Kultur, Nach(t)kritik

Das letzt Mal im Club

Marco Eisenack

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Asa im Ampere? Da mussten natürlich einige draußen bleiben. Aber die gute Nachricht hing gleich an der Eingangstür: Im November kommt das Soultalent mit der samtschwarzen Stimme für ein Zusatzkonzert nach München. So gemütlich wie gestern wird man die französisch-nigerianische Sängerin aber wohl nicht mehr erleben. Die Veranstalter haben gleich die Halle gebucht. Ein kleiner Mitschnitt von gestern.

Die Garderobendame ist sichtlich zufrieden mit ihrem Job. Sie hat den direkten Blick auf die Bühne. Und wenn der Barmann das kreisende Grooven kurz stoppt, um ein Pils zu öffnen, hört man den Kronkorken bis in die erste Reihe plöppen. Die loungige Jazzclub-Atmosphäre im Ampere hat Asa sichtlich genossen.

Das liegt nicht nur an ihrer Liebe zum Jazz. Asa sieht sich selbst in der musikalischen Tradition von Marvin Gaye und Nina Simone. Das waren die Platten aus der Sammlung ihres Vaters, die sie während ihrer Kindheit in Lagos, Nigeria hörte. Doch nicht nur die sechsköpfige Band überzeugte, auch die Stimme der 28-Jährigen erfüllte alle Erwartungen. Ganz und gar nicht unperfekt performte Asa die Songs ihrer Platte “Beautiful Imperfection”.

Die Spielfreude der Band, die Lust der Sängerin, mit dem Publikum zu flirten und ihr Spaß an eingenwillig seltsamen Tanzschritten hinterlassen an diesem Abend bei den (auffallend oft bebrillten) Besuchern das Gefühl, dem Anfang einer großen Karriere beigewohnt zu haben.

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Der geneua Konzerttermin im Muffatwerk wird noch bekannt gegeben.

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