Kultur

„Der kollektive Textkorpus gegenwärtiger Lage“

Sebastian Gierke

Journalist, frei, in München und im Netz.
Sebastian Gierke

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Ok, zugegeben: Ich bin Fan. Noch einer hier? Nur für Dich: Rainald Goetz, Münchner irgendwie, kommentiert auf dem schönen Feuilleton-Blog „Der Umblätterer“ unter einem Artikel über ihn als manischen Feuilleton-Leser mit einem manischen Kurztext:

„Ja, es stimmt, der wahrhafte Feuilletonismus ist eine paranoid hysterische Aberration von Geist und Naturell, die das Feuilleton falsch, nämlich ichidentifikatorisch, wie Literatur also, auffasst, als könnte das kranke Ich dort Antwort auf seine Fragen und so final Erlösung finden. Es bezieht sich das Feuilleton in Wirklichkeit aber gar nicht auf das Ich und darauf, was ein Ich für sich allein denken müsste, um die Wahrheit erkennen zu können, sondern darauf, was ALLE SAGEN. Diesem kollektiven Textkorpus gegenwärtiger Lüge, bei dem es genau nicht um den einzelnen Artikel, sondern um die Gesamtheit aller Texte geht, ist die Feuilletonexegese so manisch verfallen, weil das Denken in Abhängigkeit von den da sprachlich erfassten Gegenwärtigkeitsbedingungen verfährt, auch wenn es sich schließlich im Gegensatz dazu bestimmt.“

Den gesamten Kommentar inklusive schönem Botho „gleichwohl“ Strauß-Veriss gibts hier. Subba.

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