Kultur, Was machen wir heute?

Noch schnell hingehen – Installation zu Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika

Anika Landsteiner

Unser kultureller Wochenendtipp für euch: Die Installation zu Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika.

Christoph Schlingensiefs Projekt, das nach seinem Tod nun wirklich realisiert werden konnte, soll vor allem eine Sache zeigen: Dass sich Utopie und Wirklichkeit unter dem leidenschaftlichen Einsatz vieler Menschen in Burkina Faso und Deutschland sehr nahe kommen können. Erreicht wird dieser Eindruck durch Installationen, Fotografien, Video- und Filmmaterial in einer Ausstellung, die von seiner Frau Aino Laberenz kuratiert wird.

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Seit 2008 arbeitete Christoph Schlingensief an der Idee des Operndorf in Burkino Faso (Westafrika), um einen Ort entstehen zu lassen, der als interkulturelle Begegnungsstätte und künstlerisches Zukunftsreservoir verstanden werden soll. Dem Projekt liegt aber nicht nur ein künstlerisches Konzept, sondern auch ein architektonisches zugrunde. Der aus Burkino Faso stammende Architekten Diébédo Francis Kéré hat eigens für den Bau der Häuser eine spezielle Mischung für Lehmziegel angefertigt, die mit wenigen Hilfsmitteln vor Ort hergestellt werden kann und dem Regen standhält.
Schlingensief selbst ist im Jahr 2010 an den Folgen seiner Lungenkrebserkrankung gestorben. Das Operndorf Afrika wurde von Chris Dercon, dem Leiter der Tate Modern in London, als „eines der gegenwärtig interessantesten Kulturprojekte weltweit“ betitelt.

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Noch schnell hingehen, denn die Ausstellung läuft nur noch bis zum 14. November im m+ projekt, Kunstraum, Hildegardstrasse 2


 


Fotocredit: Aino Laberenz

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