was könnt oder wollt ihr jungen Musikern auf den Weg geben?
Flo: Dass die machen sollen, auf was die Bock haben. Natürlich geht’s auch drum wie kommt man an usw. aber man sollte sich immer selbst treu bleiben. Und dass man die Kohle nicht für professionelle Studioaufnahmen ausgibt. Lieber selber aufnehmen… In dem frühen Stadium hat man zuhause mehr Spaß – da sollte man das Geld lieber in Equipment investieren. Ich denke, das bringt auf lange Sicht mehr.

Wie kamt ihr auf die Idee YA-HA zu gründen?
Flo: Jana und Ich haben eh schon viel zusammen gearbeitet und irgendwann wollten wir mehr machen als nur einzelne Songs. Und dann war klar dass wir was zusammen machen wollten.

Muss man sich wegen euren anderen Karrieren Sorgen machen dass mit YA-HA erstmal Schluß ist oder macht ihr weiter?
Flo: Ja klar, selbstverständlich. Wir bringen ja nicht nur ein Album raus… Ne, ne! Wir machen schon weiter!

ya-ha_pressefoto3_2011

Welche Ziele verfolgt Ihr als Band?
Flo: Jetzt kommt erst das neue Album raus und dann mal schauen wie es so ankommt bei den Leuten. Auf jeden Fall wollen wir viel live spielen und natürlich auch ein Nachfolgealbum produzieren.

Gab es ein einschneidendes Erlebnis bei den Aufnahmen?
Dirk: Hm, weniger ein großes Erlebnis.. eher viele kleine Big Bangs!

Wie war es für euch, das endgültige und fertige Album in der Hand zu halten?
Jana: Naja, man hört es ja immer mal wieder durch, um zu schauen ob die Mischung passt oder wo man noch was verändern könnte…
Flo: Das stimmt, du hörst bei der Produktion natürlich immer mal wieder rein. Aber das eingeschweißte Album zu sehen ist schon ein tolles Gefühl. Meines liegt zum Beispiel immernoch eingeschweißt zuhause…

Was war eure erste Platte bzw. welche Musik hat euch inspiriert und animiert?
Dirk: Ich hab immer den Rock’n’Roll-Gedanken verfolgt…
Jana: Bei mir waren es Bands wie tonsteinescherben und so… mit 13 hab ich viel und oft die Toten Hosen angehört.
Flo: Bei mir waren es auch Bands wie tonsteinescherben, aber meine erste Band hat Death Metal gespielt, mit mir am Bass. Natürlich gab es dann auch ein paar Death Metal Bands die ich hörte und mir gedacht hab „so will ich dann Bass spielen“.

Mit welchen Künstlern würdet ihr gerne mal ein Konzert spielen?
Flo: Das ist schwer zu sagen. Es gibt viele Bands die ich gerne live seh und mit denen ich auch vielleicht gerne mal spielen würde.. eine konkrete fällt mir gerade nicht ein.

Auf was freut ihr euch in der nächsten Zeit?
Flo: Natürlich auf die Tour und die Konzerte die wir spielen werden!
Jana: Alles ist offen. Ich freue mich auf dass, was kommt, was wir aber noch nicht genau wissen!

Donnerstag 29.3.2012
Einlass: 20:00
Beginn: 21:00
Ort: Ampere
VVK–12–zzgl.Gebühren—-AK–15

Fotos: (c) Christian Stangassinger

No Comments

Post A Comment

Simple Share Buttons
Simple Share Buttons