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Wunsch nach Dauerglück

Josephine Musil-Gutsch
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Drei schöne Wochen lang im August hatten Radfahrer auf der Lindwurmstraße viel Platz. Statt den gefährlich engen Radweg konnten sie die komplette Breite einer Fahrspur nutzen, die für Autos gesperrt worden war. Verbände fordern nun, dass es immer so bleibt.

Für gewöhnlich herrscht ein turbulentes Durcheinander auf dem Radweg der Lindwurmstraße. Die vielen Ausfahrten, Hauseingänge, Geschäfte und Querstraßen in Kombination mit dem schmalen, Äste verhangenen Radweg sind ein gefährliches Pflaster für Radfahrer und Fußgänger. Ausgerechnet eine Baustelle entspannte Anfang August die Situation. Der Radweg musste wegen Bauarbeiten auf die Fahrbahn verlegt werden, die für Autos gesperrt worden war. Das schuf ein ganz neues Fahrgefühl: Sicher, zügig und bequem konnten Radfahrer nun die Lindwurmstraße passieren. Nach Ende der Bauarbeiten, wurden nun die gelben Markierungen wieder entfernt.

Wäre doch schön, wenn der Radweg bleiben könnte, werden sich da einige Münchner gedacht haben. Eine Vielzahl von Verbänden wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) München e.V., die Umweltschutzorganisation Green City e.V., der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Kreisverband München e.V., der Bund Naturschutz (BN) Kreisgruppe München und der FUSS e.V. fordern nun eine dauerhaft bessere Lösung für die Lindwurmstraße und ihre Fahrradfahrer. Die Forderungen dürften ganz im Sinne der Münchner und Münchnerinnen sein, die laut VCB 46 Prozent ihrer Wege per Rad oder zu Fuß zurücklegen. Damit schnell etwas passiert, haben die Verbände einige Vorschläge ausgearbeitet. Aus Autoparkplätze sollen Stellplätze für Fahrräder werden, Fußwege freigehalten und Radfahrer auf die Fahrbahn gelassen werden. Auf diese Weise versucht man den Radverkehr zu entzerren und für alle Stress zu reduzieren.

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