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Mobilität in Zeiten dicker Luft? Wie geht das denn?

Leonie Meltzer

Her mit den Wörtern, den großen der Zeit, den prägenden, die jeden betreffen und über die wir diskutieren. Angst, Hass, Liebe, Mut? "Wieso, weshalb, warum?", frage ich mich und fange eure Münchner Stimmen ein über all jene Wörter, mit denen wir uns täglich auseinandersetzen.
Leonie Meltzer

Hand aufs Herz: Wie schützt ihr unser Klima in Zeiten, in den Mobilität groß geschrieben wird? Ohne Mobilität – ja was wäre dann eigentlich? Wir fliegen mit Erasmus in ferne Länder, bewegen uns bequem mit dem Auto zur nächsten Veranstaltung und wenn wir kein Auto haben, bedienen wir uns ganz bequem dem Car-Sharing. Der Klimawandel ist schließlich weit weg und doch nur eine Erfindung der Chinesen oder?

Die Frage lautet also mal wieder: Wo anfangen und wo aufhören? Ein paar Möglichkeiten hat allerdings jeder etwas für den Umweltschutz zu tun, ganz ohne Auto. Beliebt unter Studenten und die einfachste Variante in der Stadt schnell und umweltschonend unterwegs zu sein: Fahrrad fahren, so wie unser Kollege Jan, der ein Jahr lang mit dem MVG-Rad gefahren ist. Immerhin fast ein Fünftel der Münchner fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ebenso beliebt ist die Fahrt mit Bus, Tram oder überregional auch mit der Bahn. Der CO2-Ausstoß ist auf langen Bahnfahrten deutlich geringer als beim Fliegen oder Auto fahren.

Und wenn es dann doch mal unbedingt das Auto sein muss: Mitfahrer organisieren, denn wer alleine fährt senkt seine Klimabilanz und das wiederum ist umweltschädlich. Und immer schon dran denken: „vorausschauend Fahren“, ganz brav, so wie wir es in der Fahrschule gelernt haben.

Aber so komplett auf das Auto oder das Flugzeug verzichten? Das Reisen einstellen? Ist nicht wirklich eine Option… Wie kann Mobilität also aussehen, in Zeiten in denen dicke Luft herrscht? Eine langfristige Strategie ist nötig, ein Masterplan, der die Verkehrslage gerade in einer Stadt wie München neu konzipiert, um die Schadstoffe zu reduzieren.

Diese Fragen und dem Anti-Schadstoff-Plan widmet sich auch das Green City Energy-Team bei ihrer Veranstaltung „Wirkungsgrad – Volk ohne Wagen? Auf dem Weg in eine neue Mobilitätskultur“. Laut Green City, gibt es „ohne Mobilität kein Austausch, keine Ökonomie, keine Bildung, keine Kultur, kein Leben. Kaum etwas prägt das Leben in unserer globalisierten Gesellschaft so sehr wie Mobilität.“ Die Stadtplanerin und Expertin in Sachen Verkehr Sabine Nallinger spricht am 29. November mit dem Mobilitäts- und Zukunftsforscher Stephan Rammler über neue Wege in eine andere Mobilitätskultur.

Na dann sind wir mal gespannt, wie diese aussehen kann… Übrigens: auch Stadträte sind ❤️lich Willkommen!


In aller Kürze:
Wann? 29.11.2016 19:00 – 21:00 Uhr
Wo? Orange bar, Green City Energy, Zirkus-Krone-Straße 10, (6. OG) München
Wer? Prof. Dr. Stephan Rammler, Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Arbeitsschwerpunkte: Mobilitäts- und Zukunftsforschung,
sowie Umwelt und Gesellschaftspolitik.


Beitragsbild
©flickr Daniel Wehner  CC BY 2.0


 

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