Kultur, Live

Vice! Made for Pleasure – immer noch

Letzte Artikel von Sebastian Gierke (Alle anzeigen)

Irgendeine Plattenkiste auf nem Flohmarkt. Eine von den Kisten, die schon oft durchsucht wurden. Nur noch Schrott drin. Doch dann bleiben die Augen an etwas hängen. Keine Angst vor dem Hässlichen. Keine Angst vor dem Fetisch.

Vice, so der Name dieser Band. “Made for Pleasure” die Platte. 1988 veröffentlicht. Und selbst für die 80er  ist dieses Cover außergewöhnlich großartig. Das Auge scheift über eine verwirrende Fülle, bleibt hier oder dort hängen, sucht, kann nicht alles gleich einordnen. Was für eine detailreiche Häßlichkeit: die Ringelsocken vom Skater, die Cowboystiefel, das Ballonfahrer-Muscleshirt. Woher kommen die? Aus Kalifornien? Doch dann die eigentliche Entdeckung.

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Diese Konstruktion im Hintergrund. Das ist das Olympiastadion. Das ist München. Und tatsächlich: Vice waren eine Münchner Band. Und sie sehen aus, wie sich Münchner 1988 surfende Hardrocker aus Kalifornien vorgestellt haben.

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Die Musik ist dagegen eher unspektakulär. Gut gemachter Hardrock, so wie der eben klang in den 80ern.

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Die Songs heißen: “Hot Summer Night Party”, “Boys Got The Fever” oder “Red Light Night”.

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Das war natürlich nichts für das elitäre 80er-Pop-Hipstertum.Und nach zwei Alben hat sich die Band auch schon wieder aufgelöst.

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Aber interessieren würds mich ja schon, was die fünf heute machen. Und wie sie aussehen. Kann jemand helfen?

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