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Ein neues Schuljahr mit fehlenden Reformen

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Auch dieses Jahr gibt es in Bayerns Schulen tausende Sitzenbleiber Würzburg – Die LSV Bayern e.V bezieht am Anfang des neuen Schuljahres Stellung zum Thema „Sitzenbleiben“ und fordert die Abschaffung einerveralteten Disziplinarmaßnahme.

In den nächsten Tagen ist es wieder so weit. Schulbeginn und tausende von Schülerinnen und Schülern werden auch in diesem Jahr wieder in derselben Jahrgangsstufe sitzen, denselben Stoff lernen, dieselben Lerninhalte vermittelt bekommen. Das sind diejenigen, die im letzten Jahr das Klassenziel nicht erreicht haben. Aber ist das in der heutigen Bildungspolitik, die individuell fördern will, überhaupt noch eine zeitgemäße und legitime Methode?
In der LSV Bayern e.V. herrscht schon seit Langem der Konsens über das Abschaffen des Sitzenbleibens.
Duc Le, ein betroffener Schüler und Mitglied in der LSV beschwert sich: „Neben dem schlechten Zeugnis vermittelten mir auch meine Mitschüler und Lehrer, dass ich den Vorurteilen entsprechend nicht besser werden könne. Durch das wiederholen des Schuljahres hat sich meine Abneigung gegenüber dem Lernen nur noch mehr verstärkt“.
Auch Janine Thiel, Organisatorin des SchülerInnenkongresses basis’12 und Mitglied der LSV äußert sich dazu: „Ich sehe nirgends einen Sinn im Sitzenbleiben. Pädagogisch ist die Methode vollkommen überholt. Die riesigen Summen an Geld die verloren gehen, könnte man in der Bildungspolitik an anderen Stellen sehr viel sinnvoller einsetzen! Aber schon allein aus demokratischen Aspekten sollte es jedem Schüler selbst überlassen sein die Entscheidung zu treffen, ob er wiederholen möchte oder nicht.“

„Ich möchte nicht, dass meine Lehrer, die oftmals nichts über persönliche Hintergründe wissen, entscheiden ob ich ein Schuljahr wiederholen soll.“, ergänzt Melissa Büttner ebenfalls LSV-Mitglied und Organisatorin von basis’12.

Die LandesschülerInnenvereinigung Bayern e.V. fordert das Abschaffen des Sitzenbleibens. Die Entscheidung, ob eine Schülerin oder ein Schüler freiwillig wiederholt, soll von den Betroffenen selbst getroffen werden. Es soll in individuelle Förderung und nachhaltige Bildung investiert werden. Man muss mit der Zeit gehen, auch in der Bildungspolitik.

Die LandesschülerInnenvereinigung Bayern e.V. ist ein Verein, aus engagierten Jugendlichen, die sich in der Bildungspolitik in Bayern stark machen.
Mehr auf: www.lsv-by.de

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