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„ACCESS TO EXCESS” (Performance) @Pathos Theater

November 18 - 20:00

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    ACCESS TO EXCESS ist ein immersive Performance- Stück, in der das Spannungsverhältnis von Hygiene und Ekstase als zwei die Menschheitsgeschichte begleitende und sich scheinbar ausschließende bzw. widersprechende Entitäten und Kulturpraxen untersucht wird.

    Welche körperlichen Kontrollmechanismen sowie Körper- bzw. Wertvorstellungen spiegeln sich in diesen Praktiken wider? Inwiefern lässt sich die Idee eines ständigen Fortschritts bezüglich hygienischer Möglichkeiten dekonstruieren? Welchen Stellenwert spielen ekstatische Sinneszustände und kollektive Rückzugsorte, ähnlich denen der Nachtclubs, in unserer heutigen Zeit? Zusammen mit zehn jungen Performer*innen entwickeln wir einen multimedialen Raum, der über eine Dauer von sechs Stunden Prozesse des Auf- und Abbaus, des „Verschmutzen“ und „Säubern“ und Zustände kollektiver Ekstase akustisch wie auch visuell thematisiert. Über den Einsatz musikalischer Zitate elektronischer Clubkultur, die Performer*innen wie auch Publikum in einer sechsstündigen konstanten, klangvollen Wiederholung gefangen hält, wird versucht die Idee des sog. “four-to-the-floor” Rythmusmusters über den Abend de- sowie rezukonstruieren.

    Das Ziel ist, weniger eine einfache Clubnacht zu simulieren, sondern die Performativität solcher Freiheits- und Toleranzräumen zu nutzen, um gemeinsam mit dem Publikum die Wahrnehmung auf kulturell geprägte körperliche Prozeduren zu schärfen. Dieser Raum umfasst ein kulturelles, soziales, historisches und materielles Gebilde, das unsere Sichtweise vertieft und bereichert.

    Wie eine Theateraufführung, so kann auch ein Party einfach ausfallen. Aber anders als eine Party kann Theater seinen eigenen Ausfall thematisieren. Mit dem Performance-Stück ACCESS TO EXCESS wollen wir dieses Spannungsfeld unmittelbar erfahrbar machen. Die Grundüberlegung ist einfach und wirkungsvoll: Was wird aus einem Club-Event voll schwitzenden Körpern, angetrieben durch wummernde Bässe und harte Beats, wenn man wirklich alle Hygieneauflagen erfüllt? Der DJ wird zum Aufseher und die Atmosphäre ekstatischer Feier konterkariert mit dem Sicherheitsdenken öffentlicher Hallenbäder.

    Das transdisziplinäre Team besteht aus dem Performance- Kollektiv service not included (Marie Jaksch, Charlotte Oeken, Joscha Faralisch), der Sound-Künstler*innen Jakob Braito, der Choreographin Nicola Kötterl, der Modedesignerin Sarah Buortesch und dem Lichtkünstler Yoav Schutzer.

    Die Aufführungen finden vom 18.-20. November 2021 im Pathos-Theater München statt und wird durch eine eigens dafür herausgebrachte Publikation mit Fotografien, Essays und theoretischem Hintergrund begleitet.

    Weiterführende Informationen:

    https://studiosherut.com

    https://pathosmuenchen.de

    Im Rahmen der drei Aufführungen ist eine enge Medienpartnerschaft mit Radio 80000 (80000 e.V.) geplant, wobei neben der PR und Kommunikationsarbeit eine 60-min Theater-Hörspiel entstehen soll, das das Performance-Stück um das Medium Radio erweitert.

    Veranstalter

    service not included

    Veranstaltungsort

    Pathos München
    Dachauer Straße 110 d
    München,
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