Luisa Schillinger
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Alles, was du über das neue Carsharing-Angebot in München wissen musst

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Platz ist bekanntlich eine der knappsten Ressourcen in München. Darum gilt, je weniger Fahrzeuge am Straßenrand stehen, desto besser. Studien zeigen, dass Autos im Durchschnitt nur eine Stunde pro Tag in Bewegung sind. Das bedeutet, rund 95 Prozent der Zeit sind Fahrzeuge einfach nur Stehzeuge.

Eine der Lösungen: Carsharing!

Je mehr Menschen sich ein Auto teilen, desto weniger Fahrzeuge stehen herum. Je weniger Autos parken, desto weniger Parkplätze sind notwendig. Der Platz kann anders genutzt werden, z.B. für Grünflächen oder breitere Gehwege. Ganz abgesehen von verminderter Lärm- und Luftbelastung. So wird München für alle lebenswerter.

Das Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München fördert Carsharing als wichtigen Baustein der Verkehrswende, zum Beispiel, indem es extra Parkplätze für geteilte Autos ausweist.

1. Carsharing, mehr Raum für alle

Ein Carsharing-Fahrzeug kann bis zu 16 private Autos ersetzen und entlastet dadurch den Parkdruck im öffentlichen Raum. Wenn man bedenkt, dass ein Stellplatz ca. 15 qm Platz beansprucht, sparen wir pro Carsharingauto fast 300 qm Fläche ein, die damit öffentlich genutzt werden kann. Das ist größer als ein Tennisplatz. Wie wäre es mit einer neuen Grünfläche in der Nachbarschaft mit Bänken zum Ratschen, für Flohmarkt und Kinderspiel? Außerdem: Durch Entsiegelung von Verkehrsflächen wird die Stadt fitter für Starkregen und Hitzewellen.

„Natürlich wäre ein eigenes Auto manchmal bequem, wie ein Wohnzimmer im öffentlichen Raum. Aber Carsharing ist für mich viel einfacher, weil ich mir keine Gedanken um Wertverlust, TÜV oder Reparaturen machen muss. Und ich verbrauche keine Fläche auf der Straße, wenn das Fahrzeug die meiste Zeit ja doch nur herumsteht.“ Christoph K., 41

2. Extra Parkplätze nur für Carsharing

Luisa Schillinger

Wusstest du, dass wir im Schnitt ein Drittel einer innerstädtischen Autofahrt mit Parkplatzsuche verbringen? (Link zur Quelle: ADAC, Deutsche Umwelthilfe) Mit Carsharing kannst du dir die Suche sparen, denn die Stadt stellt Parkplätze exklusiv für Carsharing bereit. Diese sind mit speziellen Schildern gekennzeichnet, die vier Personen abbilden, die sich ein Auto teilen.

Bis zu 1600 dieser Carsharing-Parkplätze soll es in den kommenden Jahren in München geben. Wer hier mit seinem privaten Auto parkt, muss ein Verwarngeld zahlen. Carsharing-Nutzende kommen also schneller und vor allem entspannter an.

Bei den Parkplätzen gibt es zwei Varianten:

A) Auf reservierten Stellplätzen
: Ein Teil der Stellplätze wird für stationsbasierte Fahrzeuge reserviert, die nur an einer festen Station angemietet und abgegeben werden dürfen. Du erkennst sie daran, dass der Name des Anbieters (STATTAUTO oder CarVia) auf einem weißen Schild unterhalb des Carsharingschildes angebracht ist. Während der Miete darf mit den stationsbasierten Fahrzeugen auch auf allen anderen Stellplätzen geparkt werden.

B) Ohne feste Station: Die zweite Option für Carsharing ist das sogenannte „Freefloating“, bei dem das Fahrzeug innerhalb eines festgelegten Gebietes frei abgeholt und abgestellt werden kann. Wo die Fahrzeuge gerade im Stadtgebiet verfügbar sind, siehst du in den Apps der Anbieter, ebenso deren Geschäftsgebiete. Parken kannst du dein freefloating Fahrzeug dort überall, am besten aber natürlich auf den dafür vorgesehenen Carsharing-Parkplätzen.

Übrigens: Für das Parken auf diesen Stellplätzen im öffentlichen Raum zahlst du selbst kein Geld. Stattdessen leisten die Anbieter eine pauschale Gebühr pro Fahrzeug an die Stadt. In den Apps einiger Anbieter werden die Parkplätze bereits angezeigt.

Eine Übersicht der Carsharing-Parkplätze findest du hier: Link zur Carsharing-Website des Mobilitätsreferates

„Anfangs wusste ich gar nicht, dass es eigene Stellplätze für Carsharingautos gibt – ich habe immer irgendwo in der Nähe geparkt, manchmal auch auf Anwohnerparkplätzen, das ist ja erlaubt. Seit ich das Schild richtig deute, ist es viel bequemer. Ich fahre direkt zu den Carsharing-Parkplätzen und spare mir das Parkplatzsuchen.“ Steve Z., 34

3. Carsharing oft günstiger als ein eigener PKW

München gilt als die teuerste Stadt Deutschlands. Gut, dass du dir die Kosten für das eigene Auto jetzt sparen kannst. Bei bis zu 12.500 Kilometern im Jahr fährst du mit Carsharing günstiger als mit dem privaten PKW. (Quelle: Bundesverband Carsharing) Bei einer Jahresfahrleistung von beispielsweise 4.000 Kilometern spart ein Carsharing-Haushalt gegenüber einem PKW-besitzenden Haushalt jährlich 2.659 Euro. Karmapunkte für umweltfreundliche Mobilität gibt es obenauf. Übrigens: Die Buchung der Fahrzeuge geht unkompliziert und schnell über die Apps der Anbieter. Außerdem findest du sie in den Apps von MVG und MVV.

Übersicht der Carsharing-Anbieter, die mit unterschiedlich großen Flotten in München bereitstehen:
CarVia
Flinkster
Free2move
MILES
SIXT share
STATTAUTO

„Ich hing lange an meinem eigenen Auto, aber als es kaputtging, habe ich aus finanziellen Gründen beschlossen, erstmal Carsharing auszuprobieren. Und ehrlich gesagt, genieße ich die Abwechslung inzwischen richtig – verschiedene Modelle, fast alles Automatik, sehr komfortabel. Der Umstieg war viel leichter als gedacht. Und ich vermisse mein eigenes Auto kein bisschen.“, Marion B., 62

4. Stationsbasiertes Carsharing in fast allen Vierteln

Luisa Schillinger

In München gibt es im Verhältnis zur Zahl der Einwohnenden schon heute die zweitmeisten Autos zum Teilen in ganz Deutschland. (Quelle: Bundesverband Carsharing). Und die Stadt will weitere Menschen in München vom Carsharing überzeugen: Erstmals wird stationsbasiertes Carsharing mit festen Stellplätzen in nahezu allen Vierteln stadtweit im öffentlichen Straßenraum verfügbar. Und zwar mit gut sichtbaren und fix für Sharing reservierten Stellplätzen an der Oberfläche.

Auch für die Münchner*innen außerhalb der Innenstadt bietet das eine kostengünstige und planbare Alternative zum eigenen Auto, besonders für regelmäßige Fahrten in der Freizeit, für größere Besorgungen oder im Urlaub. Bis Frühjahr 2026 werden die ersten 197 von insgesamt 600 geplanten Stellflächen im Stadtgebiet mit Fahrzeugen von STATTAUTO und CarVia in Betrieb genommen.

„Ich brauche eigentlich nur zweimal die Woche ein Auto. Einmal, um meine Tochter zum Reiten zu fahren und einmal, um den Wocheneinkauf zu erledigen. Im Grunde sind das immer dieselben Zeiten und die Fahrten sind planbar. Ein Auto bei mir im Viertel, das ich schon über Wochen im Voraus zu diesen Terminen buchen kann, eignet sich daher für mich perfekt.“ Zeynep G., 42

5. Flexibel mit anderen Verkehrsmitteln kombinieren

Luisa Schillinger

Ob Lieferwagen, PKW, Pedelec, Fahrrad, E-Tretroller, E-Motorroller oder Lastenrad – die Auswahl an geteilter Mobilität (Shared Mobility) in München ist groß. Wie praktisch also, wenn alle Verkehrsmittel an einem Ort zu finden sind. Mit Mobilitätspunkten unterstützt München die Nutzer*innen von Shared Mobility: Für jeden Bedarf findest du hier das passende Angebot. Du erkennst die Mobilitätspunkte an der Informationssäule und den Bodenmarkierungen.

Bis 2026 sollen 200 dieser Knotenpunkte im Stadtgebiet entstehen und verschiedene Shared Mobility-Optionen bündeln. Das erleichtert die nahtlose Mobilität: So kannst du zum Beispiel mit dem (Carsharing) Auto Richtung Innenstadt fahren und von dort mit dem E-Tretroller weiter.

Ergänzend stehen an den Mobilitätspunkten häufig Taxi-Stellplätze, Ladestationen für E-Autos und Servicestationen für Fahrräder zur Verfügung.

Einen Überblick über alle bereits bestehenden Mobilitätspunkte gibt es auf der Website des Mobilitätsreferates: https://muenchenunterwegs.de/mp

„Ich achte im Alltag auf Nachhaltigkeit – beim Einkaufen, beim Reisen und eben auch bei der Mobilität. Carsharing passt da gut zu meinem Lebensstil. Ich nutze vor allem Fahrrad und ÖPNV. Ein Auto brauche ich eher selten, deshalb ist es für mich ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich nicht mit einem eigenen Auto täglich Platz am Straßenrand blockiere. Und wenn’s ein E-Auto ist, umso besser.“ Sophia A., 24

Fotos: Privat