Kathrin Shadi Aftahy
Aktuell, Münchner Gesichter

Münchner Gesichter: Kathrin Shadi Aftahy vermittelt Künstler*innen

Sandra Langmann

Auslandsösterreicherin mit einer Vorliebe für München, Schreiben, Kaffee und Me(eh)r.
Sandra Langmann

Begabt, kreativ und frisch von der Kunstuni. Klingt schon mal vielversprechend. Aber wie bekommt man einen Fuß in Münchens Galerien? Oder aber: wie wird das Publikum überhaupt auf einen aufmerksam? Ein Raum muss also her. Zum Beispiel ein Raum wie der, den Kathrin Shadi Aftahy mit ihrem Instagram-Account „Die Kunstvermittler“ vor wenigen Monaten geschaffen hat.

Die 25-jährige Studentin der Bildenden Kunst und Pharmazie wollte jungen Absolvent*innen eine Plattform bieten. „Wir haben große Art Consultants unter die Lupe genommen und gelernt. Dann folgte eine Homepage und jede Menge Networking. Nach ein paar Wochen kamen dann schon die ersten Anfragen per E-Mail.“

Instagram als Vermittlungszentrale

Es geht darum, Kunstschaffende zu finden und auf sie auf aufmerksam zu machen. Instagram ist dafür genau der richtige Kanal. „Die Plattform eignet sich gut, da nur mit Fotos gearbeitet wird und sie für künstlerische Arbeiten verwendet werden kann.“ Außerdem haben die meisten Künstler*innen einen Account, so wird schnell vernetzt.

https://www.instagram.com/p/B63phf2lWoO/

Für Kathrin Shadi Aftahy ist die Münchner Kunstszene eine aufregende Welt und sie hat das Gefühl, das sich auch was tut. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und der/die eine wird schneller vermittelt als andere. Das geht aber oft einfacher als gedacht: „Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Solange das Kunstwerk gefällt, ist es auch leicht vermittelbar. Das hängt am Interessenten. Ich hatte auch mal einen Kunden, der teilte so gar nicht meinen Geschmack – und das muss er ja auch nicht. Fündig sind wir trotzdem geworden.“

Und jetzt zum (wirklich) Wichtigen:

Weißwurscht oder Leberkas?
Puh! Süßer Senf ist noch genießbar.

Worüber fluchst du am häufigsten in München?
Ich hab aufgehört zu fluchen. Das macht nur Falten.

Dein bayerisches Lieblingssprichwort?
Der Mensch is guad, de Leit‘ san schlecht!

Das macht dich zur Münchnerin?
Ich bin gebürtige Münchnerin und fand Zeit meines Lebens München unerträglich. Das hat sich mit den Jahren verbessert. Zwischenzeitlich lebte ich in Berlin. Der Kontrast zwischen den Städten half mir, mich mit München wieder zu versöhnen. Seit zwei Jahren bin ich wieder hier und liebe es!

Das geht immer:
Veilchenspritzer.

Das liebst du an München:
Na, seine Kunstszene!

Das fehlt dir in München:
Ein bisschen mehr Laissez-Faire. Und mehr Spritzer.

Wo war deine wildeste Partynacht?
In der Hauptstadt.

Dein Lieblings-Insta-Account?

Und zum Schluss…
„Kunst will das, was noch nicht war, aber alles, was sie ist, war schon.“


Beitragsbild: Privat

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