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Der Körper lebt, liebt, tanzt – Die 25. TANZWERKSTATT EUROPA

JOINT ADVENTURES

JOINT ADVENTURES - Walter Heun ist ein national und international tätiger Veranstalter in München, der im Bereich des zeitgenössischen Tanzes an der Schnittstelle zu anderen zeitgenössischen Kunstdisziplinen agiert.
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In Workshops, Tanz und Performance verhandelt die 25. Ausgabe der TANZWERKSTATT EUROPA diesen Sommer den menschlichen Körper.

Die TANZWERKSTATT EUROPA versammelt jährlich Tänzer, Performer, Choreografen, Künstler, Theoretiker und vor allem ein tanzbegeistertes Publikum aus München und der ganzen Welt und verwandelt die Isarmetropole in einen Hot-Spot des zeitgenössischen Tanzes! Auch in ihrer 25. Ausgabe ist die Veranstaltung wieder ganz nah an den aktuellen Entwicklungen des zeitgenössischen Tanzes. Ein hochklassiges Programm aus künstlerischen Positionen, die den Tanz von heute und morgen prägen (werden), macht es möglich, zeitgenössischen Tanz im Betrachten, Selbsterleben, aber auch in der inhaltlichen Auseinandersetzung zu erfahren.

TANZWERKSTATT EUROPA 2015 from JOINT ADVENTURES on Vimeo.

Das Symposium der TANZWERKSTATT EUROPA richtet diesmal im Haus der Kunst seinen Fokus auf „Dispositive des Körpers“. Die Theoretiker/innen Arno Böhler, Gerko Egert, Sandra Noeth und der Künstlerphilosoph Noé Soulier, aber auch Choreograf/innen wie Mette Ingvartsen, Rasmus Ölme, Micha Purucker, Felix Ruckert oder Doris Uhlich werden über die Möglichkeiten des Körpers diskutieren, Verhältnisse zu verhandeln oder selbst zum Verhandlungsraum zu werden.

Doris Uhlich, eine der international aktivsten Protagonistinnen der österreichischen Tanzszene und zum ersten Mal in München zu Gast, feiert in „more than naked“ mit zwanzig nackten Tänzerinnen und Tänzern den Körper in seiner Materie und Fleisch-lichkeit. Die Dänin Mette Ingvartsen, schon bei der TANZWERKSTATT EUROPA und ACCESS TO DANCE gewesen, wird sich in „69 positions“ mit Sexualität im Verhältnis zur Politik des Körpers und zu Strukturen in der Gesellschaft, aber auch dem Körper als Archiv beschäftigen.

Felix Ruckert zeigt eine interaktive Performance, die sich in einer Grauzone zwischen Berührung, Schmerz und Lust bewegt. Die ehemalige Meg Stuart Performerin Simone Aughterlony öffnet in ihrer gemeinsam mit Antonija Livingstone und Hahn Rowe entstandenen Arbeit „Supernatural“ den Blick auf einen kaleidoskopischen Körper, der in seiner Materialität zwischen genderspezifischen Zuschreibungen und sexueller Aufladung agiert.

Lisbeth Gruwez_5_(c) Luc Depreitere

Eröffnet wird die TANZWERKSTATT EUROPA mit der intensiven, unsere Sinne aushebelnden Arbeit „As It Empties Out“ des schwedischen Choreografen und Performers Jefta van Dinther. Die Ausnahme-Tänzerin Lisbeth Gruwez übersetzt in „It’s getting worse …“ die Rede eines TV-Predigers in ein fesselndes Solo – dance at its best!

Jonathan Burrows und Matteo Fargion, langjährige Begleiter der TANZWERKSTATT EUROPA, die mit jedem Stück den Tanz neu erfinden, zeigen ihren Klassiker „Both Sitting Duet“ und ihre neueste Arbeit „Body Not Fit For Purpose“. Internationale Tänzer, Choreografen und Dozenten unterrichten außerdem ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Workshop-Programm.

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Es werden Workshops in verschiedenen zeitgenössischen Tanz- und Improvisationstechniken angeboten – vom absoluten Anfänger bis zum Profi-Tänzer ist für jeden, der sich für zeitgenössischen Tanz begeistert, etwas dabei! Wir freuen uns auf Contemporary Dance Kurse mitOri Flomin, Charlie Morrissey, Bosmat Nossan, Milan Tomášik und Katja Wachter.

Für professionelle Tänzer und Performer gibt eschoreografische Labs, die wertvolle Einblicke in aktuelle künstlerische Arbeitsweisen gewähren. Jonathan Burrows und Matteo Fargion teilen sich das Lab „Writing Performance“. Sie untersuchen choreografische, performative und kompositorische Prozesse und Philosophien. „Dive into the Unknown“ heißt das choreografische Lab der belgischen Ausnahme-Tänzerin Lisbeth Gruwez und dem Musiker Maarten van Cauwenberghe. Sie nutzen emotionale Zustände, um eine Bewegungssprache zu entwerfen. Rasmus Ölme, ehemaliger Ultima Vez Tänzer, beschäftigt sich in „Generative Choreography“ mit choreografischen Prinzipien. Der französische Tänzer, Choreograf und Philosoph Noé Soulier verbindet in seinem Lab praktische mit theoretischer Arbeit und begibt sich mit seinen Teilnehmern auf die Suche nach Parametern und Strategien, die Tanz bzw. Choreografie definieren.

Felix Ruckert wird in seinem Workshop BDSM mit zeitgenössischem Tanz verbinden. Tanz, Theater, Songs, Gespräche, Aktion, Kunst, Sex, Wissenschaft, Sinnlichkeit und Reflexion verschmelzen zu einer einzigartigen Erfahrung. Bei den Münchnern Stefan Dreher und Veronica Fischer kann man seinen Körper bei Yoga oder Feldenkrais entspannen.

Informationen  www.jointadventures.net

Tickets  VVK über München Ticket www.muenchenticket.de oder +49 89 54 818181. Restkarten nach Verfügbarkeit an der Abendkasse. Die Abendkasse öffnet ab 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Preise  Muffathalle 16,- EUR/ Ermäßigt 11,- EUR (VVK)/ 19,- EUR/ Ermäßigt 14,- EUR (Abendkasse)    Schwere Reiter 14,- EUR/ Ermäßigt 9,- EUR (VVK)/ 16,- EUR/ Ermäßigt 11,- EUR (Abendkasse)

Photocredits: Eva Würdinger, Luc Depreitere

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