Cook and Code verbindet Programmieren mit Essen: Ob html, Java Script oder CSS, hier lernst du programmieren
Leben, Was machen wir heute?

Cook and Code: Hacker meets Burrito

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Sabine Sikorski

Foodie. Liebt Essen. Hat eine große Leidenschaft für selbstgebackenes Brot und Brötchen.
Schreibt hier über alle möglichen Essensthemen: Von kulinarischen Events über Food-Startups bis hin zu dem ein oder anderen Rezept.
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Wer kochen kann, kann auch auch coden, heißt es. Kochen kann ich, coden nicht. Die letzten Programmierkurse an Schule und Universität liegen drölfzigtausend Jahre zurück und sind mittlerweile mehr als veraltet. Klar habe ich mir für meinen Blog einige kleine html-Befehle selbst angeeignet. Beispielsweise <br>, das fügt einen Absatz ein und ist wirklich hilfreich. Einen Quellcode habe ich mir auch schon mal angeguckt. Könnte aber auch ein chinesisches Kochbuch sein, in dem vereinzelt ein Begriff auf Englisch steht – ähnlich verständlich ist er für mich.

Das soll sich ändern. Ich will coden lernen! Als ich also von Cook and Code lese, bin ich sofort Feuer und Flamme. Essen und programmieren verbinden? Feine Sache! Und so sitze ich diese Woche gleich zwei Mal in der Glockenbachwerkstatt und lausche zunächst Alex, dem Macher hinter Cook and Code.

Rund 41.000 Programmierer werden derzeit in Deutschland gesucht, erklärt er uns. Und dass er mit Cook and Code zwei der schönsten Dinge der Welt verbinden wolle: Essen und Programmieren. Deshalb sind die Kurse für alle, die etwas zum Essen mitbringen, auch kostenlos. Der Rest zahlt gerade mal zehn Euro – ein fairer Preis für das, was uns in den nächsten zwei Stunden geboten wird.

Mein erster Kurs behandelt WordPress. Okay, fällt nicht unter Programmieren, aber da ich meinen Blog endlich selber hoste, und WordPress außerdem das beliebteste System überhaupt ist, bin ich da. Die WordPress-Sessions zählen übrigens zu den beliebtesten bei Cook and Code.
Leicht nervös betrete ich den Raum im Erdgeschoss der Glockenbachwerkstatt. Im Gepäck meinen Rechner und selbstgemachte Pizzasäckchen mit Ratatouille und Käse. Die Nervosität verschwindet sofort, als ich von Alex super nett begrüßt werde und Johannes erblicke, den ich schon kenne, und der heute als WordPress-Experte dabei ist. Bevor es losgeht, stellen sich alle Teilnehmer vor und erklären, warum sie hier sind. Aufällig ist, dass es fast nur Mädels sind, viele aus dem Online Marketing. Ich hätte mit mehr Bloggern gerechnet, bin aber die einzige. Im Gespräch mit Alex erfahre ich, dass bei so ziemlich allen Kursen mehr Frauen als Männer da sind, vor allem aber bei WordPress.

Los geht der Kurs mit Johannes, der uns zwei Plugins vorstellt und uns anhand einer Live-Demo ganz genau erklärt, wie sie funktionieren und was man damit machen kann. In der anschließenden Pause komme ich an dem kleinen Buffet schnell mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch. Essen verbindet halt immer, was eines der Ziele von Cook and Code ist. Wir sollen uns dadurch wohl fühlen und uns kennenlernen – funktioniert prima, wie ich schnell merke.

Im Anschluss erklärt Bene, warum ein Backup unglaublich wichtig ist, wie man eins macht, und welche Möglichkeiten es dafür gibt. Als ich hinterher meinen Rechner einpacke, fühle ich mich gut, um einiges an Wissen reicher und freue mich auf den html-Kurs, der zwei Tage später stattfindet.

Mucbook- Cook and Code-HTML Grundkurs

Wesentlich weniger nervös mache ich mich zwei Tage später wieder auf den Weg in die Glockenbachwerkstatt. Wieder habe ich Pizzasäckchen im Gepäck, dieses Mal mit Schafskäse gefüllt. Die Basics von html 5 sollen die rund sechs Teilnehmer und ich heute lernen, als Trainer sind Alex, Jeff und Konark da. Wir lernen, wie eine html-Seite aufgebaut ist, was der <header> ist, was der <body>, wie man Bilder einfügt, verlinkt, Tabellen erstellt. Zwischendurch kleinere Challenges, um das Erlernte in die Tat umzusetzen, selber zu denken, anstatt nur das Gezeigte nachzumachen.

Fand ich mich am Anfang noch total gut, merke ich bei diesen Übungen schnell, dass ich noch ganz viel lernen muss und bin sehr froh, dass so viele Betreuer da sind, die uns geduldig zur Seite stehen, kleinere Tipps geben, damit wir selbst auf die Lösung kommen, uns noch mal erklären, was ein „Tag“ ist, was ein „Attribut“, und warum manche Befehle mit einem Backslash geschlossen werden und andere nicht. Nebenher wird gefuttert, gelacht, gerätselt, ausprobiert und wieder verworfen, Erfolgserlebnisse werden stolz gezeigt, wir helfen uns gegenseitig, und wer richtig gut ist, bekommt gleich die nächste Challenge gestellt.
Rund zwei Stunden später beendet Alex den Kurs, nicht ohne uns auf die nächsten Veranstaltungen aufmerksam zu machen:

Freitag, 4.12. ab 19 Uhr: CSS and delicious FOOD!
Freitag, 11.12, ab 19 Uhr: JavaScript: learn, eat and enjoy!

Am 23. Januar 2016 gibt es zudem ein Hackathon, bei dem wir das Erlernte anwenden können, wenn wir Lust haben. Wer noch einen Anreiz für den JavaScript-Kurs braucht: Beim letzten Mal wurde ein Trinkspiel programmiert.

Fazit: Wahrscheinlich werde ich nie eine der 41.000 Programmierstellen besetzen – eher schon eine Kochstelle. Aber ich habe jetzt ein besseres Verständnis für den Aufbau von Websites. Cook and Code ist eine wunderbare Veranstaltungsreihe für alle, die die Basics vom Coden erlernen wollen. Erste Erfolgserlebnisse machen Lust auf mehr und die Kombination mit Essen ist ideal. Deshalb mein Tipp: Schaut selbst bei einem der nächsten Kurse in der Glockenbachwerkstatt vorbei und überzeugt euch!

 

Fotocredit: Unsplash.com, Cook and Code

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