Zum dritten Mal findet in München das Filmfestival KINO ASYL statt. KINO ASYL wird von in München lebenden jungen Flüchtlingen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern gestaltet. So wurde das Festival im vergangenen Jahr von der Initiative „Kultur öffnet Welten“ ausgezeichnet und mit dem renommierten Dieter-Baacke-Preis bedacht.
Verbunden sind die Kurator_innen durch ähnliche Schicksale von Flucht und Vertreibung. Sie eint die Hoffnung auf Asyl und eine neue sichere Heimat in Deutschland. Die jungen Menschen vereinen die Auswahl der Filme mit eigenen Lebenswelten, persönlichen Geschichten und individuellen Vorlieben. Die Veranstaltungsreihe zeichnet so ein komplexeres Gesamtbild, das sich nicht nur aus der Vorführung der Filme zusammensetzt, sondern auch Herkunft und Gegenwart der jungen Menschen Rechnung trägt.
Eröffnet wird das Programm am 3.12. um 15:00 Uhr mit einem wahren Filmjuwel: In der Schweiz-Syrischen Kooperation „BON VOYAGE“, treffen Fischer im Mittelmeer auf ein überladenes Flüchtlingsboot. Als längst überfällige Deutschlandpremiere wird im Anschluss daran der Kultfilm „Mammah Saylah“(1999) aus Sierra Leone präsentiert. Der zweite Festivaltag dokumentiert eine besondere Kooperation: Produktionen von Studierenden der HFF München und Filme aus Afghanistan und Syrien wechseln sich im Programm ab. Erstmals finden damit auch deutsche Filme ihren Weg auf die KINO ASYL Bühne.
Nach namenhaften Hochkarätern, wie „Drachenläufer“, „Haus ohne Dach“, „Men in the arena“, „Shakespeare in Zaatari“ und „Buddha zerfiel vor Scham“, endet die Woche am Freitag und findet ihren gebührenden Schlusspunkt mit der Premiere des „KINO ASYL“ Dokumentarfilms (von Tobias Rehm). Bei einigen der Filme ist auch der Regisseur anwesend.
Die Filme werden in den Kammerspielen München, der Pinakothek der Moderne, im Münchner Gasteig, der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) und im Kulturzentrum Import Export präsentiert. Die Veranstaltungen von KINO ASYL sind kostenfrei, Spenden sind willkommen.
KINO ASYL wird vom Medienzentrum München in Kooperation mit Refugio München veranstaltet. Weitere Kooperationspartner sind: Filmstadt München, Münchner Stadtbibliothek, Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München, Pinakothek der Moderne, Import Export und Münchner Kammerspiele. Die Veranstaltung wird vom Kulturreferat München und dem Stadtjugendamt München gefördert.