Leben

Bayern-Manchester: „And he walks and walks and walks and walks.”

Sebastian Gierke
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stadion

Er kam aus dem Nichts. Am Fernseher hat es ausgehen, als hätte ihn ein Regisseur plötzlich ins Bild geschoben. Im Stadion war kurz Stille. Auch dort haben die Leute nicht gleich verstanden, wieso Ivica Olic plötzlich allein vor dem Tor stand. In den letzten Sekunden der Nachspielzeit dieses dramatischen Spiels. Dieses großen Spiels.

Olic schaute kurz hoch. Verzögerte. Täuschte einen Schuss an. Schoss. Und dann brach ein Jubel los, wie ihn die Allianz Arena noch nie erlebt hatte. Das Stadion wurde davon erfüllt, bis unter die obersten Ränge. Olic riss sich das Trikot von Leib, Ribéry, der Schütze des glücklichen Ausgleichs, war der erste Gratulant, Louis van Gaal drehte sich in der Pose des Triumphators um die eigene Achse.

Und der Kommentator des englischen Fernsehens konnte es kaum fassen. Er hatte gerade aufgezählt, welche Bayern-Spieler im Rückspiel bei den Bayern wieder dabei sein werden (Robben, Schweinsteiger, Gomez möglicherweise von Beginn an), als auch er von Olic überrascht wurde.

Er sagte nur noch: „And he walks and walks and walks and walks.”

„Unglaublich“, hat Louis van Gaal gesagt, über das Spiel, das so schlecht begann – und das einer der sympathischsten und mit Sicherheit der am aufopferungsvollsten kämpfende Spieler des FC Bayern München, eben der, der rennt und rennt und rennt und rennt,  in der letzten Sekunde entschieden hat.

Doch noch ist es nicht vorbei. Das nächste große Spiel wartet, kommenden Mittwoch in Manchester.

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